Archiv der Kategorie: 8 Spannende Fragen – aufschlussreiche Antworten

Sind wir auf dem Weg in ein totalitäres System?

Schon immer gab es totalitäre Systeme und autonome Gebiete. Bei den Griechen waren es freie Städte. In Neuen Testament sind es die Städte der Dekapolis (Markus 5,20 ).

Bis zur Buchdruckkunst war es eine kleine Elite, die Lesen und Schreiben konnte und Zugang zu Büchern hatte. Mit den gedruckten Büchern und Zeitschriften, konnten die meisten Menschen lesen, aber nicht schreiben. Bis zum Zeitalter des Internets waren es einige wenige Chefredaktoren und Verleger, welche bestimmten, was gelesen wird.

Nun kann jeder im Internet publizieren, was er will. Dies hat nicht nur gute Seiten, sondern auch zur Folge, dass das Gleichgewicht der Meinungen aus den Fugen geraten kann. Der konstruktive Umgang und das Abwägen über hilfreiche Informationen findet nicht mehr statt.

Fake-News und verhetzende Reden mit ungerechtfertigten Unterstellungen machen die Runde. Stalker machen anderen das Leben schwer. Der öffentliche Pranger hat sich vom mittelalterlichen Marktplatz ins Internet verschoben. Heute zählen nicht mehr Fakten, sondern Meinungen und Aufmerksamkeit. Was gelikt wird, wird zur Wahrheit. Wie sollen wir damit umgehen? Sind wir auf dem Weg in ein totalitäres System? weiterlesen

Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Die Weisen aus dem Morgenland schenkten Jesus und seinen Eltern: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und beteten es an. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,11).

Auch bei uns kennt man die Tradition, einer Familie zur Geburt eines Kindes etwas zu schenken. Was hättest du Jesus zur Geburt geschenkt? Wären das auch Gold, Weihrauch oder Myrrhe gewesen? Vielleicht nicht. Es sind schon ein wenig eigenartige Geschenke, die Jesus erhält. Zwei Drittel dieser Geschenke sind Wohlgerüche – das heißt, sie verduften und haben keinen bleibenden Bestand. Viel naheliegender ist es doch, einem kleinen Kind Spielsachen und Kleider zu schenken.

In Jesaja 60,6 steht: Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe? weiterlesen

Jesus, eine göttliche Inkarnation

Im Neuen Testament steht, Jesus sei eine Verkörperung Gottes auf dieser Erde. Stammt dieser Gedanke aus der griechischen Mythologie? Ist es hellenistisches Gedankengut?

Jesus wurde als Jude geboren und ist als Jude gestorben. Er hatte keine philosophische Ausbildung. Er zitierte vor allem die hebräische Bibel (Tanach / Erstes Testament). Kennt also die jüdische Bibel eine Inkarnation Gottes?

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Das geheimnisvolle Aleph-Tav

William H. Sanford und Chuck Missler verbreiten die Ansicht, dass hinter dem hebräischen Aleph-Tav-Zeichen ein Hinweis auf Jesus steht. Die Kombination Aleph-Tav beinhalte Y’shua haMashiach (Jesus der Messias). Zu diesem Schluss kommen sie, weil Jesus in Offenbarung 1,8 sagt, er sei das Alpha und das Omega (der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet). In Offenbarung 21,6 wird das auch noch mit der Aussage kombiniert, dass Jesus der Anfang und das Ende sei. Im hebräischen Alphabet sind das Aleph und das Tav die ersten und letzten Buchstaben.

Hinter dieser Interpretation steht eine kabbalistische Auslegung der Bibel. In der Kabbala sucht man hinter dem eigentlichen Text geheime Botschaften. Es ist ein Suchen nach etwas, was der Text so nicht sagt. Der Fokus unseres Bibellesens sollte aber der Inhalt des Textes sein.

Ein Beispiel
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Das Paradox des Leidens

Leiden bringt uns an die Grenze des Verstehens und führt in die Welt des Vertrauens.

