Archiv der Kategorie: 4 Israel – Naher Osten

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

2021:  9. Aw 5781 Sonntag 18. August (wenn der 9. ein Schabbat ist am 10. Aw)

9. Aw als Schicksalstag
Am 9. Aw 586 v. Chr. wurde der Tempel durch Nebukadnezar zerstört. Am 9. Aw 70 n. Chr. wurde der Zweite Tempel Israels durch Titus vernichtet. Im Freiheitskampf der Zeloten unter Bar Kochba gegen Rom fiel die Festung Betar am 9. Aw 135 n.Chr. In Spanien mussten die Juden am 9. Aw 1492 das Land verlassen. Am 9. Aw 1914 begann der Erste Weltkrieg, der für die osteuropäischen Juden folgenschwer wurde.

Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.

Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tewet. Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw, geschah Tischa BeAw – Tröstet mein Volk weiterlesen

Palästinenser demonstrieren gegen Mahmud Abbas

In Ramallah und Hebron gab es am Sonntag den vierten Tag in Folge Proteste gegen den Tod des palästinensischen Menschenrechtsaktivisten Nisar Banat.

Tausende Palästinenser haben gegen die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas protestiert. Sie forderten seinen Rücktritt und eine Aufklärung zum Tod des Abbas-Kritikers Nisar Banat. Banat war kurz nach seiner Festnahme durch Sicherheitskräfte der Palästinenserbehörde ums Leben gekommen. Palästinenser demonstrieren gegen Mahmud Abbas weiterlesen

Jerusalem im Kreuzfeuer

21.06.21

Israels ehemaliger Vize-Polizeipräsident Zohar Dvir im Interview mit Tal Leder n-tv.de: Da der jüdische Staat nicht ständig Krieg führen will, haben wir mit begrenzten Operationen reagiert. Wie schon in der Vergangenheit wurde auch dieser Gazakrieg von militanten Palästinensergruppen provoziert. Für einige Jahre ist damit die Abschreckung wiederhergestellt. Nachdem zahlreiche Waffenproduktionsanlagen sowie ihre Rückzugs- und Operationsgebiete – kilometerlange Betonanlagen, die sich in unterirdischen Tunnels befinden – zerstört wurden, wird die Hamas für den nächsten Waffengang etwas Zeit brauchen. Nach dem letzten Waffengang aber wird Israel einen weiteren Raketenbeschuss aus Gaza nicht mehr hinnehmen und eine härtere Antwort geben.

Hätte die Hisbollah eine zweite Front eröffnet, dann hätte die israelische Antwort viel aggressiver ausfallen müssen als in Gaza und hätte die gesamte libanesische Infrastruktur ins Visier genommen. Die schiitische Terrororganisation hat ihre Lektion aus dem Krieg 2006 gelernt und sucht momentan keine unnötigen Abenteuer.

Jerusalem plant keinen Regimewechsel in Gaza, auch keine vorübergehende Besetzung des Küstenstreifens. Nach den abgesagten Wahlen der Palästinensischen Autonomiebehörde fühlte sich die Hamas um den Sieg betrogen. Sie verstehen sich als Vertreter aller Palästinenser, nicht nur des Gazastreifens. Auch angesichts der Ausschreitungen in Jerusalem wollte sich die Hamas als islamischer Beschützer der „Heiligen Stadt“ präsentieren. Die Hamas will den Status quo von Jerusalem untergraben. Sie wissen, dass Israel ein Interesse hat, den gegenwärtigen Zustand der Stadt als Zentrum der drei Weltreligionen aufrechtzuerhalten – aus historischen, politischen und wirtschaftlichen Gründen.

Um in dieser Region zu überleben, muss Israel stark sein, ohne jemals seine demokratischen Grundsätze aufzugeben. Um unnötige Opfer zu vermeiden, sendet Israel vor seinen Luftschlägen Warnungen und fliegt in vielen Fällen Ziele so an, dass die Angriffe abgebrochen werden können, wenn Zivilisten gesichtet werden. Die Luftstreitkräfte lokalisieren die Abschussrampen und tun alles, damit es keine unschuldigen Opfer gibt. Aber in einem Krieg ist das leider nicht immer zu vermeiden.

