Archiv der Kategorie: 6 Inspiration

Pfarrermangel

„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ (Lukas 10,2).

Wenn man dieses Wort Jesu näher betrachtet, fällt auf, dass Jesus zwar von einer reichen Ernte spricht, aber nie von einer ebenso reichen Zahl der Arbeiter. Er sagt zwar, dass Arbeiter von Gott erbeten werden können und sollen. Er sagt aber nicht, dass dem Mangel an Arbeitern dann ein Überangebot folgen werde. Er sichert uns sozusagen lediglich eine „Grundversorgung“ zu, die – wie alles – immer Gnade bleibt. Pfarrermangel weiterlesen

Lebt als Kinder des Lichts

(Epheser 5,1-20)
Nachdem Paulus von der Erneuerung des Denkens gesprochen hat, spricht er nun von den Auswirkungen auf das Leben. Wir sind zu einem neuen Leben als Gottes geliebte Kinder befreit (Epheser 5,1). Jesus übernahm die Konsequenzen unserer Verfehlung, indem er sich als Opfer am Kreuz hingegeben hat (Epheser 5,2).

Das bedeutet aber nicht, dass wir nun zügellos leben, sondern dass wir als Kinder des Lichts leben sollen (Epheser 5,8). Dieses Leben ist geprägt von Liebe (Epheser 5,4), Dankbarkeit (Epheser 5,4), Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit (Epheser 5,9) und Weisheit (Epheser 5,15).

Anstatt sinnloses Geschwätz zu verbreiten (Epheser 5,6), sagen wir dem himmlischen Vater jederzeit Dank für alles im Namen von unserem Herrn Jesus Christus (Epheser 5,19). Lebt als Kinder des Lichts weiterlesen

Sind wir auf dem Weg in ein totalitäres System?

Schon immer gab es totalitäre Systeme und autonome Gebiete. Bei den Griechen waren es freie Städte. In Neuen Testament sind es die Städte der Dekapolis (Markus 5,20 ).

Bis zur Buchdruckkunst war es eine kleine Elite, die Lesen und Schreiben konnte und Zugang zu Büchern hatte. Mit den gedruckten Büchern und Zeitschriften, konnten die meisten Menschen lesen, aber nicht schreiben. Bis zum Zeitalter des Internets waren es einige wenige Chefredaktoren und Verleger, welche bestimmten, was gelesen wird.

Nun kann jeder im Internet publizieren, was er will. Dies hat nicht nur gute Seiten, sondern auch zur Folge, dass das Gleichgewicht der Meinungen aus den Fugen geraten kann. Der konstruktive Umgang und das Abwägen über hilfreiche Informationen findet nicht mehr statt.

Fake-News und verhetzende Reden mit ungerechtfertigten Unterstellungen machen die Runde. Stalker machen anderen das Leben schwer. Der öffentliche Pranger hat sich vom mittelalterlichen Marktplatz ins Internet verschoben. Heute zählen nicht mehr Fakten, sondern Meinungen und Aufmerksamkeit. Was gelikt wird, wird zur Wahrheit. Wie sollen wir damit umgehen? Sind wir auf dem Weg in ein totalitäres System? weiterlesen

Dreikönigstag – Epiphanias

Epiphanias bzw. Epiphanie kommt vom altgriechischen „Erscheinung“ und meint die Erscheinung des Herrschers. Im Volksmund ist dieser Tag auch als Dreikönigsfest oder Dreikönigstag bekannt und wird am 6. Januar gefeiert.

In den Westkirchen wird an die Weisen aus dem Morgenland erinnert. Bei manchen Krippen werden die Figuren am Dreikönigstag um die drei Weisen aus dem Morgenland ergänzt, die Jesus als König und Herrscher verehren.

In manchen Gegenden gehen Dreikönigstag – Epiphanias weiterlesen

Mose – seine außergewöhnliche Geburt

Mose ist eine zentrale Person in der Bibel. Er ist der Prototyp des Erlösers und Vermittlers zwischen Gott und den Menschen. In 5. Mose 18,18-19 steht: „Einen Propheten wie dich (Mose) will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm Worte in den Mund legen und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm gebiete. Den aber, der nicht auf meine Worte hört, die der Prophet in meinem Namen verkünden wird, ziehe ich selbst zur Rechenschaft.

Ganz wichtig ist, dass der Prophet wie Mose Gottes Wort verkünden wird. Wie wir uns gegenüber seinen Worten verhalten, wird unser eigenes Leben beurteilen.

Ist Jesus der Prophet wie Mose? Gibt es Parallelen zwischen den beiden Männern?

Muslime glauben, der Prophet wie Mose sei Mohammed. Doch gibt es nicht viel mehr Parallelen zwischen Jesus und Mose?

