Archiv der Kategorie: 8 Spannende Fragen – aufschlussreiche Antworten

Warum Christen, Juden und Muslime fasten

Mit dem Aschermittwoch (2020 Mittwoch 26. Februar) beginnt für die Christen das Fasten. Der Hauptfastentag der Juden ist der Versöhnungstag Jom Kippur und Muslime verzichten im Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung.

Christen: Mit dem Aschermittwoch beginnen die Christen der Westkirche die 40-tägige Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Warum Christen, Juden und Muslime fasten weiterlesen

Jesus war Jude

In der jüdischen Onlineplattform HaOlam und in der jüdischen Rundschau erschien ein Artikel aus der NZZ mit dem Titel: Jesus war Jude – eine gern vergessene Tatsache. Es geht darin um die Beschneidung von Jesus, die von der Katholischen Kirche nach dem alten Festkalender als Fest „die Beschneidung des Herrn“ gefeiert wurde (1. Januar). Durch das II. Vatikanischen Konzil wurde dieses Fest abgeschafft. Nach dem Autor Jan-Heiner Tück,  Professor am Institut für Systematische Theologie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, hat dieses Fest gerade für das Verhältnis zum Judentum eine zentrale Bedeutung.

Jesus von Nazareth war nicht Christ, sondern Jude. Er ist als Sohn einer jüdischen Mutter geboren und nach den Vorschriften des Gesetzes am achten Tag beschnitten worden. Jesus war Jude weiterlesen

Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Die Weisen aus dem Morgenland schenkten Jesus und seinen Eltern: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und beteten es an. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,11).

Auch bei uns kennt man die Tradition, einer Familie zur Geburt eines Kindes etwas zu schenken. Was hättest du Jesus zur Geburt geschenkt? Wären das auch Gold, Weihrauch oder Myrrhe gewesen? Vielleicht nicht. Es sind schon ein wenig eigenartige Geschenke, die Jesus erhält. Zwei Drittel dieser Geschenke sind Wohlgerüche – das heißt, sie verduften und haben keinen bleibenden Bestand. Viel naheliegender ist es doch, einem kleinen Kind Spielsachen und Kleider zu schenken.

In Jesaja 60,6 steht: Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe? weiterlesen

Was könnte es gewesen sein, das damals als Stern von Bethlehem so hell am Himmel leuchtete?

Plötzlich stand er am Himmel. Er war so auffällig, dass man ihn mit bloßem Auge erkennen konnte. Und er wies einen klaren Weg: den zum neugeborenen König. Ein Stern war es, der die Weisen aus dem Morgenland zur Krippe des jungen Jesus geleitete. So erzählt es das Neue Testament. Im Matthäus-Evangelium ist die Geschichte festgehalten. Matthäus spricht von „Magiern“, die sich damals auf die Reise begaben. Magier, so nannte man gebildete Männer, die sich mit der Sternkunde und Astrologie beschäftigten. Die Weisen waren Sterndeuter. Und so heißt es Was könnte es gewesen sein, das damals als Stern von Bethlehem so hell am Himmel leuchtete? weiterlesen

War Jesus ein Asylant?

Nach der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gilt als Flüchtling eine Person, die „vor Verfolgung wegen ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt.“ Daher spricht man beim Flüchtlingsstatus nach der Genfer Konvention aufgrund von Verfolgung aus humanitären Gründen auch explizit von Konventionsflüchtling in Abgrenzung zu anderen Fluchtformen. Nicht als Asylanten gelten Kriegsflüchtling oder Wirtschaftsflüchtlinge.

Jesus war aus Rivalität von König Herodes vom Tod bedroht. Jesus und seine Eltern waren außerhalb vom Wirkkreises von Herodes, doch innerhalb des römischen Reiches in eine andere Gegend umgezogen. Im römischen Reich herrschte Reisefreiheit. So entstanden viele jüdische Gemeinden außerhalb von Israel. Maria und Josef sind wahrscheinlich in die Exilgemeinde nach Alexandria gegangen. Maria und Josef finanzierten ihre Reise und Aufenthalt durch Gold, Weihrauch und Myrrhe. Niemand musste War Jesus ein Asylant? weiterlesen

Weihnachten und seine Hintergründe

Fakten und Erzählungen zur Weihnachtsgeschichte

Der Kern von Weihnachten scheint nicht mehr klar zu sein. Dazu kommt, dass wir die Weihnachtsgeschichte auch gern ausschmücken und so das Eigentliche in den Hintergrund rückt.

