Schlagwort-Archive: Juden

321 Nachweis jüdischen Lebens in Köln

Mit einem allgemeinen Gesetz erlauben wir allen Stadträten, Juden in den Rat zu berufen„, heißt es in dem Erlass des römischen Kaisers Konstantin, der auf den 11. Dezember 321 datiert ist.

Das Dokument ist der einzige Beweis, dass im antiken Köln – und nördlich der Alpen – Juden gelebt haben. 321 Nachweis jüdischen Lebens in Köln weiterlesen

Abraham – Leben durch ein Opfer

Der Opfergang von Abraham und Isaak in 1.Mose 22,1-19 ist eine der schwierigsten Stellen in der jüdischen Bibel. Der Text wirft viele Fragen auf, die er selbst nicht beantwortet. Das Entscheidende ist, mit welcher Brille wir den Text lesen und welche Parallelen wir hinzuziehen.

Auf den Punkt gebracht geht es darum: Gott treibt uns an einen Punkt, an dem alles zerrinnt, damit wir erfahren: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Isaak lebt, weil jemand an seiner Stelle stirbt.

Sendung Spiritualität, Montag, 6. September

Gott offenbart sich im Tiefpunkt eines Lebens. In der oberflächlichen Betrachtung wird man diese Geschichte und damit Gott missverstehen.

Liebe ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Gold wird im Feuer geläutert. Unter Druck kommt heraus, was in uns ist. Wer einen Menschen liebt, bewahrt ihn nicht vor allem, sondern begleitet ihn durch alle Schwierigkeiten hindurch. Die Erfahrung von Paulus in Römer 8,28 ist: Alles muss uns zum Guten dienen.

Gott treibt uns an den Punkt, an dem das Kartenhaus unserer Theologie zusammenbricht. Dann erfahren wir: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Wir leben, weil der himmlische Retter an unserer Stelle stirbt. Abraham – Leben durch ein Opfer weiterlesen

Haus der Abrahamitischen Familie in Abu Dhabi

Update 16.6.21

Abu Dhabi hat die Namen des Abrahamic Family House bekannt gegeben, eines multireligiösen Komplexes, der auf die Insel Saadiyat in Abu Dhabi entsteht.

Die Namen der Gotteshäuser wurden als Imam Al-Tayeb Moschee, St. Francis Church und Moses ben Maimon Synagoge bekannt gegeben.

Das Projekt, zu dem auch ein Kulturzentrum gehört, lädt Besucher zum Gottesdienst, zum Lernen und zum Dialog ein.
Haus der Abrahamitischen Familie in Abu Dhabi weiterlesen

Der Ramadan – der Monat des Korans

Ramadan 2021 beginnt am Abend vom Montag 12. April und endet am Abend vom Mittwoch 12. Mai.

Normalerweise laden sich gläubige Muslime zum täglichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang im Familien- und Freundeskreis gegenseitig ein. Am Ende des Ramadans steht der große Tag, der als „Zuckerfest“ bekannt und unter anderem mit sehr vielen gegenseitigen Besuchen verbunden ist. Das alles ist nun stark eingeschränkt.

Weil ein Anstieg der Corona-Infektionen befürchtet wird, wurden die Vorschriften verstärkt. So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. Der Ramadan – der Monat des Korans weiterlesen

Den Juden bin ich ein Jude geworden

Paulus sagt: „Den Juden bin ich ein Jude geworden, den Nichtjuden ein Nichtjude.“ Was meint Paulus damit?

Die Diskussion zum Thema „Juden und Nichtjuden“ findet auch nach dem Apostelkonzil seine Fortsetzung.

Die Aussagen von Paulus scheinen sich zu widersprechen. Einmal spricht Paulus davon, dass man sich nicht beschneiden lassen soll; dann wiederum spricht er davon, dass man den Juden ein Jude werden soll und hat Timotheus beschneiden lassen.

Heute gibt es verschiedene Auffassungen darüber, ob und wie man die gute Nachricht von Jesus an das jüdische Volk weitergeben darf.

