Russland beunruhigt

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian verschärft den Ton gegenüber Russland. Die Entwicklung des Regimes in Moskau bezeichnete er als „besorgniserregend“ und „beunruhigend“.

Frankreich will aggressives Verhalten Russlands nicht länger tolerieren. Das hat der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian am Sonntagabend, 17.10.21, in einem Fernsehgespräch im Quai d’Orsay bekundet.

Er prangerte ein „dreifaches Abdriften“ des Regimes an: eine autoritäre Kehrtwende im Landesinneren, eine rücksichtslose Einschüchterungspolitik in der Nachbarschaft Russlands und eine Politik der Einmischung in innere Angelegenheiten in der EU und in Afrika.

Besonders scharf kritisierte Le Drian den geplanten Einsatz von Söldnern der Wagner-Gruppe in Mali.

In der Zentralafrikanischen Republik hätte die Wagner-Gruppe die Steuereinnahmen beschlagnahmt und beraube die Regierung ihres Haushaltsrechts. In Mali drohe eine ähnliche Lage. „Es sind Söldner, die gegen das internationale Recht verstoßen und staatliche Souveränität verletzen“, führte er aus.

Seit vergangenen Dezember sind paramilitärische Truppen der Wagner-Gruppe in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Paris befürchtet, dass in Mali ein ähnliches Szenario bevorsteht.

„Wagner führt für das Konto Russlands einen Stellvertreterkrieg“, sagte er.

Mit seinen Äußerungen vollzieht Außenminister Le Drian eine Kurskorrektur. Frankreich hatte im August 2019 für eine Annäherung an Moskau geworben. „Putin versteht nur die Sprache der Macht“, sagte Le Drian.  mehr Informationen

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