Der dritte Tempel

Der 2004 wieder gegründete israelische Sanhedrin fordert im Jahr 2016 den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den US-Präsidenten Donald Trump auf, den Wiederaufbau des jüdischen Tempels in Jerusalem umzusetzen.

Rabbiner Hillel Weiss, Sprecher der Sanhedrin, setzte sich mit „Breaking Israel News“ in Verbindung. Er machte bekannt, dass sie einen Brief geschrieben haben, in dem sie beide aufgefordert haben, als moderne Kyrus-Figuren zu handeln. Kyrus war ein nichtjüdischer König, der den Wiederaufbau des Tempels unter Esra und Nehemia anordnete  (2. Chronik 36,23).

Rabbi Weiss erklärte, dass die US-Wahlen den ewigen jüdischen Traum zu einer sehr realen Möglichkeit gemacht hätten. „Wir sind bereit, den Tempel wieder aufzubauen. Die politischen Bedingungen sind heute beispiellos.“

Trump hatten versprochen Jerusalem als Haupstadt Israels anzuerkennen und Putin soll  2012 für den Wiederaufbau des Tempels gebet haben.

Putin soll während seiner dritten offiziellen Reise nach Jerusalem im Jahr 2012 abends die Klagemauer besucht haben. Er wurde von anderen Besuchern angesprochen und sie erklärten ihm die Bedeutung des Tempelplatzes für das jüdische Volk. Chadrei Charedim, eine orthodoxe Hebräische Nachrichten-Website, berichtete, dass Putin folgendes gesagt haben soll: „Genau aus diesem Grund bin ich hierher gekommen, um zu beten, dass der Tempel wieder gebaut wird.“

Nach diesem merkwürdigen Austausch schickte der Sanhedrin damals einen Brief an Putin, der ihn aufforderte, sein Gebet zu erfüllen. Präsident Putin reagierte nicht. Aber jetzt, wo Trump Präsident der USA ist, glaubt der Sanhedrin, dass es an der Zeit ist, dass Putin eine aktive Rolle beim Wiederaufbau des Tempels einnimmt.

Die Führer von Russland und Amerika können die Nationen der Welt zum globalen Frieden führen, indem sie den Tempel bauen, die Quelle des Friedens„, erklärte Rabbi Weiss.   mehr Informationen

Andere warnen davor, dass der Tempel vom Antichristen aufgebaut wird. Gerüchte über einen geplanten Tempelbau gibt es schon lange.

Dabei ist es unklar, wo genau dieser errichtet werden soll. Einige denken anstelle des Felsendoms (ehemaliger Ort der Weisheitskirche), andere sehen nördlich davon als den ursprünglichen Platz und andere möchten in zwischen dem Felsendom und der Alaksa-Moschee errichten. Eine vierte Möglichkeit ist über der Gihonquelle.  Dieses Thema löst in der muslimischen Welt Ängste aus. Nur ein von allen respektierter Politiker mit Weltformat wird dieses Kunststück vollbringen können.

Genauso umstritten ist im Judentum, was genau in diesem Tempel geschehen soll. Einige möchten ihn wie damals mit Opfer aufbauen. Andere denken, dass die Opfer abgelöst wurden und ihm modernen Judentum keine Rolle mehr spielen und deshalb der Tempel mehr in eine Richtung Lehrhaus gehen müsste.

Hier verschiedene Theorien, wo der Tempel von Herodes zur Zeit von Jesus gestanden hat. (Achtung nicht der 3. Tempel!)

Ähnliches Foto

Armenisches Quartier

Tempelberg Rundgang

Model of the Ezekiel’s Temple: 31°28’58″N 35°14’37″E Judean desert, Intended Nature Reserve, area C, Israel von Natalie Binah

Der orthodoxe Rabbiner Jehuda Glick setzt sich unter anderem dafür ein, dass alle Menschen auf dem Jerusalemer Tempelberg beten dürfen.

