Corona 2021

26.7.21

Die Zahl der Klinikeinweisungen in Großbritannien steigt seit Mai kontinuierlich an, seit Ende Juni sogar sprunghaft. Woche für Woche nimmt das Tempo zu. Waren es allein in England am 4. Juli noch täglich 390 neue Corona-Patienten in Krankenhäusern, stieg die Zahl innerhalb einer Woche auf 502 an. Wiederum eine Woche später, am 18. Juli, waren es bereits 698. Bereits in drei Wochen könne es wieder nötig sein, Maßnahmen wie die Masken- oder Abstandspflicht einzuführen. Bis Ende August könnte die Zahl der täglichen Klinikeinweisungen als Folge der Lockerungen auf bis zu 2000 ansteigen, so die Berater. Der führende Berater Johnsons, Chris Whitty, hatte sogar unlängst gesagt, dass sich die Zahl der Hospitalisierten vermutlich alle drei Wochen verdoppeln wird – dann läge sie Ende August bei mehr als 3000. Whitty sprach von „ziemlich beängstigenden“ Zahlen. So hoch waren sie zuletzt auf dem Höhepunkt der ersten Welle im April 2020.

24.7.21

Zwei Drittel der Menschen in Indien ab sechs Jahren hatten Kontakt mit dem Virus oder wurden geimpft und haben somit Antikörper entwickelt. Die Opferzahl dürfte weit höher sein, als bisher angenommen: 1,3 bis zu fünf Millionen Menschen könnten mit dem Virus verstorben sein. Selbst die kleinste der genannten Zahlen würde traurigen Weltrekord bedeuten: doppelt so viele Tote wie in den USA, die derzeit in der Statistik an erster Stelle liegen. „Die wahre Zahl der Todesfälle liegt wahrscheinlich bei mehreren Millionen, nicht bei Hunderttausenden, was dies wohl zur schlimmsten menschlichen Tragödie Indiens seit der Teilung und Unabhängigkeit macht.“ Die neuen Studien über möglicherweise deutlich höhere Opferzahlen durch Covid-19 bringen das Narrativ der Regierung ins Wanken. Premier Modi betont stets, Indien habe die Krise besser überstanden als jedes andere Land – mit dem Argument der wenigen Toten. mehr Informationen

Am Freitag 23.7.21 trat für alle aus der Türkei, Zypern, der georgischen Republik und dem Vereinigten Königreich zurückkehrenden Israelis eine einwöchige Quarantänepflicht in Kraft, unabhängig von Impfstoffen und Vorerkrankungen, um eine weitere Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. Spanien und Kirgisistan wurden in die Liste der Länder aufgenommen, in denen die Einreise für Israelis verboten ist.

 

23.7.21

Nirgendwo sind die Auflagen so streng wie für Clubs und Bars. Dennoch verzeichnen Kantone dort bereits mehrere Corona-Fälle. In Luzern gab es bisher drei Corona-Fälle in Clubs, im Aargau 3 und in Basel-Stadt 10 Fälle.

Die deutsche Regierung stuft Spanien und die Niederlande von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel soll in dem Land der sogenannte Grüne Pass wieder eingeführt werden. Das Corona-Kabinett beschloss am Donnerstag, für Versammlungen von mehr als 100 Menschen erneut Beschränkungen zu verhängen. Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, müssen demnach am Eingang eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies soll unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser gelten.

Aktuelle Zahlen findet man unter www.worldometers.info/coronavirus   und Fallzahlen in der Schweiz , weltweite Vergleiche (Achtung es ist völlig unklar was wie gezählt wird.)  Link zu Behauptungen und Gegenüberstellungen    Anordnungen Bund,   Einreisebestimmungen für Schweizer ,  Link zu den Abwasserproben, 

21.7.21

Die meisten Menschen, die in die Ulmer Long Covid Sprechstunde kommen, sind zwischen 40 und 50 Jahre alt. «Und eigentlich verhältnismässig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen», so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt. Zudem seien überdurchschnittliche viele Sportler dabei. 20 Prozent der Patienten haben Organschäden. Der grösste Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter als vor der Erkrankung, habe aber keine Schäden an den Organen, sagt Oberarzt Dominik Buckert. Die Beschwerden sind dabei vielfältig. Zum einen berichteten die Patienten von Wortfindungsschwierigkeiten, Geschmacksstörungen oder Nervenschmerzen und Taubheit, sagt der Mediziner. Aber auch Luftnot, vor allem unter Belastung, und physische Leistungseinbussen gehörten dazu. Bei den Patienten mit Organschäden beobachten die Ärzte vor allem Herzmuskelentzündungen und Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. «Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist.» Atemnot sei die Folge.

Die Zahlen des Coronavirus verdoppeln sich schweizweit nahezu wöchentlich. In Genf haben sie sich verdreifacht. Viele stecken sich im Ausland an. Ein Blick nach Genf zeigt, insbesondere die Altersgruppe zwischen 20 und 49 Jahren steckt sich derzeit am häufigsten an. Aber auch bei Jugendlichen unter 20 Jahren und Kindern sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Und von den 946 Personen, die zwischen dem 5. und 20. Juli positiv getestet wurden, seien 875, also 92,5 Prozent, nicht geimpft gewesen. In Genf aber ist eine weitere Beobachtung brisant. Etwa 50 Prozent der seit Anfang Juli positiv getesteten Personen im Grenzkanton hat sich gemäss Forget ausserhalb der Schweiz infiziert. Partys in Verbindung mit den EM-Spielen. Schliesslich seien aber auch Sporthallen und Fitnessstudios betroffen. Nebst der mittlerweile dominanten Variante seien dies «die Öffnungsschritte, welche zu deutlich mehr ungeschützten Kontakten zwischen Menschen führen». Auch Ansteckungen in den Ferien würden eine Rolle spielen. Es gelte aber festzuhalten, «dass der Anstieg sehr vergleichbar mit anderen Ländern in Europa ist und nicht ganz unerwartet kommt». 20.7.21

Bei 120 Hospitalisierungen pro Tag drohe ein Kollaps des Gesundheitssystems. Aktuell ist die Schweiz weit von diesem Richtwert entfernt. Der Sieben-Tages-Schnitt liegt aktuell bei vier Spitaleinweisungen pro Tag. Die dritte Woche in Folge stecken sich in der Schweiz wieder mehr Personen mit dem Coronavirus an. Besonders in Genf schnellen die Zahlen in die Höhe. In den letzten sieben Tage registrierte das BAG schweizweit insgesamt 3756 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das ist eine Steigerung um knapp 90 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Schlechte Vorzeichen vor Olympia 2021 für sechs britische Athleten. Sie kommen beim Flug in Kontakt mit einem «Corona-Passagier». Und müssen in Isolation. Mit den südafrikanischen Fussballspielern Thabiso Monyane und Kamohelo Mahlatsi werden bereits zwei Athleten vor Ort positiv getestet. Seit Anfang Juli wurden rund um die Spiele bereits 67 positive Tests registriert. Am Freitag sollen die Spiele in Tokio eröffnet werden, aber wenige Tage vorher mehren sich die Zweifel. Die Eröffnungszeremonie am Freitag solle indes stattfinden.