Sendung Spiritualität, Radio Maria Schweiz, Messianisches Judentum, Freitag, 9. April, mit Hanspeter Obrist

Den Juden bin ich ein Jude geworden weiterlesen

Pessach / Passah – Die Befreiung

Passah (vorübergehen) ist das erste von Gott verordnete Fest im ersten Monat des biblischen Kalenders (14. Nissan). Gott selbst bestimmte diesen Monat als den ersten im biblischen Jahr (2.Mose 12,2). Der Engel des Herrn ging in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüber und verschonte ihre Erstgeburt. Nur wer Gottes Wort vertraute, ein Lamm schlachtete und das Blut an den Türpfosten strich, wurde verschont. Nach neuen Darstellungen bedeutet das hebräische Wort Pessach „dazwischenstellen“. Gott stellt sich dazwischen. Beim Passah wird an den Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens, aus dem Tod in die Freiheit und in das Leben mit Gott gedacht. Juden feiern das Passahfest so, als wären sie selbst in der ersten Passahnacht dabei gewesen. Das Passahfest ist der Geburtstag von Israel als Nation. Gott selbst bezeichnet sich über 100 Mal in der Bibel als Pessach / Passah – Die Befreiung weiterlesen

Jesusnachfolge mit unterschiedlichen Riten

Kirchenfenster mit Kreuz und Menorah als Ausdruck vom Glauben in unterschiedlichen Formen

Wie war das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden ganz am Anfang? Es ist erstaunlich, dass die Fragestellung genau umgekehrt war wie heute. Damals fragte man sich, kann ein Nichtjude ein Nachfolger von Jesus sein? Heute fragen wir uns, kann ein Jude ein Nachfolger von Jesus sein? Lassen wir uns inspirieren vom Apostelkonzil für die heutige Situation.

Messianisches Judentum, Montag, 15. März, Das Apostelkonzil, Hanspeter Obrist, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Dubai sicherer für Juden als Europa

Während Juden in Dubai und den VAE völlig angstfrei offen ihre Kippa tragen können, trauen sie sich das in Europa immer weniger.

Die Hanukkah-Feierlichkeiten in Dubai in der vergangenen Woche und die nationalen Bemühungen, Toleranz und Koexistenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu unterstützen, haben eine Realität geschaffen, in der Juden in den VAE mehr willkommen und sicherer sind als in Europa.

Es ist gefährlich, ein Jude in Europa zu sein. Dubai sicherer für Juden als Europa weiterlesen

Europas Juden

Seit 1970 ist die jüdische Bevölkerung Europas um 60 Prozent geschrumpft. Säkularisierung und Mischehen spielen dabei eine entscheidende Rolle, wie die NZZ berichtet.

Laut einer Studie des in London beheimateten Institute for Jewish Policy Research leben auf dem Kontinent derzeit noch rund 1,3 Millionen Menschen, die sich selbst als jüdisch bezeichnen. Das sind fast 60 Prozent weniger als 1970. Der European Jewish Congress, dessen Schätzungen als Richtwert galten, war bisher von 1,9 Millionen Juden in Europa ausgegangen. Europas Juden weiterlesen

Schabbat Schalom – Das wöchentliche Fest

In den Zehn Geboten heißt es: «Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist der Schabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun … Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebenten Tag; darum segnete der Herr den Schabbattag und heiligte ihn» (2. Mose 20,9-11).

Der Schabbat ist der einzige Wochentag im Hebräischen, der keine Ziffer, sondern einen Namen trägt: Schabbat (Ruhe). Gemeint ist die Ruhe Gottes, zu der uns Gott einmal wöchentlich einlädt. Er will seine Ruhe mit uns teilen. Die Schabbatruhe ist eine Vorwegnahme des kommenden Heils in unseren Alltag hinein. Schabbat Schalom – Das wöchentliche Fest weiterlesen

Jüdin findet Jesus

Mit Jesus will Sarah Rabinovitch nichts zu tun haben. Für die Holocaust-Überlebende ist er der Gott der Nazis und der Russen, die sie töten wollten…

Sie hatte den Holocaust überlebt. Sechs Jahre später überlebte sie die zweiwöchige Schifffahrt im kalten Winter von 1951 von Europa nach Israel. Ihre Eltern wollten in den neu gegründeten Staat auswandern. Doch ihr geringes Erspartes reichte nur für die billigsten Tickets, unten im Frachtraum. In der Kälte wechselten sich die Eltern damit ab, ihr Gepäck und die 13-jährige Sarah vor den über 100 Mitreisenden zu bewachen.  Jüdin findet Jesus weiterlesen

Angriff auf Deutsches Judentum


»Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster.

Mit Entsetzen und tiefer Erschütterung hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Nachrichten vom Anschlag und der Schießerei in Halle vernommen. »Die Tat von Halle am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hat unsere Gemeinschaft auf das Tiefste in Sorge versetzt und verängstigt. Zuallererst sind wir jedoch erschüttert, dass zwei Menschen von dem skrupellosen Täter umgebracht wurden«, sagte Schuster.

Wie durch ein Wunder ist nicht noch mehr Unheil geschehen.
Angriff auf Deutsches Judentum weiterlesen