Archiv der Kategorie: 7 Verfolgung

140 Schüler in Nigeria entführt

Am Montag 5.7.21 überfielen unbekannte Bewaffnete ein christliches Internat in Nigeria und entführten 140 Schüler. Die mit Schusswaffen ausgestatteten Angreifer überwältigten in den frühen Morgenstunden die Sicherheitskräfte der Bethel Baptist High School im Bundesstaat Kaduna und brachten die meisten der 165 Schüler, die in dem Internat wohnten, in ihre Gewalt. „Nur 25 Schüler konnten entkommen. Wir wissen noch nicht, wohin die Schüler verschleppt wurden“, sagte Emmanuel Paul, ein Lehrer des Internats.

„Bislang hat noch niemand die Verantwortung für die Entführung übernommen, aber es wird vermutet, dass kriminelle Banden dahinterstecken“, sagt Jo Newhouse, Sprecherin für den Dienst von Open Doors in Subsahara-Afrika. „Auch wenn keine formellen Verbindungen zwischen solchen Banditen und Gruppen wie Boko Haram bestehen, gehen Analysten zunehmend von einer zumindest informellen Zusammenarbeit mit islamistischen Milizen und Beeinflussung durch dieselben aus.“ 140 Schüler in Nigeria entführt weiterlesen

China – weggesperrt doch Gott wirkt weiter

Robert McQuillan berichtet von einem chinesischen Pastor. Er sah sich von Gott geführt in einem abgelegenen bergigen Gebiet in China von Jesus zu erzählen. Er war ganz allein mit seiner Familie und das Einzige was er hatte, war seine Bibel.

Die Leute hörten aufmerksam zu, wenn er von seinem Herrn und dem Wirken des Heiligen Geistes sprach. Er ermutigte sie, das christliche Leben zu leben. Sie liebten das Wort Gottes, aber um auch nur ein Neues Testament zu bekommen, sparten einige dieser armen Leute ein ganzes Jahr lang. Nachdem sie es erhalten hatten, rissen sie Seiten heraus, um sie anderen zu geben, die sich nichts leisten konnten.
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Iman tötet 70-jährigen Bischof

Ein radikaler Imam hat gestanden, am 11. Juni 2021 in Uganda einen 70-jährigen Pastor und Bischof getötet zu haben. 

Bischof Francis Obo, leitender Pastor der Mpingire Pentecoastal Revival Church Ministries International im Dorf Odapako, wurde getötet, nachdem eine Gruppe muslimischer Extremisten ihn und seine Frau gegen 20:30 Uhr auf dem Heimweg von einem Markt angehalten hatte. Iman tötet 70-jährigen Bischof weiterlesen

Kirchen in Myanmar unter militärischem Beschuss

Eine weitere Kirche in Myanmar ist durch Beschuss des Militärs beschädigt worden. Laut Vatican News und dem römischen Nachrichtendienst Fides wurde das Gotteshaus im Dorf Doungankha in der Gemeinde Demoso im Bundesstaat Kayah Sonntagfrüh von Artilleriefeuer getroffen. Es ist das sechste katholische Kirchengebäude, das von Angriffen oder Überfällen der Armee betroffen ist. Die Flüchtlinge suchten im Dschungel und auch in Kirchen Schutz, berichtete zuletzt der asiatische Pressedienst Ucanews.

Seit Wochen stellt die Ortskirche ihre Einrichtungen für Vertriebene zur Verfügung, die vor den Bombenangriffen geflohen sind: Neben der Kirche befindet sich ein von katholischen Ordensschwestern betriebenes Altersheim, in dem zusammen mit den älteren Nonnen rund 150 schutzbedürftige Menschen aus dem Dorf Dongankha untergebracht sind, darunter Frauen, ältere Menschen und Kinder. „Wir haben an das Militär appelliert, Kirchen nicht anzugreifen, weil viele Menschen, besonders schutzbedürftige, in ihnen Zuflucht suchen. Aber der Appell stieß auf taube Ohren.“ sagte der Jesuitenpater Wilbert Mireh.

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Burkina Faso: Kirche entsetzt über Massaker

In Burkina Faso haben Terroristen mehr als 170 Menschen in der nordöstlichen Provinz Yagha getötet. In der Nacht auf den Samstag, 5. Juni 21, überfielen sie das unweit zum Nachbarland Niger gelegene Dorf Solham und ermordeten 160 Bewohner. In der Ortschaft Tadaryat wurden weitere 14 Menschen umgebracht. Hinter den Angriffen sollen mutmaßlich islamische Extremisten stecken.

Die Opfer, darunter auch Frauen und Kinder, seien teils systematisch hingerichtet worden, berichten Sicherheitskräfte. Es handelt sich um den schlimmsten Anschlag, seit 2015 zunehmend islamistisch motivierte Gewalttaten ausgebrochen sind. Infolge des Anschlages wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

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Pakistan hebt Todesstrafe gegen christliches Ehepaar auf

Das oberste Gericht in Pakistan hat ein christliches Ehepaar freigesprochen. Dieses war 2014 wegen Gotteslästerung mit der Todesstrafe verurteilt worden.

Das Oberste Gericht in der Stadt Lahore hob das Urteil nach einer dreitägigen Verhandlung auf. Dies sagte ein Anwalt des Paares der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag 3.6.21.

