Archiv der Kategorie: 6 Inspiration

Durch Leiden verbreitet sich die gute Nachricht

Nicht durch Planung und Strategie, sondern aufgrund einer Verfolgung breitet sich die Gemeinde aus (Apostelgeschichte 8,1-25).

Philippus ist einer der sieben Diakone (Apostelgeschichte 6,5), die aus Jerusalem vertrieben werden. Statt zu resignieren und an Gottes Liebe zu zweifeln, nehmen die Vertriebenen ihre Verfolgung als Chance zur Verkündigung wahr. Dort, wo sie gerade sind, leben und verkünden sie ihren Glauben. Durch Leiden verbreitet sich die gute Nachricht weiterlesen

Briefe aus dem Himmel

Jesus schickt durch Johannes Briefe an die sieben Gemeinden in Kleinasien. Es ist interessant, dass Jesus nicht einfach die „Gemeinden von Kleinasien“ anspricht, sondern für die unterschiedlichen Orte andere Schwerpunkte erwähnt, die aber gleichzeitig für alle – und damit auch für uns – gelten.

Neben lobenden Worten legt Jesus auch den Finger auf die wunden Punkte. In den ersten Jahrzenten gibt es keine Zugehörigkeit zu Christus, die nicht zu folgeschweren Konsequenzen im Leben der einzelnen Gläubigen geführt hätte. Sie waren für die Gesellschaft um sie herum wie Menschen von einem anderen Planeten mit einem den allgemeinen Denk- und Verhaltensweisen ganz und gar entgegengesetzten Lebenskonzept. Jesus gibt seinen Nachfolgern immer Zusagen und Verheißungen mit auf den Weg. Der Brief geht jeweils an den Engel der Gemeinden (Offenbarung 2,1; 2,8; 2,12; 2,18). Das Wort „Engel“ bedeutet „Bote“. Hier ist damit die Person gemeint, die Gottes Botschaft an die Gemeinde weitergibt. Briefe aus dem Himmel weiterlesen

Purim – Ende des Antisemitismus – Überwindung vom Fremdartigen

Beginn mit Sonnenuntergang am Mittwoch 20. März und Ende mit Anbruch der Nacht am Donnerstag 21.  März 2019

Purim Obrist-impulse Im Zuge der aufblühenden neuen Formen des Antisemitismus fragen wir uns immer wieder: Wird das irgendwann einmal ein Ende haben?

Die Bibel spricht von einer Zeit, in der die Verfolgung vom jüdischen Volk ein Ende haben wird und jeder in Ruhe wohnen wird (Hosea 2,20: Ich will einen Bund schließen und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen).

Seit über 3500 Jahren steht Israel immer wieder unter Druck. Bis heute hat es noch keine Zeit gegeben, in der die Schwerter zu Pflugscharen wurden, wie es in Micha 4,3 verheißen ist: „Sie werden Purim – Ende des Antisemitismus – Überwindung vom Fremdartigen weiterlesen

Harmonie in Unterschiedlichkeit

Jesus ist sechs Tage vor seinem Tod bei Marta, Maria und Lazarus zum Essen eingeladen. Auf einmal steht Maria auf, holt ein exklusives Duftöl und salbt damit die Füße von Jesus (Johannes 12,1-11).

In der Bibel werden Könige, Priester und Propheten gesalbt. Jesus vereint alle drei Funktionen in sich: Kurze Zeit, nachdem er gesalbt wurde, Harmonie in Unterschiedlichkeit weiterlesen

Warum Christen, Juden und Muslime fasten

Mit dem Aschermittwoch (2019 Mittwoch 6. März) begann für die Christen das Fasten. Der Hauptfastentag der Juden ist der Versöhnungstag Jom Kippur und Muslime verzichten im Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung.

Christen: Mit dem Aschermittwoch beginnen die Christen der Westkirche die 40-tägige Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Warum Christen, Juden und Muslime fasten weiterlesen

Glauben an Jesus trotz Gegenwind

Jesus offenbart am jüdischen Licht- und Wunderfest (Chanukka / Tempelweihfest Johannes 10,22), dass er das Licht der Welt ist (Johannes 8,12 / 9,5). Als Antwort auf die dazwischenliegende Messias-Diskussion (Johannes 8,12-59) vollbringt er ein messianisches Wunder (Johannes 9,30 / 10,21).