18.7.21

Laut Medienberichten denkt die italienische Regierung über eine Pflicht des «Grünen Passes» für die Innenräumen der Restaurants nach.

Die Delta-Variante des Coronavirus gilt als äusserst ansteckend. Einer neuen Studie zufolge sei die Viruslast 1000 Mal höher als bei vorherigen Varianten. Ein Forscherteam hat die ersten 167 Infektionen mit der Virusvariante auf dem chinesischen Festland untersucht. Diese konnten alle auf den ersten Delta-Infektionsfall im Land zurückgeführt werden. Zu einem sehr ähnlichen Schluss kommt auch der Wiener Molekularbiologe Martin Moder. Gestützt auf eine vorzeitige Publikation aus Kanada schreibt er auf Twitter: «Es mehren sich die Hinweise, dass Delta bei Ungeimpften häufiger zu schweren Verläufen führt.»  Es mehren sich die Hinweise, dass Delta bei Ungeimpften häufiger zu schweren Verläufen führt. Neues Pre-Print aus Kanada: Delta im Verglich zum ursprünglichen Coronavirus: Chance auf Hospitalisierung +120%, Intensiv-Einlieferung +287%, Tod +137%. «Delta dürfte mit einer stark erhöhten Viruslast einhergehen, zumindest zu Beginn der Infektion.»

14.7.21 Bei einem Musikfestival in Utrecht haben sich rund 1000 Besucherinnen und Besucher mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Dienstagabend könnten die Zahlen noch steigen. Die Organisatoren reagierten geschockt und betonten, dass sie sich an alle Auflagen gehalten hätten. Rund 20’000 Menschen hatten das zweitägige Open-Air-Festival «Verknipt» (Durchgeknallt) am 3. und 4. Juli besucht. Am ersten Tag infizierten sich mindestens 448 Besucher, und am zweiten Tag weitere 516, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Festivalbesucherinnen und -besucher mussten nachweisen, dass sie geimpft oder negativ getestet waren. Nach Angaben der Veranstalter wurde streng am Eingang kontrolliert. Für Besucherinnen und Besucher seien Zeitfenster eingerichtet worden, um Andrang zu verhindern. Für den grossen Anstieg der Infektionen sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene verantwortlich. Infektionsherde waren vor allem Festivals, Diskotheken und Gaststätten. 

12.7.21

Aufgrund kontinuierlich hoher Infektionszahlen verlängert Südafrika seine strikten Corona-Beschränkungen für weitere zwei Wochen. Die Restriktionen sehen neben nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nach 21.00 Uhr auch ein Alkoholverbot sowie weitgehende Versammlungsverbote im Freien vor. Öffentliche Schulen, die sich derzeit in den Ferien befinden, sollen um eine zusätzliche Woche, bis zum 26. Juli, geschlossen bleiben. Restaurants dürfen hingegen unter strengen Vorgaben wieder öffnen.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet damit, dass Masken nicht mehr aus dem Alltag verschwinden werden. Auf die Frage, ob er einen Zeitpunkt sehe, an dem Corona als ganz normale Erkrankung angesehen werden könne, sagte Montgomery im ARD-«Europamagazin», der Punkt sei erreicht, wenn 85 Prozent der Bevölkerung durch Impfung und Durchmachen der Erkrankung immunisiert seien. «Wir werden aber Corona nie wieder los. Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen, Abstand halten und wir werden regelmässig nachimpfen müssen, wie wir das von der Grippe ja auch kennen», fügte er hinzu.

9.7.21

Die Regierung in Malta hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen die Regelungen für Einreisen verschärft. Ab Mittwoch kommender Woche müssten Reisende einen Impfnachweis vorzeigen, sagte Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz. Kinder, die in Begleitung ihrer Eltern unterwegs seien, bräuchten einen negativen PCR-Test.

Über die Hälfte der Corona-Neuinfektionen sind auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Dies haben Zahlen aus dem Kanton Zürich gezeigt, wie die «NZZ» schreibt. Die Rückkehrer, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, waren laut Zürcher Gesundheitsdirektion mehrheitlich in Spanien oder Griechenland in den Ferien. Nun ist auch mindestens ein Fall bekannt, bei dem ein Infizierter einen Zürcher Club besuchte und dort andere Partygäste ansteckte. Ob die Person geimpft war oder einen Testnachweis erbringen konnte, ist nicht bekannt.

In der vietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt hat am Freitag ein zweiwöchiger Corona-Lockdown begonnen. Mit diesem soll der bislang schlimmste Covid-19-Ausbruch in dem südostasiatischen Land eingedämmt werden. In Vietnam war die Zahl der registrierten Corona-Infektionen zuletzt auf mehr als 9400 gestiegen. Noch bis Ende April hatte das Land insgesamt weniger als 3000 Fälle verzeichnet. Wegen seiner erfolgreichen Kontaktverfolgungsmassnahmen und strengen Quarantäne-Regeln galt das Land lange als Vorbild im Kampf gegen die Pandemie.

Von mittlerweile 223 trotz doppelter Impfung infizierten Schweizerinnen und Schweizern mussten 71 hospitalisiert werden, so eine BAG-Sprecherin. Dabei werden nur «Fälle» erfasst, bei denen der zweite Piks mindestens 14 Tage zurückliegt. Von den mit einer Dosis geimpften Personen Infizierten mussten gar 81 von 206 in Spitalpflege. Gemäss BAG handelt es sich bei den infizierten Personen um «ältere Geimpfte», so die Sprecherin. Sie ergänzt, dass die Durchimpfung bei Senioren auch weiter fortgeschritten sei als bei der jüngeren Generation. Darauf deutet auch die Sterberate hin. «37 Personen mit erster Impfung und 17 mit vollständiger Impfung seit mindestens 14 Tagen verstarben.» Das heisst: Knapp 12 Prozent der Personen, die sich nach mindestens einer Impfung ansteckten, sind tot. Bei den doppelt geimpften reduziert sich dieser Wert auf 7,6 Prozent. Allerdings könnten dabei «Covid-19 als auch andere Grunderkrankungen» für Hospitalisation und Ableben verantwortlich sein, erklärt die Sprecherin. 99 Prozent der Infizierten seit Ende Januar waren nicht geimpft.

Die Impfstoffhersteller BioNTech und Pfizer wollen bald die Zulassung für die Verabreichung einer dritten Dosis ihres Corona-Impfstoffs beantragen. „Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung„, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

 

 

7.7.21

In Grossbritannien steigen die Zahlen seit etwa zwei Monaten an, und zwar mit dieser typisch exponentiellen Kurve, die jetzt steil nach oben zeigt. Grossbritannien hat im Moment etwa 20 Mal so viele Fälle wie die Schweiz, proportional auf die Bevölkerung gerechnet. Die Spitäler haben das aber nicht drastisch zu spüren bekommen. Es kann also sein, dass die Fallzahlen jetzt deutlich steigen, ohne dass die Spitäler in Schwierigkeiten geraten. 

