Schlagwort-Archive: Iran

Iran in Aufruhr

Besonders schwer betroffen ist die an den Irak grenzende, am Persischen Golf gelegene Provinz Khuzestan. Dort haben viele Menschen nicht einmal mehr Wasser zum Trinken. Seit vergangener Woche kommt es jeden Abend zu Protesten, in den grösseren Städten gehen Tausende auf die Strassen. Inzwischen solidarisieren sich auch Menschen in Teheran und anderen Regionen.
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Ein Mord schockiert den Iran

Iranisches Ehepaar zerstückelt eigenen Sohn, entsorgt ihn im Müll und bereut es nicht. Weil sie das Leben ihrer Kinder als moralisch verwerflich betrachteten, brachten die Eltern Tochter und Sohn um. Sie bedauern die Taten in keiner Weise. Weil sie mit der Lebensweise ihrer Kinder nicht einverstanden waren, waren aus Sicht der Eltern die Morde legitim.

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Mysteriöse Vorfälle im Iran

Die iranische Urananreicherungsanlage wurde zerstört, das iranische Kommunikationssystem lahmgelegt, das wichtigste iranische Kriegsschiff versenkt, iranische Militärbasen in Syrien und im Libanon zerstört, die iranischen Raketen in Gaza ausgeschaltet und jetzt brennt auch noch die größte iranische Raffinerie. Mysteriöse Vorfälle im Iran weiterlesen

Der Mythos von den „Moderaten“

Die Vorstellung, dass es im Iran zwei widerstreitende Fraktionen gebe, die um die Ausrichtung der Islamischen Republik kämpfen, ist ebenso falsch wie sie vom Westen stets aufs Neue geglaubt wird.

Die Warnung von einer „Stärkung der Hardliner“ im Iran wird vom Regime bei jeder Gelegenheit benutzt, wenn seine Verhandlungen mit den USA ins Stocken geraten. Der Iran verhält sich immer gleich, egal welches „moderate“ Gesicht er der Welt zeigt. Der Iran versteht, dass er bei Gesprächen mit autoritären Regimen einen autoritären Ansatz an den Tag legen muss. Wenn er mit Demokratien spricht, gibt er vor, dass seine Politik chaotisch und unkontrolliert sei. Er behauptet zum Beispiel, dass die „Hardliner“ mehr Uran anreichern würden, die „Gemäßigten“ aber nicht. Der Mythos von den „Moderaten“ weiterlesen

Statt Tod für Amerika – Hoffnung für die Iraner

Es mag ironisch erscheinen, dass Hormoz Shariats Anfänge sehr stark in der antiamerikanischen, pro-islamischen Bewegung lagen, die den Schah in Iran von der Macht verdrängte und eine extremistische schiitische Regierung einführte. Hormoz war ein naiver junger Mann, der in der Leidenschaft gefangen war und rief: „Tod für Amerika!“ Heute verkündet er den Iranern Jesus.
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Das System Islam verliert an Unterstützung

Jüngste Umfragen zeigen, dass im Nahen Osten und im Iran fast die Hälfte der Bevölkerung ihre Verbindungen zum Islam lockert.

Da die religiösen Einrichtungen dieser Länder auch als Regierungsstellen dienen, spielen Regierungen eine wichtige Rolle im religiösen Leben, da sie häufig Gebete, Medien oder Lehrpläne kontrollieren. Das System Islam verliert an Unterstützung weiterlesen

Unterirdische Raketenbasis im Iran

Das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) präsentierte am Freitag eine seiner „strategischen Raketenbasen“, die sich an den „Ufern des Persischen Golfs“ befinden, so die Website der Revolutionsgarden Sepahnews. Das iranische Staatsfernsehen zeigte unterirdische Tunnel und Raketendepots im Süden des Landes in der Nähe der strategischen Straße von Hormuz. Unterirdische Raketenbasis im Iran weiterlesen

Iran in Aufruhr

Das iranische Staatsfernsehen berichtet, dass Mohsen Fakhrizadeh-Mahabadi, von dem Israel behauptet hat, er habe Anfang der 2000er Jahre ein militärisches Atomprogramm geleitet, ermordet worden sei.

Der Leiter des iranischen Atomprogramms, Mohsen Fakhrizadeh, wurde in der Nähe von Teheran ermordet, berichteten die halboffiziellen Fars-Nachrichten am Freitag. Der Angriff fand in Absard östlich der Hauptstadt statt.
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Libanon im Ausnahmezustand

Die Regierung des Libanon ist nicht in der Lage, die Katastrophe zu bewältigen. Das Land ist seit dem Ende des Bürgerkriegs in einem politisch-religiösen Proporzsystem gefangen. Besonders die von Iran finanzierte schiitische Hisbollah hält das Land im Würgegriff. Hisbollah-Führer sollen auch den Hafen kontrollieren, in dem mutmaßlich 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodierten. Im Libanon wird keine wesentliche politische Entscheidung mehr ohne das Einverständnis der „Partei Gottes“ getroffen. Die wachsende Macht der Hisbollah bringt diese Balance ins Wanken. Nicht zuletzt, weil die Miliz der Hisbollah wesentlich stärker als die libanesische Armee ist. Sie verfügt – so unabhängige Schätzungen – über mindestens 25.000 Kämpfer und 120.000 Raketen.

