Schlagwort-Archive: Bibel

Abraham, Melchisedek und Sodom

Melchisedek begegnet Abraham inmitten vom Drama um Sodom und Gomorra. Zwei schwierig nachvollziehbare Geschichten haben ihre Logik in der Kombination. Wir sehen Gottes Geduld, sein Weckruf und sein Angebot von Frieden und Gerechtigkeit.

Der Missbrauch anderer Menschen und der Verlust eines Gottesbewusstseins, war der Kern der Sünde von Sodom. Die Demütigung des Fremden wurde in Sodom zur Methode. Es geht also um Entwürdigung, Entmenschlichung und Respektlosigkeit vor Gott. Die Chance zur Umkehr wurde ignoriert.

Sendung Spiritualität, Montag, 4. Oktober, Genesis 13-14 und 18-19

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Beten mit Petrus

Petrus war ganz nah bei Jesus. Er war spontan, direkt und offenherzig. Er erlebte Höhen und Tiefschläge. Von seinen markanten Aussagen wollen wir uns im Gebet inspirieren lassen.

Sendung Beten mit der Bibel, Donnerstag, 30. September, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch heruntergeladen werden und als MP3 gehört werden.

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Bibelverbot

In mehreren Ländern der Welt darf das «Buch der Bücher» weder gedruckt noch erworben werden. In anderen Ländern gelten für biblische Schriften besondere Einschränkungen. Die diesjährige Sonderausgabe der Zeitschrift «Bibelreport» berichtet darüber.

Es gibt einige Länder, in denen es  verboten ist, den christlichen Glauben zu leben und eine Bibel zu besitzen – bei Androhung von Haft oder Todesstrafe. Dazu zählen Nordkorea, Bhutan, Burnei, die Malediven, Afghanistan, Turkmenistan, Iran, Saudia-Arabien, Jemen, Somalia, Libyen, Westsahara und Mauretanien.

Andere Länder haben starke Beschränkungen, weil die Bibel als «gefährdetes Buch» eingestuft wird, wie China, die Türkei, Indien usw. 

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Beten mit Texten aus der Bergpredigt

Die Bergpredigt enthält die wichtigsten Aussagen von Jesus. Von diesen wollen wir uns inspirieren lassen für Herzensgebete. Wir haben bereits gebetet mit den Seligpreisungen und dem Vaterunser. Nun wollen wir auf die anderen Verse achten.

Mehr dazu in der Sendung: Beten mit der Bibel, Donnerstag, 15. Juli 2021,  Radio Maria Schweiz

Sodom

«Die Tall el-Hammam-Stätte hat fünfundzwanzig geographische Indikatoren, die sie mit der Beschreibung in der Genesis in Einklang bringen. Jerusalem hat zum Beispiel nur sechzehn. Die meisten anderen Orte haben nur fünf oder sechs, oder weniger. Die Stätte hat also viel mehr geographische ‚Zeichen‘ als jede andere Stadt des Alten Testaments.»

Bei der archäologischen Stätte von Tall el-Hammam in Jordanien wird eine Fülle von Material und Artefakten freigelegt; «die Beweise dafür, dass dies die antike Stadt Sodom ist, nehmen von Tag zu Tag zu», sagt Steven Collins. Sie liegt im Norden vom Toten Meer. Sodom weiterlesen

Nicht glänzen, sondern ergänzen

Eine Geschichte in der Bibel ist besonders herausfordernd. Es ist die Geschichte von Hananias und Saphira in der Apostelgeschichte 5. Beide sterben, als sie nicht das ganze Geld vom Verkauf ihres Grundstückes der Kirchgemeinde abgeben. Was will diese Geschichte uns sagen? Ganz kurz zusammengefasst: In Gottes Reich geht es nicht ums Glänzen, sondern ums Ergänzen.

Leben mit der Bibel, Freitag, 23. April, Apostelgesichte 4,32 bis 5,14, Radio Maria Schweiz

Was ist der Hintergrund dieser Geschichte?

Gottes Gegenwart war spürbar in den Versammlungen der ersten Christen. Gottes Nähe prägte die Menschen der ersten Gemeinde. Es geschahen Heilungen und Wunder und die Menschen brachten von ihrem Überfluss zu den Aposteln. Die Spenden wurden unter den bedürftigen Personen verteilt, so viel jeder nötig hatte (Apostelgeschichte 4,35).

