Fokus Sudan

Sieben Tage beten für verfolgte Christen (AVC)

Der Sudan ist arm und braucht dringend Hilfe. Das Land befindet sich auf einem wackeligen Weg in Richtung Demokratie und braucht die Hilfe der USA. Gleichzeitig gibt es viele Gruppen im Land, die andere Interessen haben.

In Khartum, der Hauptstadt des afrikanischen Landes, hatte die Arabische Liga 1967 ihre Resolution mit den berühmten „drei Neins“ verabschiedet: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung des jüdischen Staates, Nein zu Verhandlungen mit Jerusalem. Bis zum Sturz von Staatspräsident Umar al-Baschir 2019 war Sudan ein enger Verbündeter Irans. Teheran nutzte das Land, um die radikalislamische Hamas und den Islamischen Jihad aufzurüsten, die gegen Israel kämpfen. Israel und der Sudan haben im Herbst 2020 eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart. Dass sich das islamisch geprägte Land nun auf Israel zubewegt, ist ein Paradigmenwechsel für die gesamte Region.

Obwohl die Armee und prodemokratische Aktivisten eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet haben, bleiben Unklarheiten. Nachdem die sudanesische Regierung in den vergangenen Monaten bereits diverse Friedensabkommen mit Rebellengruppen des Landes unterschrieben hat, trafen sich Ende Oktober 2020 christliche und muslimische Leiter während zwei Tagen und unterschrieben am Ende der Gespräche ein Abkommen, das Frieden und Religionsfreiheit fördern soll. Zuletzt wurde im Juli das Anti-Bekehrungsgesetz aufgehoben, was sudanische Christen als «ein Wunder» bezeichneten. Doch trotz all der guten Nachrichten sind viele Christen weiterhin skeptisch und zweifeln an den guten Intentionen der Übergangsregierung, da dort immer noch Leute vertreten sind, die auch unter dem muslimischen Diktator Omar al-Bashir aktiv waren.

Christen aller Denominationen im Sudan haben Angst davor, Gespräche über ihren Glauben mit sudanesischen Muslimen zu führen, da dies als ein „Akt zur Förderung des Glaubensabfalls vom Islam“ ausgelegt werden könnte. Um nicht entdeckt zu werden, verzichten Christen muslimischer Herkunft oft darauf, ihre Kinder als Christen zu erziehen, weil dies die Aufmerksamkeit der Regierung und der Dorfvorsteher auf sich ziehen könnte. Diese Angst erstreckt sich sogar auf Beerdigungen, bei denen verstorbene Christen muslimischer Herkunft oft nach islamischen Riten auf muslimischen Friedhöfen bestattet werden, obwohl christliche und muslimische Friedhöfe getrennt sind.

Christen muslimischer Herkunft sind besonders gefährdet, da der Islam den Wechsel zu einer anderen Religion mit dem Tod bestraft. Sie verzichten in der Regel auf den Besitz von christlicher Literatur oder den Zugriff auf christliches Fernsehen oder Websites. Wenn sie entdeckt werden, könnte dies von Familie als Beweis gegen sie verwendet werden.

Bakrey besucht einen Hauskreis für Leute mit islamischem Hintergrund, die mehr über Jesus wissen wollen. Dort trifft er die Entscheidung, Jesus Christus anzunehmen.

Es verwundert kaum, dass nun ein zunehmender familiärer Terror seinen Lauf nimmt. Bakrey wird innerhalb seines Familienclans isoliert, bedroht und schließlich rausgeschmissen. Er findet bei christlichen Freunden Unterschlupf, gewinnt Tiefgang und entwickelt den sehnlichen Wunsch, getauft zu werden. Als Bakrey zur Zeit des Ramadan sich weigert, mit der Familie zusammen zu beten, ruft sein Onkel wutentbrannt die Sicherheitsorgane.

Bakrey versucht, zu fliehen. Vergeblich. Er wird verhaftet, ins Gefängnis geschleift und dort von Sicherheitskräften schwer gefoltert. Der Aufforderung, das Christentum hinter sich zu lassen und zum Islam zurückzukehren, widersteht Bakrey standhaft. Und mehr als das. Nach seiner Entlassung drei Wochen später sucht er schnurstracks seinen Vater auf und fleht diesen an, ebenfalls Jesus anzunehmen. Diese Provokation veranlasst seinen Vater, ihn zu verprügeln und seinerseits nach der Polizei zu rufen.

Aber Bakrey gelingt es, mithilfe von AVC in den Südsudan zu fliehen. Er wohnt jetzt, in einer großen Stadt des Landes. Er engagiert sich tatkräftig, die gute Nachricht an andere Muslime weiterzugeben. Inzwischen hat sich auch sein großer Wunsch erfüllt: Bakrey ist in einer Gemeinde im Südsudan getauft worden.

Wir beten für …
> die Christen, die von ihren Familien verstoßen wurden.
> die Angehörigen, die Jesus Christus noch nicht kennen.
> diejenigen, die Christen verfolgen und foltern.

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