Schlagwort-Archive: Saudi-Arabien

Frauen als Muftis

Der saudische Islamgelehrte und frühere Leiter der Behörde für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters in Mekka, Ahmed Al-Ghamdi, sagte, dass er es unterstützt, wenn Frauen Richterinnen an Scharia-Gerichten werden.

In einem Interview, das am 28. Mai 2021 auf Al-Arabiya Network (Dubai/Saudi-Arabien) ausgestrahlt wurde, sagte Al-Ghamdi sagte, dass nichts im Islam dies verbiete, und dass er denke, Frauen sollten auch Muftis (islamische Rechtsgelehrte) und Anwältinnen werden, da dies dem öffentlichen Interesse diene. Frauen als Muftis weiterlesen

Saudi-Arabien entfernt „Nur Muslime“ Schilder

Saudi-Arabien entfernt Schilder mit der Aufschrift „Nur Muslime“ von der Autobahn nach Medina.

Die saudi-arabischen Behörden scheinen den Satz „Nur Muslime“ von den Verkehrszeichen ersetzt zu haben, die zur Moschee des Propheten in Al-Madinah Al-Munawwarah führten, der zweitheiligsten Stätte des Islam nach Mekka.
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Saudi-Arabien offen für neue Partner

Update 12.5.21 Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif sagte, sein Land sei bereit für engere Beziehungen zu seinem regionalen Rivalen Saudi-Arabien. Er hoffte am Mittwoch 12.5.21, dass die jüngsten Gespräche zu mehr Stabilität in der Region führen würden. Zarif sprach nach einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Bashar Assad in Damaskus. Am Montag 10.5.21 bestätigte das iranische Außenministerium die vom Irak vermittelten und in Bagdad veranstalteten Gespräche. Zarif sagte, er hoffe, dass die Gespräche „zum Tragen kommen“ und zu einer Zusammenarbeit zwischen den beiden Rivalen führen würden, um der Region, insbesondere im Jemen, mehr Stabilität und Frieden zu bringen. „Wir sind auf jeden Fall bereit und waren immer bereit für enge Beziehungen zu Saudi-Arabien“, sagte Zarif gegenüber Reportern auf Englisch.

29.4.21 Am 5. Jahrestag der Einführung seines umfassenden Wirtschaftsreformplans Vision 2030 erklärt MBS dem Interviewer, er wolle gute Beziehungen zur Biden-Administration, aber „wir arbeiten auch daran, unsere Allianzen mit unseren Partnern auf der ganzen Welt zu stärken.Saudi-Arabien offen für neue Partner weiterlesen

Direktflüge Tel Aviv Mekka?

Für den Fall, dass er siegreich aus den Parlamentswahlen vom Dienstag hervorgehen sollte, versprach Premierminister Binyamin Netanyahu den Israel-Arabern in der Form eines «Zückerchens der letzten Minute» Direktflüge ins saudische Mekka. Das würde die Reisekosten zu den muslimischen Heiligtümern und Pilgerfahrten beträchtlich senken.

Wie die «Jerusalem Post» dazu vermerkte, ist in diesem Versprechen die Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien verborgen. Die Saudis haben bis jetzt aber stets abgewunken. Direktflüge Tel Aviv Mekka? weiterlesen

Frauen in islamischen Ländern

Es mag merkwürdig wiegen, dass Saudi Arabien  Loujain al-Hathloul nach genau 1001 Tagen in Haft freigelassen hat. Die 31-Jährige gilt als prominenteste Dissidentin im Königreich und hatte international Solidarität gefunden. Doch es brauchte anscheinend den Wahlsieg von Joe Biden, um den Kronprinzen Muhammad bin Salman zu der Entlassung der Aktivistin zu bewegen. Loujain al-Hathloul hatte die Aufhebung des Fahrverbotes für saudische Frauen und die Abschaffung der strikten Vormundschaften männlicher Verwandter über erwachsene Frauen im Königreich eingesetzt. Loujain al-Hathloul wurde jedoch anhin nicht freigesprochen, steht unter permanenter Überwachung durch Sicherheitsbehörden und darf das Königreich nicht verlassen. Frauen in islamischen Ländern weiterlesen

