Schlagwort-Archive: Gott

Wie Isaak und Jakob Gott erlebten

Gott offenbart sich als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

Jesus sagt in Matthäus 22,31-32: „Habt ihr nicht gelesen, was Gott euch über die Auferstehung der Toten mit den Worten gesagt hat: 32 Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden.“

In der Bibel werden Abraham, Isaak und Jakob oft in einem Atemzug genannt.

In dieser Sendung geht es um die jüdische Gotteswahrnehmung.

Montag, 20. September, 14 – 14.50 Uhr

Hanspeter Obrist und Anatoli Uschomirski, Radio Maria Schweiz

Nach der Sendung erscheint hier ein Player. Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

 

Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs

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Der gute Hirte

Das Bild, dass Gott ein Hirte ist, kommt zum ersten Mal bei Jakob vor. In 1.Mose 48,15 steht: Er (Jakob) segnete Josef und sprach: Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak ihren Weg gegangen sind, Gott, der mein Hirt war mein Lebtag bis heute.

Als David berufen wurde, wird er als Hirte für das Volk eingesetzt. In 2. Samuel 5,1-2 steht: Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten: … Der HERR hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden (2.Samuel 5,1-2).

David zeichnet uns in Psalm 23 das Bild von Gott als meinem Hirten. Gott sorgt für mich. Nichts Der gute Hirte weiterlesen

Jom Kippur – Der Versöhnungstag

Wie alle Tage im jüdischen Kalender beginnt der Versöhnungstag am Vorabend des eigentlichen Feiertages, des 10. Tischri (2021: 16.September). Er bezieht sich nicht auf historische Ereignisse oder Gegebenheiten wie Saat und Ernte, sondern allein auf das Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer, vor dem er sein Leben und auch das seiner Mitmenschen zu verantworten hat.  Jom Kippur – Der Versöhnungstag weiterlesen

Abraham – Leben durch ein Opfer

Der Opfergang von Abraham und Isaak in 1.Mose 22,1-19 ist eine der schwierigsten Stellen in der jüdischen Bibel. Der Text wirft viele Fragen auf, die er selbst nicht beantwortet. Das Entscheidende ist, mit welcher Brille wir den Text lesen und welche Parallelen wir hinzuziehen.

Auf den Punkt gebracht geht es darum: Gott treibt uns an einen Punkt, an dem alles zerrinnt, damit wir erfahren: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Isaak lebt, weil jemand an seiner Stelle stirbt.

Sendung Spiritualität, Montag, 6. September

Gott offenbart sich im Tiefpunkt eines Lebens. In der oberflächlichen Betrachtung wird man diese Geschichte und damit Gott missverstehen.

Liebe ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Gold wird im Feuer geläutert. Unter Druck kommt heraus, was in uns ist. Wer einen Menschen liebt, bewahrt ihn nicht vor allem, sondern begleitet ihn durch alle Schwierigkeiten hindurch. Die Erfahrung von Paulus in Römer 8,28 ist: Alles muss uns zum Guten dienen.

Gott treibt uns an den Punkt, an dem das Kartenhaus unserer Theologie zusammenbricht. Dann erfahren wir: Der HERR sieht und der HERR lässt sich sehen. Wir leben, weil der himmlische Retter an unserer Stelle stirbt. Abraham – Leben durch ein Opfer weiterlesen

Tochter, du musst keine Angst mehr haben

Die Eltern von Hedieh Mirahmadi wanderten vom Iran auf der Suche nach Freiheit und wirtschaftlichen Möglichkeiten in die USA aus.

Hedieh wuchs inmitten des Wohlstands auf, aber sie war unzufrieden. „Es war nie erfüllend. Ich fühlte mich wirklich schuldig, das zu haben, was die Welt als so ziemlich alles bezeichnen würde, und doch traurig zu sein. Und ich habe mich immer gefragt, was dieser Platz in meinem Herzen war, der mich leer fühlen ließ“, sagte sie gegenüber CBN.

