Schlagwort-Archive: Deutschland

Zunahme der Angriffe auf Religionsgemeinschaften

Wie aus der am Dienstag 4.5.21 in Berlin vorgestellten „Statistik politisch motivierter Kriminalität des Bundeskriminalamts“ (BKA) hervorgeht, zählten die Behörden im vergangenen Jahr 2.985 Angriffe gegen Religionsgemeinschaften. Das war ein Anstieg um 39 Prozent. Fast vervierfacht haben sich der Statistik zufolge Angriffe auf religiöse Repräsentanten – von 559 im Jahr 2019 auf 2.217 im Jahr 2020.

70 Prozent dieser Angriffe richteten den sich den Angaben zufolge gegen Vertreter jüdischer Gemeinschaften, rund 25 Prozent gegen Repräsentanten muslimischer Religionsgemeinschaften. Zunahme der Angriffe auf Religionsgemeinschaften weiterlesen

Jedes vierte Kirchenmitglied empfindet Kirche als Bereicherung

15 Prozent der Deutschen empfinden die Kirche für ihr spirituelles Leben als Bereicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen teilt eine Mehrheit von 60 Prozent diese Ansicht nicht. Am häufigsten gaben über 60-Jährige an, dass die Kirche ihr spirituelles Leben bereichere (18 Prozent).

Von den katholischen Befragten sehen 24 Prozent die Kirche als Bereicherung des eigenen spirituellen Lebens. Bei 49 Prozent in dieser Gruppe ist dies nicht der Fall. Jedes vierte Kirchenmitglied empfindet Kirche als Bereicherung weiterlesen

Beginn einer neuen Islam-Debatte

Ein Forderungskatalog der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zum „Politischen Islam“ in Deutschland lässt aufhorchen. Bislang suchte auch die Union nach Wegen der Kooperation mit den konservativen Islamverbänden. Doch nun will sie dem politischen Islam den Kampf ansagen.

Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, diskutiert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass staatliche Kooperationen und Finanzierungen von islamistisch beeinflussten Islamverbänden beendet werden. Beginn einer neuen Islam-Debatte weiterlesen

Diskriminierung liberaler Muslime

Der Münsteraner Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide warnt vor einer zunehmenden Diskriminierung liberaler Muslime. „Auch in Deutschland wird es immer gefährlicher, den Islamismus zu kritisieren“, schreibt Khorchide in der „Zeit“. Khorchide, der sich selbst als Islamreformer bezeichnet, musste nach eigenen Angaben zeitweise unter Personenschutz gestellt werden.

„Wir erheben unsere Stimme gegen die Pervertierung unserer Religion. Wir sehen den Islam als selbstverständlichen Teil Europas. Dies setzt aber voraus, ihn mit Pluralismus und Freiheit zu vereinbaren, und dafür müssen wir einige alte Interpretationen des Islams hinterfragen.“ Das könne nur glücken, wenn die Reformer nicht ungestraft als Verräter gebrandmarkt würden. Diskriminierung liberaler Muslime weiterlesen

Tag der Deutschen Einheit und Tag der offenen Moschee

Deutschland feiert 30 Jahre Deutsche Einheit.

Der 3. Oktober ist als Tag der Deutschen Einheit an dem auch der Tag der offenen Moschee gefeiert wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Tag der Deutschen Einheit die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland gefordert. Dies gelte «zwischen Land und Stadt genauso wie zwischen Nord und Süd und Ost und West», sagte Merkel am Samstag 28. September 2019 in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Darin rief sie auch auf zu «Mut, um die Herausforderungen für die Zukunft auch wirklich stemmen zu können».

Daniel Günther als Bundesratspräsident und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts meinte: Die Politik müsse das Thema einheitliche Lebensverhältnisse in den Griff bekommen.

Heimatminister Horst Seehofer (CSU) zeigte sich zuversichtlich, dass binnen zehn Jahren die Strukturunterschiede beseitigt sein werden. „Wir gehen von einem Jahrzehnt aus, bis wir gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland haben. Das gilt nicht nur für die neuen Bundesländer, sondern auch für strukturschwache Regionen in anderen Teilen Deutschlands“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Laut einer Umfrage nimmt nur die Hälfte der Deutschen Deutschland als geeintes Land wahr.  mehr Informationen 

Ein interessantes Projekt, vor allem für die Migranten und Randständigen. Schwieriger für die, welches ihre erarbeiteten Lebensverhältnisse reduzieren müssen.

