Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen

Rund 200 Millionen Christen leben weltweit mit Einschränkungen und Verfolgung . Drei von vier Menschen leben in einem Land, in dem die Religions- und Weltanschauungsfreiheit eingeschränkt wird. In diesen Ländern erleiden Menschen aufgrund ihrer Religion – oder weil sie keinen Glauben hätten – Diskriminierung, Verfolgung oder Gewalt bis hin zum Tod. In 70 Staaten gibt es menschenrechtswidrige Blasphemiegesetze und in elf Ländern droht bei einer Abkehr von der Mehrheitsreligion sogar die Todesstrafe. 

Der weltweite Gebetstag für verfolgte Christen ist am 14. November 2021. In der Schweiz ist der «Sonntag der verfolgten Kirche» jeweils am 2. und 3. Sonntag des Monats November:  So. 14. und 21. Nov. 2021

„Die weltweite Lage der Religionsfreiheit hat sich durch die Lage von Corona enorm zugespitzt“, erklärte der Politikbeauftragte der DEA, Uwe Heimowski, auf Anfrage. China zum Beispiel habe die Situation genutzt, um Überwachungsmaßnahmen zu verschärfen, die vordergründig der Volksgesundheit dienen sollen. Ein Verbot aus dem Jahr 2018, das Menschen unter 18 Jahren die Teilnahme an Gottesdiensten verbietet, sei während der Corona-Pandemie streng angewendet und Verstöße mit harten Strafen belegt worden.

„In Indien wurde in der Pandemie gezielt der Mob aufgewiegelt. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass 2021 in mehr als 300 Fällen gezielt die Volksmenge gegen Christen in dem Land in Stellung gebracht wurde“, sagte Heimowski. Die Christen würden auf dem Subkontinent beschuldigt, die Pandemie weiter zu befeuern, in dem sie sich um die Kaste der Unberührbaren sorgten und kümmerten. Den Christen werde sehr konkret vorgeworfen, das Virus zu verbreiten. Die hindu-nationalistische Regierung dulde diese Anschuldigungen stillschweigend.

Auf ihrer Tournee durch die USA sprach eine Christin aus dem Nahen Osten eine Bitte aus, die eher ungewöhnlich klingt: Statt für ein Ende der Verfolgung zu beten, sollten Christen im Westen lieber für einen starken Glauben ihrer Geschwister beten.

Auch in Europa wird der Druck auf Christen weiter zunehmen. Von verfolgten Christen könne man lernen, Jesus trotz Bedrängnis treu zu bleiben, den Glauben öffentlich zu bekennen und verstärkt die Gemeinschaft mit anderen Glaubensgeschwistern zu suchen. Schreibt Pfarrer Ekkehard Graf (Owen bei Stuttgart) vom Arbeitskreis der Allianz für Religionsfreiheit – Menschenrechte – verfolgte Christen.  mehr Informationen

In Westeuropa nimmt die Akzeptanz für die Meinungsäußerungs- und Religionsfreiheit von glaubenstreuen Katholiken ab, schreibt Giuseppe Gracia in „Die Tagespost“.

Über Social Media kann heute fast jeder sagen, was er denkt. Doch Katholiken, die ihrem Glauben verpflichtet sind, zahlen dafür einen Preis: sie sinken im öffentlichen Ansehen und riskieren die gesellschaftliche und berufliche Ausgrenzung. Im Grunde geht es um eine Hetzjagd auf politisch unerwünschte Personen, um einen maßen medial ausgeführten Rufmord. Am Ende scheint man in Westeuropa das Christentum selbst heruntermachen zu wollen, damit es aus dem öffentlichen Leben verschwindetmehr Informationen

Verfolgung offenbart christliche Hoffnung

Auf ihrer Tournee durch die USA sprach eine Christin aus dem Nahen Osten eine Bitte aus, die eher ungewöhnlich klingt: Statt für ein Ende der Verfolgung zu beten, sollten Christen im Westen lieber für einen starken Glauben ihrer Geschwister beten. Viele Christen, insbesondere im Nahen Osten, müssen aufgrund ihres Glaubens unter schlimmen Umständen leben und … weiterlesen

Die lautlose Christenverfolgung: „Christenverfolgung? – Das gab´s doch nur im alten Rom“

