Iron Beam soll die Wende bringen

Immer wieder gehen Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel nieder. Beim jüngsten Großangriff erwies sich die Raketenabwehr Iron Dome als überfordert mit der schieren Masse an Geschossen.

Trotz einer Erfolgsrate von angeblich 90 Prozent konnte das System nicht alle Geschosse abfangen. Dutzende Raketen kamen durch, es gab auf israelischer Seite Tote und Verletzte. Denn der Iron Dome hat eine Schwäche: Irgendwann erreicht er einen Punkt der Sättigung, also die maximale Anzahl an Raketen, die gleichzeitig bekämpft werden können.

Zudem sind die verwendeten Tamir-Abwehrraketen nicht nur teuer, sondern auch begrenzt in ihrer Anzahl. Militante Palästinenser hingegen setzen auf meist selbstgebaute, äußerst unpräzise, dafür aber günstig herzustellende Raketen und hatten bisher den Kostenvorteil auf ihrer Seite.

Der Iron Beam ist ein Hochenergie-Laserwaffensystem, das mit Strom betrieben wird. Die Munition kann ihr also nicht ausgehen. Laut Hersteller soll Iron Beam Raketen und Drohnen aus einer Entfernung von einigen hundert Metern bis zu mehreren Kilometern abfangen können. Mit einem gezielten Laserstrahl wird dabei eine Rakete so lange erhitzt, bis sie schließlich explodiert. Weitere Vorteile: Schüsse mit Lichtgeschwindigkeit und vernachlässigbare Kosten pro Abfangvorgang.

Erst im vergangenen Jahr hatte Israel ein Prototyp vorgestellt. Mitte April dieses Jahres waren schließlich erste erfolgreiche Tests des Hochleistungs-Lasersystems gemeldet worden. Dabei wurden laut Verteidigungsministerium Drohnen, Raketen und Mörsergranaten abgefangen.

Anfang kommenden Jahres soll der Iron Beam seinen Dienst aufnehmen, kündigte Bennett diese Woche an. Laut „Jerusalem Post“ soll das erste System im Süden Israels stationiert werden – nahe der Grenze zum Gazastreifen. mehr Informationen

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