Archiv der Kategorie: 2 Feiertage

Islamisches Opferfest Eid al-Adha

Das islamische Opferfest 2021 beginnt am Abend vom Montag, 19. Juli geht bis zum Freitag 13. Juli

Der 10. Dhū l-Hiddscha ist der „Tag der Schlachtung“. Vom 11. – 13. Dhū l-Hiddscha sind die „Tage des Fleischtrocknens“.

Das Opferfest Īdu l-Aḍḥā ist das höchste und wichtigste islamische Fest. Arabisch heißt das Fest: „IDO-AL-ADHA“. Türkisch heißt es: „KURBAN BAYRAM“. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka (vgl. Artikel der Haddsch). Aufgrund des islamischen Mondkalenders Islamisches Opferfest Eid al-Adha weiterlesen

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

2021:  9. Aw 5781 Sonntag 18. August (wenn der 9. ein Schabbat ist am 10. Aw)

9. Aw als Schicksalstag
Am 9. Aw 586 v. Chr. wurde der Tempel durch Nebukadnezar zerstört. Am 9. Aw 70 n. Chr. wurde der Zweite Tempel Israels durch Titus vernichtet. Im Freiheitskampf der Zeloten unter Bar Kochba gegen Rom fiel die Festung Betar am 9. Aw 135 n.Chr. In Spanien mussten die Juden am 9. Aw 1492 das Land verlassen. Am 9. Aw 1914 begann der Erste Weltkrieg, der für die osteuropäischen Juden folgenschwer wurde.

Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.

Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tewet. Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw, geschah Tischa BeAw – Tröstet mein Volk weiterlesen

Muslime auf Pilgerreise – Der Haddsch

Der Haddsch 2021 beginnt am Samstagabend, 17. Juli und endet am Abend vom Donnerstag, 22. Juli

Saudi-Arabien beschränkt dieses Jahr zum zweiten Mal die jährliche Haddsch-Pilgerreise auf die eigenen Bürger und Einwohner des Wüsten-Königreiches. Wie die staatliche saudische Presseagentur SPA schreibt, ist das eine Antwort auf die Covid-19-Pandemie.
Im Königreich Saudi-Arabien sind nur Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren geimpft oder gegen den Virus immunisiert worden. Sie sind entsprechend frei von chronischen Krankheiten und können am Haddsch teilhaben. Das erklärt das Ministerium, das die muslimischen Pilgerreisen nach Mekka verwaltet. Das Maximum der Teilnehmer wurde auf 60’000 beschränkt. «Die Entscheidung wurde getroffen, um die Sicherheit des Haddsch trotz des Risikos wegen des Coronavirus zu garantieren», sagte der saudische Gesundheitsminister Tawfiq al-Rabiah an einer TV-Pressekonferenz. Trotz des Vorhandenseins von Impfstoffen, sagte der Minister, bestehe Unsicherheit bezüglich des Virus, und einige Länder würden immer noch hohe Zahlen an Covid-Fällen melden. Wie der Minister präzisierte, würden nur Impfstoffe von Pfizer, Astraseneca, Moderna und Jonnson & Johnson für Haddsch-Reisende genehmigt. Muslime auf Pilgerreise – Der Haddsch weiterlesen

Mariä Heimsuchung

Das Fest Mariä Heimsuchung (Visitatio Mariæ) ist am 2. Juli (evangelisch, orthodox, altkatholisch, zum Teil römisch katholisch in Deutschland). Die weltweite Katholische Kirche feiert das Fest am 31. Mai.

Am Fest der Mariä Heimsuchung erinnert man sich daran, dass Maria ihre Tante Elisabeth besuchte. Es kommt zu einer Begegnung zweier Frauen, die in ihrem tiefen Glauben an Gott persönlich die Erfahrung machten, dass sich Gottes Macht in ihrem Leben gezeigt hat. Beide Mariä Heimsuchung weiterlesen

Gedenktag Peter und Paul – Allein in Gottes Hand

Peter und Paul wird am 29. Juni gefeiert.  Nicht der Todestag der beiden Apostel wird an diesem Hochfest Peter und Paul gefeiert, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe an der Via Appia, nahe bei der heutigen Kirche San Sebastiano. Das Fest wird zum ersten Mal im römischen Staatskalender von 354 erwähnt. Der Papst versteht sich sowohl als Nachfolger Petri wie als Nachfolger des Paulus; er zelebriert eine Messe zum Fest der römischen Stadtpatrone. Der 29. Juni ist sowohl im Vatikan als auch in der Stadt Rom ein Feiertag. Das Fest hat seinen Ursprung in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts und wird als katholisches Hochfest, sowie auch in den orthodoxen und protestantischen Kirchen begangen.

