Archiv der Kategorie: 8 Spannende Fragen – aufschlussreiche Antworten

Glaube aus Verzweiflung?

F: Also, Atheist bin ich ja nicht, zumindest nicht so erzogen worden.
Aber, was wenn ich beweisen KÖNNTE, das es Gott nicht gibt.
Wäre ein Glaube dann weiterhin nur ein Glaube, oder eine Verzweiflung?
 
Hanspeter: Auch die Wissenschaft beruht auf Glaubenssätzen wie „Eins plus Eins ergibt Zwei.“ Warum nicht Drei, Vier oder Fünf? Peter Bichsel stellt diese Sichtweise mit der Geschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ in Frage. Jesus sagt auch: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6 ). Die Wahrheit ist, wenn wir Jesus als den anerkennen, der er ist. Die Wahrheit ist: Gott ist Realität.
 
F: Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse. Es gibt nur den Unterschied zwischen dem was sie weiss und glaubt. 

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Den Juden bin ich ein Jude geworden

Paulus sagt: „Den Juden bin ich ein Jude geworden, den Nichtjuden ein Nichtjude.“ Was meint Paulus damit?

Die Diskussion zum Thema „Juden und Nichtjuden“ findet auch nach dem Apostelkonzil seine Fortsetzung.

Die Aussagen von Paulus scheinen sich zu widersprechen. Einmal spricht Paulus davon, dass man sich nicht beschneiden lassen soll; dann wiederum spricht er davon, dass man den Juden ein Jude werden soll und hat Timotheus beschneiden lassen.

Heute gibt es verschiedene Auffassungen darüber, ob und wie man die gute Nachricht von Jesus an das jüdische Volk weitergeben darf.

Sendung Spiritualität, Radio Maria Schweiz, Messianisches Judentum, Freitag, 9. April, mit Hanspeter Obrist

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Was spricht für die Auferstehung von Jesus?

Eine ganze Reihe von Fakten sprechen dafür, dass die Auferstehung von Jesus wirklich stattgefunden hat.

  1. Das leere Grab: Der jüdische Hohe Rat und die Römer konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen, obwohl sie das gern getan hätten.
  2. Paulus verweist auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Korinther 15,6). Viele lebten zum Zeitpunkt der Aussage noch.
  3. Die „Absurdität“ der Botschaft. Die Jünger selbst glaubten Was spricht für die Auferstehung von Jesus? weiterlesen

Jesusnachfolge mit unterschiedlichen Riten

Kirchenfenster mit Kreuz und Menorah als Ausdruck vom Glauben in unterschiedlichen Formen

Wie war das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden ganz am Anfang? Es ist erstaunlich, dass die Fragestellung genau umgekehrt war wie heute. Damals fragte man sich, kann ein Nichtjude ein Nachfolger von Jesus sein? Heute fragen wir uns, kann ein Jude ein Nachfolger von Jesus sein? Lassen wir uns inspirieren vom Apostelkonzil für die heutige Situation.

Messianisches Judentum, Montag, 15. März, Das Apostelkonzil, Hanspeter Obrist, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Die Taufe

Bei der Bekehrung entscheiden wir uns für Jesus. Bei der Taufe besiegeln wir die Lebensgemeinschaft, die nie mehr aufgelöst werden soll.

Das griechische Wort für taufen ist „baptizo“ und be­deutet: eintauchen, untertauchen, in Farbstoff tauchen, Was­ser schöpfen, vernichten (ertränken). Einmal wird dieser Begriff in der Bibel auch verwendet für das Waschen der Becher und Krüge (Mk 7,4). Der Begriff Taufe bedeutet untertauchen.
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Bibel und Koran

Der große Unterschied zwischen der Bibel und dem Koran ist, dass die Bibel von sich selbst sagt, dass sie eine Sammlung von verschiedenen Texten von rund 40 Schreibern über 1500 Jahre ist.

Der Koran sagt von sich selbst (Sure 85,21-22), dass er eine göttliche Offenbarung des himmlischen Korans an Mohammed ist (610-632). Mohammed hat die mündlichen Botschaften rezitiert und so wurde der Koran von Generation zu Generation weitergeben. Mit der Zeit machten sich einige Muslime Notizen. So entstanden 7 Lesearten. Der dritte Kalif ʿUthmān ibn ʿAffān (574-656) erstellte dann den Koran im quraischitischen Dialekt und verbrannte alle anderen Versionen, wie uns Al Bukhari (gest. 870) berichtet (Al Bukhari Band 6, Buch 61,510).

