Israels Schachzug gegen die Hisbollah

Der Chef der Hisbollah Hassan Nasrallah drohte Israel mit einem Angriff, um sich für die Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Syrien und im Libanon zu revanchieren.

Am Sonntag 1.9.2019 behauptete die Hisbollah, sie habe eine IDF-Patrouille angegriffen und mindestens zwei Soldaten getötet oder verletzt. Diese Aussage basiert auf ihren eigenen Beobachtungen, die sie mit einem Video zu untermauern versuchte.

Das arabische Konzept der Ehre ist so stark, dass Logik keine Rolle spielt: Die Schande, von jemandem angegriffen zu werden, ist zu groß, um unbeantwortet zu bleiben. Die Ehre der Hisbollah musste wieder hergestellt werden.

Doch es war ein leeres Fahrzeug, das extra hingestellt wurde. Die IDF benutzte falsches Blut, mit dem sie die Hemden der Soldaten tränkte, täuschte eine Evakuierung samt Hubschraubereinsatz vor, der die nur scheinbar verwundeten Soldaten ins Krankenhaus brachte.

Die Hisbollah gab bereits bekannt, dass sie ihre Ziel – die IDF erfolgreich anzugreifen und Soldaten zu verletzen – erreicht habe. Es hieß, ‚die »Gruppe der Märtyrer Hassan Zbeeb und Yasser Daher« zerstörte ein Militärfahrzeug auf der Straße zur Avivim-Kaserne und tötete und verwundete diejenigen, die sich im Fahrzeug befanden.‘ Es wäre eine Schande für die Hisbollah, zuzugeben, dass sie ausgetrickst wurde, und deshalb wird sie kein Wort mehr darüber verlieren. Wenn sie als Reaktion auf die Angriffe vom vergangenen Wochenende erneut angriffe, würde sie stillschweigend zugeben, dass ihr erster Angriff niemanden getötet hat, wie behauptetet wurde – und das wäre beschämend! mehr Informationen

Die IDF beorderte einen Hubschrauber zur angegriffenen Basis, von wo aus Soldaten zum Rambam Krankenhaus in Haifa geflogen worden. Der Clou – die Soldaten hatten sich Verbände mit falschem Blut angelegt, wurden damit fotografiert, die Fotos in den sozialen Netzwerken verbreitet und so der Eindruck erweckt, es hätte Opfer gegeben. Angaben zu möglichen Opfern oder Verletzten machte die israelische Armee natürlich nicht.

Die Hisbollah sah von weiteren Angriffen auf Israel ab. Erst als sich die Situation beruhigt hatte, veröffentlichten die Armee und Premierminister Netanjahu ein Statement, das bestätigte, dass auf israelischer Seite Soldaten weder getötet noch verwundet worden waren.

Ausgelöst wurde der letzte Schlagabtausch durch eine Aktion Ende August. Zunächst zerstörte die israelische Luftwaffe mithilfe erstklassiger Geheimdienstinformationen eine große Zahl an iranischen Drohnen, die in naher Zukunft für einen massiven Angriff auf israelische Städte im Norden des Landes verwendet werden sollte. Nur wenige Stunden später nutzte die israelische Marine zwei mit je 5,5 kg C4-Sprengstoff bestückte iranische DIJ-Drohnen, um die Zustellung eines Planetenmischers aus dem Iran an die Hisbollah zu verhindern. Diese israelische Aktion wurde mitten im Zentrum Beiruts durchgeführt, wo die Hisbollah ihren Hauptsitz hat. mehr Informationen

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