Die Corona-Impfung bietet Schutz vor dem Coronavirus, kann eine Ansteckung aber nicht komplett verhindern. So wurden über zweihundert vollständig geimpfte Personen in der Schweiz positiv getestet. In anderen Ländern ist diese Zahl noch höher.Doch geimpfte Infizierte haben andere Symptome. Dies hat eine britische Studie, über die der «Mirror» berichtete, ergeben. Diese Patienten hätten zwar auchdie üblichen Symptome wie Fieber, Husten und Geschmacksverlust. Doch sie klagten auch über Kopf- und Halsschmerzen, Niesen und eine laufende Nase. Im Allgemeinen hätten Geimpfte weniger starke und weniger lange andauernde Symptome, so die Studie. Zudem müssten vollständig geimpfte Corona-Patienten nur selten in ein Spital eingewiesen werden.

Die Zahl der Corona-Fälle in Verbindung mit der Euro 2020 ist nach Daten der EU-Gesundheitsagentur stark angestiegen auf 2500 Fälle. Fans aus sieben Teilnehmerländern sind demnach bisher betroffen. Auch Schweizer Fans haben sich angesteckt.

6.7.21 Von 410 nicht-hospitalisierten, aber symptomatischen Patienten haben 39 Prozent noch sieben Monate nach der Diagnose mit Coronavirus von Symptomen berichtet. Obwohl diese leicht bis mittelschwer seien, beeinträchtigten sie dennoch die Lebensqualität. Darüber informierte am Dienstag das Universitätsspital und die Universität Genf. Die Studie zeigte auch die häufigsten lang anhaltenden Symptome auf. Die Befragten berichten von Müdigkeit (21 Prozent), Geschmacks- oder Geruchsverlust (17 Prozent), Atemnot (12 Prozent) sowie Kopfschmerzen (10 Prozent). Die Inzidenz von Langzeitwirkungen einer Coronavirus-Infektion scheint bei Frauen höher zu sein. Insbesondere gilt dies für Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Kopfschmerzen. Zudem litten diejenigen Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit an Langzeitfolgen, die kurz nach der Erkrankung mehrere Covid-19-Symptome entwickelt hatten. Überraschend ist gemäss der Mitteilung, dass die Symptome mit der Zeit kommen und gehen können. «Die Ursache dieser Schwankungen bleibt ungeklärt, ist aber Gegenstand verschiedener Hypothesen, die derzeit untersucht werden».

Das BAG stuft die epidemiologische Lage als gut ein. Besorgniserregend sei aber die Ausbreitung der Delta-Mutation. In der Schweiz beträgt diese nun 30 Prozent. Zwei Drittel der Meldungen zu Impfungen waren nicht schwerwiegend. Ein Drittel der Meldungen waren schwerwiegend. Als schwerwiegend eingestuft werden Fälle, wo Personen hospitalisiert werden mussten oder gestorben sind. In der Schweiz sei noch keine Person an der Impfung gestorben. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber seien Nebenwirkungen, die man festgestellt hat, diese gelten jedoch nicht als schwerwiegend.

Nach seinem Vater ist jetzt auch die Mutter des deutschen Schauspielers Christian Kahrmann gestorben. Der Ex-«Lindenstrasse»-Schauspieler hat seine Eltern im März mit dem Coronavirus infiziert. Der Schauspieler hat als Erster der Familie schwere Symptome entwickelt: Mit der Ambulanz musste er ins Spital gefahren werden, danach lag er drei Wochen lang im Koma. Mittlerweile hat er sich von der Erkrankung erholt: «Ich kann zwar noch nicht joggen. Aber ich bin froh, dass ich nicht mehr auf den Rollator angewiesen bin», so der 49-Jährige gegenüber der «Bild». 

In der israelischen Stadt Tel Aviv kam es zu einem besorgniserregenden Ausbruch des Coronavirus. Bei einer Feier haben sich mindestens 83 junge Leute mit dem Virus angesteckt – alle durch ein und denselben Schüler. Besonders brisant: die Infektionskette. Wie die «Times of Israel» berichtet, sei der Superspreader nämlich bereits geimpft gewesen. Seine Infektion habe er womöglich von einem ebenfalls geimpften Angehörigen aufgelesen, der wiederum von einem ebenfalls geimpften Angehörigen infiziert wurde. Letztere Person sei zuvor in London gewesen.

 

5.7.21 Es sind beunruhigende Neuigkeiten aus Israel. Eine Studie zeigt, dass der Pfizer-Impfstoff weniger gut wirkt gegen die Delta-Variante, als angenommen. Die Corona-Situation in Israel droht erneut zu kippen. Rasant breitet sich eine neue Infektionswelle aus. Der Grund dafür: die Delta-Variante. Die Wirksamkeit gegen die Delta-Variante beträgt lediglich 60 bis 80 Prozent. Die Forscher machen sich Sorgen um die Zukunft in Israel. In den nächsten zwei Wochen könnte es täglich bis zu 1000 Infektionen geben, rein aufgrund der Delta-Variante.

Die Impfung von Kindern ist allerdings in Experten-Kreisen umstritten. Ein britischer Impfexperte feuert die Debatte nun neu an. Professor Robert Dingwall ist Mitglied des Komitees für Impffragen (JCVI) in Grossbritannien. Dingwall ist der Auffassung, dass es für Kinder sicherer ist, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Dies anstelle einer Impfung. Er begründet dies mit der Chance auf Nebenwirkungen, welche nach einer Corona-Impfung auftreten können. Teenager seien einem äusserst geringen Risiko ausgesetzt, wenn sie sich infizieren. Auch Daniel Beutler, Arzt aus Thun äusserte sich am 30. Juni im Berner Landbote kritisch zur Impfung von Jugendlichen.

