Nigeria: Entführter Pastor wieder frei

Im Nordosten Nigerias ist ein Pastor nach mehrmonatiger Geiselhaft befreit worden.

Noch in der vergangenen Woche hatte die Terrorgruppe damit gedroht, den Geistlichen zu töten, wenn ihre Lösegeldforderungen nicht erfüllt würden. In einem von Boko Haram verbreiteten Video bat Pastor Bulus Yikura die Regierung sowie religiöse Meinungsführer im Land, mit den Terroristen zu verhandeln.

Entführt wurde Yikura an Weihnachten, als die Terrormiliz die Stadt Garkida im Bundesstaat Adamawa im Nordosten Nigerias angegriffen hatte. Drei Kirchen wurden angezündet und zwölf Menschen ermordet. Fünf weitere wurden von den Terroristen gekidnappt. Am Tag darauf kam es zu weiteren Angriffen in der näheren Umgebung.

Der Pastor gehört der freikirchlichen Brüder-Gemeinde (EYN) an, die vor allem im Bundesstaat Adamawa bekannt ist und dort zahlreiche Kirchen wie ihren nigerianischen Hauptsitz hat.  mehr Informationen

Nigeria: Entführter Priester tot

John Gbakaan, Pfarrer in der Diözese Minna wurde bereits am Tag nach der Entführung in der Nähe aufgefunden. Wie die Agentur Fides berichtet, ist der Verbleib des Bruders des Opfers weiter unklar.

Der Priester und sein Bruder waren am Donnerstag gemeinsam zu einem Besuch bei ihrer Mutter aufgebrochen, auf dem Rückweg am Freitagabend wurden sie im Regierungsbezirk Lapai, im Staat Niger, entlang der Straße von Lambata nach Lapai in der Nähe des Dorfes Tufa entführt.

Am Samstag hatte die Entführer bei der Diözese ein hohes Lösegeld von 30 Millionen Naira (umgerechnet etwa 65.000 Euro) gefordert; die Summe wurde später auf 5 Millionen Naira reduziert. In der Zwischenzeit war jedoch der gemarterte Leichnam des Priesters unweit des Entführungsortes aufgefunden worden. Nigeria: Entführter Priester tot weiterlesen

Das Schweigen zu Nigeria

Der Priester und Menschenrechtsaktivist Obiora Ike kritisiert Scharia-Recht in Nord-Nigeria und das Schweigen der Staatengemeinschaft zur Verfolgung von Christen.

Allein im Jahr 2020 seien mehr als 3.000 Christen (in Nigeria 3500) von fanatischen Muslimen und islamistischen Terrorgruppen ermordet worden, schreibt Obiora Ike in einer Erklärung, die am 10.12.20 beim „Aktionstag für verfolgte Christen“ in Wien verlesen wurde. Das Schweigen zu Nigeria weiterlesen

Nigeria – Massenentführungen eine lukrative Einnahmequelle

Das Verschliessen der Augen erzeuge ein Gefühl der Überlegenheit und Straffreiheit. «Die Unfähigkeit der Sicherheitsbehörden, die sich in der Häufigkeit dieser Massenentführungen zeigt, eskaliert in einem lächerlich alarmierenden Tempo, daher fordern wir ein nationales Regierungshandeln bezüglich dieser und anderer ähnlicher Taten, die Nigeria destabilisieren.» sagt Ayo Adedoyin, Geschäftsführer der internationalen Organisation «Peace & Social Justice».

Er fordert, «dass die britischen Handelsverhandlungen mit Nigeria ausgesetzt werden, bis die nigerianische Regierung nachweisen kann, dass sie tatsächlich vorsätzlich und proaktiv ihre Bürger schützt. Genug ist genug, unsere Kinder sind keine Wegwerffiguren.» Nigeria – Massenentführungen eine lukrative Einnahmequelle weiterlesen

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