Was dabei auffällt:

Es war kein kommunistischer Lebensstil, Nicht glänzen, sondern ergänzen weiterlesen

Den Juden bin ich ein Jude geworden

Paulus sagt: „Den Juden bin ich ein Jude geworden, den Nichtjuden ein Nichtjude.“ Was meint Paulus damit?

Die Diskussion zum Thema „Juden und Nichtjuden“ findet auch nach dem Apostelkonzil seine Fortsetzung.

Die Aussagen von Paulus scheinen sich zu widersprechen. Einmal spricht Paulus davon, dass man sich nicht beschneiden lassen soll; dann wiederum spricht er davon, dass man den Juden ein Jude werden soll und hat Timotheus beschneiden lassen.

Heute gibt es verschiedene Auffassungen darüber, ob und wie man die gute Nachricht von Jesus an das jüdische Volk weitergeben darf.

Sendung Spiritualität, Radio Maria Schweiz, Messianisches Judentum, Freitag, 9. April, mit Hanspeter Obrist

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Das Lied von Mose

In Offenbarung 15,3 steht, dass die Überwinder das Lied von Mose singen. Es gibt zwei Lieder von Mose. Wir lassen uns von diesen Texten für das Gebet inspirieren.

Beten mit der Bibel, Dienstag, 9. März, Wir beten mit dem Lied von Moses, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

In den Liedern von Mose finden wir grundlegende Aussagen der Bibel, wenn auch für uns in einer fremden Form.

Das erste Lied (2. Mose 15,1-19) wurde am Ufer des Roten Meeres nach der Errettung Israels und dem Sieg Gottes über den Feind gesungen. In diesem Lied werden Das Lied von Mose weiterlesen

Eine Begegnung die alles veränderte

Matt Sinkhorn war sieben Jahre alt, als seine Mutter einer Frau, die von Jesus erzählte, die Tür vor der Nase zuschlug. „Wenn meine Eltern Jesus nicht brauchen, brauche auch ich ihn nicht“, schloss er.

Matt Sinkhorn war immer ein guter Schüler, weil sein Vater Lehrer an derselben Schule war, an der er und sein Zwillingsbruder teilnahmen. Er ging aufs College, um Anthropologie zu studieren, weil ihn das Betrachten von angeblich Millionen Jahre alten Knochen faszinierte. Er glaubte an die Evolution. „Es war mir egal, ob du an Gott glaubst,“ sagt er. „Ich wusste nur, dass ich auf mich allein gestellt war.“ Eine Begegnung die alles veränderte weiterlesen

Bibel und Koran

Der große Unterschied zwischen der Bibel und dem Koran ist, dass die Bibel von sich selbst sagt, dass sie eine Sammlung von verschiedenen Texten von rund 40 Schreibern über 1500 Jahre ist.

Der Koran sagt von sich selbst (Sure 85,21-22), dass er eine göttliche Offenbarung des himmlischen Korans an Mohammed ist (610-632). Mohammed hat die mündlichen Botschaften rezitiert und so wurde der Koran von Generation zu Generation weitergeben. Mohammed soll den Koran in 7 Dialekten erhalten haben. Mit der Zeit machten sich einige Muslime Notizen. Der dritte Kalif ʿUthmān ibn ʿAffān (574-656) erstellte dann den Koran im quraischitischen Dialekt und verbrannte alle anderen Versionen, wie uns Al Bukhari (gest. 870) berichtet (Al Bukhari Band 6, Buch 61,510).

Das Verwirrende ist, dass 63 Fundstücke gebraucht werden, um 96 Prozent des Korans bis ins Jahr 719 zu dokumentieren. Das Schriftstück, welches die meisten Korantexte enthält, weist nur rund 53% vom Koran aus, obwohl seit 656 der Koran in 7 Städte geschickt wurde und er unverändert rezitiert werden muss. Viele der 63 Fundstücke sind nicht datierbar oder werden von Gelehrten nicht anerkannt. Auch das Hauptdokument 2165 ist nicht klar datierbar und stammt aus dem 8. Jahrhundert. Bibel und Koran weiterlesen

Papst ermutigt zum Bibellesen

Die Heilige Schrift stellt einen unerschöpflichen Schatz dar, auf den wir stets im Gebet zurückgreifen können. Doch es gelte, sich dem Wort Gottes „ohne Hintergedanken“ zu nähern, ohne es zu instrumentalisieren. Das sagte Papst Franziskus am Mittwoch 27.1.21.