Peter und Paul ist ein gesetzlicher Feiertag in der Gemeinde Roms und dem Schweizer Kanton Tessin sowie in Teilen von Graubünden und Luzern. In vielen christlichen Gemeinden finden zu Peter und Paul Priesterweihen und Gemeindefeste statt. Auch in Deutschland werden Volksfeste zum Wochenende nach Peter und Paul organisiert. In Österreich und Bayern wird traditionell das Peterlfeuer entzündet.

Weshalb eine Strohpuppe verbrannt wird, darüber Gedenktag Peter und Paul – Allein in Gottes Hand weiterlesen

Fasten am 17. Tammus

2021:  Sonntag, 27. Juli

Am Fasttag vom 17. Tammus erinnert sich das jüdische Volk an fünf Tragödien. Man enthält sich der Nahrungsaufnahme (Speisen und Getränke) von Tagesanbruch bis Einbruch der Nacht. Der Prophet Sacharja erwähnt diesen Fasttag zum ersten Mal (8,19): „… Das Fasten im vierten Monat …“

Im Traktat Ta’anit (4,6) erklärt die Mischna, dass an diesem Tage wegen fünf Tragödien gefastet wird, die sich an diesem Tag ereigneten: Fasten am 17. Tammus weiterlesen

Johannistag – Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen

Der Johannistag (auch Johanni, Johannestag) ist der Gedenktag an die Geburt von Johannes dem Täufer am 24. Juni.

Das Datum wurde nach der Angabe im Lukasevangeliums (1,36) vom Datum der Geburt Jesu her errechnet. So ergab sich daraus das antike Datum der Sommersonnenwende (22~24. Juni) und für Jesus die Wintersonnenwende (25. Dezember). Anlass zu diesem Bezug des längsten auf den kürzesten Tag des Jahres war der Täuferspruch in Hinblick auf den kommenden Christus: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen (Johannes 3,30).

Johannes weißt auf Jesus als den verheißenen jüdischen Messias und Opferlamm Gottes hin: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! (Johannes  1,29).  Johannistag – Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen weiterlesen

Heiligstes Herz Jesu

2021: Freitag 11. Juni

Am dritten Freitag nach Pfingsten ist das Hochfest „Heiligstes Herz Jesu“, das Papst Pius IX. 1856 für die katholische Kirche einführte.

Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu ist eine Ausdrucksform katholischer Spiritualität. Dabei wird Jesus Christus unter dem Gesichtspunkt seiner durch sein Herz symbolisierten Liebe verehrt.

Das durchbohrte Herz des Gekreuzigten gilt als Quelle der Sakramente der Kirche. Die für die Weltkirche geltenden römischen Ablassbestimmungen sehen für das Herz-Jesu-Fest alljährlich das gemeinsame öffentliche Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu vor, welches mit einem vollkommenen Ablass belohnt wird.

Das dem Fest zugrundeliegende mystische Bild des durchbohrten Herzens Jesu stößt durch die Entmythologisierung des Herzens auf geringe Akzeptanz. Heute wird die Liebe Gottes eher durch die barmherzige Person Jesus wahrgenommen und nicht in der Verehrung eines Körperteils. Jesus sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matthäus 22,37) und „Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen“ (Matthäus 5,8). Heiligstes Herz Jesu weiterlesen

Corpus Christi – Fronleichnamsfest

Mit dem Fronleichnamsfest (2021: Donnerstag 3. Juni) gedenkt die katholische Kirche der leiblichen Gegenwart Jesu Christi (Realpräsenz) im Sakrament der Eucharistie. Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham „des Herren Leib“ ab. In der Liturgie heißt das Fest „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Im Englischen und anderen Sprachen ist die lateinische Bezeichnung des Hochfestes Corpus Christi eingegangen.

Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der katholischen Kirche erhoben. Corpus Christi – Fronleichnamsfest weiterlesen

Ich und der Vater sind eins – Sonntag Trinitatis

2021: 30. Mai – Das Dreieinigkeitsfest wird am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.

Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10,30).

Einige Menschen beurteilen, was Gott kann, darf und soll. Die Bibel zeigt auf, dass Gott alles kann, aber sich an seine Versprechen hält.

Jesus offenbarte uns den Vater (Mt. 6,9), und dieser sandte den Heiligen Geist (Joh. 15,26). Der Geist gibt Zeugnis vom Sohn (Joh. 15,26), und der Sohn vertritt den Vater (Joh. 14,9). Vater, Sohn und Heiliger Geist sind unterschiedlich, doch sie sind eins.
Wer den Heiligen Geist aufnimmt, empfängt auch den Vater und den Sohn (Wer aufnimmt, wen ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Johannes 13,20). Keiner tut etwas, was der andere nicht tun würde. Eine für uns nicht nachvollziehbare Dimension von Einheit.