Ein schwerer Irrtum. Über 100 Millionen Christen sind weltweit bedroht, immer mehr islamische Länder sind zu christenfreien Zone geworden, und trotzdem besteht ein völliges öffentliches Desinteresse am Thema Christenverfolgung. Es gibt Leute, die sich für alles und jeden einsetzen, von Homosexuellenehen bis hin zur Abholzung des Regenwaldes. Doch beim Thema Christenverfolgung zeigen alle eine ausgesprochene … weiterlesen

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.“  1. Korinther 12,26

Ein Teil der Christen sind in ständiger Angst und leben mit Bedrohungen, weil sie in den Augen von Verwandten, Nachbarn, Regierung oder religiösen Fanatikern Feinde sind. Neben praktischer Hilfe bitten verfolgte Christen immer wieder darum: „Bitte betet für uns, damit wir in dieser Bedrängnis durchhalten!

Verfolgung hat sich verändert

Es gibt immer weniger staatliche Verfolgung. Dafür kommt eine neue Art von Verfolgung auf. Früher waren die Verfolger in der Regel Menschen ausserhalb einer Gemeinschaft. Sie versuchten Subkulturen zu zerstören, weil sie ihnen fremd und gefährlich erschienen.

In der islamischen Welt kommen die Verfolger oft nicht von aussen, sondern von innen. Der Verfolger isst oft am Frühstückstisch oder schläft in der gleichen Wohnung.

Früher verbargen Eltern oder Grosseltern einen anders glaubenden oder denkenden Sohn oder Tochter vor der Regierung. Im islamischen Umfeld sind es jedoch die Angehörigen, die dafür sorgen, dass sie eingesperrt, verbannt oder getötet werden.

Die Familienehre und das gesellschaftliche Ansehen sind wichtiger als das Leben der eigenen Angehörigen. In anderen Kulturen werden andersdenkende Menschen manchmal ausgestossen oder ausgeschlossen. Muslime neigen dazu, aktiv Verschwundene zu suchen und sie auszumerzen.

Das stellt das westliche Denken vor neue Herausforderungen. Jeder kann jederzeit Opfer eines Anschlages werden, weil er jemanden mit irgendetwas in seiner Ehre verletzt hat.

Jesus hat schon gesagt Lk 21,16: Ihr werdet aber verraten werden von Eltern, Brüdern, Verwandten und Freunden; und man wird einige von euch töten.“

Warum ist Gebet wichtig?

Gebet ist Begegnung mit Gott. Darin erfahren Menschen Kraft, Ermutigung und Hoffnung in schweren Lebenssituationen. Beten heißt, mit Gott zu reden und ihn um Hilfe zu bitten. Die Bibel fordert Christen auf, auch füreinander zu beten und besonders für diejenigen, die für ihren Glauben an Jesus verfolgt werden. Im Hebräer 13,3 heißt es: „Denkt an die Gefangenen und nehmt an ihrem Schicksal Anteil, als wärt ihr selbst mit ihnen im Gefängnis. Habt Mitgefühl mit den Misshandelten, als wäre es euer Körper, dem die Schmerzen zugefügt werden.“

Gebet ist auch das erste, um das uns verfolgte Christen immer wieder bitten. Gerade in Verfolgung und Bedrängnis brauchen sie Gottes Beistand, um in einem feindlich gesinnten Umfeld ihrem Glauben treu bleiben und die schweren Zeiten bewältigen zu können.

Verfolgung wird nicht durch Gebet beendet. Aber Zeugnisse von Christen aus Verfolgungsländern belegen, wie sehr sie durch Gebet ermutigt und durchgetragen werden.   (mehr Informationen)

Christen werden in Deutschland verfolgt, belästigt und getötet

2 Gedanken zu „Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen“

  1. Moin, Moin! Ich danke Dir für die Aufbereitung dieses umfangreichen Artikels.
    Leider ist einer der von Dir gesetzten Links „kaputt“. Vielleicht willst DU das ja noch ändern : Verfolgung wird nicht durch Gebet beendet. Aber Zeugnisse von Christen aus Verfolgungsländern belegen, wie sehr sie durch Gebet ermutigt und durchgetragen werden. (mehr Informationen)

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