Johnson sagte dem Kabinett, dass der Impferfolg bedeutet, dass Großbritannien in der Lage sein wird, „mit Covid zu leben“, weil die Verbindung zwischen Virusfällen und Krankenhausaufenthalten durchbrochen wurde. „Das Kabinett hat sich darauf geeinigt, dass wir dank des Schutzes, den der Impfstoff bietet, in Zukunft mit Covid leben können – selbst wenn die Fälle weiter ansteigen.“ Ab dem 19. Juli – so der derzeitige Plan – können die Engländer dann wieder im voll besetzten Theater sitzen, riesige Feste feiern und sogar die Nacht im vollen Club durchtanzen. Sogar die Aufhebung der Maskenpflicht steht zur Debatte. Gut 63 Prozent der britischen Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft, etwa 86 haben immerhin die erste Dosis hinter sich. Dennoch bleiben genug Menschen übrig, für die Delta eine Gefahr darstellt – zumal ein wirklich wirksamer Schutz vor der Variante erst nach der vollständigen Impfung bestehen soll. Zwar ist zu bedenken, dass die Zahl der Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle bislang nicht im gleichen Maße mit den positiven Fällen ansteigt wie in vorherigen Corona-Wellen. Aber vergangene Woche sahen sich die Krankenhäuser in England dennoch wieder mit so vielen Corona-Fällen konfrontiert wie schon lange nicht mehr. Das Kalkül der Regierung ist trotzdem: Jüngere und Kinder landen seltener mit Covid-19 im Krankenhaus oder sterben daran. Dass sie zum Teil mit Langzeitfolgen genauso zu kämpfen haben und hohe Infektionszahlen Raum für neue, noch gefährlichere Mutationen des Virus bieten, wird ausgeblendet.

Die Impfkampagnen in Rumänien und Bulgarien stagnieren, weil viele Bürger sich nicht impfen lassen wollen. Zehntausende Impfdosen mussten bereits vernichtet werden, die Haltbarkeit war abgelaufen. Ließen sich in Rumänien im April im Schnitt noch etwa 100.000 Menschen pro Tag impfen, waren es im Juni nur noch 18.000. Ähnlich sieht es auch in Bulgarien aus. Dort bekamen im April im Schnitt 25.000 Menschen die Spritze gegen Corona, im Juni waren es nur noch 8000. In Rumänien hat sich bislang nur etwa ein Viertel der Bevölkerung impfen lassen. In Bulgarien sieht es noch schlechter aus. In Rumänien hat das nach örtlichen Medienberichten bereits Ende Juni dazu geführt, dass 35.000 AstraZeneca-Dosen vernichtet werden mussten.  Umfragen zufolge stehen in Bulgarien 60 Prozent der Bevölkerung Impfungen ablehnend gegenüber.

Eine Zeit lang wies die Schweiz eine beeindruckende Impfquote auf. Mittlerweile zeigt sich die Kurve der bereits geimpften Personen aber abflachend. Eine Zahl von deutlich über 60 Prozent ist bis in den Herbst nur in wenigen Kantonen zu erwarten. Der Gesundheitsminister sorgt sich um die Gesundheit der über 80-Jährigen. In den Heimen sei die Impfquote zu tief. Auch will sich ein grosser Teil des Personals nicht impfen lassen. Rund 20 Prozent der über 80-Jährigen sind noch nicht geimpft. Ausserdem sei auch die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal und der Spitex tief. Als relevante Messgrösse für den weiteren Verlauf der Pandemie sieht Berset vor allem die Spitaleinweisungen. Bleiben diese tief, seien höhere Fallzahlen zu verkraften.

 

2.7.21

Derzeit dürfen nur 6000 Menschen pro Woche per Flugzeug nach Australien einreisen. Wegen steigenden Corona-Fällen soll diese Zahl nun halbiert werden. Vor Beginn der Corona-Pandemie reisten jede Woche rund 260’000 Menschen nach Australien ein. Angesichts des verbreiteten Ärgers über die strikten Einreiseregelungen deutete Morrison einen Strategiewechsel seiner Regierung im Kampf gegen das Coronavirus an. So werde es künftig weniger um die Unterdrückung des Coronavirus gehen, sondern um den Umgang damit. Die Regierung werde bald Impfziele definieren, kündigte Morrison weiter an. Sobald diese erreicht seien, könnten die Grenzen schrittweise geöffnet und die Rückkehr zur Normalität eingeleitet werden.

Etwa ein Drittel der Menschen, die derzeit in Großbritannien an der Delta-Variante sterben, ist zweifach geimpft. Das hat wohl nichts damit zu tun, dass die Impfungen nicht wirken, sondern viel eher mit Statistik. Dass die Impfungen nicht vollständig vor einer Infektion schützen, war schon nach den klinischen Studien klar. Der Biontech-Impfstoff Comirnaty zum Beispiel reduzierte die Ansteckungen um 95 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe. Das ist gut, aber eben nicht perfekt. Wegen der enormen Unterschiede in der Sterblichkeit zwischen jungen, gesunden Menschen und den Risikogruppen hat der nicht perfekte Schutz durch die Impfungen große Auswirkungen. Wenn die Impfung die Sterblichkeit bei 85 Jahre alten Personen um hypothetische 95 Prozent senken würde, haben diese mit den oben genannten Zahlen immer noch ein mehr als 50-fach höheres Sterberisiko als ungeimpfte 25-Jährige. Das führt zu dem scheinbar paradoxen Resultat: Je weiter die Impfkampagne voranschreitet, desto höher wird potenziell der Anteil der vollständig Geimpften an den Coronatoten. Die Menschen mit erhöhtem Risiko sind bereits überwiegend geimpft, infizieren sich aber in gewissem Maße, und ein Teil stirbt auch daran. Die verbleibenden Ungeimpften dagegen sind weit überwiegend relativ jung mit einem entsprechend niedrigen Sterberisiko. Auch wenn Ungeimpfte den größten Teil der Infizierten ausmachen, bleibt ihr Beitrag zu den Todesfällen vergleichsweise begrenzt – und er sinkt immer weiter, je mehr auch diese Bevölkerungsgruppen geimpft werden. mehr Informationen

Neuesten Analysen zufolge leidet rund ein Drittel der Covid-19-Patienten unter Spätfolgen der Erkrankung, sogar, wenn die Covid-19-Erkrankung eher mild verlaufen ist. Dennoch ist immer noch nicht klar, wie eine Reihe der Spätfolgen entstehen. Die Forscher fanden heraus, dass durch Sars-CoV-2 menschliche Blutkörperchen über Monate hinweg verändert sein können. Die Wissenschaftler vermuten darin die Ursache für verschiedene Long-Covid-Symptome. mehr Informationen

 

30.6.21  Wie das Team im Fachjournal «Nature» berichtet, lösen die Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna nicht nur eine sehr starke, sondern auch eine langanhaltende Immunreaktion aus, die möglicherweise über Jahre hinweg gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 schützt. Vorausgesetzt, das Virus entwickelt sich nicht wesentlich über seine aktuelle Form hinaus. Etwas, das nicht garantiert ist, wie die Forschenden betonen.