Montag, 16. Dezember, Radio Maria

Spannend ist, wenn wir den Text der Weihnachtsgeschichte einmal genau ansehen. Was steht wirklich da und was ist Ergänzung.

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Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist?

F: Warum betete Jesus zu Gott, wenn er ja selbst Gott ist?
Warum sagte Jesus am Kreuz bevor er starb : Verzeih ihnen Gott, den sie wissen nicht was sie tun? Warum sagte er ich bin von ihm gekommen und kehre wieder zurück zu ihm? Warum steht sogar im Koran das Jesus nicht Gottessohn ist?

Das Entscheidende liegt daran, dass Jesus nie gesagt hat, er ist einer, sondern ich und der Vater sind e i n s.
Gott offenbart sich als Vater, Sohn und durch den Heiligen Geist. Was einer von ihnen tut, das würden auch die anderen tun, weil sie eins sind.

Wir Menschen können das nicht ganz nachvollziehen, weil wir immer wieder uneins sind und wir nicht göttlich sind, sondern Menschen.

Zum innersten Kreis gehören der Vater, Sohn und Heilige Geist. Es sind aber keine konkurenzierenden Götter, deshalb Monotheismus.

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Wie groß ist Gott?

Ein kleiner Junge fragte seinen Vater: »Wie groß ist Gott?«

Der Vater antwortete erst mal nicht, richtete den Blick zum Himmel, sah ein Flugzeug und fragte seinen Sohn: »Wie groß ist dieses Flugzeug?«

Der Kleine antwortete, ohne zu zögern: »Sehr klein Papa, kaum zu sehen!«

Kurz darauf fuhr er mit seinem Sohn zum Flughafen. Während sie sich einem Flugzeug näherten, fragte er seinen Sohn: »Und jetzt? Wie groß ist das Flugzeug jetzt?“

Fasziniert antwortete der Kleine: »Es ist riesig Papa, man könnte es nie übersehen!«

Daraufhin sagte der Vater: »So ist Gott! Seine Größe ist abhängig vom Abstand, den du zu ihm hältst. Je näher du ihm bist, desto größer ist Gott in deinem Leben!«

 Jakobus 4,8: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“

Gottes Größe lernen wir besonders in der Bibel kennen.

Statement zum Pazifismus

Von Elhanan ben-Avraham, 30. Juli 2019

Die Juden Europas trauten in den 1930er Jahren ihren Gastländer, insbesondere Deutschland. Warum sollten sie es nicht tun? Die Juden hatten sich als gute deutsche Staatsbürger erwiesen und dienten im Militär im Ersten Weltkrieg und erhielten Auszeichnung. Außerdem waren die Deutschen keine Barbaren, sondern gehörten zu den kultivierten und gebildetsten Menschen in Europa. Sie hatten Bach, Händel, Dürer, majestätische Kathedralen und die Reformation hervorgebracht. Die meisten Deutschen waren Christen, die einen Juden anbeten (Jesus). Sie hatten denselben Gott der Bibel wie die Juden selbst.

Die Ironie ist jedoch, dass das naive Vertrauen des jüdischen Volkes, insbesondere in Deutschland, nicht fundiert war. Statement zum Pazifismus weiterlesen

Was spricht für die für die Auferstehung von Jesus?

Eine ganze Reihe von Fakten sprechen dafür, dass die Auferstehung von Jesus wirklich stattgefunden hat.

  1. Das leere Grab: Der jüdische Hohe Rat und die Römer konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen, obwohl sie das gern getan hätten.
  2. Paulus verweist auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Korinther 15,6). Viele lebten zum Zeitpunkt der Aussage noch.
  3. Die „Absurdität“ der Botschaft. Die Jünger selbst glaubten Was spricht für die für die Auferstehung von Jesus? weiterlesen

Jesus außerhalb der Bibel

Frage: Wenn Jesus angeblich so viel Großes vollbracht hat, warum gibt es kaum bis gar keine Quellen außerhalb der Bibel die seine Existenz sicher und eindeutig belegen?

Hallo F., die Taten und Worte von Jesus sind die am besten überlieferten Texte des Altertums. Andere Texte sind weniger belegt und es ist damit weniger sicher, ob diese überhaupt stimmen.

Jesus hat sich gegenüber den Römern nichts zu Schulden kommen lassen. Also keinen Grund für einen Eintrag.

Dennoch gibt es diese.

Flavius Josephus schrieb als Jude für die Römer. Er verfassten 93 n. Chr. den Abschnitt in Antiquitates Judaicae Buch 18, Verse 63–64: „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust die Wahrheit aufnahmen. So zog Jesus außerhalb der Bibel weiterlesen