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Coronavirus (Covid-19)- ein Rätsel

1.4.20

In Grossbritannien ist ein 13 Jahre alter Knabe nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Über eine Vorerkrankung sei nichts bekannt gewesen. Ismail wurde künstlich beatmet und in ein künstliches Koma versetzt. Er verstarb dann am Montag 31.3.20.

In China ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag wegen einer neuen Zählweise deutlich gestiegen. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission vom Mittwoch hervorging, wurden erstmals auch solche Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten.

Forscher suchen im Abwasser von Kläranlagen nach Coronaviren. Sie hoffen, so eine Art Frühwarnsystem etablieren zu können. Im besten Fall könnten so schon eine Woche früher Massnahmen gegen eine Ausbreitung ergriffen werden, als dies bei der aktuellen Infektionswelle der Fall war.

Donald Trump hat die US-amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf «sehr harte zwei Wochen» mit steigenden Todeszahlen eingestimmt. Das Weisse Haus befürchtet nach einer Prognose trotz Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zwischen 100’000 und 240’000 Tote. 

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat seinen Ton im Hinblick auf das Coronavirus geändert. «Das Virus ist eine Realität. Wir stehen vor einer der grössten Herausforderungen unserer Generation», sagte er in einer Fernsehansprache am Dienstag.

Saudi-Arabien ruft Muslime als aller Welt auf, ihre Vorbereitungen für eine Pilgerreise nach Mekka vorläufig einzustellen. Die Gläubigen sollten warten, bis sich die Situation rund um das Coronavirus entspannt und geklärt habe, sagte der zuständige Minister im Staatsfernsehen. In diesem Jahr soll der Haddsch zwischen Ende Juli und Anfang August stattfinden.

Auch wenn es nur eine kleine Geste ist, die Freude bei den Kleinen ist riesig: Menschen in Europa, Neuseeland, Grossbritannien und den USA setzen Teddybären in ihre Fenster als Teil einer flauschigen Schnitzeljagd. Kinder können beim Spazieren durch die Nachbarschaft die Plüschteddys entdecken. Die Bären sind auf interaktiven Karten registriert. «Es macht einfach Spass», sagte Kommunikationsforscherin Tanya Ha aus Melbourne. Sie selber stellt jeden Tag Plüschtiere an ihre Fenster, oftmals mit einer kurzen Botschaft für die Kinder und den Eltern. «Die Kinder freuen sich, und auch für mich ist es eine gute Art, meinen Kopf inmitten dieser beängstigenden Pandemie, zu beschäftigen.»

Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit hat die italienische Regierung eine Auflockerung der Ausgangssperre für Kinder beschlossen. Nach Appellen von Eltern, Lehrern und Kinderärzten beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden. Sportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Aktuelle Zahlen findet man unter www.worldometers.info/coronavirus   und  https://wuflu.live    (Achtung es ist völlig unklar was wie gezählt wird.)

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Ablass angesichts der Corona-Krise

Der Aufruf des Papstes an Italiens Priester in Zeiten der Corona-Krise war unmissverständlich: „Mögen Sie den Mut haben, hinauszugehen zu den Erkrankten, um ihnen die Kraft des Wortes Gottes und die Eucharistie zu bringen“, sagte er zu Monatsbeginn.

Mehr als 50 Priester sind in Italien bereits an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. Viele von ihnen waren dem Appell von Franziskus gefolgt und wollten den Gläubigen in schwerer Zeit beistehen. Nicht nur Ältere sind unter den Opfern; im Bistum Parma starb jüngst ein Seelsorger mit 55 Jahren. Angesteckt hatte er sich wahrscheinlich bei einer infizierten Seniorin, die er betreute.

Inmitten all dieser Not versucht die Kirche – trotz Ausgangssperren und Ansteckungsgefahr – eng an der Seite der Menschen zu bleiben. Einer, der diesem Engagement ein Gesicht gibt, ist der 84-jährige Aquilino Apassiti. Er ist Krankenhausseelsorger in Bergamos Hospital Giovanni XXIII. In mehreren Telefoninterviews schilderte er dieser Tage die dramatische Lage: „Die Menschen sterben allein, ohne dass jemand kommen kann, um Abschied zu nehmen.“

Er habe den Zweiten Weltkrieg miterlebt; bei einem Einsatz im Amazonasgebiet habe er sich mit Lepra und Malaria auseinandersetzen müssen – „aber ich habe noch nie solch schockierende Szenen erlebt wie jetzt“, so der Kapuziner. Ablass angesichts der Corona-Krise weiterlesen