Die Regâib-Nacht – Die muslimische Nacht der Wünsche

Sie ist die Nacht, die dem ersten Freitag des islamischen Monats Radschab vorausgeht. Mit dem Abendgebet am Donnertag 3. Februar 2022 beginnt die Regâib-Nacht als auch die Zeit der besonderen muslimischen Monate Radschab, Schabân und Ramadan.

Die erste Nacht zum Freitag des Monats Radschab ist die Regâib-Nacht. Regâib bedeutet „das Ersehnte“, Barmherzigkeit und Segen, Gnade und Wohltat.

Regâib ist eine Nacht, der im sufisch geprägten Islam große Bedeutung zugemessen wird. Heute wird sie vor allem in den turksprachigen Ländern der islamischen Welt gefeiert. Auf Türkisch wird sie Regaib gecesi oder Regaib kandili genannt.

Mohammed wies mit folgenden Worten darauf hin, dass in dieser Nacht die Bittgebete (Duâ) erhört werden: „Es gibt fünf Nächte, in denen die Gebete nicht zurückgewiesen werden. (Diese Nächte sind): Die Nächte zum Freitag, die Nächte zu den Festtagen des Ramadan und des Opferfestes, die erste Nacht zum Freitag im Monat Radschab (die Regaib-Nacht) und die fünfzehnte Nacht des Monats Schabân (die Berât-Nacht).“ (Imâm Schâfî, Al-Umm) mehr Informationen

Mit dem Beginn des islamischen Monats Radschab haben für die Muslime die wichtigen „Drei gesegneten Monate“ begonnen. Viele Muslime nutzen die Gelegenheit, um sich stärker auf ihren Glauben und die Glaubenspraxis zu konzentrieren.

In einer Überlieferung vom Propheten Muhammad heißt es zudem: „Der Monat Radschab ist der Monat Allahs, der Schaban ist mein Monat und der Ramadan ist der Monat meiner Umma.“ (Buchari)

Mitte des 12. Jahrhunderts wurde erstmals die Regâib-Nacht gefeiert, aber erst ab dem 18. Jahrhundert begann man diese Nacht mit großen feierlichen Zeremonien in Derwisch Klöstern zu feiern. Sufis schrieben anlässlich dieser Nacht Gedichte, die so genannten „Rağâibijja“, von denen einige komponiert und bei den Feierlichkeiten vorgetragen wurden. Genauso wie in den anderen Kandil-Nächten wurde es Brauch kleine Öllampen (Kandil) an den Minaretten anzubringen. Unter dem Volk verbreitete sich der Brauch die Regâib-Nächte mit gottesdienstlichen Handlungen zu verbringen, viel zu beten, Süßigkeiten und ein besonderes Gebäck, das nur zu diesem Anlass gebacken wurde, zu verteilen.

Insbesondere in der Türkei aber auch anderswo werden Mawlit, Regaip (Regaib), Miradsch, Beraat, Kadir-Nächte gefeiert. In der Türkei werden sie „Kandil“ genannt, weil im Osmanischen Reich (zur Zeit des II. Selim) diese Nächte mit Beleuchtungen (Kandil) am Minarett verkündet wurden.

Das angebliche Regaib-Gebet wurde übrigens von einem Sufi namens Ali bin Abdullah bin Dschahdam (im Jahre 1023) erfunden. Auch die Feier einer Regaib-Nacht hat das erste Mal in Kudus (Jahr 1056) und Bagdad (1087) stattgefunden.

Die meisten Islam-Gelehrten lehnen eine Erneuerung innerhalb der Rituale kategorisch ab, womit eine auf bestimmte Nächte bezogene Glorifizierung wie im Falle der angeblichen heiligen Nächte bzw. eine Heiligsprechung der Donnerstag-Nacht (wegen dem Freitag danach) u.ä als Bida zu betrachten und somit abzulehnen sind. Es gibt nicht einen einzigen authentischen Hadith über einer der Besagten Kandil Nächte, was sich allein schon durch die Tatsache zeigt, dass diese Feste bzw. Nächte ausschließlich in der Türkei und 1-2 anderen Ländern bekannt sind. Die Araber haben von diesen Nächten noch nie etwas gehört.

Allah sagte im Koran: „Und wenn man zu ihnen sagt, sie sollen dem folgen, was Allah herabgesandt hat, sagen sie: „“Nein, wir folgen dem, was wir als Glauben und Brauch unserer Väter überkommen haben.““ Wenn nun aber ihre Väter nichts verstanden haben und nicht rechtgeleitet waren?“ [2:170] Der Prophet hat auf die Einhaltung der Rituale hingewiesen und seine Gemeinde ständig vor Erneuerungen innerhalb der Religion gewarnt. So vertreten einige Muslime: Auch wenn diese Taten an sich gut sind, ist es verboten (haram), an diesen Kandil Nächten teilzunehmen, denn diese Nächte sind Erneuerungen (Bida’a) und somit haram.

Aischa r.a überliefert, dass Mohammed gesagt hat: „Wer in dieser unserer Sache (also den Islam) etwas neu begründet, was nicht ein Bestandteil davon ist, ist abzuweisen.“ (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 169]

Abu Nadschih al-Irbad ibn Sariya r.a. berichtet: Der Gesandte Allahs -Friede und Segen seien auf ihm- hielt eine bewegende Ansprache, die uns zutiefst berührte und eine Woge von Furcht in unsere Herzen sandte und unsere Tränen fließen ließ. Wir sagten zu ihm: „Oh Gesandter Allahs, dies klingt, als wäre diese Predigt die letzte eines Abschied Nehmenden. Rate uns also!“ Daraufhin sagte er: „Ich ermahne euch, Allah zu fürchten und dem Anführer zu gehorchen, auch wenn er ein äthiopischer Sklave sein sollte. Diejenigen unter euch, die mich überleben, werden schon eine Menge an Meinungsverschiedenheiten feststellen. Eure Pflicht ist es aber, meiner Sunna und der Sunna meiner rechtgeleiteten Nachfolger (Kalifen) hartnäckig zu folgen, und dass ihr euch vor Neuerungen hütet, denn jede Neuerung ist ein Irrtum.“ (3) (Abu Dawud und At-Tirmidhi) [Riyad us-Salihin Nr. 157]

So steht im Koran:Heute habe Ich euch eure Religion Vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt…. „ [Al-Ma’ida 5:3]

Doch eine Schwierigkeit ist, dass die fünf Säulen des Islams auch nicht im Koran stehen. Es fehlt ebenso das vollständige Glaubensbekenntnis. Es fehlt sogar der Ablauf der rituellen Gebete. Es ist nicht klar wohin die Pilgerfahrt gehen soll, da Mekka nicht namentlich genannt wird. In den ersten hundert Jahren weisen alle Moscheen nach Petra. Dort kommen auch alle Dinge vor, welche in der muslimischen Tradion beschrieben sind.

Imam Bukhari  sagte: „Ich habe mehr als 1000 (also sehr viele) Gelehrte getroffen zu denen ich gereist bin, und alle waren sich in dem folgenden Punkt einig:  Sie haben alle Bida verboten, welches der Prophet und seine Gefährten nicht gemacht haben, aufgrund des Verses im Koran wo Allah sagt:”…UND HALTET ALLE GEMEINSAM AM SEIL ALLAHS FEST UND SPALTET EUCH NICHT…”(3:103)

Christen dagegen können sich jederzeit an den himmlischen Vater wenden, der sie liebt und für sie sorgt. Epheser 5,20: «Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.» Und Epheser 6,18: «Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle».

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