Teheran kann über seine Stellvertreter von überall Raketen auf Israel abfeuern. Aber auf jeden Angriff hätten wir neben der Luftverteidigung mit unseren Flugzeugen und U-Booten auch die passende Antwort. Leider besteht im Nahen Osten immer die Gefahr eines Krieges, doch das Mullah-Regime denkt rational und ist sich der Abschreckung Israels bewusst. Israel könnte das Paradies auf Erden sein. Aber jeder lebt hier auch seine Geschichte, sein Narrativ und seine Bedrohung. Im Endeffekt müssen wir aber alle zusammenleben. Eine gesunde Wirtschaft könnte ein hilfreicher Faktor sein. So könnte man aus Gaza mit den Geldern aus Europa einen wunderbaren Ort machen. Eine starke Ökonomie könnte die Region befrieden. Israelis und Palästinenser hätten beide etwas davon.

„Gaza wird sich an eine neue israelische Politik gewöhnen müssen“, sagt Premierminister Bennett in seiner ersten Ansprache als Premier auf dem Militärfriedhof Herzlberg. Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett warnte am Sonntag 20.6.21 die Terrororganisation Hamas vor regelmäßigen Raketenbeschuss auf Israel und sagte, dass seine Regierung nicht einmal sporadische Angriffe aus dem Gazastreifen tolerieren werde.

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Israel Wahlen März 2021

Update 15.6.21

Bennett ist der erste Millionär in diesem Amt, der sein Privatvermögen einem Hightech-Exit zu verdanken hat. Zudem ist der 49-Jährige der bislang zweitjüngste Mann, der in Israels Geschichte zum Premier ernannte wurde. Den Rekord hält weiterhin Netanjahu, der bei seiner ersten Premier-Ernennung 46 Jahre alt war. Interessant ist zudem, dass Bennett nicht entsprechend seiner politischen Agenda in Judäa und Samaria, sondern im vor Hightech-Millionären strotzendem Ra’anana wohnt. Nicht weniger interessant ist, dass er nicht beabsichtigt, mit seiner Ehefrau und seinen vier minderjährigen Kindern in die Residenz des Premiers in Jerusalem umzuziehen.

An der Spitze von vier Koalitionsparteien stehen Ex-Journalisten (Lapid, Michaeli, Sa’ar, Horowitz).

Dieses Mal ist  keine jüdisch-orthodoxen Parteien an der Regierung beteiligt.  Vier der fünf Knesset-Mitglieder, die bekennende Mitglieder der LGBT-Community sind, gehören der neuen Regierung an. Elf  Abgeordneten sind Muslime, darunter ein Beduine aus dem Negev. Zwei gehören der drusischen Gemeinschaft an. Eine Araberin bringt einen christlichen Hintergrund ein. Den Koalitionsparteien gehören drei arabische Abgeordnete an. Das ist ein Höchststand, der weiter aufgestockt wird durch Issawi Frej von Meretz, der das Ministeramt für regionale Kooperation übernimmt. Bislang amtierten in Israels Geschichte überhaupt nur jeweils zwei Araber als Minister und als stellvertretende Minister. In dieser Regierung kommt überdies ein drusischer Minister hinzu. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes kommt es zur Beteiligung einer arabischen Partei an einer Regierung. Dass es sich bei Ra’am ausgerechnet um eine erzkonservative muslimische Partei handelt, die prominent mit der Islamischen Bewegung zu identifizieren ist, bringt offene Fragen.