29.6.21 «Die Lockerungen in Israel waren zu früh und zu ausgedehnt bei einer Durchimpfung von 60 Prozent», sagte Andreas Cerny im Interview mit der «SonntagsZeitung». Und betonte: «Wir sollten daraus lernen.» Für Cerny sind die Lockerungen, der Sommer mit Ferien und Veranstaltungen und die sich ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus «eine explosive Mischung». Mehr Fälle und eine vierte Welle seien damit programmiert, sagte er. Alain Berset erwartet im Herbst eine weitere Corona-Welle bei ungeimpften Personen. Besonders Kinder seien dem Virus schutzlos ausgeliefert, da sie erst bis im Herbst geimpft sein würden, sagt Science-Taskforce-Mitglied Volker Thiel. Ein weiteres Risiko sieht der Virologe in den wieder geöffneten Grossveranstaltungen, vor allem in Innenräumen. «Der Zutritt muss noch längere Zeit auf Besuchende mit Zertifikat beschränkt sein, zumindest solange sich noch nicht alle Impfwilligen haben impfen lassen können. Ansonsten drohen solche Veranstaltungen zu Superspreader-Events zu werden.» «Im schlimmsten Fall droht eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems, weil wegen einer zu tiefen Impfbereitschaft und einer aggressiven Variante viele Menschen schwer erkranken.» Der deutsche Kinderarzt Fred Zepp, der in der Impfkommission (Stiko) sitzt, sagt, Kinder und Jugendliche hätten von der Delta-Variante in der Regel wenig zu befürchten. «Wenn jemand Grund zur Sorge hat, dann sind es die ungeimpften Erwachsenen».

Während die Schweiz weitgehende Corona-Lockerungen feiert, sieht die Situation in anderen Teilen der Welt wieder düster aus. Die Fallzahlen steigen rasant an, in Grossbritannien sind sie so hoch wie seit Februar nicht mehr. Wegen der von Dienstag an geltenden Einstufung Portugals als Corona-Virusvariantengebiet will der deutsche Reiseanbieter Olimar mehrere hundert Bundesbürger schnell zurückholen. Das RKI hatte Portugal wegen der Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus am Freitagabend zum Virusvariantengebiet erklärt – zunächst für zwei Wochen. Dies bedeutet ein umfangreiches Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen Bundesbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland aber zurückbringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Sie kann nicht durch einen Test verkürzt werden und gilt auch für vollständig Geimpfte und Genesene. Nachrichten über gestiegene Fallzahlen gibt es auch aus Südafrika. Nach Angaben der Regierung befindet sich das Land mit mehr als 56 Millionen Einwohnern zunehmend im Griff der Delta-Variante des Virus. In Pretoria und Johannesburg befindet sich mittlerweile die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze. Auch in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, treten wegen Delta verschärfte Massnahmen in Kraft. So dürfen die Einwohner ab Montag für sieben Tage lang das Haus nicht verlassen. Wegen dieser Ankündigung sind Massen von Menschen zu den Fährterminals in Dhaka geströmt, um die Stadt zu verlassen. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante wird der Großraum Sydney abgeriegelt. Der jüngste Ausbruch geht auf einen Fahrdienst zurück, der vor rund zwei Wochen die Besatzung eines Flugzeuges in ein Quarantäne-Hotel brachte. Die Behörden haben seither 180 Corona-Fälle registriert. Die Behörden rechnen mit steigenden Fallzahlen. Australien hat die Corona-Infektionen mit Grenzschließungen und strengen Quarantäne-Regeln weitgehend eingedämmt. Auch in Russland spitzt sich die Lage zu. Für Reisende nach Deutschland sollen wegen der Corona-Lage in Russland massive Einschränkungen gelten. Dem Robert Koch-Institut zufolge wird neben Russland auch Portugal am Dienstag als Virusvariantengebiet eingestuft, was ein weitreichendes Beförderungsverbot und strikte Quarantäneregeln zur Folge hat.

 

25.6.21

Angesichts einer neuen Welle positiver Covid-Fälle bei jungen Menschen in Israel gilt ab sofort wieder Maskenpflicht in Innenräumen.

Bei einer Studie zum verschwundenen Geruchssinn im Zusammenhang mit dem Coronavirus sprechen Forscher von einer «exzellenten Prognose». Die Resultate versprechen Hoffnung: 49 der 51 Patienten (96,1 Prozent) waren ihre Beschwerden nach spätestens einem Jahr los. Eine grosse Mehrheit der Patienten (84 Prozent) erholte sich sogar innerhalb von vier Monaten nach der Ansteckung vollständig. Die übrig gebliebenen zwei Personen leiden jedoch noch immer unter teil- oder völligem Geruchsverlust. Die Forscher wissen nicht, wie lange es für diese Patienten noch dauern könnte, bis sie sich vollständig erholen. Sie können zudem auch nicht ausschliessen, dass eine Covid-bedingte Anosmie dauerhaft sein könnte.

24.6.21

Ein US-Forscher ist im Web auf Gensequenzen des Covid-19-Virus früher Krankheitsfälle gestossen, die zuvor aus einer Datenbank entfernt worden waren. Das befeuert die Theorie, dass China den Ursprung des Virus verschleiern wolle. Vor rund einem Jahr verschwanden die Gensequenzen von insgesamt 241 Proben früher Covid-19-Fälle, die in Wuhan aufgetreten waren, aus einer internationalen Datenbank in den USA. Hochgeladen hatten diese zuvor Forscher aus der chinesischen Metropole. Nun hat der US-Virologe Jesse Bloom beim Stöbern in der Datencloud von Google 13 dieser unter mysteriösen Umständen gelöschten Gensequenzen wieder gefunden. Möglicherweise kursierten in Wuhan also schon Viren, bevor es Ende 2019 zum offiziellen Ausbruch gekommen war. Gemäss einem US-Geheimdienstbericht sollen bereits im November 2019 mindestens drei Mitarbeiter des Instituts für Virologie in Wuhan mit Covid-ähnlichen Symptomen behandelt worden sein.

Nach dem Schulabschluss ordentlich feiern – das wollten Hunderte spanische Schüler auf der Balearen-Insel Mallorca. Allein in Madrid wurden 245 Jugendliche und junge Erwachsene gemeldet, die sich auf ihrer Abschlussfahrt infiziert haben. In Madrid identifizierten die Behörden neben den 245 Infizierten bisher 452 Kontaktpersonen – weitere positive Fälle sind also wahrscheinlich. In San Sebastián im Baskenland wurden 49 Schüler nach ihrer Rückkehr positiv getestet. Einige davon hatten sich sogar mit der hochansteckenden Delta-Variante infiziert. Weitere 300 Menschen sollen darum nun zum Massentest. Die Stadt Elche in der Region Valencia meldete 32 Fälle, Murcia 18. Außerdem sollen sich Abiturienten aus Kantabrien und Aragon angesteckt haben.

Die finnischen Behörden machen für einen sprunghaften Anstieg der täglichen Neuinfektionen Fußball-Fans verantwortlich, die von zwei EM-Spielen aus Russland zurückgekehrt sind. Die Zahl ist von etwa 50 pro Tag auf mehr als 100 angestiegen, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Einem Mitarbeiter des finnischen Gesundheitsinstituts zufolge wurden die meisten Infektionen bei Personen festgestellt, die am 22. Juni in 15 Bussen aus Sankt Petersburg nach Hause gereist waren.