Trotz des Verbots durch eine UN-Resolution bunkert die Hisbollah im Süden des Landes wie auch in Beirut Waffen. Wofür die 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat, deren Explosion so verheerende Schäden anrichtete, im Hafen von Beirut gelagert wurden, ist unklar. Klar ist, Ammoniumnitrat kann zum Bau von Bomben verwendet werden. Und die Hisbollah soll wichtige Hafengebiete kontrollieren.

Ein ARTE-Team um Autor Michael Richter hat die dramatisch instabile Lage im Libanon erkundet.

Irans ungeklärte Explosionen

21.7.20

Eine Explosion erschütterte am frühen Sonntagnachmittag 19.7.20 ein Kraftwerk in der Provinz Isfahan im Zentraliran, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA der Islamischen Republik. Die Explosion sei durch den Verschleiß eines Transformators im Kraftwerk in Islamabad verursacht worden, sagte der Geschäftsführer der Isfahan-Energiegesellschaft gegenüber der IRNA.

Am Samstag ging Berichten zufolge im westlichen Iran eine Ölpipeline in Flammen auf. Lokalen Berichten und den sozialen Medien zufolge erschütterte die Explosion die widerstandsfähige und ölreiche Region Khuzestan im Südwesten des Landes. In sozialen Medien kursierende Filmaufnahmen zeigten ein großes Feuer, aber es wurden keine Verletzungen gemeldet. Die iranischen Behörden gaben keine unmittelbaren Erklärungen zu dem Vorfall ab.

Am vergangenen Mittwoch gerieten mindestens sieben Schiffe im iranischen Hafen von Bushehr in Brand, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Die oberste Sicherheitsbehörde des Iran erklärte am 3. Juli, dass die Ursache des Brandes in Natanz ermittelt worden sei, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werde. Einige iranische Beamte sagten, dass es sich möglicherweise um Cyber-Sabotage gehandelt haben könnte, und einer von ihnen drohte, dass Teheran Vergeltungsmaßnahmen gegen jedes Land ergreifen würde, das solche Angriffe durchführt.  mehr Informationen

14.7.20

Große Explosion von 6 großen Gasbehältern in einer Fabrik 75 km östlich von Mashhad. Eine Explosion bei einem Flüssigerdgasunternehmen im Nordosten des Iran verursachte am Montag großen Schaden, berichteten staatliche Medien. Der Industriekomplex Kavian Fariman liegt etwa 32 Kilometer südlich der Stadt Mashhad, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Khorasan Razavi.

Das iranische Regime schwankt in der Interpretation der häufigen Explosionen zwischen Unfällen und Vergeltungsmaßnahmen, wegen der Beteiligung an kriegerischen Aktionen im Ausland. Berichten zufolge wurden am Montag in der südöstlichen iranischen Stadt Kerman mehrere „ausländische Agenten“ festgenommen. Die Wut des Regimes entlädt sich an den bequemen Sündenböcken. So wurden in den letzten Tagen viele Christen verhaftet. So auch eine Frau, deren einziges „Verbrechen“ ihre Teilnahme an christlichen Gebets- und Anbetungsversammlungen war. Wir beten, dass iranischen Gläubigen, die der Verfolgung ausgesetzt sind, göttliche Freude, Frieden und Mut zum Aushalten gewährt werden. Irans ungeklärte Explosionen weiterlesen

Schiitische Kampfansage an die sunnitische Welt

Imam Sayyid Ali Khamenei, der oberste Führer des Irans, hat am letzten Freitag des Ramadans 2020, am Al Quds Tag, proklamiert: „Palästina gehört weder den Palästinensern, noch den Arabern oder den Muslimen oder Christen. Es gehört denen, die bereit sind, den Kampf gegen die Ungerechtigkeit und gegen die Unterdrücker aufzunehmen.“

Aufschlussreich sind die Bilder, welche zugleich publiziert wurden.

Khamenei postete das Bild zum Al Quds-Tag 2020 auf dem persischen Kanal mit dem Kommentar: „Wir werden in Jerusalem beten“. Das ist ein Bild, welches die schiitische Welt symbolisiert.

Links in der zweiten Reihe angeschnitten ist Nicolás Maduro Moros, Präsident von Venezuela. Hinter ihm mit dem Messer: Abdul-Malik Badreddin al-Huthi, Führer der Huthi in Jemen. In der dritten Reihe Baschar Hafiz al-Assad Syrien. Rechts daneben in der zweiten Reihe Ismail Ghaani, der Führer der Al-Kuds-Brigaden im Iran, welcher Qasem Soleimani ersetzt. Der Schwarze neben ihm ist Ibrahim Zakzaky, der Führer der Schiiten in Nigeria.  Hassan Nasrallah, der Leiter von Hisbollah, ist vorne in der Mitte. Rechts von ihm steht der vom Iran favorisierte Leiter von Hamas, Ismael Haniyeh, anstatt der Hamas Chef im Gaza-Streifen, Yahya Sinwar. Rechts daneben vermutlich der palästinensische Imam Ekrima Sabri, der ehemaligen Großmufti von Jerusalem. Rechts hinter Nasrallah steht Ziad Nakhala, das Oberhaupt des palästinensischen Islamischen Dschihad der in Damaskus lebt. In der Wolke kann man das Gesicht vom getöteten Qasem Soleimani, den ehemaligen Führer der Al-Kuds-Brigaden im Iran, sehen.

Aussagekräftig ist, wer fehlt. Schiitische Kampfansage an die sunnitische Welt weiterlesen