Während ihrer Zeit an der Universität von Kalifornien in Los Angeles drängte sie ihr Vater, den islamischen Glauben anzunehmen. Ein Freund brachte sie in eine örtliche Moschee. „Es war so etwas wie eine extreme Moschee“, sagte sie. „Und sie hatten all diese Prinzipien in Bezug auf Politik und wie es wäre, Amerika in eine muslimische Nation zu verwandeln und sehr antisemitisch. Und ich dachte mir: ‚Oh, das ist schrecklich. Ich möchte damit nichts zu tun haben. Wenn das Religion ist, will ich damit nichts zu tun haben.‘“
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Gottvertrauen trotz Krebs

«Hey Leute, es kann sein, dass das hier mein letztes Video ist», meldet sich ein sichtlich gezeichneter Philipp Mickenbecker darin zu Wort. «Ich hab meinen Frieden mit der ganzen Situation und wie es alles gekommen ist. Ich weiss, dass Gott jetzt alles in der Hand hat. Ich vertraue da einfach drauf und freue mich, euch alle in der Ewigkeit wiederzusehen.» Kurz nach Aufnahme des Videos im Spital starb Philipp Mickenbecker. Im Video ab 9,21

 

 

Update 10.6.21

Philipp Mickenbecker ist tot. Der 23-jährige erfolgreiche YouTube-Star starb an den Folgen einer Krebserkrankung. Der überzeugte Christ wurde gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes mit dem Kanal „The real life guys“ bekannt, der mehr als eine Million Abonnenten hat.

Er sagt Sätze wie „Gott hat mich in den Arm genommen“ und „Ich werde genau dann sterben, wann Gott es will, und nicht, wann der Arzt es sagt“. Philipp Mickenbecker ist hundertprozentig überzeugt, dass Gott das Beste für ihn möchte.  Gottvertrauen trotz Krebs weiterlesen

Pfingsten – Gottes Realität begegnen

2021: Sonntag 23. Mai – Pfingsten ist die Geburtsstunde der Gemeinde

Pfingsten – Das Versprechen von Jesus wurde eingelöst: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“ (Johannes 14,16-17).

In Jerusalem kam die Gegenwart Gottes zu den Menschen, jedoch nicht Angst einflößend wie am Sinai, sondern Neugier weckend.

Der Heilige Geist bewegt, er feuert an, er erfüllt die ganze Schöpfung. Seine Wirkung bleibt atemberaubend. Wo immer etwas Fahrt aufnimmt, Kraft entwickelt oder aufbricht in der Bibel – da ist der Heilige Geist im Spiel.

An Pfingsten kam Gottes Geist sichtbar auf die Menschen. Die Schüler von Jesus verstanden auf einmal Gottes Wirken und erzählten von den großen Taten Gottes (Apostelgeschichte 2). Jedem, der sich auf Gottes Angebot in Jesus einlässt, öffnet  Gottes Geist eine neue Dimension des Lebens.
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Der Gott Abrahams

Abraham wird immer wieder als Vater der monotheistischen Religionen gesehen. Seine Art zu Glauben ist ein Vorbild für alle Menschen.

Erst wenn wir verstehen, wie Abraham Gott erlebt hat, können wir beurteilen, ob wir an den Gott von Abraham glauben oder ob wir einem eigenen Gottesbild folgen.

Abraham ist die erste gemeinsame Person in allen drei Religionen. Deshalb entsteht derzeit in Abu Dhabi das Haus der abrahamitischen Familie, welches das Ziel hat, ein gemeinsames Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen zu fördern.

Wir hören schnell das Argument, dass Juden, Christen und Muslime an den gleichen Gott glauben, den Gott Abrahams.

Ob wir tatsächlich an den gleichen Gott glauben, sehen wir nur dann, wenn wir unseren Glauben mit dem Gott, den Abraham verehrte, vergleichen. Erst wenn wir verstehen, wie Abraham Gott erlebt hat, können wir beurteilen, ob wir an den Gott von Abraham glauben oder ob wir einem eigenen Gottesbild folgen. Der Gott Abrahams weiterlesen

Wie ist Gott?

Hallo Ibrahim

Du hast mich gefragt, wer Gott für mich sei. – Nun, ich kann dir so antworten: Jeder Mensch erlebt Gott unterschiedlich. In der Bibel entdecke ich, dass Gott mich liebt, weil ich bin. Deshalb spricht die Bibel auch davon, dass Gott seine Feinde liebt (Römer 5,10) – nicht weil sie Feinde sind, sondern weil sie Menschen sind, die er geschaffen hat und er mit ihnen in Kontakt sein will. Wie ist Gott? weiterlesen

Im Leid erleben wir Gottes Gegenwart

Hiob sagt: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen (Hiob 42,5).

Wie hat Hiob Gott gesehen? Gott zeigt ihm anhand der Natur, dass er alles vermag und nicht mit menschlichen Maßstäben beurteilt werden kann. Hiob hat keine göttliche Gestalt gesehen (vergleiche 2. Mose 33,20). Äußerlich hat sich für Hiob nichts geändert. Doch innerlich ist er ein anderer geworden.

