Archiv der Kategorie: 6 Inspiration

Glaube im Angesicht des Leidens

Das Leid ist – nach wie vor – der Fels des Atheismus (Ablehnung des Glaubens an einen Gott).

Die Vorstellung von einem gütigen Gott, zerschellt bei vielen Menschen, wenn sie mit der leidvollen Dimension des Lebens konfrontiert werden. Aber kann der Atheismus vernünftigere und hilfreichere Antworten geben, um die Leiden der Welt zu bewältigen?

Könnte der Schlüssel nicht darin liegen, dass Gott anders gütig ist als wir es uns vorstellen?

Für den Atheismus ist das quantitative und qualitative Ausmass an Leid ein schlagender Grund dafür, dass es Gott gar nicht gibt. Kompakt hat es der Kirchenvater Laktanz (ca. 250-320) in seiner Schrift über den Zorn Gottes formuliert: Glaube im Angesicht des Leidens weiterlesen

Warum hängt Jesus am Kreuz?

Weihbischof Dominicus Meier aus Paderborn beobachtete einmal ein kleines Mädchen, das die Kirche bewunderte, unter dem Kreuz stehen blieb und seinen Papa fragte: „Warum hängt der da?“ So fragen sich viele auch heute, meinte der Weihbischof im Donaukurier vom 15.9.19. Etwa wegen der vielen Missstände? „Verlangt Gott ein Opfer, damit er die Menschen wieder lieben kann?“ „Nein“, betonte er,

„Gott gab seinen Sohn, weil er die Menschen liebt. Jesus musste nicht sterben, weil Gott ein Problem hatte.“ Das Problem liege bei den Menschen. Jesus komme nicht als Gewaltherrscher, er stellt sich „an die Seite der Gescheiterten und nimmt jeden von uns in seine weit geöffneten Arme“.

„Jesus, der Gekreuzigte, ist auch heute bereit, eine Brücke zu schlagen, er öffnet uns den Weg in unsere Heimat, zurück zu Gott.“ Und er schloss mit der Antwort auf die Frage des Mädchens: „Er hängt da, weil Gott dich liebt.“  mehr Informationen

mega geliebt

Jemand liebt dich: Liebe kann sich nur da manifestieren, wo sie empfangen wird. Johannes, ein Jünger von Jesus, sagte von sich: Ich bin der, der sich von Gott geliebt weiß (Johannes 13,23; 19,26; 20,2; 21,7.20). Weiter schreibt er: So viele ihn (Jesus) aufnahmen, denen gab er das Recht Gottes Kinder zu sein (Johannes 1,12). Woher … mega geliebt weiterlesen

Wie kann ein liebender Gott es zulassen, dass sein Sohn am Kreuz stirbt?

Gott liebte die Menschen so sehr, dass er ihnen vor Augen malen wollte, welche Konsequenzen ein Leben ohne Augenkontakt mit ihm hat. Gott möchte uns durch seine Augen leiten (Psalm 32,8). Doch der Mensch vertraut Gott nicht und hat sich von Gott abgewandt. Indem Gott den Menschen den Tod vor Augen führt, will er die … Wie kann ein liebender Gott es zulassen, dass sein Sohn am Kreuz stirbt? weiterlesen

Warum hängt Jesus am Kreuz? weiterlesen

Rettet Jesus Gutmenschen?

Frage: Ich habe Ihren Artikel „Gescheitert und ausgeschlossenüber Lukas 13,22-30 gelesen. Ich habe immer noch die Hoffnung für „Gutmenschen“, dass Gott ihnen gnädig ist. Spricht nicht Jesus davon in Matthäus 25, 34-40?

Das ist eine gute Frage. In Matthäus 25,32 steht: „Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden“   

Es geht um die Menschen, die nichts von Jesus gewusst haben. So sagen sie auch in Vers 38 wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben?“

Auch Paulus schreibt, dass die Menschen die nichts von Gott gewusst haben, aufgrund ihrer Reaktion beurteilt werden.

