Laos: Verfolgung aus Gewohnheit

»Die laotische Zentralregierung hat offiziell das Christentum anerkannt. Dabei waren wir früher ‘Staatsfeind Nr. 1’.«

Christen standen im Ruf, in Laos die Einheit und traditionelle Dominanz des Buddhismus, der die gesellschaftlichen Machtstrukturen stärkt, zu untergraben. Laut der seit 1991 gültigen laotischen Verfassung darf jeder glauben, was er will. Aber eben: Trotz offizieller Anerkennung durch die Zentralregierung sind Behörden in abgelegenen Volkgruppen, ihrer Gewohnheit folgend, hinter den Christen her. 

»Die Situation für uns Pastoren und christlichen Leiter in Laos ist angespannt« – so der aus Laos kommende Tenor. Die Duldung religiöser Aktivitäten variiert je nach Region, Ethnie und Gruppierung. Sie inhaftieren Christen, allen voran »Aktivisten« mit hohem Wirkungsgrad. Sie führen Zwangsräumungen durch, verbieten Evangelisationen, christliche Ausbildungen und Gemeindegründungen. Oder sie siedeln Familien, die einen geistlichen Flächenbrand verursachen und somit zur »Bedrohung« werden könnten, in entfernte Regionen um.

Trotz oder teils wegen der Verfolgung ist die Zahl der Christen in den vergangenen 20 Jahren von rund 32 000 auf heute über 150 000 angewachsen.   weitere Informationen von AVC

 

 

 

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