Die Jünger sehen den Blindgeborenen und rätseln, wer wohl an seiner Blindheit schuld sein könnte. Die Rabbiner lehren, dass der Grund für die Geburt eines blinden Kindes in einer Sünde der Eltern oder des Kindes zu suchen sei. Doch wie kann jemand sündigen, bevor er geboren wurde? Nach rabbinischer Auffassung geschieht das, wenn Glauben an Jesus trotz Gegenwind weiterlesen

Valentinstag – Herkunft und Traditionen

Die Tradition des Valentinstags am 14. Februar wird heute zumeist auf die Überlieferung von Bischof Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Er war im dritten Jahrhundert der Bischof der italienischen Stadt Terni. Einer Überlieferung zufolge traute er heimlich mehrere Brautpaare, darunter Soldaten. Nach dem damaligem kaiserlichem Befehl von Claudius II. waren Valentinstag – Herkunft und Traditionen weiterlesen

Jesus war Jude

In der jüdischen Onlineplattform HaOlam und in der jüdischen Rundschau erschien ein Artikel aus der NZZ mit dem Titel: Jesus war Jude – eine gern vergessene Tatsache. Es geht darin um die Beschneidung von Jesus, die von der Katholischen Kirche nach dem alten Festkalender als Fest „die Beschneidung des Herrn“ gefeiert wurde. Durch das II. Vatikanischen Konzil wurde dieses Fest abgeschafft. Nach dem Autor Jan-Heiner Tück,  Professor am Institut für Systematische Theologie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, hat dieses Fest gerade für das Verhältnis zum Judentum eine zentrale Bedeutung.

Jesus von Nazareth war nicht Christ, sondern Jude. Er ist als Sohn einer jüdischen Mutter geboren und nach den Vorschriften des Gesetzes am achten Tag beschnitten worden. Jesus war Jude weiterlesen

Heilung bedeutet nicht Heil

Heilung bedeutet nicht immer auch Errettung – das zeigt eine Begegnung von Jesus mit einem Kranken am Teich Betesda in Jerusalem auf. Betesda (Beth Chesda) bedeutet: Haus der Gnade.

Die Anlage Betesda besteht aus großen offenen Zisternen mit mehreren Säulenhallen. Es ist ein Ort, an dem es nicht so heiß ist und an dem man Leute trifft, die Wasser holen. So sitzen hier auch Bettler, die sich etwas von den Besuchern erhoffen. Durch ein Kanal-System gibt es verschiedene Becken mit unterschiedlicher Wasserqualität. Der Beiname „Schafteich“ zeigt an, dass das Wasser dieses Beckens auch zur Reinigung der für den Tempeldienst gebrauchten Schafe dient. Da gerade ein Fest stattfindet, herrscht hier Hochbetrieb.

Als einzigen Grund für die Heilung dieses Mannes nennt die Bibel das Erbarmen (Chesed) Jesu über einen Menschen, der 38 Jahre auf Heilung wartet. Der Mann glaubt an ein System, das ihm kein Heil bringt und für ihn unerreichbar ist. Heilung bedeutet nicht Heil weiterlesen

Jesus auf dem Prüfstand – die Ehebrecherin

Die jüdische Elite sucht einen Grund, um Jesus bei den Römern anzuklagen. Mit einer Ehebrecherin ergibt sich für sie eine gute Gelegenheit dazu (Johannes 8,2-11), denn die jüdische Torah (5 Bücher Mose) sagt, dass eine Ehebrecherin sowie der Ehebrecher den Tod verdient haben (3.Mose 20,10). Doch den Juden ist es von den Römern verboten worden, selbst Todesurteile auszusprechen und sie zu vollziehen (siehe Johannes 18,31: „Dann nehmt ihn mit und verurteilt ihn nach eurem Gesetz!“, entgegnete Pilatus. „Aber wir dürfen doch niemanden hinrichten“, wandten sie ein). Allerdings gab es zu dieser Zeit durchaus Volksjustiz wie bei Stephanus (Apostelgeschichte 7,58) oder bei dem Versuch Jesus in Nazareth zu töten (Lukas 4,29).

Jesus sitzt in der Klemme. Achtet er das biblische Gesetz oder wird er durch das Aussprechen eines Todesurteils gegenüber den Römern straffällig? Ganz gleich, wie Jesus auf die Frage der Pharisäer antwortet: Er muss zu Fall kommen. Jesus durchschaut jedoch seine Gegner. Er verhält sich anders als erwartet und antwortet gar nicht. Er verweigert eine Diskussion.

