Von den kriegerischen Auseinandersetzungen im westafrikanischen Mali sind auch Christen betroffen

Das Missionswerk „Neues Leben Ghana“ (Fürth/Odenwald) musste deshalb in dem besetzten Gebiet drei Missionsstationen evakuieren. Geräumt wurden eine Bibelschule in Timbuktu und zwei Schulen in Bambara und Botha. Mit einem der letzten Lastkraftwagen seien Bibel- und Internatsschüler sowie etwa 30 Mitarbeiter nach Kanikombole im Südosten des Landes in Sicherheit gebracht worden, berichtete Missionsleiter Georg Stoll. Nach seinen Angaben sind auch Baptisten aus Timbuktu geflohen.

Nach dem Fall der Stadt sei es dort zu Morden an der Zivilbevölkerung gekommen. Nach Augenzeugenberichten seien Menschen umgebracht worden, weil sie sich nicht an die islamische Gesetzgebung, die Scharia, gehalten hätten. Darunter seien zwei Frauen gewesen, die Hosen getragen hätten. Stoll zufolge wurde das Inventar der seit zehn Jahren bestehenden Bibelschule am 14. Mai geplündert. Angesichts der Gewalt der Islamisten habe man von muslimischen Einwohnern Timbuktus die Aussage gehört „Die christliche Religion scheint die Bessere zu sein.“

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