Schlagwort-Archive: China

China – Politik des allgemeinen Wohlstands

15.9.21  Die Förderung eines »zivilisierten« Internets müsse verstärkt werden, hieß es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag 14.9.21 unter Berufung auf Richtlinien des Staatsrates. Dazu solle die Aufsicht über Nachrichtenseiten und Onlineplattformen verstärkt werden. Diese Anbieter sollen dazu angehalten werden, sozialistische Grundwerte zu fördern. Um diese Vorgaben durchzusetzen, wollen die Behörden etwa das Livestreaming stärker überwachen. Die Nationale Radio- und Fernsehbehörde (NRTA) etwa wies die Sender an, Künstler mit »inkorrekten politischen Positionen« von Programmen auszuschließen und eine »patriotische Atmosphäre« zu kultivieren. Die »Financial Times« berichtet unterdessen von einer Strategie, chinesische Bürger vom Abrufen ausländischer Websites abzuhalten. So nutzten staatliche Stellen eine App, die eigentlich Betrug und die Installation von Malware verhindern soll, um die Informationsströme der Anwender zu kontrollieren. mehr Informationen

11.9.21 In China gilt eine neue Devise: Die Politik des „allgemeinen Wohlstands“.

Seit Februar wurde eine Billion Dollar an Marktwert vernichtet – und ausländische Anleger unsanft daran erinnert, wie unberechenbar der chinesische Markt ist. Peking nimmt einen Tech-Giganten nach dem anderen gewaltig an die Kandare, die größten Konzerne des Landes gerieten ins Visier und wurden streng gemaßregelt. China – Politik des allgemeinen Wohlstands weiterlesen

China hat Religionsfreiheit weiter eingeschränkt

Seit dem 1. Mai hat die chinesische Regierung das Netz für Christen wieder enger gezogen. Jetzt wurde der Zugriff zu WeChat-Accounts und zu Bibel-Apps blockiert.

Wenn Christen in China über WeChat kommunizieren wollen, erscheint neuerdings die Botschaft «Dieses Konto verletzt die Vorschriften über öffentliche Informationsdienste und wurde blockiert und aufgehoben» (frei übersetzt), wie die Menschenrechtsorganisation International Christian Concern (ICC) jetzt mitteilte. China hat Religionsfreiheit weiter eingeschränkt weiterlesen

China: Religiöse Aktivitäten nur noch mit Erlaubnis

Geistliche in China werden gezwungen, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der sie ihre „Liebe zur Kommunistischen Partei“ bekunden.

Von den Geistlichen wird verlangt, dass sie für religiöse Aktivitäten im Voraus eine Erlaubnis einholen. Bei Nichteinhaltung könnten sie ihre Legitimation verlieren und müssten mit Strafen rechnen.

Eigentlich herrscht in China Religionsfreiheit. Aber die Volksrepublik geht systematisch gegen Religionen vor.  China: Religiöse Aktivitäten nur noch mit Erlaubnis weiterlesen

China ändert biblische Inhalte

In einem chinesischen Schulbuch ist ein biblischer Bericht aus dem Johannesevangelium offenbar gezielt verfälscht worden. Das geht aus einem Bericht der Union of Catholic Asian News (UCANews) vom Dienstag hervor. Im Schulbuch steht, Jesus habe eine Frau getötet, die Ehebruch begangen hatte. Das Lehrbuch wurde von der staatlich geführten University of Electronic Science and Technology Press veröffentlicht.

Das Buch zitiert die Geschichte von Jesus mit der Ehebrecherin, diese hat aber ein verändertes Ende. Als die Menge verschwand, steinigte Jesus die Sünderin zu Tode und sagte: „Ich bin auch ein Sünder. Aber wenn das Gesetz nur von Männern ohne Makel ausgeführt werden könnte, wäre das Gesetz tot“, heißt es in dem Lehrbuch. Dabei steht in Johannes 8,11 „Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Im chinesischen Lehrbuch nimmt der biblische Bericht also eine vollkommen andere Wendung.

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Hongkong – Jeder muss Angst haben

Hongkongs Kardinal Joseph Zen Ze-kiun hat Chinas neues Sicherheitsgesetz für Hongkong scharf verurteilt. Auf dieser Grundlage könnten die Behörden alles machen. 

