Durch Leid entsteht die Erkenntnis über Gut und Böse

Gott wollte, dass der Mensch um das Böse weiß, aber das Gute kennt. Nach dem Bruch zwischen den Menschen und Gott, kennt der Mensch das Böse und weiß um das Gute.

Das Erleben des Bösen, soll in uns Menschen auslösen, dass wir in alle Ewigkeit nie mehr an der Güte Gottes zweifeln. Denn die Gemeinschaft mit Gott beruht auf dem Fundament einer Liebesbeziehung, welche aus Freiwilligkeit besteht.

Wenn es den Engeln möglich war, sich gegen Gott aufzulehnen und von ihm abzufallen, so ist es auch möglich, dass der Mensch sich wieder von Gott abwenden könnte. Doch wer die Konsequenzen eines Lebens ohne Gott erfahren hat, der weiß, dass er das in alle Ewigkeit nicht mehr will.

So ist das Leid der Welt der Scheidepunkt, wo wir uns gegen Gott auflehnen oder seine Nähe suchen. Die Erfahrung der Gottverlassenheit ist der tiefste Punkt in einem Leben. Jesus hat das erlebt. Gott hält uns in Jesus seine rettende Hand entgegen, die wir ergreifen können.

So schreibt Paulus: „Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2.Korinther 5,20). Jesus verspricht: „Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen (Johannes 10,28).

Wer sich in die Hände Gottes legt, wird von ihm gehalten, aber nicht vor aller Not bewahrt. Dazu folgen in einem anderen Beitrag weitere Gedanken.

Kleine Theologie des Leidens  
Leid ist eine Konsequenz der Liebe Gottes
Durch Leid entsteht die Erkenntnis über Gut und Böse

Ergänzung aufgrund einer Anfrage.

In Genesis 2,17 weiß der Mensch um Gut und Böse. In Genesis 3,6 bestimmen die Menschen für sich selbst, was gut für sie ist. Sie widersetzen sich damit den Anordnungen Gottes aus Genesis 2,17. Nun kennen sie das Böse und wissen was Gut gewesen wäre, nämlich nicht zu essen und Gott zu vertrauen / glauben. Genesis 3,22 stellt fest, dass der Mensch wie Gott sein will, indem er selbst für sich entscheidet, was Gut und Böse ist. Damit der Mensch nicht in diesem Zustand bleibt, wird er aus Eden geschickt. Durch Glauben an den übernatürlichen Erlöser (Genesis 3,5) findet der Mensch einen neuen Zugang zu Gott. Gott selbst sucht den Menschen, eilt ihm zu Hilfe und bedeckt seine Scham, indem er ein Tier tötet und den Menschen Kleidern aus Fell macht (Genesis 3,21). Die eigene armselige Bekleidung reicht in der Gegenwart von Gott nicht aus.

Siehe auch:
Leid ist eine Konsequenz der Liebe Gottes
Durch Leid entsteht die Erkenntnis über Gut und Böse
Heilung bedeutet nicht Heil
Leiden fördert Glauben 
Im Leid erleben wir Gottes Gegenwart

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