Saudi konvertierte Amerikaner zum Islam, bis er Jesus sah

Nasser al’Qahtan wurde an der Ostküste von Saudi-Arabien geboren. Durch die Verherrlichung des Dschihads in seinem Land sehnte er sich danach, für Allah zu sterben. Nassers Eltern waren gegen die Idee, dass ihr 12-Jähriger zum Training nach Pakistan geht und dann nach Afghanistan geschmuggelt wird, um gegen die Russen zu kämpfen. Viele seiner älteren Freunde schlossen sich jedoch dem Dschihad an. Saudi konvertierte Amerikaner zum Islam, bis er Jesus sah weiterlesen

Saudi-Arabien deeskaliert

Saudi-Arabien entfernt Antisemitismus und Anti-Israel-Material aus den Schulbüchern: Zwar hat das Königreich noch keinen Frieden mit Israel geschlossen, aber es unternimmt Schritte, um das Narrativ für zukünftige Generationen zu überarbeiten.

Ein Grossteil des Hasses und der Aufwiegelung, die früher in saudischen Schulbüchern vorhanden waren, sind aus dem diesjährigen Lehrplan entfernt worden. Ebenso wie erhebliche Mengen an antisemitischem und israelfeindlichem Material und die meisten dschihad-bezogenen Inhalte.

«Die saudischen Behörden haben damit begonnen, den antijüdischen Hass auszurotten, einschliesslich einer berüchtigten Hadith, welche den Antisemitismus in der muslimischen Welt schürt», analysiert Marcus Sheff, CEO von «Impact-se».  Saudi-Arabien deeskaliert weiterlesen

Saudi-Arabien öffnet Tourismus für alte biblische Stätte

Die Atmosphäre in Saudi-Arabien ändert sich„, sagte Rhonda Sand, Inhaberin des US-amerikanischen Reiseunternehmens Living Passages.

Eine Gruppe von 25 Personen besuchte den Berg Jebel al-Lawz im alten Land Midian. Frühe jüdische, christliche und beduinische Traditionen bestätigen, dass dieser Ort der wahre Berg Gottes ist. Diese Theorie steht im Widerspruch zum traditionellen Standort auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel.

Auf der Nordwestseite des Berges befindet ein massiver Stein, der in der Mitte geteilt ist und an seiner Basis Spuren von Wassererosion aufweist. Es wird vermutet, dass dies der Felsen ist, aus dem Moses das Wasser für die Israeliten fließen ließ.
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Erdogan kritisiert Saudis zum moderaten Islam

„Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Absichtserklärung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, Saudi-Arabien zu einer Hochburg des ‚moderaten Islam’ machen zu wollen, kritisiert.

‚Der Islam kann nicht »moderat« oder »nicht moderat« sein. Der Islam kann nur einer sein’, erklärte Erdoğan am Erdogan kritisiert Saudis zum moderaten Islam weiterlesen

Saudi-Arabien wechselt zum westlichen Kalender

Das islamische Königreich Saudi-Arabien hat vom islamischen Kalender Hijri zum christlichen gregorianischen Kalender gewechselt, welcher in den westlichen Ländern genutzt wird. Dies wurde vor wenigen Wochen vom Kabinett beschlossen und wird in diesen Tagen durchgesetzt.