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Synodaler Weg in Deutschland

7. Februar 2020

„Viele Menschen machen die Erfahrung, sie müssen ihren Glauben in der Kirche eigentlich gegen die Kirche leben.“ sagt Daniel Bogner, im schweizerischen Fribourg tätige Professor für Moraltheologie. „Die Kirche redet gerne von Synodalität, wenn sie verbindliche Mitbestimmung eigentlich ausschalten will.“

Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), sieht im „Synodalen Weg“ eine „große Chance“. „Wir haben Mehrheiten, die riesengroß sind. Und das ist neu. Die Bischöfe haben gemerkt, was im Zentrum des Glaubens los ist. Und das wird zu Veränderungen führen.“ Deutliches Unverständnis äußerte Sternberg gegenüber der Kritik des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki an der Versammlung: „Wenn er sagt, dass beim Einzug zum Gottesdienst der Eindruck erweckt worden sei, dass Bischöfe und Laien gleich seien, kann ich zur selben Szene nur sagen: Was für ein schönes Bild von Kirche.“  mehr Informationen

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat heftige Kritik an der ersten Synodalversammlung in Frankfurt (30.1-1.2.2020) geübt. Die hierarchische Ordnung der Kirche werde infrage gestellt. Der Kölner Erzbischof sagte, er habe schon im Vorfeld die große Sorge gehabt, „dass hier quasi ein protestantisches Kirchenparlament durch die Art der Verfasstheit und der Konstituierung dieser Veranstaltung implementiert wird“.

Sowohl in vielen Redebeiträgen als auch etwa beim Einzug zum Gottesdienst in den Frankfurter Dom sei der Eindruck erweckt worden, so Woelki, dass Bischöfe und Laien gleich seien; „und das hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was katholische Kirche ist und meint“. Die hierarchische Verfasstheit der Kirche sei infrage gestellt worden. „Auch das organische Zueinander von Geweihten und Nichtgeweihten und die Unterschiedlichkeit der Aufgaben, die darin zum Ausdruck kommt, ist in der Tat auch durch die Sitzordnung und durch viele andere kleine Zeichen infrage gestellt und relativiert.“ Er halte das für „äußerst bedenklich“. Woelki kritisierte zudem, dass bei der Versammlung Macht ausgeübt worden sei, „indem nicht alle Rederecht erhalten haben, die sich gemeldet haben“.  mehr Informationen

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Die geistige Okkupation Europas

Auszüge aus einem Interview mit Litauens Ex-Staatschef Vytautas Landsbergis bei Tichys Einblick.

Deutschland gleitet ein drittes Mal in den Sozialismus ab. Den Westeuropäern ist nicht nur das Gefühl für die Gefahr verloren gegangen, sondern auch das Gefühl für den Sinn des Lebens.

Ich denke, die Vorhersagen Dostojewskis bewahrheiten sich vor unseren Augen. Wenn es keinen Gott mehr gibt, ist alles erlaubt. Alles wird gleich, die Werte gehen verloren. Alles wird nichtig, außer kurzlebigen, nichtigen Sachen. Wir haben es mit dem zu tun, was Friedrich Nietzsche vorhergesagt hat, dem letzten Menschen: konfliktscheu, sicherheitsfixiert und verwöhnt. Ohne Ziele, ohne Werte.  Die geistige Okkupation Europas weiterlesen

Angriff auf Deutsches Judentum


»Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster.

Mit Entsetzen und tiefer Erschütterung hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Nachrichten vom Anschlag und der Schießerei in Halle vernommen. »Die Tat von Halle am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hat unsere Gemeinschaft auf das Tiefste in Sorge versetzt und verängstigt. Zuallererst sind wir jedoch erschüttert, dass zwei Menschen von dem skrupellosen Täter umgebracht wurden«, sagte Schuster.

Wie durch ein Wunder ist nicht noch mehr Unheil geschehen.
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Der Klimawandel kommt – zuallererst in der Wirtschaft

Wie sich Begriffe ändern können. Früher waren die Leute, die anderen ihre Meinung mit Gewalt aufdrückten Faschisten und Nazis. Heute sind es die, welche eine eigene Meinung haben. Wir stehen mitten im Klimawandel.

Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat gemeinsam mit 15 weiteren Kindern aus aller Welt bei den Vereinten Nationen eine offizielle Beschwerde gegen fünf Nationen eingereicht – darunter auch Deutschland. Das erklärte Thunberg selbst auf Twitter. Bei den anderen Ländern handelt es sich um Argentinien, Brasilien, Frankreich und die Türkei.  mehr Informationen

Die Beschwerdeführer, die von der gemeinnützigen Umweltorganisation Earthjustice und der internationalen Anwaltskanzlei Hausfeld LLP unterstützt werden, machen nach Angaben von Hausfeld unter anderem den Tod von Nachbarn durch Umweltkatastrophen, die Bedrohung traditioneller Lebensweisen, Gesundheitsrisiken und psychische Belastungen geltend.