In diesem Jahr betrachten wir immer am ersten Montag im Monat einen Abschnitt von Mose, vergleichen ihn mit Jesus und wir lassen uns für unser Leben inspirieren. Mose – seine außergewöhnliche Geburt weiterlesen

Anregungen fürs Neue Jahr

Die Kunst des Lebens ist die Balance zu halten zwischen Wunsch und Realität. Zu hohe Ziele führen in die Frustration. Wer kein Ziel bleibt stehen oder dreht sich im Kreis. Wer dankbarer wird, wird glücklicher. Nehemia sagte: Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke (Nehemia 8,10).

Der Mensch braucht nicht nur Essen, Trinken und Schlaf, sondern Präsenzerleben. Das heißt Nähe, Unmittelbarkeit und das Spüren des Moments. In Momenten des Präsenzerlebens kommen wir in einen Flowzustand und wir sind ganz da. Ein Übergewicht an Sinnkultur verhindert genügend mentale Kapazität für momentane Emotionen. Eine Kunst im Leben ist die Freude des Moments zu entdecken und nicht mehr in der Vergangenheit zu suhlen oder sich um die Zukunft zu sorgen.

Lass dich überraschen von Gott. Joseph Ratzinger – Benedikt XVI. spricht im Prolog zur Jesus-Trilogie von „wartenden Worten„. Welches Bibelwort wird im kommenden Jahr deine Entdeckung sein? In der Bibel entdecken wir Impulse für’s Leben. Lese einsam und gemeinsam. In Bibelkreisen erhalten wir Inspiration und Ermutigung.

König David schreibt: Schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht (Psalm 62,9). In der Begegnung mit Gott werden wir befreit, gefördert und geformt.

Nichts ersetzt persönliche Zeit mit einem Menschen. Warum nicht einmal „Face to face“ statt „Facebook“. Oder Ohr zu Ohr per Telefon.

Die Jesusbewegung soll eine Oase und ein Ort der Inspiration, inmitten von Rationalismus sein. Ein Raum der Verletzlichkeit im Trubel des Überlebenskampfes. Hoffnung inmitten von Chaos. Wertschätzung statt Bewertung.

Neujahr – Was feiern wir eigentlich?

Die Sonnenwende haben wir bereits hinter uns (21. / 22. Dezember).

Wir zählen unsere Jahre nach Christi Geburt. Diese feiern wir in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember.

Was feiern wir an Neujahr?

Die Bibel erzählt folgendes: Nach acht Tagen wurde Neujahr – Was feiern wir eigentlich? weiterlesen

Die „Heiligen Drei Könige“– drei Worte – drei Irrtümer

DreiKoenige56Erstens waren sie keine „Heiligen“, sondern ganz normale Menschen. Zweitens weiß niemand, ob sie zu dritt kamen. Es könnten ebenso gut zwei oder beliebig viele gewesen sein. Nur die Anzahl der Geschenke ist bekannt. Und drittens waren es keine Könige, sondern Gelehrte und Sterndeuter.

Dennoch kommen in der Weihnachtsgeschichte drei Könige vor. Die „Heiligen Drei Könige“– drei Worte – drei Irrtümer weiterlesen

Gute Nachrichten

Die Engel verkündeten in Lukas 2,10-11 den Hirten: «Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.»

Was ist die gute Nachricht?

Gott liebt (Hosea 14,5), sucht (1.Mose 3,9 / Hesekiel 34,12) und besucht uns (Lukas 1,68).

Er drängt sich uns nicht auf, sondern er wartet, bis wir ihm die Tür öffnen (Offenbarung 3,20) oder wir uns ihm zuwenden (Jesaja 1,4).

Jesus ist für unsere Verfehlungen gegenüber seinen lebensfördernden Anweisungen am Kreuz gestorben und wieder auferstanden (Johannes 3,16).

Der himmlische Vater und Jesus kommen durch den Heiligen Geist zu uns persönlich (Johannes 13,20). Wir werden verändert zu dem Menschen, zu dem uns Gott geschaffen hat.

Die Kernfrage ist, ob wir uns Gott öffnen und er uns kennt (Matthäus 7,23). Er kennt uns, wenn wir uns ihm offenbaren.