„Sie können Ihre Kommunikation kontrollieren, Ihr Haus ohne richterlichen Beschluss durchsuchen, Sie ohne den Beistand eines Rechtsanwaltes verhaften, Sie in ein Gefängnis nach Chinabringen und dort vor Gericht stellen“, sagte er in einem Interview der Tagespost. „Nicht einmal nächste Familienangehörige können Sie dort besuchen.“

Er habe den Eindruck, dass die internationale Gemeinschaft allmählich aufwache und erkenne, „wie bösartig die Kommunistische Partei Chinas ist.“ Hongkong – Jeder muss Angst haben weiterlesen

Kirchen in China nur mit Loyalität zum Kommunismus

Einige staatliche Kirchen durften nach fünfmonatiger Sperrung in China wiedereröffnen. Aber erst nachdem sie ihre Loyalität gegenüber der Kommunistischen Partei bewiesen haben.

Der Priester der katholischen Kirche Lishiting sagte bei der Wiedereröffnung: „Wir hissen heute hier nach der Epidemie feierlich die Nationalflagge und sehen die Früchte aller Menschen, die unter der Führung von Xi Jinping zusammenarbeiten, der die Regierung und die Partei leitet“.  Regierungsbeamte beaufsichtigten die Versammlung.

Ein Gemeindemitglieder der ebenfalls wiedereröffneten Gangxi-Kirche sagte: „Die Kirche wurde nach fünf Monaten, 147 Tagen oder 21 Sonntagen endlich wiedereröffnet, aber anstatt Hymnen zu singen, um Gott zu preisen, forderte die Regierung von uns, die Nationalflagge zu hissen und die Nationalhymne zu singen, und lobte Xi Jinpings Sieg im Kampf gegen die Epidemie.“

„Wir sollten das sozialistische System und die Kommunistische Partei lieben„.

„Von nun an müssen alle Kirchen dies tun, sonst werden sie geschlossen und ihre Führer entlassen.“
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China entfernt Kreuze

Nach Angaben des asiatischen katholischen Pressedienstes UCANews haben die Behörden in China seit April mehr als 500 Kreuze von Kirchengebäuden und öffentlichen Plätzen entfernt. Vor allem in der Provinz Anhui nahe Shanghai werde gegen die Kirchen vorgegangen. So seien in der Stadt Suizhou zum Beispiel alle Kreuze aus der Öffentlichkeit verschwunden bis auf eines, das schon Jahrhunderte alt sei. China entfernt Kreuze weiterlesen

China behindert Kirchen

China schliesst im Kreis Yugan 48 Kirchen, dies innerhalb von nur zwei Wochen. Es gebe dort zu viele Gläubige, sollen Regierungsbeamte gesagt haben. «Wenn so viele Menschen an Gott glauben, wer hört dann auf die Partei?» Der Landkreis Yugan liegt in der Provinz Jiangxi und zählt mehr als eine Million Einwohner. Yugan zählt rund zehn Prozent Christen. Diese hohe Zahl von Gläubigen beunruhigt mittlerweile die Regierung – diese hat nun kurzerhand innerhalb von zwei Wochen 48 Kirchen geschlossen. Dies obschon diese Kirchen Teil der Drei-Selbst-Kirche sind, einer 1954 gegründeten protestantischen Kirche, die unter der Autorität der Kommunistischen Partei Chinas steht, die sie kontrolliert und ihre Leiter ernennt.

Mit der Zunahme der Christenverfolgung scheinen Christen selbst in der offiziellen Kirche vor Repressionen nicht mehr sicher zu sein. China behindert Kirchen weiterlesen

Coronavirus (Covid-19)- ein Rätsel

Neuste Beiträge auf Corona 2021

19.5.20

Am Montag 18.5.20 vermeldete die biotechnologische Firma «Moderna» einen, wie sie sagte, erfolgreichen Durchbruch. Die ersten Experimente am Impfstoff, an dem die Firma arbeite, habe vielversprechende Resultate erbracht. Der Impfstoff kreiere neutralisierende Antikörper, die jenen gleichen, die sich bei Patienten vorfinden, die vom Virus geheilt worden seien. Der ärztliche Chef von Moderna, der Israeli Dr. Tal Sachs, schätzte bereits in einem Zeitungsinterview vor einem Monat, dass der Ausstieg aus der medizinischen Krise stufenweise geschehen wird.