Den fünf G-20-Mitgliedern Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich und Türkei wird angelastet, sie gehörten zu den größten Schädigern des Klimas und verstießen damit gegen die Konvention zum Schutz der Kinderrechte, zu deren Unterzeichnern sie gehörten. Der Klimawandel kommt – zuallererst in der Wirtschaft weiterlesen

Gottesdienst nach Vereinbarung

Die EKD empfiehlt Gemeinden in einer aktuellen Studie, offen über den Fortbestand des Sonntaggottesdienstes nachzudenken. Doch Kritiker meinen, ein Abschied vom traditionellen Gottesdienst am Sonntag wäre die Preisgabe der eigenen Sichtbarkeit.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihren Gemeinden jüngst in einer Studie empfohlen, über den Fortbestand des Sonntagsgottesdienstes offen zu diskutieren. Für viele sei der traditionelle Sonntagsgottesdienst – so das Ergebnis der Studie – nicht (mehr) attraktiv. „Angesichts schwindender personeller und finanzieller Ressourcen, vor allem aber mit Blick auf die geringe Reichweite sollte vielerorts engagierter und ergebnisoffener über seinen Fortbestand diskutiert werden“, heißt es in der Untersuchung. Gottesdienst nach Vereinbarung weiterlesen

Volkskirche ein Auslaufmodell

In Deutschland schrumpften im Jahr 2018 die evangelischen Landeskirchen um 216’000 Menschen. Bei den Katholischen waren es 220’000 weniger.

So gibt es zurzeit 23 Millionen katholische und 21 Millionen protestantische Kirchenmitglieder in Deutschland. Insgesamt gehört damit also noch etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu einer der beiden grossen Kirchen.

In der Schweiz gehören 37 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung zur katholischen Kirche und nicht ganz 25 Prozent gehören zur Reformierten Kirche. mehr Informationen

Die evangelische Kirche schrumpft schneller als die römisch-katholische Kirche. Das geht aus den am 19. Juli veröffentlichten Statistiken der EKD (Hannover) und der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz (Bonn) hervor. Volkskirche ein Auslaufmodell weiterlesen

Berliner Islamwissenschaftler bedroht

Der aus dem Libanon stammende Islamwissenschaftler, Autor und Politologe Ralph Ghadban (Berlin) steht unter Polizeischutz. Wie er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bestätigte, wurde in den Sozialen Medien eine Hetzkampagne gegen ihn gestartet, die teilweise indirekte Morddrohungen enthielt. Daraufhin musste er gemeinsam mit seiner Frau aus der Wohnung fliehen. Als Grund für die Einschüchterungsversuche vermutet Ghadban ein Interview, das er einem libanesischen Fernsehsender gab.

Ghadban sprach dabei über sein Buch „Arabische Clans – Die unterschätzte Gefahr“, das in Deutschland im Herbst 2018 erschien. Der Experte schildert darin Berliner Islamwissenschaftler bedroht weiterlesen

Exodus junger Juden aus Deutschland

„Ich glaube, dass junge Juden hier keine Zukunft haben.“ Sagt die 46-Jährige Evelyn Mende in der Zeitschrift „Die Welt“ vom 27.4.19.

Die Geschichte des 16-Jährigen Liam Rückert aus dem Berliner Bezirk Spandau hatte vor einem Jahr bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Liam wegen seiner jüdischen Herkunft von Mitschülern bedroht und gemobbt wurde. Dank Auswanderung mit Naale entkam er den Quälereien seiner Mitschüler.

Naale ist die hebräische Kurzform für „Jugendliche immigrieren vor ihren Eltern“. Weltweit wandern jedes Jahr etwa 700 junge Juden mit Naale nach Israel aus, Tendenz steigend. Aus Deutschland kamen 2018 knapp 50 junge Juden nach Israel.

Ich habe total Angst vor dem muslimischen Antisemitismus“, sagt Evelyn Mende. „Ich kann nicht einschätzen, wie schlimm das noch wird.“ Viele der jüngsten antisemitischen Übergriffe in Berlin sind auch in israelischen Medien thematisiert worden. Exodus junger Juden aus Deutschland weiterlesen