Im Internet sah ich ein Bild. Ein Mann fragt Jesus: „Warum lässt du all diese schrecklichen Dinge wie Hungersnot, Krieg, Leid, Kriminalität, Obdachlosigkeit, Hass, Verzweiflung usw. in unserer Welt zu?“ Jesus antwortet: „Wow! Das Gleiche wollte ich dich soeben fragen …“

Da wird es schon zentral. Wer muss sich vor wem rechtfertigen? Muss sich Gott vor uns rechtfertigen oder wir vor ihm? Richten wir über Gott und sehen wir uns so an der Stelle Gottes?

Viel Leid in der Welt ist hausgemacht, weil wir uns nicht an die Anweisungen Gottes halten.

Ein anderer Internetfund: „Es ist komisch, dass wir Gott bitten, unsere Situation zu ändern, nichtwissend, dass er uns in diese Situation brachte, damit wir uns ändern.“

Leiden scheint nicht schwarz-weiß zu sein. Leiden kann der Katalysator für persönliches Wachstum sein.

Dann gibt es auch noch das Bild vom Lamm Gottes. In Offenbarung 5,6 steht: „Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet“.
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Abraham – Leben durch ein Opfer

Der Opfergang von Abraham und Isaak in 1.Mose 22,1-19 ist eine der schwierigsten Stellen in der jüdischen Bibel. Der Text wirft viele Fragen auf, die er selbst nicht beantwortet. Das Entscheidende ist, mit welcher Brille wir den Text lesen und welche Parallelen wir hinzuziehen.

Auf den Punkt gebracht geht es darum: Gott treibt uns an einen Punkt, an dem alles zerrinnt, damit wir erfahren: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Isaak lebt, weil jemand an seiner Stelle stirbt.

Sendung Spiritualität, Montag, 6. September

Gott offenbart sich im Tiefpunkt eines Lebens. In der oberflächlichen Betrachtung wird man diese Geschichte und damit Gott missverstehen.

Liebe ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Gold wird im Feuer geläutert. Unter Druck kommt heraus, was in uns ist. Wer einen Menschen liebt, bewahrt ihn nicht vor allem, sondern begleitet ihn durch alle Schwierigkeiten hindurch. Die Erfahrung von Paulus in Römer 8,28 ist: Alles muss uns zum Guten dienen.

Gott treibt uns an den Punkt, an dem das Kartenhaus unserer Theologie zusammenbricht. Dann erfahren wir: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Wir leben, weil der himmlische Retter an unserer Stelle stirbt. Abraham – Leben durch ein Opfer weiterlesen

Wenn Religion so wichtig wäre

Hanspeter Obrist, stell dir vor du bildest dir ein, du bräuchtest jemand, mit dem du sprichst, damit er deine Worte weiter erzählt und dann würde sich der unfehlbare Alleskönner für den Zweck eine Bibel zu schreiben mit Jesus und Mohammed gleich zwei Analphabeten aussuchen… Wenn die Religionen so wichtig wären, sollten wir nicht erst Jahrhunderte auf sie warten müssen.

Hallo F, niemand wartete. Gott legte in 1.Mose 3,15 seinen Erlösungsplan dar und in 1.Mose 3,21 zeigte Gott Adam und Eva, wie sie vor ihm bestehen können. Was muss es für Adam und Eva für ein Schock gewesen sein, als Gott ein Tier tötete, Wenn Religion so wichtig wäre weiterlesen

Verwirrung Sünde

Sünde ist ein Wort, das unterschiedliche Assoziationen hervorruft. Einige sagen, sie haben „gesündigt“, wenn sie zu viel konsumiert haben. Andere sprechen vom Verkehrssünder. Unter Sünde versteht man im Allgemeinen eine Tat, die für uns verboten wäre oder die nicht gut für uns ist.

Die eigentliche Bedeutung des Wortes „Sünde“ in der Bibel ist Zielverfehlung. Es bezeichnet die Situation, wenn ein Bogenschütze sein Ziel verfehlt.

Im übertragenen Sinn bedeutet Sünde, dass man das Ziel verfehlt, zu dem man geschaffen wurde. Damit ist Sünde vielfältiger, als man allgemein annimmt.

