Muslime rufen zum Gebet und massakrieren

Islamistische Terroristen hatten, wie erst jetzt bekannt wurde, am letzten Dienstag 9.6.20 die Bevölkerung des Nomadendorfes Faduma Kolomdi im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias zum Gebet zusammengerufen und sie dann erschossen. Mindestens 81 Menschen starben im Feuer der Maschinenpistolen, unter ihnen auch viele Frauen und Kinder. Bei dem Massaker wurden 13 Personen verletzt, sieben Dorfbewohner wurden von den Angreifern verschleppt.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen warf den islamistischen Extremisten vor, die Religion für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der Zivilbevölkerung zu missbrauchen. „Die unschuldige Zivilbevölkerung zum Gebet zusammenzurufen, um sie dann zu massakrieren, ist eine neue Dimension. Das Vorgehen der Islamisten schadet dem Ansehen ihrer Religion“, erklärte  GfbV-Direktor Ulrich Delius. Bei weiteren Überfällen in den Bezirken Sabuwa und Faskari im Bundesstaat Katsina im Norden Nigerias wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation am Dienstag und Mittwoch weitere 60 Personen getötet.

Seit Mai 2020 hätten die Übergriffe islamistischer Gewalttäter auf Christen und Muslime wieder deutlich zugenommen, erklärte Delius.

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