Römer 1,20 „Seit Erschaffung der Welt wird nämlich seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.“

Römer 2,1 „Darum bist du unentschuldbar – wer du auch bist, o Mensch – , wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selbst, weil du, der Richtende, dasselbe tust.“

Ein Mensch ist nie getrennt von Gott, weil er etwas nicht wusste,  sondern aufgrund dessen, wie er auf das reagierte, was er wusste.
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Gescheitert und ausgeschlossen 

Eine aufschreckende Geschichte wird uns in Lukas 13,22-30 erzählt. Einer fragt Jesus: Herr sind es nur wenige, die gerettet werden? Insgeheim hofft er vielleicht auf die Antwort: Mach dir keine Sorge, Gott drückt ein Auge zu und nimmt alle an. Doch Jesus sagt: Viele versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.

Warum sind sie gescheitert? Jesus kennt sie nicht. Sie haben zwar am Mahl teilgenommen und Predigten gehört, doch sie sind Zuhörer und Teilnehmer geblieben. Jesus sagt von sich: „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,9). „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14,6). Wer ihn nicht als Herrn seines Lebens angenommen hat, der gehört nicht zu den Seinen (Johannes 1,12). Sie werden nicht Teil und Täter – oder anders ausgedrückt: Repräsentanten Gottes. Sie haben es versäumt nach Gottes Willen zu leben. Es genügt nicht, ab und zu die Hilfe Gottes in Anspruch zu nehmen.

Es gibt auch einen Punkt, an dem das Zeitfenster der offenen Türe vorbei ist. Das kann persönlich oder allgemein gemeint sein. Es gibt ein zu spät. So wie es bei der Arche von Noah den Moment gab, an dem die Türe von Gott verschlossen wurde. Nicht alle kommen automatisch zum himmlischen Fest.

Der Eintritt ist mein Bekenntnis: „Ich brauche dich Jesus als meinen Herrn, komm in mein Leben und verändere du mich“. Jesus kennt all die Menschen, die ihn ansprechen, einladen und mit ihm reden. Dazu braucht es eine Entscheidung von uns. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich Jesus kenne, sondern er mich.

In Jeremia 21,8 steht: „Ich lege euch vor den Weg zum Leben und dem Weg zum Tode“. Entscheiden müssen wir uns selbst.

Herausfordernd ist auch noch der Hinweis, dass viele die hier einen großen Namen haben, dort unbekannt sein werden. Es geht nicht darum, dass ich mir etwas auf meine Meinung einbilde, sondern dass ich meine Hilfsbedürftigkeit sehe und mich Jesus anvertraue.

Text: Hanspeter Obrist

Das ist ein Impuls aus den Entdeckungen in ergebnisoffenen Bibelstudiengruppen im Linthgebiet. Alle sind herzlich dazu eingeladen.

Jeder ist eingeladen die Gedanken und Fragen als Kommentar zu teilen.

Gottes Reich beginnt mit einzelnen Menschen

Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Er vergleicht Gottes Reich mit einem Senfkorn und dem Sauerteig (Lukas 13,18-21).

Der Glaube beginnt, indem jemand einen Samen annimmt und bei sich anpflanzt. Er fängt klein an und wächst. Es gibt nicht schnelle Erfolge. Es braucht Zeit, jeder hat sein eigenes Tempo.

Glaube beschränkt sich nicht nur auf einen Teil des Lebens, sondern durchdringt wie ein Sauerteig das tägliche Sein.

Die Leute erwarteten, dass Jesus Gottes Reich aufrichtet, indem er die Feinde vertreibt und ein äußerer Friede einkehrt. Jesus hat die Politik seiner Zeit nie bewertet. Es gab damals vier politische Systeme, zwei Herrscher, eine römische Verwaltung und demokratische Städte.

Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Das sogar die Feinde (Vögel) sich bei Menschen von Gottes Reich geborgen fühlen.