Update 14.6.21

Eine hauchdünne Mehrheit der Abgeordneten im israelischen Parlament hat am Sonntag für die neue Regierung mit dem Programm „die Wende“ gestimmt. 60 von 120 Knesset-Mitgliedern votierten nach stürmischen Debatten für das Acht-Parteien-Bündnis unter Führung von Naftali Bennett von der ultrarechten Jamina und Jair Lapid von der Zukunftspartei. 59 stimmten dagegen, es gab eine Enthaltung. Dies bedeutet das vorläufige Ende der Ära von Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Knesset stimmt mit einer einfachen, aber keine absolute Mehrheit für die neue Regierung. Die Bestätigung einer neuen Regierung erfordert nur eine einfache Mehrheit, nicht die absolute Mehrheit. Andernfalls hätte die Enthaltung eines arabischen Abgeordneten der Regierungskoalition alles zum Scheitern gebracht. Der Knessetabgeordnete Saeed al-Harumi von der islamistischen Partei Ra’am entschied sich, nicht für die neue Regierung zu stimmen, weil diese immer noch beabsichtigt, die illegalen Beduinenbauten im Negev abzureißen. Al-Harumi hatte darauf bestanden, dass die neue Regierung alle Beduinenbauten im Süden Israels unabhängig von ordnungsgemäßen Genehmigungen legalisiert.

Das traditionelle Bild der 36. israelischen Regierung in der Präsidentenresidenz 

Wie lange sich diese Regierung halten kann, ist offen. Schon die zuletzt amtierende, im Mai 2020 gebildete Regierung war unmöglich gewesen: ein komplizierter Organismus mit zwei Köpfen. Nach nur sieben Monaten, in denen über fast alles gestritten und fast nichts weitergebracht wurde, war die Regierung am Ende. Die am Sonntag angelobte Regierung hat mit ihrer Vorgängerin gemein, dass auch sie in einem gebrochenen Wahlkampfversprechen wurzelt. Sie besteht aus acht Parteien, die ideologisch keinen gemeinsamen Nenner haben. Wichtige Bereiche wird diese Regierung nicht bearbeiten, sondern nur ausklammern können. Israels Politik wird sich nicht fundamental ändern. Alle israelischen Premiers haben, innerhalb einer gewissen Bandbreite, ungefähr dasselbe gemacht, weil sie denselben nahostpolitischen und gesellschaftlichen Sachzwängen unterworfen waren. Wenn die neue Regierung schon nach wenigen Monaten zerbricht, dann gibt es womöglich ein Comeback von Netanjahu. Das Ziel der Kabinettsmitglieder müsste deshalb lauten, trotz ihrer Differenzen zumindest so lange zusammenzustehen, bis ein Comeback des Ex-Premiers wegen den Gerichtsprozessen rein juristisch kaum mehr möglich ist.

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann sagt im Deutschlandfunk, der Zusammenschluss der acht Parteien werde nicht lange halten und langfristig keine Wende oder gar Revolution einleiten. Israel bleibe tief gespalten und die Mehrheit sei rechts und nationalistisch. Er rechne mit einem Comeback des langjährigen Ministerpräsidenten Netanjahu, betonte Zimmermann.

Es war Benjamin Netanjahus Glück, dass das Datum des Regierungswechsels in Israel zufällig auf den Jahrestag des Ablebens des Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson fiel. Das gab Bibi die Gelegenheit, seine politischen Rivalen an das zu erinnern, was der Rebbe, der von einigen in der Chabad-Bewegung als Messias angesehen wird, ihm vor Jahrzehnten in New York sagte. “Ich erinnere mich an Kommentare, die der Rabbiner von Lubawitsch mir gegenüber machte: ‘Sie werden mit 119 Leuten [d.h. allen anderen Mitgliedern der Knesset] kämpfen müssen, aber Sie werden sich davon sicher nicht beeindrucken lassen, denn Gott ist auf dieser [d.h. Ihrer] Seite. Segen und Erfolg für Sie. Gott wird Sie segnen und Erfolg geben’”, twitterte Netanjahu.

Naftali Bennett schien auf Netanjahus Post mit einem eigenen Tweet zu reagieren, der den neuen Premierminister in einen Tallit (jüdischer Gebetsschal) gehüllt und mit dem priesterlichen Segensspruch versehen zeigt: “Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.”

Ismael Haniye und Hassan Nasrallah, die Chefs der vom Iran gelenkten Terror-Organisationen Hamas und Hisbollah, haben bereits jubelnd erklärt, dass sie jetzt erst recht jede Friedensregelelung ablehnen und die vermeintliche Schwäche Israel zur endgültigen Vernichtung des Judenstaates ausnützen wollen.

US-Präsident Biden sicherte der neuen Koalition seine Unterstützung zu. Auch Bundeskanzlerin Merkel gratulierte und betonte, Deutschland und Israel verbinde eine einzigartige Freundschaft, die man weiter vertiefen wolle. Die Bundesregierung werde sich weiterhin mit aller Kraft für die Sicherheit Israels und den Frieden im Nahen Osten einsetzen.

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Mysteriöse Vorfälle im Iran

Die iranische Urananreicherungsanlage wurde zerstört, das iranische Kommunikationssystem lahmgelegt, das wichtigste iranische Kriegsschiff versenkt, iranische Militärbasen in Syrien und im Libanon zerstört, die iranischen Raketen in Gaza ausgeschaltet und jetzt brennt auch noch die größte iranische Raffinerie. Mysteriöse Vorfälle im Iran weiterlesen

Islam, Juden und der Tempelberg

Das Buch Islam, Jews and the Temple Mount (Islam, Juden und der Tempelberg) stellt eine umfassende Liste früher islamischer Quellen dar, die den historischen jüdischen Anspruch auf Jerusalem anerkennen.

Die angesehensten Historiker des Islam bestätigen nicht nur die jüdische geschichtliche Zeitleiste, sondern sie betonen auch, dass der Grund dafür, dass Jerusalem und der Tempelberg im Islam als heilig angesehen werden, darin besteht, dass diese Orte auch im Judentum als heilig galten. Das entstammte der Ansicht des Islam als Fortsetzung des Judentums, sowie des Patriarchen Abraham und anderer Persönlichkeiten in den heiligen Schriften. Islam, Juden und der Tempelberg weiterlesen

Naqba – Katastrophe

Am 15. Mai ist wieder die Naqba (arab. Katastrophe). Das Symbol der Naqba ist der Schlüssel geworden, den die Vertriebenen von ihren Häusern in der Hoffnung mitgenommen hatten, um eines Tages wieder in ihre Häuser zurückzukehren.

Als Nakba oder an-Nakba, deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet. Die Gründe, die zur Flucht von rund der Hälfte der arabischen Bevölkerung des britischen Mandatsgebietes Palästina führten, sind umstritten.  Naqba – Katastrophe weiterlesen

Jerusalem-Gedenktag

2021: abends Sonntag 9. bis Montag 10. Mai
Der Jerusalemtag ist ein Gedenktag an die Wiedervereinigung Jerusalems 1967 nach neunzehnjähriger Teilung der Stadt. Er findet nach dem jüdischen Kalender jeweils am 28. Ijjar statt.

Nach der Massenpanik mit 45 Toten am 30. April im nordisraelischen Meron hat Israel zum „Jerusalemtag“ hohe Sicherheitsvorkehrungen und eine Begrenzung der Teilnehmer angekündigt.

Zum Jerusalemtag soll an der Klagemauer ein Massen-Danksegen gesprochen werden. Damit soll für die Situation in Jerusalem ein Jahr nach Beginn der Pandemie gedankt werden, teilte die für die Klagemauer zuständige „Western Wall Heritage Foundation“ am Donnerstag mit.

Die sogenannte „Birkat haGomel“ ist ein Segensspruch, der traditionell von einer Person gesprochen wird, die kurz zuvor einer lebensbedrohlichen Situation entkommen oder aus einer Gefahr errettet wurde.

Ferner soll bei der Gebetsveranstaltung der 45 Todesopfer der Massenpanik im nordisraelischen Meron am 30. April gedacht sowie für die Genesung der Verletzten gebetet werden. Abschluss des Jerusalemtags bildet traditionell der Flaggenmarsch durch die Altstadt zur Klagemauer, der in diesem Jahr am Nachmittag des 10. Mai begangen wird. Weitere Einschränkungen sollen für die traditionellen Feiern zum Jerusalemtag am Grab des Propheten Samuel nahe der israelischen Ortschaft Givat Ze’ev gelten. Unter anderem soll der Zugang zu maximal 500 Personen gleichzeitig begrenzt werden, verglichen mit 5.000 Personen in früheren Jahren.  mehr Informationen

Der Ost-Teil Jerusalems war von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt. Im Sechstagekrieg wurde er von Israel erobert. Das führte zur Wiedervereinigung von Jerusalem und zur israelischen Souveränität über die Altstadt mit der Klagemauer. Auf dem Tempelberg hat bis heute die jordanische WAQF-Behörde das Sagen. Jerusalem-Gedenktag weiterlesen

Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden

2021: Freitag 6. Mai.

Der al-Quds-Tag, nach dem arabischen Namen für Jerusalem, al-Quds, ist in der Islamischen Republik Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Auch weitergehende Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden regelmäßig ausgesprochen.

Die israelfeindliche Al-Kuds-Demonstration von palästinensischen Gruppen in Berlin fällt auch in diesem Jahr 2021 aus. Die Anmeldung für den 8. Mai sei zurückgenommen worden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Auch im Iran wurden alle Al-Kuds-Kundgebungen wegen der Pandemie abgesagt, nicht einmal Autokorsos finden statt.

Der al-Quds-Tag geht auf den Aufruf Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden weiterlesen

Wahlen in Palästina

Ein palästinensischer Wahlkandidat fordert die Europäische Union auf, die Autonomiebehörde nicht mehr finanziell zu unterstützen. Er reagiert damit auf die Verschiebung der Wahlen. Dann wird auf sein Haus geschossen. Am Donnerstag verschob Abbas die Parlamentswahlen ebenso wie die Präsidentschaftswahl. Daraufhin veröffentlichte die Liste am Freitagabend einen Appell an europäische Gerichte, vor allem den Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Diese sollten die finanzielle Unterstützung für die PA unverzüglich einstellen und die „Vergeudung europäischer Steuergelder“ untersuchen. Unterzeichnet haben den Aufruf Banat und ein weiterer Kandidat der Liste, Amdschad Schehab. Die Angreifer setzten scharfe Munition und Blendgranaten ein. Banat selbst war zu jenem Zeitpunkt nicht zu Hause. Seine Frau und die drei Kinder blieben unverletzt. Banat machte „Gangster“ aus den Reihen der Fatah, begleitet von PA-Sicherheitskräften, für den Vorfall verantwortlich. Am Sonntag schrieb er auf Facebook, er habe sich an die EU gewandt, „weil die Europäische Union abscheuliche Banden finanziert, die von Mahmud Abbas angeführt werden“. PA-Sicherheitskräfte seien verantwortlich für den „beängstigenden Zustand der Sicherheitsanarchie im Westjordanland“. Wahlen in Palästina weiterlesen

Masken reduzieren Asthmatiker-Notfälle

Das Sheba Medical Center stellte einen Rückgang der Krankenhauseinweisung schwerer Asthmapatienten um 65% und einen Rückgang der Anzahl dringender Besuche von Asthmatikern in der Notaufnahme des Krankenhauses im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 45% fest.

Prof. Nancy Agmon-Levin, die die Studie durchgeführt hat, sagte gegenüber der Jerusalem Post, dass sie glaubt, dass „Masken Infektionserreger und definitiv Pollen blockieren“.
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