Der Schlüssel zu dieser Veränderung liegt nicht im Verstehen, sondern in der Gotteserfahrung. Gott gibt Hiob keine Antwort, er ist die Antwort. Das Gottes-Bild von Hiob ist wieder hergestellt.

Der Unterschied zwischen Hiob und seinen Beratern besteht darin, dass diese ihr Weltbild ordnen wollen. Sie wollen Gott einordnen. Hiob dagegen will nicht über Gott, sondern mit Gott reden und sehen, wie Gott ist (Hiob 19,25).
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Leiden fördert Glauben  

Schwimmen lernt man im Wasser. Ein Muskel baut sich auf, indem er gebraucht wird. So wächst auch der Glaube, in den Herausforderungen des Lebens. Glauben ist nicht nur ein Für-Wahr-Halten, sondern baut auf ein inneres Wissen, dass man sich Gott anvertrauen kann, auch wenn die aktuelle Wahrnehmung nicht damit übereinstimmt. Leiden fördert Glauben   weiterlesen

Leid ist eine Konsequenz der Liebe Gottes

Leid zwingt uns, grundlegende Fragen zu stellen. Der Jünger Johannes schreibt: „Gott ist Liebe“ (1.Johannes 4,8; 4,16). Weil Gott die Liebe in Person ist, will er seine Liebe nicht mit Gewalt durchsetzen. Liebe ist eine freiwillige Zuwendung an jemanden. Wenn eine Gegenleistung verlangt wird, dann ist es eine Handelsbeziehung und keine Liebesbeziehung.

Diese Freiheit, sich für oder gegen ihn zu entscheiden, gibt Gott allen Lebewesen. So berichtet uns die Bibel von abgefallenen Engeln. Im Garten Eden symbolisieren zwei Bäume die Möglichkeit der Entscheidung. Der Mensch zweifelte an der Güte Gottes und wollte selbst bestimmen was gut und böse für ihn ist. Damit stellte sich der Mensch gegen Gottes Ordnungen. Mit der Folge, dass das selbstbestimmte Leben im Tod und Elend endet. Viel Leid verursacht der Mensch selbst, indem er die Anweisung Gottes nicht umsetzt. Leid ist eine Konsequenz der Liebe Gottes weiterlesen

Glauben im Angesicht des Leidens

Das Leid ist – nach wie vor – der Fels des Atheismus (Ablehnung des Glaubens an einen Gott).

Die Vorstellung von einem gütigen Gott, zerschellt bei vielen Menschen, wenn sie mit der leidvollen Dimension des Lebens konfrontiert werden. Aber kann der Atheismus vernünftigere und hilfreichere Antworten geben, um die Leiden der Welt zu bewältigen?

Könnte der Schlüssel nicht darin liegen, dass Gott anders gütig ist als wir es uns vorstellen?

Für den Atheismus ist das quantitative und qualitative Ausmass an Leid ein schlagender Grund dafür, dass es Gott gar nicht gibt. Kompakt hat es der Kirchenvater Laktanz (ca. 250-320) in seiner Schrift über den Zorn Gottes formuliert: Glauben im Angesicht des Leidens weiterlesen

Das Kamel und das Nadelöhr

Das Gleichnis mit dem Kamel und Nadelöhr in Matthäus 19,16-26 hat schon oft große Wellen geworfen. Ist es wirklich so unmöglich, dass ein Reicher ins Himmelreich kommt? Der Schlüssel liegt in dem Zusammenhang, in dem diese Geschichte steht.

Jesus sagt: „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Vers 24). Was löst das Bild aus?

In Vers 25 steht: „Als die Jünger das hörten, gerieten sie ganz außer sich vor Schrecken und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?“ Einige Jünger hatten ein Familienunternehmen. Sie waren nicht arm. Beim Thema „Arm und Reich“ ist immer die Frage, mit wem ich mich vergleiche. Im Verhältnis zu den Superreichen ist jeder arm, doch im Verhältnis zu anderen Leuten sieht das wieder ganz anders aus.

Um bei diesem Bild vom Reichen, dem Kamel und dem Nadelöhr eine Lösung zu finden, machen einige das Kamel klein, andere das Nadelöhr groß und weitere fragen sich, wer wirklich zu den Reichen zählt.

Wie ging man in der Vergangenheit mit diesem Text um? Das Kamel und das Nadelöhr weiterlesen