Das Verwirrende ist, dass 63 Fundstücke gebraucht werden, um 96 Prozent des Korans bis ins Jahr 719 zu dokumentieren. Das Schriftstück, welches die meisten Korantexte enthält, weist nur rund 53% vom Koran aus, obwohl seit 656 der Koran in 7 Städte geschickt wurde und er unverändert rezitiert werden muss. Viele der 63 Fundstücke sind nicht datierbar oder werden von Gelehrten nicht annerkannt. Auch das Hauptdokument 2165 ist nicht klar datierbar und stammt aus dem 8. Jahrhundert. Bibel und Koran weiterlesen

Warum Christen, Juden und Muslime fasten

Mit dem Aschermittwoch (2021 Mittwoch 17. Februar) beginnt für die Christen das Fasten. Der Hauptfastentag der Juden ist der Versöhnungstag Jom Kippur und Muslime verzichten im Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung.

Christen: Mit dem Aschermittwoch beginnen die Christen der Westkirche die 40-tägige Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Warum Christen, Juden und Muslime fasten weiterlesen

101 vermeintliche Widersprüche in der Bibel

Liebevoll entkräftet von Kurt Beutler  (schwarze Schrift) / Antwort an Shabir Ally (seine Auflistung der Wiedersprüche in blauer Schrift, um Menschen die Wiedersprüche der Bibel aufzuzeigen)

VERMEINTLICHER WIDERSPRUCH 1
Wer spornte David an die Kämpfer Israels zu zählen?
a) Gott (2. Samuel 24:1)
b) Satan (1. Chronik 21:1)
ANTWORT 1: Satan ist letztlich nur ein Instrument Gottes, das Seinen Zwecken dienen muss. Er ist nicht unabhängig und kann ohne die Erlaubnis Gottes nichts tun. Dies bekennt der Teufel auch im Koran, wenn er zu Gott sagt: „Du hast mich irregehen lassen“. Also ist es kein Widerspruch, wenn die Bibel sagt, dass Gott den Satan dazu benutzte, um David zur Volkszählung zu bewegen. Im 2. Buch Samuel wird der Urheber, in 1. Chronik dagegen das Werkzeug betont. Vergleiche dazu auch das Buch Hiob.

VERMEINTLICHER WIDERSPRUCH 2
Wie viele Kämpfer sind in Israel gefunden worden?
a) 800.000 (2. Samuel 24:9)
b) 1.100.000 (1. Chronik 21:5)
ANTWORT 2: Wer den Text genau liest, stellt fest, dass bei den 800 000 nur die kampferfahrenen Männer (hebräisch: isch chajil) gezählt sind, bei der grösseren Anzahl dagegen die gesamte Armee. Es waren also offensichtlich 300 000 Neulinge dabei, die noch nie im Krieg waren. 101 vermeintliche Widersprüche in der Bibel weiterlesen

Wie ist Gott?

Hallo Ibrahim

Du hast mich gefragt, wer Gott für mich sei. – Nun, ich kann dir so antworten: Jeder Mensch erlebt Gott unterschiedlich. In der Bibel entdecke ich, dass Gott mich liebt, weil ich bin. Deshalb spricht die Bibel auch davon, dass Gott seine Feinde liebt (Römer 5,10) – nicht weil sie Feinde sind, sondern weil sie Menschen sind, die er geschaffen hat und er mit ihnen in Kontakt sein will. Wie ist Gott? weiterlesen

Im Leid erleben wir Gottes Gegenwart

Hiob sagt: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen (Hiob 42,5).

Wie hat Hiob Gott gesehen? Gott zeigt ihm anhand der Natur, dass er alles vermag und nicht mit menschlichen Maßstäben beurteilt werden kann. Hiob hat keine göttliche Gestalt gesehen (vergleiche 2. Mose 33,20). Äußerlich hat sich für Hiob nichts geändert. Doch innerlich ist er ein anderer geworden.

Der Schlüssel zu dieser Veränderung liegt nicht im Verstehen, sondern in der Gotteserfahrung. Gott gibt Hiob keine Antwort, er ist die Antwort. Das Gottes-Bild von Hiob ist wieder hergestellt.

