Muslime und Katholiken denken über religiösen Radikalismus nach

Woher kommt religiöser Radikalismus im muslimischen und christlichen Bereich, und was lässt sich dagegen tun? Mit dieser Frage hat sich am Montag und Dienstag eine interne Vatikan-Konferenz beschäftigt.

Man habe sich bemüht, „dieses schockierende Phänomen zu verstehen und zur Förderung einer Kultur des Dialogs und der Geschwisterlichkeit zusammenzuarbeiten“.

An dem Internet-Seminar nahmen Interessierte aus vielen Bereichen der römischen Kurie sowie christliche und muslimische Experten und Führungskräfte teil. Organisiert wurde das „Webinar“ vom Päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog.

An der Vorbereitung des „Webinars“ waren unter anderem das Staatssekretariat, die Missionskongregation und das Päpstliche Institut für Arabisch- und Islamstudien beteiligt.  mehr Informationen

Nachdem Papst Franziskus und der sunnitische Grossimam von Kairo, Ahmad al-Tayyeb, im Februar 2019 in Abu Dhabi das «Dokument zur Brüderlichkeit aller Menschen» unterzeichnet hatten, hat der Vatikan seinen Einsatz für interreligiösen Dialog mit Muslimen verstärkt. Franziskus möchte bei seiner Reise in den Irak vom 5. bis 8. März 21 das schiitische Oberhaupt des Landes, Grossajatollah Ali as-Sistani, treffen.

Grossajatollah Ali as-Sistani und die traditionelle islamische Schule von Nadschaf lehnen eine rein religiöse Regierung ab. As-Sistani betrachtet das iranische Modell als gescheitert. In einer Fatwa wies as-Sistani (wie auch die Nadschafer Großajatollahs Muhammad Said al-Hakim und Muhammad Ishaq Fayadh) die 15 Millionen irakischen Schiiten an, Auseinandersetzungen mit amerikanischen Soldaten und der Zivilverwaltung zu vermeiden, denn eine Zusammenarbeit sei zulässig. Übergriffe gegen ausländische Streitkräfte erklärte er zu terroristischen Handlungen, während sie die Schule von Ghom als erwünschten muslimischen Widerstand gegen die nicht muslimischen Besatzer bezeichnet.

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