Die Worte in der Bibel seien nicht niedergeschrieben worden, „um auf Papyrus, Pergament oder Papier gefangen zu bleiben“. Vielmehr seien sie dazu bestimmt, von einem betenden Menschen empfangen zu werden, um damit fruchtbar zu werden und ihre Reise um die Welt anzutreten: „Diese Erfahrung machen alle Gläubigen: Eine Schriftstelle, die ich schon oft gehört habe, spricht eines Tages plötzlich zu mir und erhellt eine Situation, die ich gerade erlebe“, so der Papst. Papst ermutigt zum Bibellesen weiterlesen

Josef der Friedefürst (10)

In der jüdischen Tradition gibt es einen Messias Ben Josef, ein Messias wie Josef. Die Josefs Geschichte ist wie eine Vorausschau auf das Leben von Jesus. Heute richten wir unseren Blick darauf, wie Josef als Friedefürst regiert hat. Durch Josef wurde ganz Ägypten das Eigentum vom Pharao. Ebenso werden auch wir Menschen durch Jesus wieder Gottes Eigentum. 

Radio Maria Schweiz, Montag 7. Dezember

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Beten mit Zacharias

Zacharias begegnet im Tempel dem Engel Gabriel. Dieser kündigt ihm einen Sohn an. Zacharias verschlägt es gleich für 9 Monate die Sprache. Er geht in sich und als er wieder sprechen kann offenbart er erstaunliche Dinge. Wir beten mit seinem Lobpreis.

Dienstag, 24. November, Beten mit dem Lobgesang von Zacharias, Lukas 1,67-79, Radio Maria Schweiz

Die Sendung kann auch auf dem Podcast von Radio Maria Schweiz gehört werden: Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Beten mit dem Lobgesang von Zacharias, Lukas 1,67-79

Wir wollen uns einstimmen auf die Adventszeit. Eigentlich beginnt Weihnachten mit einem besonderen Ereignis. Der jüdische Priester Zacharias ist an der Reihe, im Tempel in Jerusalem den Leuchter zu reinigen, Öl nachzufüllen und das Rauchopfer darzubringen. Plötzlich wird es hell. Ein Engel steht neben dem Räucheraltar. Zacharias erschrickt zutiefst.
Der Engel sagt zu ihm: „Fürchte dich nicht. Du und deine Frau Elisabeth, ihr werdet einen Sohn bekommen. Dem sollt ihr den Namen Johannes geben. (Das bedeutet: „Gott ist gnädig“.) Er wird als der verheißene Elia das Volk auf den erwarteten Messias vorbereiten.“

Zacharias ist verwirrt und sagt: „Wie soll das geschehen? Meine Frau und ich sind schon alt und können keine Kinder mehr bekommen.“ Der Engel sagt: „Ich bin der Engel Gabriel, welcher vor Gott steht. Diese Nachricht habe ich von Gott selber erhalten. Doch weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, wirst du stumm werden. Das ist für dich ein Zeichen, dass Gott sein Wort erfüllt.“

Zacharias verschlägt es daraufhin für neun Monate die Sprache.

Nachdem der Engel Gabriel sechs Monate später auch Maria erschienen ist, macht sie sich schnell auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabeth zu besuchen. Der Engel hat ja gesagt, dass auch sie ein Kind erwartet. Als sie bei ihr ankommt, sagt Elisabeth: „Maria, das Kind in mir ist vor Freude gehüpft, als ich deine Stimme hörte. Du bist besonders gesegnet, dass du die Mutter des Retters sein wirst.“

Maria bleibt drei Monate bei Zacharias und Elisabeth. Wahrscheinlich hat sie miterlebt, wie Elisabeths und Zacharias‘ Sohn Johannes auf die Welt kommt und beschnitten wird.

Als der stumme Zacharias bei der Beschneidung mit Hilfe einer Schreibtafel verkündet, dass sein Sohn Johannes heißen soll, kann er auf einmal wieder sprechen. So wird Maria bestätigt, dass Gottes Plan sich erfüllt. Ist es nicht spannend, wie Gott eins nach dem anderen fügt? So macht er es auch heute noch.

Zacharias konnte neun Monate lang nicht sprechen. Auf einmal konnte er nicht mehr mit Gott argumentieren und konnte mehr in sich gehen. Als er wieder sprechen kann, offenbart er erstaunliche Dinge. Diesen wollen wir in dieser Sendung nachgehen.

Wir lesen aus Lukas 1,67-79 nach der Einheitsübersetzung von 2016:

Lukas 1,67-68: Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht.

Gebet: Himmlischer Vater, fülle uns mit deinem Heiligen Geist. Schenke uns den Durchblick. Lass uns dein Wort verstehen. Sei uns nahe. Lass uns die Zeichen der Zeit erkennen und schenke uns prophetische Worte, die in unsere Zeit hinein sprechen und Menschen ermutigen, aufbauen und auf dich hinweisen.