Glauben auf den Punkt gebracht

Was sagst du, wenn du jemanden auf der Straße deinen Glauben erklären möchtest? max. 1000 Zeichen

Die Menschen wollen selbst bestimmen, was gut für sie ist. Sie wollen unabhängig von Gott sein. Wenn wir nicht das sein wollen, wozu uns Gott geschaffen hat, nennt das die Bibel Zielverfehlung (Sünde). Durch Jesus lädt uns Gott ein, in die ursprüngliche Bestimmung zurückzukehren. Am Kreuz veranschaulicht Jesus, was die Konsequenz der Gottferne ist, der Tod. Wenn wir akzeptieren, dass Jesus an unserer Stelle gestorben ist, überlassen wir ihm die Vergeltung und Wiedergutmachung und werden dadurch freigesetzt. Wer Jesus in sein Leben einlädt, zu dem kommt Gottes Gegenwart durch den Heiligen Geist, der den Menschen Schritt für Schritt verändert und man lebt nun in alle Ewigkeit eng verbunden mit Gott.

Wie würdet ihr mit 700 bis 1000 Zeichen in einer nicht kirchlichen Sprache beschreiben, was ihr glaubt?

Stell dir vor du begegnest jemanden auf der Straße und hast nur einen Augenblick, sein Interesse zu gewinnen.

Die Glaubensbekenntnisse sind zwar zentral, aber meist nicht nachvollziehbar.

Schreibt doch euer Statement in den Kommentar.

Wie groß ist Gott?

Ein kleiner Junge fragte seinen Vater: »Wie groß ist Gott?«

Der Vater antwortete erst mal nicht, richtete den Blick zum Himmel, sah ein Flugzeug und fragte seinen Sohn: »Wie groß ist dieses Flugzeug?«

Der Kleine antwortete, ohne zu zögern: »Sehr klein Papa, kaum zu sehen!«

Kurz darauf fuhr er mit seinem Sohn zum Flughafen. Während sie sich einem Flugzeug näherten, fragte er seinen Sohn: »Und jetzt? Wie groß ist das Flugzeug jetzt?“

Fasziniert antwortete der Kleine: »Es ist riesig Papa, man könnte es nie übersehen!«

Daraufhin sagte der Vater: »So ist Gott! Seine Größe ist abhängig vom Abstand, den du zu ihm hältst. Je näher du ihm bist, desto größer ist Gott in deinem Leben!«

 Jakobus 4,8: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“

Gottes Größe lernen wir besonders in der Bibel kennen.

Israelsonntag

2019:  Sonntag 25. August

Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems (Tischa BeAw) fand im christlichen Kalender Eingang am 10. Sonntag nach Trinitatis, auch «Israelsonntag » genannt. Luther setzte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein, um sich mit den Juden solidarisch zu erklären. Zuerst wurde er «Jerusalem-Gedenktag» genannt.

Der Inhalt dieses Sonntags wurde in der Geschichte unterschiedlich verstanden. Israelsonntag weiterlesen

Auf das Herz kommt es an

Das Apostelkonzil in Jerusalem

Kirchenfenster Jerusalem mit Kreuz und Menorah als Ausdruck vom Glauben an Jesus in unterschiedlichen Formen.

Nachdem auch nichtjüdische Menschen zum Glauben an Jesus kamen, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten darüber, welche Gesetze sie einhalten müssen. Einige Personen aus Jerusalem lehren in Antiochien, dem Zentrum der nichtjüdischen Gemeinde, dass alle an Jesus Glaubenden zum Judentum übertreten und sich beschneiden lassen müssen. Paulus als pharisäischer Schriftgelehrter und Barnabas als Mediator sehen das anders. Da man sich nicht einigen kann, beschließt man, die Frage in Jerusalem mit den Aposteln und Ältesten zu klären.

