Schlagwort-Archive: Muslime

Christen werden sich selbst überlassen

Wie die USA aus Afghanistan, zieht Frankreich seine Truppen von der afrikanischen Sahel-Zone zurück. Blühende Christengemeinden werden damit islamischem Terror ausgeliefert.

Ähnlich wie in Afghanistan die Amerikaner bei den Taliban, konnten sich aber die Franzosen und ihre Verbündeten nicht gegen die Sahel-Islamisten durchsetzen. Im Gegenteil: Deren Angriffe nahmen in den vergangenen sieben Jahren zu.
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Muslimisches Paradies versus christlicher Himmel

Allah beschreibt im Koran das muslimische Paradies so: „Auf golddurchwirkten Ruhebetten liegen sie (die, die Gott nahe stehen) einander gegenüber, während ewig junge Knaben unter ihnen die Runde machen mit Humpen und Kannen (voll Wein?) und einem Becher (voll) von Quellwasser (zum Beimischen?), von dem sie weder Kopfweh bekommen noch betrunken werden und (mit allerlei) Früchten, was (immer) sie wünschen, und Fleisch von Geflügel, wonach sie Lust haben. Und großäugige Huris (haben sie zu ihrer Verfügung), (in ihrer Schönheit) wohlverwahrten Perlen zu vergleichen“ (Sure 56,15-23).

Wer genau diese Huris sind, ist umstritten. In Sure 52,20 steht: „Wir geben ihnen großäugige Huris als Gattinnen“. In Sure 56.23 werden sie als Perlen beschrieben. In Sure 52, 24 sind dann die Jünglinge, wie wohlverwahrte Perlen. Andere behaupten es seien Trauben, was aber keinen Sinn ergibt.

Das muslimische Paradies scheint ein Schlaraffenland zu sein, in dem ein Mann von Knaben bedient wird und über mehrere Frauen verfügen kann.

In der Sunna ist bezeugt, dass jeder Gläubige im Paradies zwei Frauen aus dem diesseitigen Leben und mindestens zwei Jungfrauen [himmlische Geschöpfe / Huris] erhält. Einige Gläubige erhalten siebzig Jungfrauen. In Sahih Muslim sagt Allahs Prophet: Der Geringste im Paradies erhält zwei Jungfrauen. In Sahih al-Bukhari heißt es: ‚Jeder erhält im Paradies zwei Jungfrauen‘. Imam Ahmad [gemeint ist Ahmad Ibn Hanbal, der Gründer einer der sunnitischen Rechtsschulen] zitierte: ‚Der Geringste im Paradies erhält 72 Jungfrauen zusätzlich zu seinen Frauen aus dem diesseitigen Leben.‘“

Es gibt nach dem Koran 7 Himmel (Sure 17,44). Nach Sure 41,12 wurden diese nach der Erde erschaffen. Aristoteles hat den Himmel als sieben Gewölbe beschrieben. Gemäß der Tradition ist Allah im siebten Himmel hinter dem Lotusbaum und nicht einmal der Engel Gabriel darf zu ihm gehen. Allah lebt für sich. Wobei Sure 4,158 sagte, dass Allah Isa (Jesus) zu sich in den Himmel erhoben hat.

Die höchste Stufe des Paradieses ist al-Firdaus, denn es wird berichtet, dass Abu Huraira sagte: „Der Gesandte Allahs sagte: ‚… Wenn ihr Allah bittet, dann bittet Ihn um al-Firdaus, denn es ist in der Mitte des Paradieses und es ist der höchste Teil des Paradieses, darüber befindet sich der Thron des Barmherzigsten und aus ihm entspringen die Flüsse des Paradieses.‘“ (Bukhari, 2637; Muslim, 2831).

Ein Muslim schrieb mir: „Muslime glauben nicht, dass Allah im Paradies unser Nachbar sein wird“.  Also ist Allah nicht im Paradies sondern an einem höheren Ort, da ja die Himmel erschaffen wurden (auch das Paradies, Sure 41,30).