23.6.21

„Religiöse Veranstaltungen dürfen mit bis zu 1000 Personen durchgeführt werden. Wenn keine Sitzpflicht besteht (z.B. an einer Prozession), dann dürfen in Innenräumen max. 250 Besucherinnen und Besucher anwesend sein. Es gilt in Innenbereichen eine Maskentragpflicht. Findet der Anlass draussen statt, sind ohne Sitzpflicht bis zu 500 Besucherinnen und Besucher zugelassen. Es darf im Innern oder im Freien maximal zwei Drittel der Kapazität besetzt werden. Eine religiöse Veranstaltung mit Zertifikats- Zugangsbeschränkung ist nicht vorgesehen, da diese gemäss Vorgaben des Bundesrats zum Einsatz des Covid-Zertifikats zum grünen Bereich gehören, in welchem ein Zertifikatseinsatz nicht erlaubt ist.“ Das gilt per 26. Juni.

 

Aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen verschiebt Israel die geplante Einreiseerlaubnis für geimpfte Touristen um einen Monat. Urlauber dürfen ohne vorherige Genehmigung erst ab dem 1. August ins Land kommen, bestätigte eine Sprecherin des Tourismusministeriums. Am Montag stieg die Anzahl der neuen Corona-Infektionen das erste Mal seit zwei Monaten auf mehr als 100 innerhalb eines Tages. Innenministerin Ajelet Schaked hatte noch am Sonntag mitgeteilt, dass geimpfte Individualtouristen ab dem 1. Juli einreisen dürften. 

In Italien stehen 45’000 Mitarbeiter des Gesundheitswesen vor der Suspendierung, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Das italienische Parlament hatte im Mai ein Gesetz zur Einführung einer Impfflicht für Gesundheitspersonal verabschiedet. Wer  sich nicht impfen will, muss darlegen, warum er eine Ausnahme von der Impfpflicht beantragt. Die gibt es nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Beispielsweise wenn die Impfung nachweislich eine gesundheitliche Gefahr für die betreffende Person darstellen könnte. Die nicht geimpften Mitarbeiter des Gesundheitswesen müssen schliesslich Aufgaben ohne direkten Kontakt zu Patienten oder Kunden übernehmen. Ist dies aber nicht möglich, können die Verweigerer vom Dienst suspendiert werden. Und zwar so lange, bis die nationale Impfkampagne in Italien abgeschlossen ist. Das heisst: Zwangsurlaub für Impfverweigerer ohne Gehalt bis Jahresende. Der Prozentsatz der kritischen Ärzte liegt dabei laut der Ärztekammer des Landes lediglich bei 0,2 Prozent. Um einiges höher liegt etwa der Prozentsatz der Sanitäter mit 2,3 Prozent.

Das BAG und die Kommission für Impffragen in der Schweiz empfehlen eine Impfung für Jugendliche zwischen zwölf bis 15 Jahren. Über die Aufhebung der Maskenpflicht soll bald im Bundesrat entschieden werden. Anne Lévy spricht davon, dass bereits 37 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft seien.

 

22.6.21

Nach zuletzt wenigen Corona-Neuinfektionen in Israel sind erstmals seit rund zwei Monaten mehr als 100 neue Fälle an einem Tag nachgewiesen worden. 125 Personen seien am Vortag positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Chesi Levy, hatte dem israelischen Fernsehen zuvor gesagt, dass rund 70 Prozent der Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Virus in Zusammenhang stehen. Die Hälfte der Neuinfizierten seien Kinder, ein Drittel der Betroffenen sei geimpft gewesen. Die Delta-Variante wurde zuerst in Indien entdeckt und gilt als besonders ansteckend.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) geht davon aus, dass manche Menschen trotz vollständiger Impfung gegen SARS-CoV-2 keine normale wirksame Immunität aufbauen. Warum ist das so? Bei einigen Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird – die also immunsupprimierende Therapien bekommen -, wirkten die Impfungen weniger gut. Seit Jahren sei bekannt, dass einige Menschen eine schlechtere Immunantwort aufbauen als andere. Das sei nichts, was mit den Corona-Impfstoffen zusammenhänge, sondern gelte auch für andere Impfstoffe. Krebspatienten bekommen Medikamente, die die Zellteilung verlangsamen. Damit teilen sich nicht nur die Krebszellen langsamer, sondern auch die Immunzellen, die nach der Impfung Antikörper bilden. So sehe man gerade bei Menschen, die unter einer starken Chemotherapie stehen, dass sie nach einer Impfung kaum Antikörper bildeten. Ähnlich sei es nach Organtransplantationen. Damit der Körper das Spenderorgan nicht abstößt, bekämen auch diese Patienten Medikamente, die das Immunsystem herunterfahren. Auch einige Menschen, die unter Autoimmunerkrankungen – wie Multiple Sklerose oder Rheuma – leiden, können ähnliche Probleme haben. Die Fähigkeit, eine normale Immunantwort aufzubauen, nehme mit dem Alter ab. Vielleicht müsse bei Menschen mit einer Organtransplantation ein anderer Impfstoff gegeben werden. Bei Krebspatienten könne man abwarten, bis die Chemotherapie beendet ist, danach erhole sich das Immunsystem in den meisten Fällen. 

Nach dem G7-Treffen in Grossbritannien explodieren in den Konferenzorten die Fallzahlen des Coronavirus. Die britische Regierung sieht keinen Zusammenhang. In den Orten St. Ives und Falmout, wo die Konferenz stattfand, sind nun die Fallzahlen des Coronavirus rapide angestiegen. So sei die Sieben-Tage-Inzidenz in Falmouth auf 600 gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 2000 Prozent. Landesweit lag der Wert im gleichen Zeitraum bei rund 77.

21.6.21

Der Impffortschritt schützte Chile nicht. Obwohl inzwischen rund 60 Prozent der Bevölkerung einfach und davon mehr als 40 Prozent vollständig geimpft sind, steigen die Infektionszahlen immer weiter. Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind komplett überlastet. Das Gesundheitssystem ist kollabiert, kann man sagen. Menschen werden jetzt auch in ambulanten Einrichtungen aufgenommen oder zu Hause behandelt. Wir haben hohe Todeszahlen, und es sterben jüngere Menschen. Wir wissen seit Langem, dass der hierzulande verwendete Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac zwar vor schweren Verläufen einer Covid-Erkrankung gut schützt, aber weniger gut vor einer Infektion mit dem Virus. Wenn dann Maßnahmen der sozialen Distanzierung über Bord geworfen werden, wie hier geschehen, dann kann sich das Virus stark ausbreiten – und trifft besonders die Ungeimpften. Wir Gesundheitswissenschaftler haben davor gewarnt, aber leider hat man nicht auf uns gehört. Seit vergangenem Wochenende gilt in der Hauptstadt Santiago de Chile erneut ein vollständiger Lockdown. Erst kürzlich erhielten noch alle Menschen, die zweifach geimpft sind, sogenannte Mobilitätspässe. Sie müssen sich jetzt nur teilweise an den Lockdown halten. Theoretisch müsste man herausfinden, wer nicht genug Antikörper gebildet hat und diesen Menschen dann eine andere Vakzine verabreichen. Das alles ist wenig praktikabel. Das heißt: Wir werden auf diesem Kontinent noch über Jahre mit diesem Virus zu kämpfen haben. Ich hoffe, wir sind in drei Jahren dort, wo Australien oder Neuseeland heute sind, sodass man einzelne Fälle früh erkennt und Infektionsketten nachverfolgen kann.Die Vektor-Impfstoffe und die mRNA-Technologie verhindern Infektionen besser, das macht einen großen Unterschied. Chile hat im Moment 10 mal mehr Ansteckungen zur Bevölkerung als die Schweiz.

