Nur ein Muslim wählen ist keine Sünde – Muslimischer Wahlkampf in Indonesien

Am Mittwoch wählt Indonesien ein neues Parlament. Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamisch geprägte Land der Welt. Die islamischen Parteien müssen Umfragen zufolge mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten rechnen. Die muslimischen Geistlichen rufen verstärkt zu einer Teilnahme an den Wahlen auf. In der Provinz Aceh forderte die Versammlung der Islamgelehrten (MPU) die Wähler dazu auf, nur für „gläubige muslimische Kandidaten“ zu stimmen, wie die Tageszeitung „Jakarta Globe“ (Montag) berichtet. Stimmen für andere Kandidaten seien eine Sünde. In Ostjava riefen die Islamgelehrten die Wähler zur Stimmabgabe auf; die Wahl zu ignorieren, sei Sünde. Die Gelehrten beriefen sich auf einen Beschluss der Gelehrten (MUI), des höchsten Gremiums des indonesischen Islam.

Die Parlamentswahlen am Mittwoch markieren einen Übergang von der konservativen Generation zur sogenannten weltoffeneren „Facebook-Generation“. Mehr als 40 Prozent der Stimmberechtigten sind Erst- und Jungwähler zwischen 17 und 30 Jahren. Die jungen Leute haben andere Interessen. Sie sind gegen Korruption, für Transparenz und die Rechte von religiösen und ethnischen Minderheiten.

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