In einem Interview mit Israelnetz sagt er (4.12.2020): „Ich habe die „Schalom-Jerusalem-Stiftung“ gegründet. Wir wollen Menschen auf der ganzen Welt mit Jerusalem verbinden. Die Bibel beschreibt Gott als Schöpfer aller Menschen nach seinem Abbild. Er hat jeden von uns anders erschaffen. Er wollte unterschiedliche Nationen. Aber wir sind um einen Gott vereint. Ich sehe mich als einen Diener der Öffentlichkeit, als einen Diener Gottes. Ich betrachte mich definitiv als eine Person, die versucht, in der Welt etwas zu verändern. Aber ich sehe mich nicht als Oppositionsperson. Ich sehe mich mehr als jemand, der versucht Brücken zu bauen, zu verbinden, als Person, die versucht mit den Herzen der Menschen zu sprechen.“ Ich verfolge ein Konzept der Vielfalt, der Harmonie, der Inklusivität.

Ich gehe mindestens einmal pro Woche zum Tempelberg. Die Leute schicken mir Gebetsanliegen und wir beten dort für sie. Es ist eine Bewegung von Menschen, die glauben, dass die Welt eins ist und dass wir alle Verantwortung füreinander haben. Laut der Bibel ist der Tempelberg das Zentrum des Gebets der Welt. Dass Menschen, die keine Muslime sind, dort nicht beten dürfen, ist verstörend. Dieser Ort sollte ein Symbol der Inklusivität, der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und des Friedens sein. Es gibt dort Menschen, die auf Gewalt aus sind, auf Belästigung. Das ist das komplette Gegenteil von Gott und der Idee der Inklusivität. Ich setze mich nicht nur dafür ein, dass Juden dort beten dürfen. Ich kämpfe dafür, dass alle Menschen im Weltzentrum des Gebets beten dürfen.

Wir glauben, dass wir in den Zeiten der letzten Tage leben. Und in dieser Zeit müssen wir sicherstellen, dass Jerusalem, der Thron Gottes, die Vorstellung Gottes widerspiegelt. Und Gottes Idee ist nicht Hass, sondern Frieden. Ich strecke meine Hand in Frieden aus. Unsere Bewegung lädt Menschen aller Nationalitäten und Religionen ein, sich uns anzuschließen und Brücken zu bauen.

Der Wiederaufbau des Tempels als Gebetshaus für alle Nationen muss Teil einer humanitären Bewegung sein. Wir müssen unser Herz für die Waisen und die Witwen öffnen. Wir müssen unsere Herzen für Behinderte öffnen. Das ist die Idee eines Tempels. Ein Tempel verändert die Welt. Jeder einzelne Mensch ist einzigartig und besonders. Wir reden also über die Gefäße, die vorbereitet werden müssen. Das wichtigste Gefäß ist wirklich die Bereitschaft, all unsere negativen Gefühle aus unseren Herzen und Seelen zu entfernen und unsere Herzen zu öffnen. Das lässt zu, dass Gott in diese Welt kommt und nicht hinausgedrängt wird. Er wird nicht gebaut werden, wenn es uns nicht gelingt, dafür die Unterstützung der muslimischen Welt zu erhalten. Vor 100, 200 Jahren bezeichnete die christliche Welt Juden als Feind. Sie sah im jüdischen Volk ein Symbol für das Böse. Aber wie Sie wissen, gibt es heute viele Christen, die Israel unterstützen. Ich denke, das Gleiche geschieht langsam in der muslimischen Welt. Wir sehen viele arabische Länder, die näher an Israel heranrücken. Wir versuchen, die ganze Menschheit zu erreichen. 

Der Tempelplatz – Der explosivste Ort der Welt

Mit meinen Reisegruppen gehe ich auf den Bildungsreisen immer auf den Tempelplatz. Dabei gibt es immer wieder interessante Dinge zu entdecken. Nicht umsonst nennt man ihn einen der explosivsten Orte der Welt. Lassen sie sich mitnehmen auf einen Rundgang und lassen sie sich überraschen und lernen sie Neues über den Islam, das Judentum und den christlichen Glauben. weiterlesen

3 Gedanken zu „Der dritte Tempel“

  1. GEBET FÜR FRIEDEN IN ISRAEL !
    GEBET FÜR FRIEDEN ÜBERALL !
    DANKESCHÖN JERUSALEM ! DANKESCHÖN ZION !
    DANKESCHÖN ISRAEL IN EINHEIT UND LIEBE ÜBERALL !
    SHALOM – RAMONA GLIEMANN

  2. Es wird erfuellt was geschrieben steht. Denn es ist fuer Gott bereits Vergangenheit…
    Also….diejenigen die den Antichristen fuerchten werden den Bau des 3ten Tempels nicht verhindern. Er wird gebaut werden. Auch wenn er Gott nicht gefallen wird.

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