Im Ausland gestrandet

«Tausende israelischer Bürger sind im Ausland gestrandet und wissen nicht, wie sie wieder nach Hause zurückkehren können» schrieb die Jerusalem Post am Mittwoch 17.2.21. Die Covid-19-Krise hat es mit sich gebracht, dass Israeli auf einer Geschäfts- oder Ferienreise irgendwo in aller Welt stecken geblieben sind. Mit den Rettungsflügen, die die Jerusalemer Regierung in solchen Fällen meist professionell organisiert, klappt es nicht immer wunschgemäss.

Man fühlt sich beinahe in die Anfangszeiten der Fluggeschichte zurückversetzt. Mit den immer knapper werdenden Tage bis zu den israelischen Wahlen vom 23. März, wird die Geduld der israelischen Gestrandeten  zunehmend strapatziert. mehr Informationen

Israel verlängert die als Massnahme gegen die Corona-Pandemie erlassene Schliessung seiner Grenzen um weitere zwei Wochen bis zum 6. März.  Israel hatte die internationalen Flüge am 24. Januar ausgesetzt.

Von der Schliessung der Grenzen gelten nur wenige Ausnahmen. So bleiben nach Angaben des Einwanderungsministeriums Sonderflüge aus Äthiopien, Frankreich, Russland, der Ukraine und Südamerika erlaubt. Mit den Flügen sollen insgesamt rund 900 Einwanderer ins Land kommen.

Die Regierung hat Kriterien aufgestellt, welche Israelis in sogenannten «Rettungsflügen» doch zurück dürfen. Zunächst einmal müssen diejenigen, die heim können, einen negativen Coronatest vorweisen können, um überhaupt ins Flugzeug zu dürfen. Und sie müssen einverstanden sein, bei ihrer Ankunft in ein staatlich geführtes Corona-Hotel in Quarantäne zu gehen. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, dann dürfen nur Israelis zurück, die einen dringenden medizinischen Termin haben, der nicht verschoben werden kann. Oder ein Familienmitglied ist schwer erkrankt oder gestorben und der im Ausland Festsitzende muss zu ihm. Oder der Israeli hat einen Job, der entscheidend für das Funktionieren des Staates ist und kann nicht aus dem Homeoffice im Ausland arbeiten. Weiter können Israelis zurück, die zu einer Regierungsdelegation oder ähnlichem gehören. Jeder Staat hat eigentlich die Verpflichtung seine Staatsbürger jederzeit ins Land reinzulassen. Es ist ja bereits ein Unikum in der Geschichte des Landes, dass Juden keine Möglichkeit mehr haben den jüdischen Staat zu besuchen. Dass nun aber auch israelische Staatsbürger ein Problem haben in ihre Heimat zurückzukehren, ist schon etwas Besonderes.

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