Petrus vertritt die Position, dass es allein auf den Glauben ankommt und nicht auf äußere Rituale. Das habe der Empfang des Heiligen Geistes bei Kornelius in Cäsarea bestätigt (Apostelgeschichte 10). Auf das Herz kommt es an weiterlesen

Jesus hört den stummen Schrei

Als Jesus am Schabbat in einer Synagoge predigt (Lukas 13,10-17), sieht er eine Frau, die schon seit 18 Jahre gebückt gehen muss. Er erlöst sie von ihrem entwürdigenden Leiden.

Der Synagogenvorsteher empört sich über den fremden Rabbi, der die gottesdienstliche Ordnung und Andacht stört. Er hat jedoch nicht das Rückgrat, Jesus direkt anzusprechen. Stattdessen beschuldigt er die Leute. Auch er hat seine Menschlichkeit verloren, einfach auf eine andere Art. Er hat kein Mitgefühl für eine gebeugte Frau. Das Gesetz ist für ihn wichtiger als der Mensch.

Jesus antwortet kreativ mit einem Bild: Jesus hört den stummen Schrei weiterlesen

Ein Blick auf den Thron Gottes

Geheimnisvoll mystisch beschreibt uns Johannes sein Erscheinen vor dem Thron Gottes in der Offenbarung 4. Er ringt um Worte, findet aber kaum treffende Beschreibungen. Unsere menschliche Sprache reicht nicht aus, um Gottes Welt auf angebrachte Weise zum Ausdruck zu bringen. Es ist ein Stammeln von Worten, ein Suchen und Tasten nach Bildern (vgl. 2.Korinther 12,4).

Johannes wurde eine Tür in eine Welt geöffnet, die uns fremd erscheint. Diese Realität lässt sich nicht in unser Denkmuster hineinzwängen. Die Frage ist, ob wir das so zulassen und uns in die Anbetung hineinnehmen lassen können oder uns dagegen verschließen.

Johannes beschreibt einen Thron. Wo ein Thron ist, Ein Blick auf den Thron Gottes weiterlesen

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

2019:  9. Aw 5778    (wegen dem Schabbat am 10. Aw)  Sonntag 11. August

9. Aw als Schicksalstag
Am 9. Aw 586 v. Chr. wurde der Tempel durch Nebukadnezar zerstört. Am 9. Aw 70 n. Chr. wurde der Zweite Tempel Israels durch Titus vernichtet. Im Freiheitskampf der Zeloten unter Bar Kochba gegen Rom fiel die Festung Betar am 9. Aw 135 n.Chr. In Spanien mussten die Juden am 9. Aw 1492 das Land verlassen. Am 9. Aw 1914 begann der Erste Weltkrieg, der für die osteuropäischen Juden folgenschwer wurde.

Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.

Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tewet. Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw, geschah Tischa BeAw – Tröstet mein Volk weiterlesen

Das Paradox des Leidens

Leiden bringt uns an die Grenze des Verstehens und führt uns in die Welt des Vertrauens.

Es ist die christliche Eigenart, dass wir aufgefordert werden Böses mit Guten zu überwinden. Leiden verändert mich entweder zum Guten oder ins Negative. Mit der Hilfe Gottes können wir dem Leiden etwas Positives abgewinnen. Dazu mehr am Montag, 5. August,  in Radio Maria mit Hanspeter Obrist

Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Mariä Heimsuchung

Das Fest Mariä Heimsuchung (Visitatio Mariæ) ist am 2. Juli (evangelisch, orthodox, altkatholisch, zum Teil römisch katholisch in Deutschland). Die weltweite Katholische Kirche feiert das Fest am 31. Mai.

Am Fest der Mariä Heimsuchung erinnert man sich daran, dass Maria ihre Tante Elisabeth besuchte. Es kommt zu einer Begegnung zweier Frauen, die in ihrem tiefen Glauben an Gott persönlich die Erfahrung machten, dass sich Gottes Macht in ihrem Leben gezeigt hat. Beide Mariä Heimsuchung weiterlesen