Über 70 Prozent der Coronavirus-Patienten in Israel wurden von einer Sorte infiziert, die aus den USA herrührte. Das ergibt eine neue Studie, die am Montag von der Tel Aviv Universität (TAU) publiziert worden ist. Israel stoppte Flüge und verlangte von jedem israelischen Reisenden, der das Land aus den USA kommend ab dem 9. März betrat, eine 14-tägige Quarantäne anzutreten. Flüge aus Europa und aus anderen Teilen der Welt wurden zwischen dem 26. Februar und März gestoppt. Die verbleibenden fast 30 Prozent der Infektionen wurden aus Europa und aus anderen Orten importiert: Belgien (8 Prozent), Frankreich (6 Prozent), England (5 Prozent), Spanien (3 Prozent), Italien (2 Prozent), Philippinen, Australien und Russland (je 2 Prozent). «Der neuartige Coronavirus ist charakterisiert durch Mutationen, die gemäss einem bestimmten Tempo stattfinden», erklärte Stern. «Diese Mutationen beeinflussen den Virus nicht…doch diese Mutationen können uns helfen, der Kette der Infektionen von Land zu Land nachzugehen. Stern bemerkte, dass ein anderes wichtiges Resultat war, dass «wir vom 20. März an sehr klar eine Reduktion in der Transmission sehen. Dann wurde der Lockdown in Israel verkündet. Das heisst, dass die gesellschaftlichen Distanzierungsmassnahmen wirkten… Der Lockdown rettete Leben». Überdies zeigt die Studie, dass die «Super-Verbreiter» verantwortlich waren für die meisten Coronavirus-Fälle in Israel. Rund 80 Prozent der Coronavirus-Fälle in Israel stammen von zwischen 5-10 Prozent der Patienten oder Super-verbreitenden Veranstaltungen, wie grossen Partys oder anderen gesellschaftlichen Anlässen. Yaakov Litzman, der bisherige Gesundheitsminister und heutige Wohnbauminister, liess aufhorchen durch die Bemerkung, es sei «zu viel Panik» gemacht worden rund um den Ausbruch des Coronavirus in Israel.

Fast 90 Prozent der Coronavirus-Patienten starben, die im grössten Gesundheitssystem von New York (Northwell Health) beatmet werden mussten. Das ist einem Bericht des Journal of the American Medical Association zu entnehmen. Laut einer auf Handydaten basierenden Studie mit Analytikern von «Descartes Lab», haben zwischen dem 1. März und Ende April 420.000 der rund neun Millionen New Yorker die City verlassen, also fünf Prozent. Je höher die Durchschnittseinkommen eines Viertels, desto mehr Einwohner sind vor Covid-19 geflohen.  Benachbarte Landkreise waren in Connecticut, Upstate New York oder New Jersey bevorzugte Ziele. Wohlhabende New Yorker verfügen dort entweder über Ferienwohnungen oder Freunde und Kollegen, die Unterschlupf gewährt haben dürften. Gerade im Landkreis Fairfield County, Connecticut, hat die Zuwanderung mit einiger Wahrscheinlichkeit zu den hohen Infektionsraten und Sterbezahlen in Folge des Virus beigetragen. Grundlage der Studie waren Daten von 140.000 Handys (nytimes). 

Aktuelle Zahlen findet man unter www.worldometers.info/coronavirus   und Covid 19 Daten Schweiz und  Wöchentliche Todesfälle 2020 mit Übersterblichkeit in der Schweiz (Achtung es ist völlig unklar was wie gezählt wird.)

China bläst zum Bildersturm

In China bleibt kein Stein auf dem anderen, berichtet Open Doors. Buddhistische Statuen werden niedergerissen, Tempel und christliche Gemeinden geschlossen, Kreuze niedergerissen und Pastoren verhaftet.

Im Eiltempo wurden in den letzten Jahren religiöse Symbole der Dao, Buddhisten, Muslime wie auch der Christen niedergerissen. Religiöse Aktivitäten werden elektronisch in nie dagewesener Weise überwacht. Im Februar 2018 wurde ein neues Religionsgesetz eingeführt.