Himmlischer Vater, du bist der Gott Israels. Durch die Geschichte des jüdischen Volkes hast du dich offenbart. Aufgezeigt, was dir auf dem Herzen liegt. Wir sehen deine Geduld, aber auch deine klaren Anweisungen, um einen Weg des Segens gehen zu können.

Du hast uns besucht. Das sehen wir immer wieder in der Geschichte Israels. Du kannst gleichzeitig im Himmel sein und Abraham besuchen. Dein Geist leitet die Menschen. Du bist überall und hast für jeden Einzelnen immer Zeit und ein offenes Ohr.

So ist es dir auch möglich, in Jesus uns Menschen zu begegnen und uns zu besuchen. Oder wie es in Johannes 1,14 steht: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“

Danke, dass wir Weihnachten feiern können. Weihnachten bedeutet: Gott besucht uns Menschen in Jesus, dem Retter.

Lukas 1,68-69: … und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David.

Gebet: Danke, himmlischer Vater, dass Jesus unser Erlöser ist. Er bezahlt für uns, damit wir herausgelöst werden aus der Gefangenschaft der Sünde. Wir dürfen wieder zurückfinden zu unserer eigentlichen Bestimmung. Zur eigentlichen Absicht, für die du uns geschaffen hast.

Hier heißt es: Jesus ist ein starker Retter. Das bedeutet, dass du, Jesus, uns an der Hand nimmst und uns aus dem Sumpf ziehst, in dem wir uns verfangen haben. Du stehst neben uns und begleitest und beschützt uns auf dem Weg zurück in unsere Bestimmung.

Manchmal nimmst du, Jesus, Lasten einfach weg. Ein anderes Mal gibst du uns die Kraft und Hilfe, dass wir uns zurück zum himmlischen Vater bewegen können. Es ist hart, Konsequenzen unseres Handelns aufzuarbeiten. Aber wir haben dich als starken Retter, der uns hilft. Der uns stützt.

Der Name Jesus bedeutet nichts anderes als Retter. Darum können wir dich jederzeit um Hilfe anrufen und du hilfst uns gern, so, wie es der Apostel Petrus in der Pfingstpredigt gesagt hat: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“ (Apostelgeschichte 2,21).

Lukas 1,70: So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Gebet: Himmlischer Vater, du hast die Geburt von Jesus durch die Propheten angekündigt:

In Jesaja 7,14 steht: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.“

In Jesaja 9,5 heißt es: „Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“

Ein Kind, das „starker Gott“, „Vater in Ewigkeit“, „Fürst des Friedens“ und „wunderbarer Ratgeber“ genannt wird, ist außergewöhnlich. Ebenso, dass es von einer Jungfrau geboren wird.

Diese Voraussagen und noch viele andere haben sich in Jesus erfüllt.

In der Bibel gibt es einen roten Faden, der sich durchzieht. Durch Jesus werden wir wieder in die Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater geführt. Du, Jesus, möchtest, dass wir uns an dich wenden und dir sagen, was wir brauchen, was wir denken und fühlen. Alles soll in die Anbetung und die Dankbarkeit dir gegenüber münden.

So haben es auch die Propheten gesagt: Immanuel, Gott mit uns. Du bist nicht mehr ein ferner, unerreichbarer Gott, sondern ein Gott, der bei uns ist. Jesus hat das in Johannes 14,23 so gesagt: „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.“

Lukas 1,71: Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;

Gebet: Himmlischer Vater, manchmal scheint es so, als würdest du uns nicht aus der Hand der Feinde retten. Ich denke da an all die verfolgten Christen. Oder an die Menschen, die als Märtyrer starben. Gleichzeitig sagt Jesus aber auch in Matthäus 10,28: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!“

Der wahre Feind sind die, welche unsere Seele, unsere Persönlichkeit, zerstören. Und auf einmal merken wir, dass dies auch uns geschehen kann, auch wenn wir äußerlich nicht verfolgt werden. Der wahre Feind steht dort, wo unser Vertrauen in Gott zerstört wird.

Dafür gibt es wiederum die Zusage von Jesus in Johannes 10,29: „Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.“

Jesus, du rettest uns von all den Menschen, die uns hassen und vernichten wollen. Und kommen wir in die Lage, dass Menschen uns bedrängen und verfolgen, dann bist du da und hilfst uns, wenn wir auf dich vertrauen. So haben es die Märtyrer erlebt. So erleben es unzählige Christen, die heute Verfolgung erleiden. Du gibst in solchen Situationen auch immer wieder die Kraft, die Menschen zu lieben, die von Hass angetrieben werden, dass wir ihnen vergeben können, weil sie nicht wissen was sie tun.

