Israels Iron Dome – eine Bilanz

Zehn Jahre sind vergangen, seit das von Rafael Advanced Defense Systems hergestellte Luftverteidigungssystem Iron Dome im Jahr 2011 zum ersten Mal eine Rakete aus dem Gazastreifen im israelischen Luftraum abgefangen hat. Seitdem hat das System mehr als 2.500 erfolgreiche Abfangmanöver durchgeführt. Der Iron Dome hat eine Abfangquote von mehr als 90 Prozent.

Der Zweite Libanonkrieg 2006 diente als „Weckruf“ und verdeutlichte die Notwendigkeit, Luftabwehrsysteme gegen Kurz- und Mittelstreckenraketen anzuschaffen, erklärt Brigadegeneral i. R. und Rafael-Vizepräsident Shachar Shohat. Während der 30-tägigen Kämpfe hatte die Hisbollah rund 4.000 Geschosse auf Nordisrael abgefeuert. Israels Luftabwehr hatte keine Antwort auf diese Bedrohung, obwohl die Israeli Air Force die totale Lufthoheit über dem libanesischen Himmel innehatte.

Die Verantwortlichen in Israel waren defensiven Lösungen ablehnend gegenüberstanden. „Bis zu dieser Zeit wurde nur nach einer offensiven Lösung gesucht. Die Doktrin war der Angriff und weniger die Verteidigung“, erzählt Shohat. „Rafael hat es geschafft, die Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass der Iron Dome die richtige Lösung ist“, sagt Shohat. Von 2007, als die Entscheidung für Iron Dome fiel, dauerte es keine vier Jahre, bis die erste Batterie einsatzbereit war – eine Zeitspanne, die jeden Entwicklungsrekord brach.

Die erste Batterie wurde in der ersten Jahreshälfte 2011 an die IAF ausgeliefert, gerade als die südlichen israelischen Städte und Dörfer von ständigem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen getroffen wurde. Der Iron Dome überraschte sogar die Erwartungen derer, die ihn geplant hatten.

„Der Iron Dome von heute ist nicht mehr der Iron Dome von 2011. Er ist ein System, das neue Fähigkeiten erhalten hat – höhere und niedrigere Abfangreichweiten sowie die Fähigkeit, mehr als bloß Raketen abzufangen. Heute ist er ein umfassendes Luftverteidigungssystem. Er kann eine manövrierende Streitkraft unterstützen; er kann auch auf See auf einer schwimmenden Plattform arbeiten.“

Die Herausforderung, merkt Shohat an, besteht darin, „den Bedrohungen, die auf uns zukommen, immer einen Schritt voraus zu sein“.  mehr Informationen

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