Vor fünf bis zehn Jahren war die Glaubensfreiheit am größten. Erste Kampagnen, in deren Zuge Kreuze von den Kirchendächern geholt wurden, erfolgten bereits in den Jahren 2014 und 2015. China bläst zum Bildersturm weiterlesen

Politische Umerziehung für Chinas Pastoren

In China verschärfen die Behörden ihre Politik der Sinisierung – der Prägung aller Lebensbereiche im Sinne der Kommunistischen Partei. Nach einem Bericht des Internetmagazins „Bitter Winter“ werden Pastoren der staatlich anerkannten Drei-Selbst-Kirche gezwungen, sich einer politischen Umerziehung zu unterziehen.

Im ganzen Land erleben Drei-Selbst Kirchen anhaltende Drohungen und Schikanen von Behörden in ihrem Bestreben, das Christentum zu sinisieren. „Wir müssen die Partei als Gott betrachten – ganz genauso wie Gott“, ist eines der Credos.

Mitte Juli startete die Provinzregierung von Liaoning im Nordosten Chinas einen Schulungskurs für Pastoren und Priester der Drei-Selbst Kirche.

„Sie sagten, dass bei Predigten traditionelle chinesische Kleidung getragen werden müsse und dass alle Kirchen im europäischen, gotischen Stil abgerissen und stattdessen Kirchen im chinesischen Stil gebaut werden müssten“, berichtete ein Pastor, der an der Schulung teilnahm. „Was den Inhalt der Predigten betrifft, so darf nur das gesagt werden, was die Regierung anordnet. Jeder, der predigt, muss an den Schulungen teilnehmen. Wer das nicht tut, bekommt kein Abschlusszertifikat und darf nicht mehr von der Kanzel predigen.“ Politische Umerziehung für Chinas Pastoren weiterlesen

China: Christentum ein böser Kult

Schock für christliche Eltern in China: Sie müssen mit ansehen, wie ihren Kindern in der Schule beigebracht wird, dass das Christentum «ein böser Kult» sei und dass sie «Gott hassen» sollen.

Wie das christliche Hilfswerk «Barnabas Fund» berichtet, wurden nun auch Begriffe wie «Bibel», «Gott» und «Christus» aus Schulbüchern gestrichen. So wurde beispielsweise «Robinson Crusoe» von Daniel Dafoe umgeschrieben. China: Christentum ein böser Kult weiterlesen

China «Quoten» zur Inhaftierung von Christen

Open Doors USA berichtet von «Quoten» zur Inhaftierung von Christen. Ein Polizist habe dem Magazin für Religionsfreiheit «Bitter Winter» berichtet, dass die diversen Stationen darüber informiert worden seien, dass auf einer 100-Punkte-Skala bewertet werde, wie viele Christen sie inhaftiert hätten. Dies habe sogar dazu geführt, dass Polizeistationen, die ihr Ziel bereits erreicht hätten, Namen von bereits inhaftierten Christen für etwa 70 US-Dollar an andere Stationen «verkauften».

Bereits am 10. Dezember 2018 wurden über 100 Mitglieder der chinesischen Early Rain Covenant Church in Chengdu inhaftiert. Nun sind weitere 60 Mitglieder gefangen genommen wurden. Sie hatten China «Quoten» zur Inhaftierung von Christen weiterlesen

Christen in China

Die NZZ berichtete am 29.12.2018 (Zusammenfassung):

Seit den achtziger Jahren wendet sich eine wachsende Zahl an Chinesen dem Christentum zu. In den vergangenen Monaten haben die Repressionen gegen die protestantischen Hauskirchen zugenommen.

Den Gläubigen gibt der christliche Glaube jenen Halt, den ihr die Kommunistische Partei trotz allen Heilsversprechen nie wird bieten können. Die älteren Gemeindemitglieder erzählen von ihrer Zeit während der Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976. Sie habe damals nur Hass gekannt, sagt eine Frau. Ihre Stimme wird brüchig, sie hat mit den Tränen zu kämpfen. Erst als sie Jesus getroffen habe, sei ihr bewusst geworden, dass es auch Liebe gebe. Jesus sei das Kostbarste, was sie in ihrem Leben bekommen habe, fügt sie an.

Gegenüber den neunziger Jahren Christen in China weiterlesen