Der christliche Himmel

Jesus dagegen spricht davon, dass er für seine Nachfolger Wohnungen vorbereitet (Johannes 14,2-3). In seinem Reich dient einer dem anderen (Johannes 13,14-15; 15,12). Die Gemeinschaft mit Gott ist das Zentrum (Offenbarung 21,3). Irdische Bedürfnisse werden nicht mehr vorhanden sein Muslimisches Paradies versus christlicher Himmel weiterlesen

Haus der Abrahamitischen Familie in Abu Dhabi

Update 16.6.21

Abu Dhabi hat die Namen des Abrahamic Family House bekannt gegeben, eines multireligiösen Komplexes, der auf die Insel Saadiyat in Abu Dhabi entsteht.

Die Namen der Gotteshäuser wurden als Imam Al-Tayeb Moschee, St. Francis Church und Moses ben Maimon Synagoge bekannt gegeben.

Das Projekt, zu dem auch ein Kulturzentrum gehört, lädt Besucher zum Gottesdienst, zum Lernen und zum Dialog ein.
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Christen beten für Muslime während dem Ramadan

Eine Aktion ermuntert Christen dazu, den Fastenmonat Ramadan vom 13. April bis 12. Mai 2021 als Herausforderung zum Gebet für Muslime zu nehmen.

Seit 1993 rufen die Initiatoren von „30 Tage Gebet“ während des Fastenmonats Ramadan zur Fürbitte für Muslime in der ganzen Welt auf. Zu den Zielen gehören, Christen zu Kontakten mit Muslimen zu ermutigen und dafür mehr Hintergrundwissen bereitzustellen.

Ein Gebetsheft mit Hinweisen für Christen beten für Muslime während dem Ramadan weiterlesen

Der Ramadan – der Monat des Korans

Ramadan 2021 beginnt am Abend vom Montag 12. April und endet am Abend vom Mittwoch 12. Mai.

Normalerweise laden sich gläubige Muslime zum täglichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang im Familien- und Freundeskreis gegenseitig ein. Am Ende des Ramadans steht der große Tag, der als „Zuckerfest“ bekannt und unter anderem mit sehr vielen gegenseitigen Besuchen verbunden ist. Das alles ist nun stark eingeschränkt.

Weil ein Anstieg der Corona-Infektionen befürchtet wird, wurden die Vorschriften verstärkt. So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. Der Ramadan – der Monat des Korans weiterlesen

Muslime in Österreich

Als nicht effizient genug erwies sich nach Ansicht der österreichischen Bundesregierung die Neufassung des Islamgesetzes im Jahr 2015. Vor allem das Verbot der Auslandsfinanzierung von Imamen und Moscheegemeinden ist zwar festgeschrieben und vom Verfassungsgerichtshof bestätigt worden, aber in der Praxis schwer durchführbar.

Der Gesetzesentwurf, der nun zwischen ÖVP und Grünen verhandelt wird, sieht vor, „die Vorlage der Aufzeichnungen über die Rechnungslegung und damit der Finanzunterlangen zum Zweck der Überprüfung“ zur ausdrücklichen Aufgabe der islamischen Religionsgemeinschaft zu erklären. Muslime in Österreich weiterlesen

Die muslimische Geschichte der Geburt von Jesus

Im Koran wird Jesus als Sohn der Maria bezeichnet, wie der arabische Name ʿĪsā ibn Maryam aufzeigt. Damit grenzt man sich ab gegen den Begriff Sohn Gottes.

Jesus ist der Gesandte Gottes (Sure 4,157) und ein Prophet (Sure 19,30). Er hat eine eigene Schrift empfangen (Sure 5,46), das Evangelium (Indschil) (Sure 57,27). Er konnte bereits als Säugling sprechen (Sure 3,46) und Vögeln aus Ton Leben einhauchen, Blinde und Aussätzige heilen und Tote erwecken (Sure 5,110). Jesus ist das „Wort der Wahrheit“ (Sure 19,34). Gott stärkte Jesus mit dem „heiligen Geist“ und lehrte ihn die „Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium“ (Sure 5,110).