Jesus sagte deshalb: Ich und der Vater sind eins – Sonntag Trinitatis weiterlesen

Pfingsten – Gottes Realität begegnen

2021: Sonntag 23. Mai – Pfingsten ist die Geburtsstunde der Gemeinde

Pfingsten – Das Versprechen von Jesus wurde eingelöst: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“ (Johannes 14,16-17).

In Jerusalem kam die Gegenwart Gottes zu den Menschen, jedoch nicht Angst einflößend wie am Sinai, sondern Neugier weckend.

Der Heilige Geist bewegt, er feuert an, er erfüllt die ganze Schöpfung. Seine Wirkung bleibt atemberaubend. Wo immer etwas Fahrt aufnimmt, Kraft entwickelt oder aufbricht in der Bibel – da ist der Heilige Geist im Spiel.

An Pfingsten kam Gottes Geist sichtbar auf die Menschen. Die Schüler von Jesus verstanden auf einmal Gottes Wirken und erzählten von den großen Taten Gottes (Apostelgeschichte 2). Jedem, der sich auf Gottes Angebot in Jesus einlässt, öffnet  Gottes Geist eine neue Dimension des Lebens.
Pfingsten – Gottes Realität begegnen weiterlesen

Schawuot / Pfingsten – Gott offenbart sich

Das jüdische Schawuot wird am 6. Siwan gefeiert – in der Diaspora zusätzlich auch am 7. Siwan. Das hebräische Wort Schawua heißt Woche und Schawuot ist die Mehrzahl davon, bedeutet also «Wochen». Sieben Wochen nach Passah, also am 50. Tag danach (griechisch Pentecoste, d.h. der Fünfzigste), soll Schawuot gefeiert werden (5. Mose 16,9-10). Die Zeit zwischen den Festen zählt man mit dem Omer. Das ist das hebräische Wort für Garbe.

An Passah brachte man die Schawuot / Pfingsten – Gott offenbart sich weiterlesen

Auffahrt – Ausfahrt – Himmelfahrtsfest

2021: Donnerstag 13. Mai

Die Bezeichnung „Auffahrt“ steht in der Schweiz und Lichtenstein für das christliche Himmelfahrtsfest. An anderen Orten meint das Wort „Auffahrt“ eine Anschlussstelle einer Autobahn oder Schnellstraße (in der Schweiz: Einfahrt) oder eine steile Fahrstraße. Für viele steht dieser Tag für eine Ausfahrt oder einen Ausflug. Einige landen im Stau, andere machen Feldumgänge oder feiern eine Bittprozession.

Doch was ist der Ursprung dieses Feiertages?
Nachdem Jesus am Karfreitag Auffahrt – Ausfahrt – Himmelfahrtsfest weiterlesen

Jerusalem-Gedenktag

2021: abends Sonntag 9. bis Montag 10. Mai
Der Jerusalemtag ist ein Gedenktag an die Wiedervereinigung Jerusalems 1967 nach neunzehnjähriger Teilung der Stadt. Er findet nach dem jüdischen Kalender jeweils am 28. Ijjar statt.

Nach der Massenpanik mit 45 Toten am 30. April im nordisraelischen Meron hat Israel zum „Jerusalemtag“ hohe Sicherheitsvorkehrungen und eine Begrenzung der Teilnehmer angekündigt.

Zum Jerusalemtag soll an der Klagemauer ein Massen-Danksegen gesprochen werden. Damit soll für die Situation in Jerusalem ein Jahr nach Beginn der Pandemie gedankt werden, teilte die für die Klagemauer zuständige „Western Wall Heritage Foundation“ am Donnerstag mit.

Die sogenannte „Birkat haGomel“ ist ein Segensspruch, der traditionell von einer Person gesprochen wird, die kurz zuvor einer lebensbedrohlichen Situation entkommen oder aus einer Gefahr errettet wurde.

Ferner soll bei der Gebetsveranstaltung der 45 Todesopfer der Massenpanik im nordisraelischen Meron am 30. April gedacht sowie für die Genesung der Verletzten gebetet werden. Abschluss des Jerusalemtags bildet traditionell der Flaggenmarsch durch die Altstadt zur Klagemauer, der in diesem Jahr am Nachmittag des 10. Mai begangen wird. Weitere Einschränkungen sollen für die traditionellen Feiern zum Jerusalemtag am Grab des Propheten Samuel nahe der israelischen Ortschaft Givat Ze’ev gelten. Unter anderem soll der Zugang zu maximal 500 Personen gleichzeitig begrenzt werden, verglichen mit 5.000 Personen in früheren Jahren.  mehr Informationen

Der Ost-Teil Jerusalems war von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt. Im Sechstagekrieg wurde er von Israel erobert. Das führte zur Wiedervereinigung von Jerusalem und zur israelischen Souveränität über die Altstadt mit der Klagemauer. Auf dem Tempelberg hat bis heute die jordanische WAQF-Behörde das Sagen. Jerusalem-Gedenktag weiterlesen