Das Ehepaar Shagufta Kausar (52) und ihr Ehemann Shafqat Emmanuel (49) war 2014 zum Tode verurteilt worden, nachdem ein Imam ihm vorgeworfen hatte, blasphemische Textnachrichten verschickt zu haben. Dabei können beide kaum lesen und schreiben. Das Paar hatte bestritten, die Nachrichten gesendet zu haben. Es sah sich als Opfer einer Verschwörung nach einem Streit mit muslimischen Arbeitskollegen, sagte ihr Anwalt.  Beobachter hielten es für möglich, dass jemand die in gutem Urdu – der Amtssprache – verfassten Botschaften gesendet hat, um dem Ehepaar zu schaden. Die beiden Verurteilten können aber nicht Urdu schreiben. Pakistan hebt Todesstrafe gegen christliches Ehepaar auf weiterlesen

China hat Religionsfreiheit weiter eingeschränkt

Seit dem 1. Mai hat die chinesische Regierung das Netz für Christen wieder enger gezogen. Jetzt wurde der Zugriff zu WeChat-Accounts und zu Bibel-Apps blockiert.

Wenn Christen in China über WeChat kommunizieren wollen, erscheint neuerdings die Botschaft «Dieses Konto verletzt die Vorschriften über öffentliche Informationsdienste und wurde blockiert und aufgehoben» (frei übersetzt), wie die Menschenrechtsorganisation International Christian Concern (ICC) jetzt mitteilte. China hat Religionsfreiheit weiter eingeschränkt weiterlesen

Zunahme der Angriffe auf Religionsgemeinschaften

Wie aus der am Dienstag 4.5.21 in Berlin vorgestellten „Statistik politisch motivierter Kriminalität des Bundeskriminalamts“ (BKA) hervorgeht, zählten die Behörden im vergangenen Jahr 2.985 Angriffe gegen Religionsgemeinschaften. Das war ein Anstieg um 39 Prozent. Fast vervierfacht haben sich der Statistik zufolge Angriffe auf religiöse Repräsentanten – von 559 im Jahr 2019 auf 2.217 im Jahr 2020.

70 Prozent dieser Angriffe richteten den sich den Angaben zufolge gegen Vertreter jüdischer Gemeinschaften, rund 25 Prozent gegen Repräsentanten muslimischer Religionsgemeinschaften. Zunahme der Angriffe auf Religionsgemeinschaften weiterlesen

Haiti fünf Priester zwei Nonnen entführt

Update 23.4.21: In Haiti sind drei von sieben katholischen Geistlichen freigelassen worden, die vor rund zehn Tagen entführt wurden. Das gab ein Sprecher der lokalen Bischofskonferenz bekannt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die drei Laien sowie die zwei französischen Staatsbürger seien nicht unter den Freigelassenen. Haiti fünf Priester zwei Nonnen entführt weiterlesen

Religionsfreiheit in Indien weiter eingeschränkt

Innerhalb von drei Monaten hat bereits der dritte indische Bundesstaat ein neues Anti-Konvertierungsgesetz verabschiedet: Der 63-Millionen-Staat Gujarat folgt damit dem Beispiel von Madhya Pradesh (März 2021, 74 Millionen Einwohner) und Uttar Pradesh (Februar 2021, 205 Millionen Einwohner).

Während jenes in Uttar Pradesh neu ist, wurden jene in Madhya Pradesh und nun in Gujarat erheblich verschärft. In allen drei Bundesstaaten regiert die national-konservative Bharatiya Janata Party (BJP), laut der ein richtiger Inder gleichzeitig auch ein Hindu zu sein hat. Religionsfreiheit in Indien weiter eingeschränkt weiterlesen

China: Religiöse Aktivitäten nur noch mit Erlaubnis

Geistliche in China werden gezwungen, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der sie ihre „Liebe zur Kommunistischen Partei“ bekunden.

Von den Geistlichen wird verlangt, dass sie für religiöse Aktivitäten im Voraus eine Erlaubnis einholen. Bei Nichteinhaltung könnten sie ihre Legitimation verlieren und müssten mit Strafen rechnen.

Eigentlich herrscht in China Religionsfreiheit. Aber die Volksrepublik geht systematisch gegen Religionen vor.  China: Religiöse Aktivitäten nur noch mit Erlaubnis weiterlesen

Malaysia «Allah»-Verbot aufgehoben

Update 16.3.21 Abgeordnete und Senatoren fordern die Regierung auf, die Berufung zurückzuziehen.

15. März 2021 Eine gemeinsame Erklärung von Abgeordneten, Senatoren und Versammlungsmitgliedern von Sabah und Sarawak, die die Entscheidung des High Court unterstützen, allen Malaysiern zu erlauben, zu Allah zu beten: Wir, die unterzeichnenden Abgeordneten von Dewan Rakyat und Dewan Negara, sowie die Abgeordneten der Staatsversammlung von Sabah und Sarawak fordert alle Malaysier auf, zu akzeptieren, und die Bundesregierung, ihre Berufung gegen das Urteil des High Court vom 10. März 2021 zurückzuziehen, mit dem das Allah-Verbot seit 1986 für verfassungswidrig erklärt wird. Es ist ein Segen, dass alle Malaysier in Moscheen, Kirchen und Gurdwaras zu Allah beten können. ….

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Was ist eigentlich das Problem? Es geht darum, ob man in der eigenen Sprache Gott Gott nennen darf.

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Christen in Malaysia dürfen das Wort «Allah» für Gott in religiösen Publikationen gebrauchen. Das hat ein hohes Gericht am Mittwoch 10.3.21  entschieden.

Das Gericht – die dritthöchste Instanz im Lande – erklärte damit ein 35jähriges Verbot als verfassungswidrig, das Christen den Gebrauch des Wortes «Allah» und drei anderer arabischer Begriffe in religiösen Publikationen untersagt hatte. Das Oberste Gericht in Kuala Lumpur hatte 1986 erklärt, die Verwendung des Begriffs «Allah» sei kein integraler Bestandteil des christlichen Glaubens und deshalb dürften in Malaysia auch nur Muslime ihren Gott so nennen.

Update: „Die malaysische Regierung legte am Montag (15. März) Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts ein.“

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