 

20.6.21

In Israel wurden rund 450 Zuschauerinnen und Zuschauer, die bei einer Veranstaltung in Bet Schean anwesend waren, in Quarantäne geschickt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass im Publikum ein Mädchen an CoV erkrankt ist. Selbst Geimpfte und Genesene wurden vorläufig in Quarantäne geschickt, bis geklärt ist, um welche Mutation es sich handelt. Das sei eine „besondere Vorsichtsmaßnahme“, die laut öffentlich-rechtlichem Sender Kan von den Behörden auch damit argumentiert wurde, dass es sich um eine Indoor-Veranstaltung handelte. Und nach einem neuen CoV-Ausbruch an Schulen ist in zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler verhängt worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, im Raum Binyamina südlich von Haifa sowie in Modiin-Maccabim-Reut müssten in Innenräumen sowie Außenbereichen wieder Schutzmasken getragen werden. In einer Schule in Binjamina wurden 45 Schüler positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Auch in Modiin – einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem – gab es rund ein Dutzend neuer Fälle. Nach Medienberichten wird an beiden Schulen ein Zusammenhang mit Rückkehrern aus dem Ausland sowie der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus vermutet. Sie war zuerst in Indien beobachtet worden. Delta führe zu schwereren Krankheitsverläufen und zweieinhalbmal so vielen Hospitalisierungen wie Alpha.

 

19.6.21

Uganda befinde sich ab sofort für 42 Tage im «totalen Lockdown», sagte Museveni am Freitag. Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zuhause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Strasse zugelassen. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsberaterin Musevenis, Monica Musenero, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Zahl der Fälle steigt stetig.» In Uganda, wie auch in 13 weiteren afrikanischen Ländern, breitet sich die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus weiter aus. Uganda hat etwa gleich viel Neuansteckungen wie die Schweiz, aber eine schlechte  Infrastruktur.

18.6.21

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnt angesichts der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus vor zu raschen Lockerungsschritten in Deutschland. Sie sollten die politische Grösse haben, angekündigte Lockerungen wieder zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen durch die Delta-Variante wieder steigen sollten. Montgomery verwies auf das Beispiel der britischen Regierung. Diese hatte am Montag erklärt, wegen der Delta-Variante die geplante Aufhebung der letzten Corona-Beschränkungen um vier Wochen zu verschieben. Montgomery bezeichnete es als «das Tückische» der zuerst in Indien entdeckten Delta-Mutante, «dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit Andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben».

 

16.6.21

Die Delta-Variante des Coronavirus macht Grossbritannien zu schaffen. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich im Vergleich zum Mai mehr als verdreifacht. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm im Wochenvergleich sogar um 40 Prozent zu. Wegen der Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Delta-Variante hat Premierminister Boris Johnson die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen in England um vier Wochen verschoben.

15.6.21

Ein Gottesdienstbesuch unter den gegenwärtigen Schutzkonzepten geht nicht mit einem erhöhten Corona-Infektionsrisiko einher. Das ergab eine Studie in Zusammenarbeit der Universitäten Marburg und Gießen sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Das Ergebnis: Weder für die Teilnahme an Gottesdiensten noch für haupt- und nebenamtliche Tätigkeiten ergaben sich statistisch signifikante Zusammenhänge zu positiven Ergebnissen im Antikörpertest.

Virginie Masserey kündigt an, dass die Behörden in der Schweiz künftig von einem Impfschutz von 12 Monaten, statt wie bisher nur sechs Monaten, ausgehen. Der längere Zeitraum wird auch in den Covid-Zertifikaten berücksichtigt.

Die in Indien entdeckten Corona-Variante verursacht bei Patienten anscheinend andere Symptome als frühere Corona-Typen. In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet, wie die BBC am Montag berichtete. Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bislang als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig. Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker wie eine einfache Erkältung anfühlen, sagte Spector – und rief Betroffene auf, sich in jedem Fall testen zu lassen. 

Die Befürchtung wächst, dass der dreitägige G7-Gipfel in England zu einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus geführt haben könnte. In der Region mussten seither mehrere Hotels wegen Corona-Infektionen schliessen. In St. Ives mussten jetzt nämlich aufgrund von Corona-Fällen, drei Hotels, ein Café und eine Bar vorübergehend geschlossen werden. St. Ives ist die Stadt, die dem Hauptveranstaltungsort Carbis Bay am nächsten liegt. Gemäss Berichten beherbergte etwa das Hotel «Pedn Olva» einige Medienschaffende und Sicherheitskräfte, die am G7-Gipfel im Einsatz standen. Im «Pedn Olva» hatten sich demnach einige Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Sobald genug von ihnen genesen seien, soll das Hotel wieder geöffnet werden.

 

10.6.21

«EU1» habe sich in anderen Ländern aufgrund unterschiedlicher Reiseaktivitäten unterschiedlich stark durchgesetzt, erklärt Epidemiologen Emma Hodcroft. Das Vereinigte Königreich hat enge Verbindungen zu Indien. Daher dürften in Grossbritannien deutlich mehr Fälle der in Indien erstmals aufgetauchten Delta-Variante eingeschleppt worden sein. Mit der Impfung sinke die Wahrscheinlichkeit, das Coronavirus zurückzubringen, deutlich. «Ich möchte den Menschen nahelegen, dass sie sich vor einer Reise impfen lassen», schliesst Hodcroft. «Wer reisen geht, sollte flexibel bleiben, vielleicht einmal mehr an den Strand und einmal weniger in den Klub gehen. Wenn ein Ort überfüllt scheint, sollte man vielleicht ein anderes Mal zurückkommen – das alles kann den Unterschied machen

Nachdem das indische Gesundheitssystem noch vor wenigen Wochen kurz vor dem Zusammenbruch stand, verbessert sich die epidemiologische Lage jetzt rasant. Der Grund dafür ist aber nicht ganz klar. Auf das ganze Land gerechnet ist der Wert auf 60 abgesackt (Schweiz 53 / D 34). An der Impfung kann es nicht liegen, denn Indien hat erst etwa 3,5 Prozent seiner Bevölkerung zweimal geimpft. Trotzdem sank die Positivitätrate beim Coronavirus innert vier Wochen von 22 auf 3,5 Prozent. Gleichzeitig warnen indische Ärzte vor neuen möglichen Nebenwirkungen der Delta-Variante B1.617.2. Die hochansteckende Coronavirus-Mutation soll durch Blutgerinnsel zu Hörverlust und Gangrän führen. Gangrän bezeichnet das Absterben von Gewebe durch eine länger anhaltende Durchblutungsstörung.  In Grossbritannien, wo die Delta-Variante inzwischen ebenfalls vorherrscht, kämpfen die Mediziner mit anderen Nebenwirkungen. So stellte die Universität Manchester in einem neuen Forschungsbericht bei 7,6 Prozent aller Covid-Patienten einen Gehörverlust fest. In der gleichen Studie wurde zudem Schwindel bei 7,2 und Tinnitus bei 14,2 Prozent aller Befragten registriert. 