Im Neuen Testament tritt Jesus nicht wie ein Prophet auf, sondern er spricht als Sohn Gottes. Er sagt nicht: „Gott sagt zu euch“, sondern „Ich sage euch“. Auch die Geschichte über die Geburt von Jesus hat ganz andere Aspekte. Damit wir diese besser einordnen können, ist es hilfreich einmal die islamische Weihnachtsgeschichte zu hören. Die muslimische Geschichte der Geburt von Jesus weiterlesen

Fokus Sudan

Sieben Tage beten für verfolgte Christen (AVC)

Der Sudan ist arm und braucht dringend Hilfe. Das Land befindet sich auf einem wackeligen Weg in Richtung Demokratie und braucht die Hilfe der USA. Gleichzeitig gibt es viele Gruppen im Land, die andere Interessen haben.

In Khartum, der Hauptstadt des afrikanischen Landes, hatte die Arabische Liga 1967 ihre Resolution mit den berühmten „drei Neins“ verabschiedet: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung des jüdischen Staates, Nein zu Verhandlungen mit Jerusalem. Bis zum Sturz von Staatspräsident Umar al-Baschir 2019 war Sudan ein enger Verbündeter Irans. Teheran nutzte das Land, um die radikalislamische Hamas und den Islamischen Jihad aufzurüsten, die gegen Israel kämpfen. Israel und der Sudan haben im Herbst 2020 eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart. Dass sich das islamisch geprägte Land nun auf Israel zubewegt, ist ein Paradigmenwechsel für die gesamte Region.

Obwohl die Armee und prodemokratische Aktivisten eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet haben, bleiben Unklarheiten. Nachdem die sudanesische Regierung in den vergangenen Monaten bereits diverse Friedensabkommen mit Rebellengruppen des Landes unterschrieben hat, trafen sich Ende Oktober 2020 christliche und muslimische Leiter während zwei Tagen und unterschrieben am Ende der Gespräche ein Abkommen, das Frieden und Religionsfreiheit fördern soll. Zuletzt wurde im Juli das Anti-Bekehrungsgesetz aufgehoben, was sudanische Christen als «ein Wunder» bezeichneten. Doch trotz all der guten Nachrichten sind viele Christen weiterhin skeptisch und zweifeln an den guten Intentionen der Übergangsregierung, da dort immer noch Leute vertreten sind, die auch unter dem muslimischen Diktator Omar al-Bashir aktiv waren.

Christen aller Denominationen im Sudan haben Angst davor, Gespräche über ihren Glauben mit sudanesischen Muslimen zu führen, da dies als ein „Akt zur Förderung des Glaubensabfalls vom Islam“ ausgelegt werden könnte. Um nicht entdeckt zu werden, verzichten Christen muslimischer Herkunft oft darauf, ihre Kinder als Christen zu erziehen, weil dies die Aufmerksamkeit der Regierung und der Dorfvorsteher auf sich ziehen könnte. Diese Angst erstreckt sich sogar auf Beerdigungen, bei denen verstorbene Christen muslimischer Herkunft oft nach islamischen Riten auf muslimischen Friedhöfen bestattet werden, obwohl christliche und muslimische Friedhöfe getrennt sind.

Christen muslimischer Herkunft sind besonders gefährdet, da Fokus Sudan weiterlesen

Ist Meinungsfreiheit ein christlicher Wert?

Die Aussage von Emmanuel Macron bei einer Gedenkfeier des von einem Islamisten enthaupteten Lehrers Samuel Paty zu den Karikaturen empört die muslimische Welt.

Macron sagte: Frankreich werde nicht «auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen». Der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt.

Die Frage ist: Sind beleidigende Karikaturen Meinungsfreiheit und Bestandteil der europäischen (christlichen) Kultur? Ist Meinungsfreiheit ein christlicher Wert? weiterlesen

Mohammeds Geburtstag – Nachahmung des Weihnachtsfestes?

Mohammeds Geburtstag ist im Jahr 2020 abends 28. Oktober und endet am 29. Oktober abends. Sunniten begehen den Feiertag am 12. Tag des islamischen Monats Rabi‘ al-awwal, Schiiten am 17. Tag.

Vor rund 1450 Jahren wurde Mohammed Ibn Abd Allah Ibn Abd al-Muttalib Ibn Haschim Ibn Abd Manaf al-Quraschi geboren. Landläufig bekannt als Prophet Mohammed. Einige Muslime feiern diesen Tag im Kreis ihrer Familie und lesen Stellen aus dem Koran vor. Es handelt sich nicht um einen offiziellen Feiertag.

