Schlagwort-Archive: katholisch

Allerseelen

Am Tag nach Allerheiligen begeht die römisch-katholische Kirche den Allerseelentag (2. November), an dem der armen Seelen im katholischen Fegefeuer gedacht wird. Vielerorts wird die damit verbundene Gräbersegnung bereits am Nachmittag von Allerheiligen, dem arbeitsfreien staatlichen Feiertag, vorgenommen. Damit verbunden ist der Brauch, die Gräber vor allem mit Lichtern besonders zu schmücken.

Die sogenannten „Seelenlichter“ werden Allerseelen weiterlesen

Gott*

30.10.21 Neu will auch die Katholischen jungen Gemeinde (KjG) das Gottesbild verändern. „Wir haben noch keine Beschlusslage dazu, aber wir wollen auf jeden Fall etwas ändern“, bekräftigt Rebekka Biesenbach, die Geistliche Bundesleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG). „Die Leitfrage ist: Was können wir tun, um das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild in die Vielfalt zurückzubringen, die es verdient?“ Entscheidungen könnten bei der nächsten Bundeskonferenz Ende März/Anfang April 2022 in Odenthal im Bergischen Land fallen. mehr Informationen Gott* weiterlesen

Haiti fünf Priester zwei Nonnen entführt

Update 23.4.21: In Haiti sind drei von sieben katholischen Geistlichen freigelassen worden, die vor rund zehn Tagen entführt wurden. Das gab ein Sprecher der lokalen Bischofskonferenz bekannt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die drei Laien sowie die zwei französischen Staatsbürger seien nicht unter den Freigelassenen. Haiti fünf Priester zwei Nonnen entführt weiterlesen

Verbot von Segensfeiern in der Katholischen Kirche

Kardinal Marcello Semeraro, hat das vatikanische Verbot von Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare verteidigt. „Die Kirche ist kein Staat, der je nach dem, was er für opportun erachtet, Gesetze erlässt, sondern ist dem Willen Gottes unterworfen“, sagte er in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Die Kirche könne „kein Paar mit einem Segen legitimieren“, das nicht dem christlichen Bild der Ehe entspreche. „Das gilt auch für heterosexuelle Lebensgemeinschaften, die nicht verheiratet sind“, so der Dogmatiker, der auch Sekretär des Kardinalsrates und enger Vertrauter von Papst Franziskus ist. Verbot von Segensfeiern in der Katholischen Kirche weiterlesen

Covid-19 und katholische Anbetung

Kardinal Robert Sarah ist mit einer eigenen Stellungnahme zu den Corona-Zeiten an die Öffentlichkeit getreten. Zuvor hatte er den Aufruf Veritas liberabit vos unterzeichnet, dann aber seine Unterschrift wieder zurückgenommen.

Hier einige Statements aus seinem Brief:

„Es wurde manchmal gesagt, dass wegen der Epidemie und der von den Zivilbehörden angeordneten Haft die öffentliche Verehrung ausgesetzt wurde. Das ist nicht richtig.“

„Diese Anbetung wird Gott immer dann zuteil, wenn sie im Namen der Kirche von rechtmäßigen Abgeordneten und gemäß den von der Autorität der Kirche genehmigten Handlungen angeboten wird (Code of Canon Law, c 834).“

„So bietet ein Priester jedes Mal, wenn er die Messe oder die Liturgie der Stunden feiert, auch wenn er allein ist, öffentliche und offizielle Anbetung der Kirche in Vereinigung mit ihrem Haupt, Christus und im Namen des gesamten Leibes an.  …  Die physische Abwesenheit der Gemeinschaft verhindert nicht die Verwirklichung des öffentlichen Gottesdienstes.  … Diese Anbetung wird überall dort fortgesetzt, wo eine Messe gefeiert wird, auch ohne die Hilfe der versammelten Menschen.“  Covid-19 und katholische Anbetung weiterlesen

Quo vadis – Wohin gehst du?

Nach dem Vatikan-Kenner Marco Politi, möchte der Papst eine Kirche, die den Menschen im 21. Jahrhundert gerecht wird. Damit löst er viele Ängste und Widerstände aus. Man wirft ihm seine Offenheit gegenüber Christen anderer Konfessionen und Prägungen vor. Politi schreibt im Blick auf die Angriffe und Rücktrittsforderungen gegenüber Franziskus: «In der zweiten Hälfte seines Pontifikats scheint es völlig normal geworden zu sein, dass Kardinäle und Theologen den Papst öffentlich der Häresie beschuldigen und kein Hahn danach kräht.»