Weihnachten

Engel

Der Engel Gabriel wird nach Nazareth gesandt. Dort überrascht er Maria mit den Worten: „Der Herr ist mit dir, Maria.“ Da Maria sehr erschrocken ist, fährt er fort: „Fürchte dich nicht. Gott freut sich über dich. Du wirst einen Sohn bekommen. Ihm sollst du den Namen Jesus geben(Das bedeutet: „Retter“).
Maria sagt zu dem Engel: „Wie soll das geschehen? Ich habe noch nie mit einem Mann geschlafen.“  Engel weiterlesen

Krippe

Doch nun folgt schon die nächste Katastrophe. Gajus Julius Cäsar Octavianus (31 v. Chr. – 14 n. Chr.) mit dem Zunamen Augustus will seine Steuerlisten neu erfassen. Um diese Volkszählung zu organisieren, sollen alle Menschen in den Ort reisen, aus dem sie ursprünglich stammen. So müssen Maria und Josef von Nazareth nach Bethlehem reisen, wo sich ihre Familiengrundstücke befinden. Die Juden durften ihr Familiengrundstück (bis auf ein Stadthaus) nach dem Gesetz nicht verkaufen, sondern höchstens eine Zeit lang verpachten (3. Mose 25,23.28). Krippe weiterlesen

Hirten

Die Hirten, die auf den Feldern die Schafe hüten, erschrecken zutiefst, als ein Engel am Himmel erscheint und ihnen sagt: „Heute ist der Retter in Bethlehem geboren. Und das soll das Zeichen sein, dass ihr das richtige Kind gefunden habt: Ihr werdet das Kind in einer Futterkrippe finden. Dieser Retter wird Frieden auf Erden bringen.“ Das alles tönt recht sonderbar, doch die Hirten wollen wissen, ob es stimmt und gehen los, um das Kind zu suchen. Hirten weiterlesen

Weise aus dem Osten

Weit weg im Osten sehen weise Männer einen Stern, der ankündigt, dass im jüdischen Volk ein wichtiger König geboren sei. Da ein König, dessen Kommen vom ganzen Universum angekündigt wird, sehr wichtig sein muss, wollen die Männer ihn sehen. So machen sie sich auf den Weg. Doch wo genau ist dieser König geboren worden? Das Natürlichste ist, im Königshaus nach ihm zu suchen. Als die Männer zu Herodes kommen und nach einem neugeborenen König fragen, wird er sofort misstrauisch. Klug wie er ist, fragt er die Schriftgelehrten, ob sie etwas von einem König wüssten, der geboren werden soll. Diese haben die Antwort schnell gefunden: In Bethlehem soll der verheißene König geboren werden. So schickt Herodes die Männer dorthin und bittet sie, ihm auf dem Rückweg zu berichten, wo genau dieser zukünftige König zu Hause sei. Weise aus dem Osten weiterlesen

Freue dich Tochter Zion

„Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!Zefanja 3,14 

Der Prophet Zefanja fordert Jerusalem wie ganz Israel auf, sich an der Gegenwart des Herrn zu erfreuen: Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt“ (Zef 3,17). Rettung ist auf Hebräische: Jeschuah / Jesus ist Jeschua und bedeutet Retter. Freue dich Tochter Zion weiterlesen

Das Geheimnis von Maria

Eine Geschichte in der Bibel sorgt immer wieder für Verwunderung. Jesus und seine Leute werden von Marta in ihr Haus eingeladen. Doch bald ärgert sie sich, dass ihre Schwester Maria ihr nicht bei der Bewirtung der Gäste hilft und stattdessen Jesus zu Füßen sitzt. Deshalb fordert Marta Jesus auf, Maria zurechtzuweisen. Da kommt die große Überraschung: Jesus tadelt nicht Maria, sondern Marta. Das wirft offene Fragen auf (Lukas 10,38-42). Das Geheimnis von Maria weiterlesen

Weihnachtskrippen

Eigentlicher «Erfinder» der figürlichen Darstellung der Weihnachtsszenen soll «Franz von Assisi» (1181-1226) gewesen sein. Franziskus kam in der Vorweihnachtszeit von 1223 auf die Idee, in den Bergen Umbriens ein neues Bethlehem zu errichten. Er wollte den Menschen vor Augen führen, in welcher Armut und Schwachheit der Sohn Gottes in diese Welt kam. Er liess an einem Höhleneingang der Ortschaft Greccio den Stall von Bethlehem nachbauen und Bauersleute aus der Umgebung die Heilige Familie, die Hirten, Könige und Engel spielen. Mit  Franziskus und seiner Krippe wurden die wehrlose Liebe, die Demut und die Güte Gottes sichtbar, der sich in der Fleischwerdung des Wortes den Menschen offenbart, um sie eine neue Art des Lebens und des Liebens zu lehren.

Allerdings geht die Darstellung von der Geburtszene Jesu bereits auf Kaiserin Helena zurück, die im Jahr 335 eine Kirche auf dem angeblichen Geburtsort Jesu in Betlehem errichten ließ, welche später mit dieser Szene bemalt wurde.

1291 schuf der Florentiner Bildhauer Arnolfo di Cambio die erste Krippenfiguren. Die älteste Krippendarstellung der Welt befindet sich in Rom in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore.

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