Der Unterschied zwischen Hiob und seinen Beratern besteht darin, dass diese ihr Weltbild ordnen wollen. Sie wollen Gott einordnen. Hiob dagegen will nicht über Gott, sondern mit Gott reden und sehen, wie Gott ist (Hiob 19,25).
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Leiden fördert Glauben  

Schwimmen lernt man im Wasser. Ein Muskel baut sich auf, indem er gebraucht wird. So wächst auch der Glaube, in den Herausforderungen des Lebens. Glauben ist nicht nur ein Für-Wahr-Halten, sondern baut auf ein inneres Wissen, dass man sich Gott anvertrauen kann, auch wenn die aktuelle Wahrnehmung nicht damit übereinstimmt. Leiden fördert Glauben   weiterlesen

Durch Leid entsteht die Erkenntnis über Gut und Böse

Gott wollte, dass der Mensch um das Böse weiß, aber das Gute kennt. Nach dem Bruch zwischen den Menschen und Gott, kennt der Mensch das Böse und weiß um das Gute.

Das Erleben des Bösen, soll in uns Menschen auslösen, dass wir in alle Ewigkeit nie mehr an der Güte Gottes zweifeln. Denn die Gemeinschaft mit Gott beruht auf dem Fundament einer Liebesbeziehung, welche aus Freiwilligkeit besteht. Durch Leid entsteht die Erkenntnis über Gut und Böse weiterlesen

Das Kamel und das Nadelöhr

Das Gleichnis mit dem Kamel und Nadelöhr in Matthäus 19,16-26 hat schon oft große Wellen geworfen. Ist es wirklich so unmöglich, dass ein Reicher ins Himmelreich kommt? Der Schlüssel liegt in dem Zusammenhang, in dem diese Geschichte steht.

Jesus sagt: „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Vers 24). Was löst das Bild aus?

In Vers 25 steht: „Als die Jünger das hörten, gerieten sie ganz außer sich vor Schrecken und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?“ Einige Jünger hatten ein Familienunternehmen. Sie waren nicht arm. Beim Thema „Arm und Reich“ ist immer die Frage, mit wem ich mich vergleiche. Im Verhältnis zu den Superreichen ist jeder arm, doch im Verhältnis zu anderen Leuten sieht das wieder ganz anders aus.

Um bei diesem Bild vom Reichen, dem Kamel und dem Nadelöhr eine Lösung zu finden, machen einige das Kamel klein, andere das Nadelöhr groß und weitere fragen sich, wer wirklich zu den Reichen zählt.

Wie ging man in der Vergangenheit mit diesem Text um? Das Kamel und das Nadelöhr weiterlesen

Jesus war Jude

In der jüdischen Onlineplattform HaOlam und in der jüdischen Rundschau erschien ein Artikel aus der NZZ mit dem Titel: Jesus war Jude – eine gern vergessene Tatsache. Es geht darin um die Beschneidung von Jesus, die von der Katholischen Kirche nach dem alten Festkalender als Fest „die Beschneidung des Herrn“ gefeiert wurde (1. Januar). Durch das II. Vatikanischen Konzil wurde dieses Fest abgeschafft. Nach dem Autor Jan-Heiner Tück,  Professor am Institut für Systematische Theologie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, hat dieses Fest gerade für das Verhältnis zum Judentum eine zentrale Bedeutung.

Jesus von Nazareth war nicht Christ, sondern Jude. Er ist als Sohn einer jüdischen Mutter geboren und nach den Vorschriften des Gesetzes am achten Tag beschnitten worden. Jesus war Jude weiterlesen

Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Die Weisen aus dem Morgenland schenkten Jesus und seinen Eltern: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und beteten es an. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,11).

Auch bei uns kennt man die Tradition, einer Familie zur Geburt eines Kindes etwas zu schenken. Was hättest du Jesus zur Geburt geschenkt? Wären das auch Gold, Weihrauch oder Myrrhe gewesen? Vielleicht nicht. Es sind schon ein wenig eigenartige Geschenke, die Jesus erhält. Zwei Drittel dieser Geschenke sind Wohlgerüche – das heißt, sie verduften und haben keinen bleibenden Bestand. Viel naheliegender ist es doch, einem kleinen Kind Spielsachen und Kleider zu schenken.

In Jesaja 60,6 steht: Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe? weiterlesen