Was der Iran will

Ein hochrangiger Sprecher und Brigadegeneral der iranischen Armee sagte gestern Abend  (Sonntag 28.11.21) vor der Eröffnung der Atomgespräche in Wien: Die Zerstörung des Besatzungsregimes in Jerusalem (Israel) ist das größte Ziel vor uns und das größte Ziel, das wir anstreben. Wir werden von diesem Ideal keinen Millimeter zurückweichen, selbst wenn wir in Stücke gerissen werden. Wenn wir sagen, dass das falsche zionistische Regime verschwinden muss und es sicherlich verschwinden wird, so Gott will, wird die islamische Welt diesen Tag feiern.

Nach monatelanger Unterbrechung sollen heute, Montag, 29.11.21, die Gespräche zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran fortgesetzt werden. Die Erwartungen Washingtons und Teherans scheinen kaum miteinander vereinbar.

Seit Frühjahr 2021, kurz nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Bidens Amtsantritt, stehen Diplomaten in den Startlöchern, um in Wien über die Neuauflage beziehungsweise die Fortführung zu verhandeln. Doch bisher wollen weder die USA noch der Iran den ersten Schritt machen. Teheran hat sein Atomprogramm stetig ausgebaut – um Druck am Verhandlungstisch aufzubauen, glauben einige Beobachter.
US-Außenminister Blinken erklärt vor kurzem, man werde sich in Wien hauptsächlich auf das Atomprogramm konzentrieren und langfristige Themen wie das Raketenprogramm zunächst außen vorlassen.

Heute sind viele Iraner und Iranerinnen desillusioniert vom ganzen Hin und Her um das Abkommen und verärgert über die internationale Politik – aber noch mehr über die eigene Führung, die nicht im Sinne der Menschen handelt, wie viele sagen.

Politische Analysten in der arabischen Welt schätzen: Die militärische Option mit dem Iran ist möglich und näher denn je, wenn die Verhandlungen in Wien scheitern, und alle bereiten sich auf dieses Szenario vor.

Mathem Bahrush, der ehemalige Chefanalyst des iranischen Geheimdienstes, sagte: „Wir befinden uns in einer gefährlichen Phase … Wir werden wahrscheinlich groß angelegte Cyberangriffe auf unsere Infrastruktur haben … einer militärischen Konfrontation einen Schritt näher“ .

Die iranischen Revolutionsgarden begannen, Waffen und Munition von Al BuKamal nach Nordsyrien in die Provinz al-Raqqa zu transportieren.

Am Vorabend der Atomgespräche in Wien mit den Supermächten geben hochrangige Teheraner zum ersten Mal zu, dass das Land in der Lage ist, eine Atombombe herzustellen. Sie behaupten, dass sie nur darauf warten, dass der oberste Führer grünes Licht dafür gibt. Der Iran wird der Welt klar machen: Wir stehen an einem neuen Ausgangspunkt.

Der Iran könnte von der irakischen Grenze zu Syrien und von Syrien selbst aus mit Mittelstreckenraketen wie Fatah, Shihab 1 und 2, Zalzal angreifen. Der Iran wird vom Libanon und Gaza aus durch die Hisbollah Hamas und den Islamischen Dschihad angreifen. Nach Schätzungen wird es nicht nur einen Krieg dieser Raketen geben, sondern auch eine Bodenschlacht gegen 100.000 Kämpfer (wie Nasrallah kürzlich erklärte) und weitere 100.000 iranische Stellvertreter, die sich in Syrien befinden.

Eine neue Dimension, die kürzlich hinzugefügt wurde, ist der Seekampf. Der Iran hält See-zu-See-Langstreckenraketen in einem Marinestützpunkt nördlich des Hafens von Latakia in Syrien.

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