Grund für den Wechsel ist aber nicht die Annäherung an den «christlichen Westen», sondern vielmehr Budget-Kürzungen. Der Hijri-Kalender, der Saudi-Arabien wechselt zum westlichen Kalender weiterlesen

Saudi-Arabiens Großmufti erklärte Iraner zu Ungläubigen

In knappen Sätzen hat der oberste islamische Gelehrte Saudi-Arabiens, Großmufti Scheich Abdulaziz Al al-Sheikh, rund 80 Millionen Muslime zu Ungläubigen erklärt – nämlich jene Muslime, die in Iran leben. „Wir müssen verstehen, dass sie keine Muslime sind„, sagte der Geistliche der Tageszeitung „Mekka“, die in der gleichnamigen Stadt erscheint.

Anlass war der Hadsch 2016, die Saudi-Arabiens Großmufti erklärte Iraner zu Ungläubigen weiterlesen

Nicht-Muslime müssen die Gefühle der Muslime in Saudi-Arabien respektieren

Das sind die saudi-arabischen Behörden überzeugt und haben nicht-muslimischen Ausländern mit der Ausweisung gedroht, sollten sie den Fastenmonat Ramadan nicht beachten. Auf öffentlichen Plätzen, auf der Straße oder bei der Arbeit darf man weder essen, trinken noch rauchen, erklärte das saudi-arabische Innenministerium in Riad.

Bei Zuwiderhandlung drohten „radikale Maßnahmen“, darunter die Aufkündigung von Arbeitsverträgen und die Ausweisung aus dem Königreich. In dem 27-Millionen-Einwohner-Land leben rund acht Millionen Ausländer, die meisten von ihnen stammen aus Asien.

Während des Fastenmonats Ramadan dürfen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Er ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Nach islamischer Auffassung wurde in ihm der Koran herabgesandt.

Vergleiche Artikel: Der Ramadan

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Der Feind meines Feindes ist mein Freund – Iran, Afghanistan und USA

Der Taliban-Kenner Ahmad Waheed Mozhdah berichtet in „die Presse“ über unerwartete Zusammenhänge. So sollen die sunnitischen Extremisten in Afghanistan geheime Kontakte zum Iran pflegen.

2014 werden die internationalen Truppen aus Afghanistan abziehen. Doch schon vorab kommt in der Region vieles in Bewegung. Die radikal-islamischen Taliban, die von einer US-geführten Koalition 2001 von der Macht vertrieben wurden und seither einen Guerillakrieg gegen die ausländischen Truppen führen, müssen sich neu orientieren.

Seit geraumer Zeit strecken sie ihre Fühler auch in Richtung ihres zweiten Erzfeindes aus, des Regimes im Iran. Teheran soll Ende der 1990er-Jahre erwogen haben, zugunsten der von den Taliban blutig unterdrückten schiitischen Minderheit der Hazara zu intervenieren – und zählte nach dem Sturz der Taliban zu den großen Gewinnern.

Die Taliban gelten im Westen als wahhabitisch, also streng sunnitisch nach dem Vorbild Saudi-Arabien. Doch die Taliban folgen dem strengen Deobandi-Islam, betrachten sich allerdings als Hanefiten wie der Großteil der Muslime weltweit.

Wie kann es sein, dass die Taliban  nun zum streng schiitischen Iran, dem Erzfeind Saudi-Arabiens, Kontakt aufgenommen haben? Das Sprichwort „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ würde in dieser Situation sehr gut den Kern treffen. Man kann davon ausgehen, dass diese Kontakte schon seit 2009 bestehen. Der Iran will vor allem eines: die US-Präsenz im Nachbarland loswerden.

Teheran erkannte im Lauf der Zeit, dass die afghanischen Taliban eigenständig handeln und sich als effektiver Gegner im Kampf gegen die westliche Besatzung erwiesen haben. Der Iran will der islamischen Welt zeigen, dass er nicht nur Schiiten und Alawiten wie das Assad-Regime in Syrien unterstützt, sondern, wenn es darauf ankommt, auch Sunniten.

Die Frage ist also was passiert, wenn die westlichen Truppen verschwinden? Kann sich die Afghanische Regierung durchsetzen oder werden die Taliban oder die Iraner das Ruder oder Teile davon übernehmen?

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