Religiöse Frauen als Leuchttürme des Widerstands in Nordkorea

Unter diesem Titel  veröffentlichte im Dezember «Korea Future» einen Bericht.

Durch ihre Mitgliedschaft in Untergrundkirchen verbreiten christliche Frauen den Glauben und fordern das Regime heraus, heisst es in dem Bericht.

Durch ihre Netzwerke stellten Frauen «die Autorität der staatlichen Kontrolle über den Körper und den Geist von Frauen in Frage und ermächtigen andere Frauen, ebenfalls zu Agenten des Widerstands zu werden».

Die nordkoreanische Verfassung gewährt in der Theorie allen Bürgern das Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit, jedoch wird diese Freiheit als ein Recht verstanden, das vom Staat «gewährt» wird, und nicht als eine Freiheit, die allen Menschen zusteht, wie es im internationalen Recht definiert ist.

Ebenfalls rühmt sich die nordkoreanische Verfassung, dass Frauen «gleiche Rechte in allen Bereichen des Staates und der Öffentlichkeit» geniessen und dass «sexuelle Ausbeutung oder Belästigung von Frauen auf keine Art und Weise ein Problem in Nordkorea» sei.

Viele Mitglieder der Untergrundkirche in Nordkorea sind Gläubige, die sich in China zum christlichen Glauben gekommen sind. Die meisten von ihnen waren Frauen, die verschleppt und in Zwangsheiraten mit chinesischen Männern verkauft worden waren und später fliehen konnten. Der enorme Druck zwingt viele Christinnen wieder in die Gegenrichtung, nämlich die Flucht nach China. 

«In Nordkorea werden Frauen, die im Verdacht stehen, sich zum Christentum zu bekennen, vom nordkoreanischen Geheimdienst, dem Ministerium für Staatssicherheit, überwacht.

Christliche Frauen, die verhaftet werden, sind dem Bericht zufolge massiveren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt als etwa Anhänger des Schamanismus. Während Anhänger anderer Religionen eher in weniger strenge Arbeitslager geschickt werden, inhaftiert das Regime Christinnen und Christen in den brutaleren «politischen Lagern».

Dass Jesus Frauen Würde und Gleichberechtigung gab, wirkt sich auch in Nordkorea aus.

Korea Future und fährt fort: «Wir haben die Hinrichtungen von Frauen und Mädchen dokumentiert, die ihr Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit wahrgenommen haben». Die Schlussfolgerung des Berichts: «In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass religiöse Frauen in Nordkorea zu Agenten des Wandels geworden sind.»  mehr Informationen

Der aus Nordkorea ausgewiesene Menschenrechtsaktivist Il-lyong Ju, der einen früheren Bericht mitverfasste, sagte, dass Nordkoreaner „schon im jüngsten Kindesalter indoktriniert werden, die Religion zu verachten“ und das Oberhaupt des Landes „zu vergöttlichen“.

Machthaber Kim Jong Un hat zum Ende seines zehnten Jahres an der Macht die herrschende Arbeiterpartei und die Bevölkerung auf einen „Kampf um Leben und Tod“ im neuen Jahr vorbereitet. Kim stellte am Freitag, 24.12.21, die wirtschaftspolitischen Ziele und die Überwindung der Versorgungsprobleme in den Mittelpunkt.

Zugleich schwor Kim die Teilnehmer der Sitzung des Zentralkomitees auf „militante Aufgaben“ ein. Kim räumte den Berichten zufolge besonders der ländlichen Entwicklung großen Raum ein. Die grundlegende Aufgabe sei es, die Agrarproduktion zu erhöhen und „das Nahrungsmittelproblem des Landes komplett zu lösen“, sagte Kim. Aufgrund von Naturkatastrophen und der eigenen Misswirtschaft ist Nordkorea seit vielen Jahren auf Nahrungsmittelhilfe von außen angewiesen.

 


 

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