Direktflüge Tel Aviv Mekka?

Für den Fall, dass er siegreich aus den Parlamentswahlen vom Dienstag hervorgehen sollte, versprach Premierminister Binyamin Netanyahu den Israel-Arabern in der Form eines «Zückerchens der letzten Minute» Direktflüge ins saudische Mekka. Das würde die Reisekosten zu den muslimischen Heiligtümern und Pilgerfahrten beträchtlich senken.

Wie die «Jerusalem Post» dazu vermerkte, ist in diesem Versprechen die Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien verborgen. Die Saudis haben bis jetzt aber stets abgewunken.

In seinem Interview mit Kanal 13 wies Netanyahu dabei auf die Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hin, die (trotz der erneuten Annulierung der Reise des israelischen Premiers an den Golf) sehr stark seien. So solle die VAE sich verpflichtet haben, in Israel Investitionen von 40 Millairden Dollar zu tätigen. mehr Informationen

Netanyahus Äußerung zeigt auch an, dass er für seine Regierung auf die Unterstützung  der arabischen Bevölkerung hofft.

Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren wählen Israels Bürger am Dienstag 23.3.21 ein neues Parlament. Meinungsumfragen zufolge dürfte die nationalkonservative Likud-Partei stärkste Kraft im Parlament bleiben, die Mehrheit von 61 Sitzen jedoch deutlich verfehlen. Damit dürften sie Probleme haben, eine komfortable Koalition zu bilden.

Saudi-Arabien legt ein Friedensplan für Jemen vor

Saudi-Arabien hat dem Jemen ein Angebot gemacht, das zum Frieden führen soll. Der Weg in den Frieden soll laut dem Vorschlag aus Riad mit einer sofortigen Waffenruhe beginnen. Diese könnte in Kraft treten, sobald die jemenitischen Huthi-Rebellen ihr zustimmten, sagte der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud. Überwacht werden solle sie von den Vereinten Nationen.

Die Huthi wiesen den Vorschlag in einer ersten Reaktion zurück. Saudi-Arabien müsse zunächst seine Aggression stoppen sowie die Blockade beenden und Ideen vorbringen, die bereits früher diskutiert worden seien, sagte Rebellen-Sprecher Mohammed Abdul Salam dem Huthi-treuen Sender Masira. Jede Initiative, die die humanitäre Frage unbeachtet lasse, sei nicht ernst gemeint. Die Huthis seien aber zu weiteren Gesprächen mit den Regierungen in Riad, Washington und Maskat im Oman bereit, um ein Friedensabkommen zu erzielen.

Die Huthi-Rebellen kämpfen im Jemen seit sechs Jahren gegen eine von Saudi-Arabien geführte Koalition, die die international anerkannte Regierung des bitterarmen Landes unterstützt.  mehr Informationen

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