Der Geburtstag Mohammeds ändert sich von Jahr zu Jahr, weil jener nach dem islamischen Kalender gefeiert wird. Diese Zeitrechnung beginnt mit Mohammeds Geburtstag – Nachahmung des Weihnachtsfestes? weiterlesen

Dieser Glaube ist mein Leben

In Lega Lencha, einem Dorf östlich von Addis Abeba in Äthiopien, lebt Yusuf Abubeke. Der 29-jährige Landwirt ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wuchs in einer muslimischen Familie auf, und alles in seinem Leben nahm seinen gewohnten Gang – bis er eines Tages im Nachbardorf Ibsa Abdo begegnete. Die beiden kamen ins Gespräch, und der Einheimische Ibsa erzählte Yusuf von der rettenden Kraft von Jesus Christus. Yusuf glaubte und lud Jesus als Retter auch in sein Leben ein. Selbstverständlich wollte er nun mehr von diesem Gott wissen. Er las eifrig die Bibel und betete. Dieser Glaube ist mein Leben weiterlesen

Was glauben eigentlich Christen?

Hallo Ibrahim

Du hast mich gefragt: „Was glauben eigentlich Christen?“ Das ist eine gute Frage, denn wie auch Muslime unterschiedliche Dinge vertreten, so betonen auch Christen unterschiedliche Aspekte und drücken sich ganz verschieden aus. Wichtig ist zu wissen, dass es nicht nur eine Kirche gibt, sondern verschiedene, wie zum Beispiel Katholiken, Orthodoxe, Kopten, evangelische und charismatische Kirchen. Es gibt ja im Islam auch die vier Haupt-Richtungen der Sunniten (Hanafi, Hanbali, Maliki, Shafi’i), die drei großen schiitischen Gruppen (Imaili, Jafari, Zaidi), dann noch die Bewegung der Sufi und weitere muslimische Umas.

Ganz allgemein glauben Christen, dass Gott die Menschen liebt und mit ihnen in Kontakt sein will. Gottes Wunsch ist, dass die Menschen mit ihm glücklich werden. Als Jesus einmal gefragt wurde, wie man ewiges Leben erhält, sagte er: „Indem man Gott liebt und seine Mitmenschen wie sich selbst“ (Lukas 10,27). Wer Jesus in sein Leben einlädt, zu dem kommt Gottes Geist und verändert ihn Schritt für Schritt. So steht im Johannesevangelium (1,12): „So viele Jesus aufnahmen, denen gab er das Recht Gottes Kinder zu werden“. Wer anerkennt, dass Jesus für ihn am Kreuz gestorben ist, der wird zu einem Kind von Gottes Familie. Christ sein ist eine Entscheidung für den geraden Weg Gottes. Deshalb wurden Christen am Anfang als die Leute des Weges bezeichnet.  Was glauben eigentlich Christen? weiterlesen

Muslimen begegnen: Praxistag

Wie geht man im muslimischen Umfeld mit Krankheit und Leid um?

Das islamische Leidensverständnis ist in den Beziehungsrahmen von Sünde, Warnung, Verletzung der Rechte Gottes, Reue, Busse und Umkehr eingeordnet. Man findet im Islam kaum eine eigenständige Behandlung dieser Thematik.

Viele Menschen wenden sich in ihrer Not so lange an Gott, bis es ihnen wieder gut geht. Aus menschlicher Sicht passen Gott und Leid nicht zusammen. Der leidende Jesus ist eine Herausforderung für uns. Als Lamm Gottes durchlebte er selbst Leid. Deshalb weiss er, wie sich Verlassenheit anfühlt. Die Bibel zeigt uns: Leiden schliesst Gott nicht aus. Vielmehr wird im Leiden Gottes Hilfe erfahrbar – doch vielleicht ganz anders als erwartet.

Gottes Barmherzigkeit und seine Liebe offenbaren sich im Leiden. Gott mutet uns notvolle Situation zu, damit er sich in unserer Schwachheit verherrlichen kann (2. Korinther 12,9). Muslimen begegnen: Praxistag weiterlesen