Um diese Kraft von dir wollen wir dich bitten, damit wir sagen können: „Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen.“

Lukas 1,72-73: er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht, an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

Gebet: Himmlischer Vater, was du versprichst, das hältst du. Du hast Abraham in 1.Mose 12,3 verheißen: Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.“

In Jesus, einem Nachkommen von Abraham, erfüllt sich diese Verheißung. Paulus schreibt in Epheser 1,3: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“

Danke, dass du zu deinem Wort stehst. So können wir unser Leben auf deine Zusagen hin bauen. Du hast versprochen: Wer Jesus in sein Leben einlädt und sich durch den Heiligen Geist verändern lässt, dessen Leben wirst du vollenden, wie es Paulus in Philipper 1,6 sagt: „Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.“

Danke für dein Erbarmen über unser Leben. Wir leben von deiner Barmherzigkeit und dafür danken wir dir von Herzen.

Lukas 1,74-75: er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Gebet: Himmlischer Vater, es ist etwas Besonderes, dass wir dich lieben und keine Angst vor dir haben müssen. Weil du uns zuerst geliebt hast, können wir dir vertrauen.

Es heißt hier, dass du uns aus Feindeshand befreit hast. Du hast uns aus der Hand des Feindes, des Teufels, entrissen. Doch wir stehen immer noch in einer Welt, in der uns manches Angst macht. Doch du hast uns deinen Frieden inmitten von Unfrieden verheißen. Die Engel lobten dich vor den Hirten mit den Worten: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lukas 2,14).

Und Jesus hat gesagt: „Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 16,33).

Darum wollen wir dir furchtlos dienen, weil du unser Frieden bist, inmitten von allem Unfrieden auf dieser Welt.

Lukas 1,76: Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.

Gebet: Himmlischer Vater, Johannes hat Jesus den Weg vorbereitet. Lass uns selbst auch Wegbereiter sein. Hilf uns, dass wir nicht Menschen hindern, deine Liebe zu erkennen. Wir sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Hilf uns, dass wir dein Reich in unserer Umgebung erfahrbar machen. Wir möchten dir unsere Hände, Füße und unseren Mund zur Verfügung stellen. Leite uns durch deinen Heiligen Geist, deine Wahrheit immer tiefer zu erkennen. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Denn dein ist das Reich und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Lukas 1,77: Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung seiner Sünden. 

Gebet: Himmlischer Vater, David schreibt in Psalm 34,9: „Kostet und seht, wie gut der HERR ist! Selig der Mensch, der zu ihm sich flüchtet!“ Danke, dass deine Heilszusage uns verändert. Wir erhalten eine neue Identität als Kinder von dir. Du liebst uns. Du tröstest uns. Du heilst alte Wunden. Du gibst uns deinen Frieden. Durch Jesus erhalten wir auch Vergebung unserer Sünden, wo wir den Weg verlassen haben, zu dem du uns bestimmt hast. Du bringst uns zurück in die eigentliche Bestimmung. Du vergibst uns, wenn wir deine Hilfe annehmen und dir danken können, dass Jesus für uns am Kreuz bezahlt hat. Es ist ein Geschenk aus Liebe. So wollen wir dich auch lieben und dir von Herzen danken für die Erfahrung des Heils und die Vergebung unserer Zielverfehlungen. Wir danken dir für deine Barmherzigkeit.

Lukas 1,78-79: Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Gebet: Himmlischer Vater, ein wunderbares Bild. In deiner Liebe besuchst du uns als Licht der Welt, um uns den Weg aus der Finsternis zu zeigen und uns auf dem Weg des Friedens zu leiten.

Jesaja sagte in Kapitel 9,1: „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf“ (Jesaja 9,1).

Das ist Weihnachten. Göttliches Licht kommt in unsere Welt. Jesus sagt in Johannes 8,12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Danke, Jesus, dass du die Herrlichkeit verlassen hast, um uns den Weg zum himmlischen Vater zu zeigen. Danke, dass wir Weihnachten feiern können, den großen Anfang deiner Suche nach den Menschen, die den Kontakt zu dir verloren haben. Wir wollen dein rettendes Angebot annehmen und dich bitten, dass du in unser Leben kommst und es Licht in uns wird. Amen.