Jerusalem-Gedenktag

2021: abends Sonntag 9. bis Montag 10. Mai
Der Jerusalemtag ist ein Gedenktag an die Wiedervereinigung Jerusalems 1967 nach neunzehnjähriger Teilung der Stadt. Er findet nach dem jüdischen Kalender jeweils am 28. Ijjar statt.

Nach der Massenpanik mit 45 Toten am 30. April im nordisraelischen Meron hat Israel zum „Jerusalemtag“ hohe Sicherheitsvorkehrungen und eine Begrenzung der Teilnehmer angekündigt.

Zum Jerusalemtag soll an der Klagemauer ein Massen-Danksegen gesprochen werden. Damit soll für die Situation in Jerusalem ein Jahr nach Beginn der Pandemie gedankt werden, teilte die für die Klagemauer zuständige „Western Wall Heritage Foundation“ am Donnerstag mit.

Die sogenannte „Birkat haGomel“ ist ein Segensspruch, der traditionell von einer Person gesprochen wird, die kurz zuvor einer lebensbedrohlichen Situation entkommen oder aus einer Gefahr errettet wurde.

Ferner soll bei der Gebetsveranstaltung der 45 Todesopfer der Massenpanik im nordisraelischen Meron am 30. April gedacht sowie für die Genesung der Verletzten gebetet werden. Abschluss des Jerusalemtags bildet traditionell der Flaggenmarsch durch die Altstadt zur Klagemauer, der in diesem Jahr am Nachmittag des 10. Mai begangen wird. Weitere Einschränkungen sollen für die traditionellen Feiern zum Jerusalemtag am Grab des Propheten Samuel nahe der israelischen Ortschaft Givat Ze’ev gelten. Unter anderem soll der Zugang zu maximal 500 Personen gleichzeitig begrenzt werden, verglichen mit 5.000 Personen in früheren Jahren.  mehr Informationen

Der Ost-Teil Jerusalems war von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt. Im Sechstagekrieg wurde er von Israel erobert. Das führte zur Wiedervereinigung von Jerusalem und zur israelischen Souveränität über die Altstadt mit der Klagemauer. Auf dem Tempelberg hat bis heute die jordanische WAQF-Behörde das Sagen.

Die Eroberung Ostjerusalems durch Israel wurde im Jerusalemgesetz sanktioniert, das in der Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates für nichtig erklärt wurde. Am 12. Mai 1968 legte die Regierung Israels fest, den Feiertag auf den 28. Ijjar zu legen.

Der Jerusalemtag beginnt am Vorabend mit einer Danksagung an der Klagemauer. Zum Andenken an die im Kampf um die Stadt gefallenen israelischen Soldaten werden Fackeln entzündet. Dann finden Paraden statt. Ein großes Feuerwerk um ca. 22:00 Uhr schließt den offiziellen Teil ab. In der Nacht herrscht auf den Straßen der Stadt emsiges Treiben. Tausende Israelis aus dem ganzen Land ziehen singend und lachend durch die Straßen.

Die Bevölkerung der israelischen Hauptstadt nähert sich mit über 901’000 der Millionengrenze und ist damit die bevölkerungsreichste Stadt des jüdischen Staates. Immerhin leben hier rund zehn Prozent der Einwohner Israels. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat versprochen, Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt zu bewahren – inklusive des Tempelbergs. Das sagte Netanjahu am Dienstag 27. Mai 2014 bei einem Besuch am Mercaz Harav-Bibelseminar. „Vor genau 47 Jahren wurde Jerusalem wiedervereinigt, das hat so sein sollen und so soll es immer sein,“ sagte Netanjahu.

Die Palästinenser fordern einen eigenen Staat im sogenannten Westjordanland und im Gazastreifen mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. In „Palästina“ sollen keine Juden wohnen dürfen. Damit würde ein Apartheidstaat entstehen. Damit wäre Jerusalem wieder geteilt. Obwohl Netanjahu sagt, er unterstütze eine Zwei-Staaten-Lösung, zeigt er sich unnachgiebig, wenn es um die Teilung Jerusalems geht. So betont der Regierungschef zum Abschluss seiner Rede: „Jerusalem ist unser Herz, das Herz unserer Nation, und wir werden nie, niemals unser Herz teilen! Nie!

Die Knesset-Abgeordneten Habayit Hayehudi und Yoni Chetboun haben einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der vorsieht, den Jerusalemtag in Israel als offiziellen Feiertag einzuführen.

Yerushalayim Shel Zahav – Ofra Haza

Die arabische Version vom Jerusalemtag heisst Al-Quds-Tag (nach dem arabischen Namen für Jerusalem) und ist ein gesetzlicher Feiertag im Iran. Er wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini auf den letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan gelegt.

Die Genfer Initiative schlägt folgende Teilung von Jerusalem vor.

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Der 2004 wieder gegründete israelische Sanhedrin fordert den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den US-Präsidenten Donald Trump auf, den Wiederaufbau des jüdischen Tempels in Jerusalem umzusetzen. Rabbiner Hillel Weiss, Sprecher der Sanhedrin, setzte sich mit weiterlesen

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