Stattdessen konfrontiert Jesus die Ankläger mit sich selbst: Jesus auf dem Prüfstand – die Ehebrecherin weiterlesen

Tu BiSchwat – Das Neujahrsfest der Bäume

Montag 21.1.2019

Beth Netanel Ein Karem obrist-impulseWenn man die Beziehung zwischen Mensch und Baum in der Torah näher betrachtet, erkennt man eine faszinierende Ambivalenz. Dies äussert sich auch in den Worten Gottes an den Menschen, gleich nach dessen Erschaffung, die Früchte der Bäume zu geniessen. Im weiteren Verlauf dreht sich die Ab­­handlung um den «Baum des Lebens» und den «Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen».

Rabbiner Jakov Duschinsky, langjähriger Oberrabbiner Süd­afrikas, entnimmt dem Vergleich zwischen Baum und Mensch eine geistige Erkenntnis: «Der Unterschied zwischen einem lebenden und einem vertrockneten Baum liegt darin, dass solange die Wurzeln des Baumes mit dessen Blättern durch die Feuchtigkeitsströmung im Baum verbunden sind, der Baum wächst und blüht. Sobald jedoch der Wasserzufuhr ein Ende gesetzt wird, trocknet der Baum aus und verwelkt. Ge­­nau so ist es beim Menschen: Solange er seine Beziehung mit Gott aufrechterhält, ist er wie ein lebender Baum – «denn der Mensch ist der Baum des Feldes». Wenn sich aber der Mensch nicht um eine Verbindung mit der Quelle des ewigen Lichts bemüht, bleibt er trocken und ohne Lebenswasser in seiner Seele» (Beikvey Paraschijot, S. 322).

Nach der wundersamen Rückkehr der Juden in ihre Heimat wird im modernen Staat Israel auch der Neujahrstag der Bäume auf eine – neben dem Obstessen – besondere Art gefeiert: mit dem Pflanzen von Bäumen. Familien und Tu BiSchwat – Das Neujahrsfest der Bäume weiterlesen

Allianzgebetswoche 13. – 20. Januar 2019

Die Allianzgebetswoche wird seit 1846 durchgeführt. Ziel ist das Miteinander der Christen vor Ort zu stärken und das Bewusstsein der weltweiten Verbundenheit zu fördern.

Allianzgebetswoche 13. – 20. Januar 2019

SONNTAG, 13. JANUAR 2019, DER REALITÄT INS AUGE SCHAUEN, NEHEMIA 1,1-3

Das Buch Nehemia nimmt uns mitten hinein in den Wendepunkt der Heilsgeschichte. Jerusalem muss wiederaufgebaut werden. Um diesen Plan zu verwirklichen, benutzt Gott einen Mann, der sowohl visionär, als sich auch der Bedeutung der Geschichte bewusst ist. Wir brauchen heute inspirierende Menschen, die über den Tellerrand hinausblicken!  mehr Informationen

MONTAG, 14. JANUAR 2019, DAS HERZ BERÜHREN LASSEN, NEHEMIA 1,4-11

Nehemia ließ sich von der Not persönlich treffen. Allianzgebetswoche 13. – 20. Januar 2019 weiterlesen

Zuversicht inmitten der Apokalypse

Viele erwarten einen Kollaps; die Bibel gibt Hoffnung, mit Hanspeter Obrist auf Radio Maria 7. Januar 2019

Wir befassen uns in der heutigen Sendung mit folgenden Fragen: Was sind die neuesten apokalyptischen Ereignisse? Welche Beispiele zeigen, dass Gott ins Weltgeschehen eingegriffen hat? Was gibt es für Endzeittheorien? Was für eine Rolle spielt Israel?

Dreikönigstag – Epiphanias

Epiphanias bzw. Epiphanie kommt vom altgriechischen „Erscheinung“ und meint die Erscheinung des Herrschers. Im Volksmund ist dieser Tag auch als Dreikönigsfest oder Dreikönigstag bekannt und wird am 6. Januar gefeiert.

In den Westkirchen wird an die Weisen aus dem Morgenland erinnert. Bei manchen Krippen werden die Figuren am Dreikönigstag um die drei Weisen aus dem Morgenland ergänzt, die Jesus als König und Herrscher verehren.

In manchen Gegenden gehen Dreikönigstag – Epiphanias weiterlesen