In den abrahamitischen Religionen deutet man Sünde unterschiedlich. Verwirrung Sünde weiterlesen

Muslimisches Paradies versus christlicher Himmel

Allah beschreibt im Koran das muslimische Paradies so: „Auf golddurchwirkten Ruhebetten liegen sie (die, die Gott nahestehen) einander gegenüber, während ewig junge Knaben unter ihnen die Runde machen mit Humpen und Kannen (voll Wein?) und einem Becher (voll) von Quellwasser (zum Beimischen?), von dem sie weder Kopfweh bekommen noch betrunken werden und (mit allerlei) Früchten, was (immer) sie wünschen, und Fleisch von Geflügel, wonach sie Lust haben. Und großäugige Huris (haben sie zu ihrer Verfügung), (in ihrer Schönheit) wohlverwahrten Perlen zu vergleichen“ (Sure 56,15-23).

Wer genau diese Huris sind, ist umstritten. In Sure 52,20 steht: „Wir geben ihnen großäugige Huris als Gattinnen“. In Sure 56,23 werden sie als Perlen beschrieben. In Sure 52,24 sind dann die Jünglinge „wie wohlverwahrte Perlen“. Andere behaupten, es seien Trauben, was aber in mehrerlei Hinsicht keinen Sinn ergibt.

Das muslimische Paradies scheint ein Schlaraffenland zu sein, in dem ein Mann von Knaben bedient wird und über mehrere Frauen verfügen kann.
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Glaube aus Verzweiflung?

F: Also, Atheist bin ich ja nicht, zumindest nicht so erzogen worden.
Aber, was wenn ich beweisen KÖNNTE, das es Gott nicht gibt.
Wäre ein Glaube dann weiterhin nur ein Glaube, oder eine Verzweiflung?
 
Hanspeter: Auch die Wissenschaft beruht auf Glaubenssätzen wie „Eins plus Eins ergibt Zwei.“ Warum nicht Drei, Vier oder Fünf? Peter Bichsel stellt diese Sichtweise mit der Geschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ in Frage. Jesus sagt auch: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6 ). Die Wahrheit ist, wenn wir Jesus als den anerkennen, der er ist. Die Wahrheit ist: Gott ist Realität.
 
F: Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse. Es gibt nur den Unterschied zwischen dem was sie weiss und glaubt. 

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Den Juden bin ich ein Jude geworden

Paulus sagt: „Den Juden bin ich ein Jude geworden, den Nichtjuden ein Nichtjude.“ Was meint Paulus damit?

Die Diskussion zum Thema „Juden und Nichtjuden“ findet auch nach dem Apostelkonzil seine Fortsetzung.

Die Aussagen von Paulus scheinen sich zu widersprechen. Einmal spricht Paulus davon, dass man sich nicht beschneiden lassen soll; dann wiederum spricht er davon, dass man den Juden ein Jude werden soll und hat Timotheus beschneiden lassen.

Heute gibt es verschiedene Auffassungen darüber, ob und wie man die gute Nachricht von Jesus an das jüdische Volk weitergeben darf.

Sendung Spiritualität, Radio Maria Schweiz, Messianisches Judentum, Freitag, 9. April, mit Hanspeter Obrist

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Was spricht für die Auferstehung von Jesus?

Eine ganze Reihe von Fakten sprechen dafür, dass die Auferstehung von Jesus wirklich stattgefunden hat.

  1. Das leere Grab: Der jüdische Hohe Rat und die Römer konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen, obwohl sie das gern getan hätten.
  2. Paulus verweist auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Korinther 15,6). Viele lebten zum Zeitpunkt der Aussage noch.
  3. Die „Absurdität“ der Botschaft. Die Jünger selbst glaubten Was spricht für die Auferstehung von Jesus? weiterlesen

Jesusnachfolge mit unterschiedlichen Riten

Kirchenfenster mit Kreuz und Menorah als Ausdruck vom Glauben in unterschiedlichen Formen

Wie war das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden ganz am Anfang? Es ist erstaunlich, dass die Fragestellung genau umgekehrt war wie heute. Damals fragte man sich, kann ein Nichtjude ein Nachfolger von Jesus sein? Heute fragen wir uns, kann ein Jude ein Nachfolger von Jesus sein? Lassen wir uns inspirieren vom Apostelkonzil für die heutige Situation.

Messianisches Judentum, Montag, 15. März, Das Apostelkonzil, Hanspeter Obrist, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist