Archiv der Kategorie: 4 Israel – Naher Osten

Israel Wahlen

22.6.22 Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum sagte am 21. Juni 22 auf die erwartete Auflösung der Knesset: „Der Zusammenbruch der Bennett-Regierung ist ein Beweis für die Zerbrechlichkeit und Schwäche der zionistischen Einheit und ihrer internen Struktur. Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Standhaftigkeit unseres Volkes und die Fähigkeit des Widerstands, diese Regierung in Verlegenheit zu bringen, schließlich ihre Willenskraft gebrochen und sie daran gehindert hat seine Ziele zu erreichen.“

Nach dem Besuch des Vorsitzenden des Politbüros der Hamas im Libanon berichtet Reuters aus seinen Quellen, dass die Hamas beschlossen habe, ihre Beziehungen zum Assad-Regime zu erneuern, die zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs aufgrund der Unterstützung der syrischen Rebellen durch die Hamas abgebrochen worden seien.

Unter dem Druck des Iran wollte die Hamas schon lange ihre Beziehungen zu Assad, einem Mitglied der schiitischen Achse, erneuern, aber bisher war es Assad, der der Hamas die kalte Schulter zeigte, seit er ihre hochrangigen Beamten vor etwa einem Jahrzehnt aus Syrien ausgewiesen hatte vor.

Die Rückkehr der Hamas auf syrisches Territorium könnte Israel Kopfzerbrechen bereiten und den Interessen des Iran in der Region gut dienen.

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Zweifel an Mohammeds Nachtreise von Jerusalem

Im Februar 22 wurde in Ägypten gegen den bekannten Journalisten, Ibrahim Issa, ermittelt, weil er die Nachtreise des Propheten Mohammed nach Jerusalem auf einem beflügelten Pferd, welche die Grundlage der Heiligkeit der Stadt im Islam ist, in Frage gestellt hatte.

In einer Talkshow hat Ibrahim Issa im ägyptischen Fernsehen öffentlich die Nachtreise/Himmelfahrt „Isra und Miraj“ als eine „völlig wahnhafte Geschichte“ bezeichnete. Für diese Äußerungen wurde er von islamischen Theologen in Ägypten und auch in den sozialen Medien stark kritisiert und anschließend von staatlichen Behörden kurzzeitig verhaftet. Zweifel an Mohammeds Nachtreise von Jerusalem weiterlesen

Kehrtwende USA – Saudi-Arabien

Joe Bidens Haltung im Wahlkampf war glasklar: Die Saudis müssen einen Preis zahlen für die Ermordung des kritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul in der Türkei.

Wegen des Jemen-Krieges stoppte Biden die Lieferung schwerer Waffen an Saudi-Arabien und liess die rebellischen Houthis von der Terrorliste streichen.

Er versuchte, das Atomabkommen mit dem Iran wiederzubeleben, also mit dem Erzfeind der Saudis.

Biden ging auch persönlich auf Distanz: kein Besuch in Riad, keine Einladung an den starken Mann des Regimes, an Kronprinz Mohammed bin-Salman nach Washington, nicht mal ein Telefongespräch. Es war das Ende einer achtzigjährigen Freundschaft zwischen den USA und Saudi-Arabien.

Nun kommt Bidens Kehrtwende. Höchst unfreiwillig. Er will im Juli nach Riad reisen und signalisiert über seinen Aussenminister und seine Berater eine Wiederannäherung. Auf einmal brauchen die USA die Saudis.

Das «Wall Street Journal» vermeldet in Berufung auf anonyme Quellen im Weisse Haus, dass Biden im Rahmen einer Nahost-Reise im Juli tatsächlich den saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman (MbS) treffen wil.

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Iron Beam soll die Wende bringen

Immer wieder gehen Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel nieder. Beim jüngsten Großangriff erwies sich die Raketenabwehr Iron Dome als überfordert mit der schieren Masse an Geschossen.

Trotz einer Erfolgsrate von angeblich 90 Prozent konnte das System nicht alle Geschosse abfangen. Dutzende Raketen kamen durch, es gab auf israelischer Seite Tote und Verletzte. Denn der Iron Dome hat eine Schwäche: Irgendwann erreicht er einen Punkt der Sättigung, also die maximale Anzahl an Raketen, die gleichzeitig bekämpft werden können. Iron Beam soll die Wende bringen weiterlesen

Saudis offen für Israelis

Offiziell ist Saudi-Arabien vorsichtig mit öffentlichen Beziehungen zu Israel. Die Saudis machen bei jeder Gelegenheit klar, dass Fortschritte mit Israel nur nach Fortschritten mit den Palästinensern kommen werden.

Inoffiziell machen die Saudis jedoch, wie in den sozialen Medien zum Ausdruck kommt, auch die Palästinenser verantwortlich. Bilder von Steinen, Molotow-Cocktails und anderen improvisierten Waffen, die von jungen Palästinensern in die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gebracht wurden, lösten in Saudi-Arabien massive Empörung aus.

Der diplomatische Wechsel gegenüber Israel wird wohl erst nach der offiziellen Machtübergabe von König Salman an seinen Sohn Mohammed erfolgen. Aber der wirtschaftliche Wandel ist bereits da, und das Tempo nimmt zu. Saudis offen für Israelis weiterlesen

Jerusalem-Gedenktag

2022: abends Samstag 28. bis Sonntag  29. Mai
Der Jerusalemtag ist ein Gedenktag an die Wiedervereinigung Jerusalems 1967 nach neunzehnjähriger Teilung der Stadt. Er findet nach dem jüdischen Kalender jeweils am 28. Ijjar statt.

2022: Vor einem umstrittenen Flaggenmarsch in Jerusalem ist es am Sonntag auf dem Tempelberg zu Konfrontationen gekommen. Palästinensische Gläubige lieferten sich Auseinandersetzungen mit jüdischen Besuchern, wie die Polizei bestätigte. Rund 1.800 Juden besuchten den Angaben zufolge die heilige Stätte. Einige von ihnen schwenkten israelische Flaggen und beteten, ein Verstoß gegen die Regeln. Sie wurden vom Tempelberg entfernt. Es gab laut der Polizei einige Festnahmen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP sollen Palästinenser mit Steinwürfen gegen einen Besuch des rechtsradikalen israelischen Parlamentsabgeordneten Itamar Ben-Gwir auf dem Tempelberg protestiert haben. Auf dem Tempelberg kam es am Sonntagmorgen zu Zusammenstößen, als mehrere Dutzend Araber sich in der Al-Aqsa-Moschee verbarrikadierten, eine Hamas-Flagge entrollten und Steine ​​auf die Polizei warfen. 

Der Ost-Teil Jerusalems war von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt. Im Sechstagekrieg wurde er von Israel erobert. Das führte zur Wiedervereinigung von Jerusalem und zur israelischen Souveränität über die Altstadt mit der Klagemauer. Auf dem Tempelberg hat bis heute die jordanische WAQF-Behörde das Sagen. Jerusalem-Gedenktag weiterlesen

Jom HaAzmaut – Israels Unabhängigkeitstag

  • 2022: Mittwochabend 4. – Donnerstag 5. Mai. Der 74. Jom HaAtzma’ut.

Jeweils am 5. Ijjar des jüdischen Kalenders feiert Israel seinen Unabhängigkeitstag, den Jom haAtzma’ut (hebräisch: יום העצמאות, Tag der Unabhängigkeit). Die israelische Unabhängigkeitserklärung erfolgte am 5. Ijjar 5708  damals der 14. Mai 1948 durch David Ben-Gurion. Jom HaAzmaut – Israels Unabhängigkeitstag weiterlesen

Weltweit 15,2 Millionen Juden

Die jüdische Weltbevölkerung umfasst nach Angaben des israelischen Statistikbüros 15,2 Millionen Menschen. Das seien 1,4 Millionen weniger als vor dem Zweiten Weltkrieg 1939, teilte die Behörde zum Holocaust-Gedenktag 2022 mit.

Von den 16,6 Millionen Juden im Jahr 1939 lebten 449.000 (3 Prozent) im Bereich des heutigen Israel. Zur Staatsgründung Israels 1948 waren von den 11,5 Millionen Juden bereits 650.000 (6 Prozent) im Land. Die Zahl habe sich bis heute verzehnfacht, auf mehr als 6,6 Millionen.
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Yom HaZikaron – Gedenktag für die Gefallenen

2022: Dienstagabend 3. bis Mittwochabend 4. Mai

Der Gedenktag für die Gefallenen in den Kriegen Israels und durch Terror wird um 20 Uhr Lokalzeit mit einem Sirenenton von einer Minute Dauer eröffnet. Das Leben steht für eine Minute still.

Am Mittwoch um 11 Uhr ertönen wieder die Sirenen, dieses Mal zwei Minuten lang. Das Signal markiert den Beginn der offiziellen Gedenkveranstaltungen auf den Friedhöfen.

Am Abend geht der Tag der Trauer über in den freudig gefeierten Unabhängigkeitstag, dem Jom HaAtzama’ut. Fast jeder Dritte Israeli ist laut einer Umfrage (2022) der Ansicht, dass der Gefallenen-Gedenktag vom direkt anschließenden Unabhängigkeitstag zeitlich getrennt werden soll, weil durch die enge Abfolge die „Heiligkeit“ des Jom HaSikaron tangiert werde oder die emotionale Last für Hinterbliebene zu schwer sei.

Wer möchte, kann virtuell eine Gedenkkerze anzünden. Im israelischen Fernsehen laufen am Jom HaSikaron entweder Sendungen zum Thema Militär oder Krieg – oder überhaupt keine.

Als Vorbereitung für den Gedenktag Yom HaZikaron – Gedenktag für die Gefallenen weiterlesen

Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden

2022: Freitag 29. April.

Der al-Quds-Tag, nach dem arabischen Namen für Jerusalem, al-Quds, ist in der Islamischen Republik Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Auch weitergehende Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden regelmäßig ausgesprochen.

Der al-Quds-Tag geht auf den Aufruf Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden weiterlesen

Was wir aus dem Holocaust lernen sollten

Jom haScho’a 2022 (Israel 5782) beginnt am Abend vom Mittwoch, 27. April und endet am Abend vom Donnerstag, 28. April.

Dennis Prager, ein jüdischer Autor aus Los Angeles, zeigte einen völlig neuen Ansatz auf, über den Holocaust nachzudenken, als er anlässlich der Holocaust-Konferenz 1991 in Berlin schrieb: „Im Judentum aber kann man nicht im Namen eines anderen vergeben. Nur derjenige, der verletzt wurde, kann vergeben. Wenn jemand meinem Freund etwas Böses zufügt, darf nicht etwa ich an seiner Stelle dem Übeltäter verzeihen. Deshalb kann kein Jude den Deutschen im Namen der von den Nazis Ermordeten vergeben. … Das Thema der Vergebung ist kein Thema für Was wir aus dem Holocaust lernen sollten weiterlesen

Angst vor Gewaltausbruch in Israel

24.4.22 Die Hamas hat am Sonntag 24.4.22 zwei Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert. Die Raketen landeten in Gaza in der Nähe einer von der UNO finanzierten Schule und verletzten einige Palästinenser.

23.4.22 Eine Rakete sei auf israelischem Gebiet, eine zweite noch im Gazastreifen niedergegangen, teilte die israelische Armee mit. Augenzeugen zufolge wurden im Gazastreifen zwei Menschen durch die Rakete verletzt. Seit einer Woche kommt es immer wieder zu Zusammenstößen auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif). Die Auseinandersetzungen verschärfen die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter. Erstmals seit Jahresbeginn feuerten militante Palästinenser im Gazastreifen in dieser Woche wieder Raketen in das israelische Grenzgebiet. Israel reagierte mit Angriffen auf Ziele der islamistischen, im Gazastreifen herrschenden Hamas. Aktuell kommen besonders viele Muslime zum Tempelberg, um während des Fastenmonats Ramadan dort zu beten.

Am Dienstag 26. April ist Lailatul-Qadr (Die Nacht der Macht). Am Mittwoch 27. April Jom HaSchoa (Holocaust Gedenktag). Am Freitag 29. April Al Kuds Tag (muslimischer Jerusalemtag). Am 2. Mai das muslimische Fastenbrechen.

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Pessach / Passah – Die Befreiung

Passah (vorübergehen) ist das erste von Gott verordnete Fest im ersten Monat des biblischen Kalenders (14. Nissan). Gott selbst bestimmte diesen Monat als den ersten im biblischen Jahr (2.Mose 12,2). Der Engel des Herrn ging in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüber und verschonte ihre Erstgeburt. Nur wer Gottes Wort vertraute, ein Lamm schlachtete und das Blut an den Türpfosten strich, wurde verschont. Nach neuen Darstellungen bedeutet das hebräische Wort Pessach „dazwischenstellen“. Gott stellt sich dazwischen. Beim Passah wird an den Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens, aus dem Tod in die Freiheit und in das Leben mit Gott gedacht. Juden feiern das Passahfest so, als wären sie selbst in der ersten Passahnacht dabei gewesen. Das Passahfest ist der Geburtstag von Israel als Nation. Gott selbst bezeichnet sich über 100 Mal in der Bibel als Pessach / Passah – Die Befreiung weiterlesen

Pessach Haggada

Liturgie zu einer messianischen Sederfeier (2022:  Samstag-Abend 15. April)

Das Passahfest wird eröffnet durch die Sederfeier am 14. Nissan. Die Liturgie der Sederfeier wird Haggada genannt und bedeutet «Nacherzählung». Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten soll nacherzählt werden, so dass in der Sederfeier Gottes Taten nochmals «gesehen», «gehört», «gerochen», «geschmeckt» und «gefühlt» werden. Es gibt heute unzählige Versionen der Haggada. Nahezu jede Familie entwickelte ihre eigene Tradition. Diese Haggada orientiert sich an einer Haggada, die Pessach Haggada weiterlesen