Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

Israel und der Libanon haben sich auf Gespräche zur Festlegung der gemeinsamen Seegrenze geeinigt. Es soll sich um die ersten direkten Verhandlungen auf diplomatischer Ebene seit drei Jahrzehnten handeln.

Bis jetzt hat die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz  dies verhindert. 

Durch die Corona-Pandemie und die Explosion im Beiruter Hafen verschärfte sich die Wirtschaftskrise im Libanon und das führt dazu, dass man an einer Lösung interessiert ist. 

Als Ziel nannte der israelische Energieminister Juval Steinitz, den Streit über die Grenze der Hoheitsgewässer zwischen Israel und dem Libanon zu beenden, um die Entwicklung der Rohstoffvorkommen (Gasfunde) zugunsten aller Völker in der Region zu fördern. Berichten zufolge soll Israel zugestimmt haben, das fragliche Seegebiet in einem Verhältnis von 58 zu 42 zugunsten des Libanons aufzuteilen.

Die Gespräche sollen Mitte Oktober beginnen und unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sowie unter Beobachtung der Vereinten Nationen im Süden des Libanons stattfinden. Der Libanon und Israel befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustandmehr Informationen

Jerusalem fordert eine Deadline von sechs Monaten, innerhalb derer die Verhandlungen beendet werden müssten. Beirut plädiert für Gespräche ohne Ultimatum.

80 Kilometer von der Hafenstadt Haifa entfernt liegt das Feld „Tamar“ mit geschätzten Reserven von rund 280 Milliarden Kubikmetern; dort wird bereits Gas gefördert. Hinzu kommt das „Leviathan„-Gasfeld, das mehr als doppelt so groß ist und noch erschlossen wird.

Israel liefert bereits Gas an Jordanien, mit Ägypten wurde ein Lieferabkommen unterzeichnet – und der russische Staatskonzern Gazprom soll künftig Konzessionen erhalten.

Eine international anerkannte Grenze zwischen den beiden Feindstaaten Libanon und Israel gibt es bis heute nicht – obwohl Israel bereits 1948 gegründet wurde. Dass es dieses Gespräch überhaupt gibt, ist ein diplomatischer Erfolg für die Regierung von Donald Trump. David Satterfield, Unterabteilungsleiter im US-Außenministerium und zuständig für den Nahen Osten, hat das Treffen nach monatelanger Pendeldiplomatie arrangiert.  mehr Informationen

 

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