Der an der Universität Salzburg lehrende Theologe Gregor Maria Hoff sieht auch eine Woche nach der Veröffentlichung des Papiers «Querida Amazonia» «eine zunehmende Ratlosigkeit». Es dränge sich die Frage auf «Was will der Papst?». Hoff drückte seine Verwunderung über das Schreiben aus, das die Amazonien-Synode und dessen Schlussdokument lediglich kommentiere, jedoch nicht formell bestätige – und dadurch auch nichts entscheide. Weiter meint er: Die Rollenfestlegung der Frauen auf «die Kraft und Zärtlichkeit der Mutter Marias treibt Frauen aus der Kirche». Gleichzeitig offenbare die Argumentation, wofür der Papst stünde, nämlich «für den inneren Widerspruch einer vormodernen Kirche in einer nachmodernen Welt». Quo vadis – Wohin gehst du? weiterlesen

Querida Amazonia als Inkulturation

Der Papst greift im Dokument „Querida Amazonia“ (Geliebtes Amazonien) die Notwendigkeit der Evangelisierung auf.

Der Direktor der vatikanischen Pressestelle, Matteo Bruni, erklärte, dass das nachsynodale apostolische Schreiben „Querida Amazonia“ lehramtlich sei – das Schlussdokument der Amazonassynode vom Oktober 2019 hingegen nicht. Alles im Schlussdokument muss unter der Lupe des apostolischen Schreibens gelesen werden.

Genau genommen hat sich der Papst nicht zur Möglichkeit geäußert, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Er spricht einfach von geweihten Männern.

Kardinal Michael Czerny stellt an der Pressekonferenz Vatikan am 12. Februar 2020 fest: „Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, dass sie offen sind, oder die Kirche glaubt, dass sie offen sind, dann werden sie weiter debattiert, untersucht, man wird darüber beten und wenn sie reif sind, wird man sie der zuständigen Authorität präsentieren, um eine Entscheidung zu treffen.“ „Wenn sie einen Abschluss für ihren Artikel suchen, einen Paukenschlag, dann fürchte ich, diese Art von Abschluss gibt es nicht“. mehr Informationen

Hier einige Schwerpunkte aus dem offiziellen Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus:

51.    Um für Amazonien zu sorgen, ist es gut, die Weisheit der Vorfahren mit den heutigen technischen Kenntnissen zu verbinden, wobei immer ein nachhaltiger Umgang mit dem Gebiet zu gewährleisten ist, der zugleich den Lebensstil und die Wertesysteme der Bewohner bewahrtQuerida Amazonia als Inkulturation weiterlesen

Der Katakombenpakt 2019

Während der Amazonien-Synode ist am Sonntagmorgen 20. Oktober 2019 der Katakombenpakt in der Domitilla-Katakombe unterzeichnet worden. Darin verpflichten sich die Teilnehmer auf 15 Grundsätze, egal wie das Abschlussdokument der Synode aussehen wird. Es ist in einem gewissen Sinn eine Vorwegnahme des Synoden-Entscheides. Der Katakombenpakt sei ein Produkt des Konzils, sagte der brasilianische Kardinal Claudio Hummes, Generalrelator der  Amazonien-Synode, in seiner Predigt. Spannend ist, dass Vatican News den Text unkommentiert der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. (Der Katakombenpakt ist kein offizielles Dokument der Kirche, sondern von einer Bewegung innerhalb der Kirche. Offiziell wird erst das Amazonien-Dokument.)

Zuerst fällt auf, dass es um ein gemeinsames Haus und nicht um eine gemeinsame Kirche geht. Vielmehr soll eine Kirche mit amazonischem Gesicht entstehen. Der Katakombenpakt 2019 weiterlesen

Christus, die wahre Mitte des gemeinsamen Glaubens

Der Glaubenspräfekt der römisch-katholischen Kirche hat sich zur Einheit mit den Protestanten bekannt: „Christ sein heißt, im Leben und Sterben seine Hoffnung auf Christus zu setzen. In diesem Bekenntnis findet sich die Kirche geeint“, sagt der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller in der ZEIT. Bisher Christus, die wahre Mitte des gemeinsamen Glaubens weiterlesen