Selbstjustiz wird salonfähig

Antihelden bevölkern schon seit geraumer Zeit Hoch- und Popliteratur sowie Filme und Fernsehserien und regen dabei die Fantasie unzähliger Menschen an. Dabei lösen sich die Grenzen zwischen Gut und Böse auf.

Mit Blick auf die heutige Serienlandschaft in den Medien kann festgestellt werden, dass gebrochene und ambivalente Antihelden beinahe zur Regel denn zur Ausnahme bei der Auswahl der Protagonisten geworden sind. Eine Faszination gegenüber Personen, die sich über gesellschaftliche Moralvorstellungen und Gesetze hinwegsetzen und (zumeist) ohne Konsequenzen das „ausleben“ dürfen, macht sich breit.

Auch die niedlichen Minions dienen dem Bösen. Ihr Ziel ist es, immer dem fiestesten Schurken der Welt zu helfen.

Immer verbreiteter ist auch die Meinung, dass Anordnungen der Regierung nicht für alle gelten. Freimütig setzt man sich darüber hinweg und reizt den ganzen Spielraum der gesetzlichen Einschränkungen für das Sicherheitspersonal aus. Sei es mit Provokationen oder mit gesellschaftlich „legitimiertem“ offenen Vandalismus.

Andere leben in einer Subkultur mit eigenen Gesetzen und Richtern. Ein Beispiel dafür sind die Scharia Richter in Deutschland, die dazu führen, dass die ordentliche Justiz ihre Arbeit nicht ausführen kann. Auch andere Religionsgemeinschaften kennen ähnliche Strukturen.

Was eine Gesellschaft in die Köpfe sät, wird sie ernten.  Oder wie in Psalm 111,10 steht: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit. Gute Einsicht ist sie allen, die danach handeln. Sein Lob hat Bestand für immer.“

Sobald eine Gesellschaft nicht mehr an ein letztes Gericht glaubt, geht es nur noch um die Frage des Nicht-Erwischt-Werdens.

In Sodom werfen die Leute Lot vor, dass er sagen will, was gelten soll (1. Mose 19,9). Ihrer Ansicht nach können sie tun und lassen, was sie wollen. Das ist die totale Abkehr von Gott und seinen Normen. Der Mensch ist nicht mehr ein Geschöpf Gottes, welches man achtet, sondern ein Objekt, mit dem man machen kann, was man will. Eine letzte Verantwortung vor Gott lehnen sie ab.

Laut einer Untersuchung des Erfurter Instituts „INSA Consulere“ für die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ ist der Glaube an das Jüngste Gericht heute vielfach nicht mehr vorhanden. Auf die Frage: „Ich glaube, dass ich nach meinem Tod für mein Leben zur Rechenschaft gezogen werde, egal ob im Guten oder im Schlechten“, antworteten 24 Prozent der Befragten mit Ja. Von den katholischen Befragten glauben 34 Prozent daran, dass sie nach ihrem Tod für ihr Leben zur Rechenschaft gezogen werden. 36 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

Wir leben also in einer Zeit, in der die Menschen ebenfalls glauben, dass sie sich nur nicht erwischen lassen müssen, es aber keine letzte Gerechtigkeit mehr gibt. Der Missbrauch anderer Menschen und der Verlust eines Gottesbewusstseins waren der Kern der Sünde von Sodom. Die Demütigung des Fremden wurde in Sodom zur Methode. Es geht also um Entwürdigung und Entmenschlichung.  weiterlesen: https://www.obrist-impulse.net/abraham-melchisedek-und-sodom

Siehe auch:  Scharia in Deutschland

Muslimische „Friedensrichter“ tragen keine Robe und haben keine juristische Ausbildung. Dennoch sind sie Schlüsselfiguren einer Paralleljustiz, die das deutsche Rechtssystem partiell zunehmend aushebelt. (Siehe Video WDR ab der Minute 25.30). „In unseren Kulturkreis ist es so, dass wenn sich eine Frau oder ein Mädchen nicht entsprechend den Regeln, die wir stellen, verhält, dann ist es im Normalfall so, dass sie getötet wird“  sagt in einer Sendung von WDR der selbsternannte Friedensrichter Mustafa Özbek aus Bremen. Man wolle eigene Angelegenheiten immer ohne deutsche Polizei und Justiz lösen. Wenn ein Mann die Polizei rufe, verliere er sein Gesicht und sei nicht mehr respektiert. Polizei und Staatsanwaltschaft sind in vielen Fällen der Selbstjustiz machtlos. Sie finden keine Zeugen gegen die selbsternannten Friedensrichter, weil die Leute eingeschüchtert sind und aus Angst schweigen.  weiterlesen: https://www.obrist-impulse.net/scharia-in-deutschland

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