Ich und der Vater sind eins – Sonntag Trinitatis

2021: 30. Mai – Das Dreieinigkeitsfest wird am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.

Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10,30).

Einige Menschen beurteilen, was Gott kann, darf und soll. Die Bibel zeigt auf, dass Gott alles kann, aber sich an seine Versprechen hält.

Jesus offenbarte uns den Vater (Mt. 6,9), und dieser sandte den Heiligen Geist (Joh. 15,26). Der Geist gibt Zeugnis vom Sohn (Joh. 15,26), und der Sohn vertritt den Vater (Joh. 14,9). Vater, Sohn und Heiliger Geist sind unterschiedlich, doch sie sind eins.
Wer den Heiligen Geist aufnimmt, empfängt auch den Vater und den Sohn (Wer aufnimmt, wen ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Johannes 13,20). Keiner tut etwas, was der andere nicht tun würde. Eine für uns nicht nachvollziehbare Dimension von Einheit.

Jesus sagte deshalb:Glaubt mir“ (Joh. 14,11). Wir können diese Einheit mit unserem Verstand nicht erfassen. Wenn der Heilige Geist kommt, verheißt Jesus: „An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch“ (Joh. 14,20). „Und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen“ (Joh. 14,23). Diese Einheit ist letztlich ein göttliches Geheimnis. Denn Gott lässt sich nicht durch unser Denken erfassen. Sonst wären wir göttlich. Weil wir es nicht fassen können, bedeutet es nicht, dass es nicht so ist.

Das Dreieinigkeitsfest, das um die erste Jahrtausendwende bei den Benediktinerklöstern in Frankreich aufkam, wurde 1334 durch Papst Johannes XXII. in den Römischen Kalender eingeführt und ist der Verehrung von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist gewidmet.

Die Sonntage von Trinitatis bis zum Ende des Kirchenjahrs werden in der evangelischen Kirche als „x-ter Sonntag nach Trinitatis“ gezählt. Zuvor zählt man die Sonntage nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn, 6. Januar).

Die katholische Kirche hingegen zählte bis zur Liturgie-Reform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil diese Sonntage als „x-ter Sonntag nach Pfingsten“. Seitdem werden sie als „Sonntage im Jahreskreis“ gezählt, welcher mit der Taufe des Herrn beginnen und nur die Sonntag ohne weitere Bedeutung zählt.

Bei den orthodoxen Kirchen gilt hingegen das Pfingstfest selbst als Fest der Dreieinigkeit. Der Sonntag nach Pfingsten wird dort als Allerheiligen-Fest begangen.

Schon früh entstand die Bewegung der Gnosis (Erkenntnis). Man lehnte ab, dass in Jesus uns Gott selbst begegent. So schrieb Paulus: 1.Timotheus 6,20-21: Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, indem du die unheiligen leeren Reden und Einwände der fälschlich sogenannten Erkenntnis meidest, zu der sich einige bekennen und von dem Glauben abgeirrt sind!

Johannes schreibt: 2.Johannes 7: Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennen (In Jesus begegnet uns nicht Gott).

In Jesus begegnet uns Gott

  • Jesus bezeichnet sich selbst als «Sohn des Menschen» Der Titel aus Daniel 7,13-14 sagt aus, jemand aus dem Himmel wird Mensch, erhält alle Macht und wird angebetet (hebr. Bedeutung von «dienen»).
  • In Johannes 16,28 sagt Jesus: „Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.“
  • Jesus spricht in eigener Autorität. Er sagt nicht, der Herr hat gesagt … sondern: Ich sage euch. Er setzt sich an die Stelle Gottes.
  • ICH BIN Worte: Bilder und Worte, die für Gott reserviert sind (2. Mose 3,14).
  • Jesus vergibt Sünden – das kann nur Gott (Markus 2,7; Lukas 5,21).
  • Jesus akzeptiert, wenn Leute vor ihm niederknieen. Im jüdischen Kontext unvorstellbar.
  • Jesus sagt, dass er vor Abraham existierte und ihm erschien (Johannes 8,58). Nach der Bibel kann Gott in unterschiedlicher Form gleichzeitig an verschiedenen Orten sein.
  • Jesus sagt, dass er nicht von dieser Welt ist (Johannes 8,23f, Johannes 18 vor Pilatus).
  • Jesus sagt, er ist eins mit dem Vater. «Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen» (Johanes 14,9). Jeder tut, was der andere tun würde (Monotheismus). Was dieses «eins» (echad, nicht jachid «einer») bedeutet (Johannes 10,30), können wir nicht nachvollziehen, sondern nur glauben. Wir sind nicht auf der Ebene Gottes.
  • Die Reaktionen der Leute: Kaiphas zerriss sein Kleid wegen Gotteslästerung. Die Zuhörer wollten Jesus steinigen (der gute Hirte, Johannes 10,33).
  • Wer den Heiligen Geist empfangen hat, kann diese Einheit von Vater, Sohn und Heiliger Geist annehmen, auch wenn er sie nicht verstehen kann (Johannes 14,11).
  • Können wir Gott so nehmen, wie er sich offenbart, oder muss Gott so sein, wie wir ihn haben möchten?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Johannes 14,23

2.Korinther 5,18-19 Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, 19 wie denn Gott in Christus war, und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.

Offenbarung 1,7-8 „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen. 8 Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

Offenbarung 21,6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst….16 Ich, Jesus,

Text: Hanspeter Obrist

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