Glaube aus Verzweiflung?

F: Also, Atheist bin ich ja nicht, zumindest nicht so erzogen worden.
Aber, was wenn ich beweisen KÖNNTE, das es Gott nicht gibt.
Wäre ein Glaube dann weiterhin nur ein Glaube, oder eine Verzweiflung?
 
Hanspeter: Auch die Wissenschaft beruht auf Glaubenssätzen wie „Eins plus Eins ergibt Zwei.“ Warum nicht Drei, Vier oder Fünf? Peter Bichsel stellt diese Sichtweise mit der Geschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ in Frage. Jesus sagt auch: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6 ). Die Wahrheit ist, wenn wir Jesus als den anerkennen, der er ist. Die Wahrheit ist: Gott ist Realität.
 
F: Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse. Es gibt nur den Unterschied zwischen dem was sie weiss und glaubt. 

 
H: Entzieh der Wissenschaft ihre Glaubensätze und sie fällt in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Nehmen wir als Beispiel die Genderbewegung. Heute ist Realität, nicht was die Wissenschaft sagt, sondern wie der Einzelne etwas für sich interpretiert. Wir verlieren die gemeinsame Basis unserer Zivilisation. Damit enden wir, wie in Peter Bichsels Geschichte: „Ein Tisch ist ein Tisch“, im Unverstanden-Sein.
 
F: Die Wissenschaft ist auch die Gesamtheit von Erkenntnissen und Erfahrungen, die sich auf einen Gegenstandsbereich beziehen und in einem Begründungszusammenhang stehen.
 
H: Meine Interpretation zählt. Siehe Genderbewegung. Ich kann etwas weginterpretieren. Doch die Wissenschaft bleibt uns schuldig zu erklären, was der Sinn des Lebens ist. Fressen und gefressen werden? Dann müssten wir auch so leben, der Starke gewinnt, der Schwache soll untergehen. Warum handeln wir umgekehrt? Weil es eine andere Realtität gibt. Die göttliche.
 

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