7.6.21

Inzwischen ist die Variante B.1.1.7 (sogenannte britische Mutation) für die allermeisten neuen Fenste Neuinfektionen verantwortlich. Damit hat sich die Dynamik der Pandemie verändert: Das Virus ist einerseits ansteckender und andererseits auch für jüngere Menschen gefährlicher geworden.

5.6.21

Das aufstrebende Schwellenland Malaysia ist seit dem 1. Juni nach tagelangen Rekord-Infektionen mit mehr als 7000 Fällen pro Tag im «totalen Shutdown». Sogar die meisten Unternehmen mussten schliessen. Das Gesundheitsministerium glaubt, dass die Feiern zum Ende des Ramadan in dem muslimischen Land mitverantwortlich für die Krise sind. Allerdings verzeichnete das Königreich bereits in den Wochen davor steigende Zahlen. Die Ursache des Ausbruchs liess sich ziemlich genau ausmachen: Im Fall von Vietnam waren ein 27-Jähriger, der aus Japan zurückgekehrt war, und ein eingereister Chinese nach der Quarantänezeit positiv auf das Virus getestet worden. Da hatten sie schon mehrere Leute angesteckt. In Kambodscha sollen vier Chinesen, die Anfang Februar von Dubai nach Phnom Phenh geflogen waren, durch Bestechung eines Sicherheitsbeamten ihre Quarantäne gebrochen und ausgiebig in Clubs gefeiert haben. Zwei hatten Corona, einer brachte die hochansteckende Variante Alpha, die zuerst in Grossbritannien entdeckt wurde, ins Land. Die Ausbreitung war rasant und führte nach Angaben der Zeitung «Khmer Times» nicht nur zu «Chaos und Panik», sondern auch zum Shutdown in sechs Provinzen. Der ausgeklügelte Party-Plan der Chinesen habe «13 Monate voller Opfer und harter Arbeit, um die Covid-Situation erfolgreich einzudämmen, zunichte gemacht», schrieb das Blatt wütend. 

Aktuelle Zahlen findet man unter www.worldometers.info/coronavirus   und Fallzahlen in der Schweiz , weltweite Vergleiche (Achtung es ist völlig unklar was wie gezählt wird.)  Link zu Behauptungen und Gegenüberstellungen    Anordnungen Bund,   Einreisebestimmungen für Schweizer ,  Link zu den Abwasserproben, 

4.6.21

Das Studentenwohnheim nahe der Dresdner Innenstadt steht seit Donnerstagabend unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt hatte verpflichtende Corona-Tests für die Bewohnerinnen und Bewohner angeordnet, um mögliche Infektionsketten zu durchbrechen. Die Bewohner dürfen das Haus bis einschliesslich 8. Juni nicht verlassen. Hintergrund ist der Tod eines am Coronavirus erkrankten jungen Mannes nach seiner Rückkehr aus Indien. Sein Gesundheitszustand hatte sich nach einem zunächst guten Allgemeinzustand laut Stadt rapide verschlechtert.

In mehreren Ländern wurde eine potenziell resistente Mutation des Coronavirus entdeckt. Experten vermuten ihren Ursprung in Nepal. In Nepal wütet das Coronavirus in schlimmem Ausmass. Ein möglicher Grund dafür ist nun gefunden: Eine neue Mutation. Ein möglicher Weg, wie die Mutation verbreitet wird? Durch Reisende, die nach der Besteigung des Mount Everest wieder in ihre Heimat zurückkehren. Diese Vermutung stellt ein britischer Mikrobiologe gegenüber der «Dailymail» auf. «Es scheint, als sei die Himalaya-Region ein Touristen-Hotspot», und Reisende seien immer mögliche Verbreiter von Virusvarianten. Die Mutation erhielt den Namen «Delta+K417N». Kürzlich wurde sie in 13 japanischen Reisenden aus Nepal entdeckt. Weitere Fälle wurden in Grossbritannien, Portugal, Indien und den USA registriert.

Die WHO unterscheidet unter tausenden mittlerweile vier besorgniserregende Corona-Varianten: Die Alpha-Variante, die erstmals in Grossbritannien nachgewiesen wurde; die Beta-Variante aus Südafrika; die Gamma-Variante, die in Brasilien entdeckt wurde; und die Delta-Variante, die zuerst am stärksten in Indien wütete. Die Corona-Schutzmassnahmen wie Abstandhalten, Maskentragen, Händewaschen und Home Office haben nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus geholfen. Es waren zeitgleich wirksame Massahmen gegen das Grippevirus. «Es gibt eine gute Chance, dass die A/H3N2 ausgestorben ist», sagt Trevor Bedford, der in Seattle als Computerbiologe arbeitet. Richard Webby, der ein WHO-Forschungszentrum zur Grippe leitet, sagt: «Das wird ohne Zweifel etwas an der Diversität der Grippeviren ändern, die da draussen zirkulieren. So etwas haben wir noch nie gesehen.» Die grosse Frage sei bloss, wie nachhaltig dieser Effekt sein werde.

Lara* ist verzweifelt, weil ihr Bruder seine HIV-Medikamente abgesetzt hat. Er glaubt, dass HIV und Aids «Verschwörungen der Pharmaindustrie» sind. Wenn Laras Bruder seine Medikamente längere Zeit nicht nimmt, wird er über kurz oder lang an Aids erkranken, was ohne Behandlung tödlich enden wird. Ohne Medikamente steigt zudem die Viruskonzentration in seinem Blut wieder an, sodass Laras Bruder andere anstecken kann. Sollte er sich am Ende dann doch dafür entscheiden, die Behandlung weiterzuführen, könnte das Virus zwischenzeitlich in seinem Körper sogar Resistenzen entwickelt haben, die Medikamente könnten also nicht mehr wirken.

2.6.21

In den USA behaupten Politiker der Republikaner in einer zunehmend hitzigen Kontroverse, das Coronavirus sei aus einem Versuchslabor in China entwichen und habe so dann die Pandemie ausgelöst. Gleichzeitig halten es verschiedene Wissenschaftler für notwendig, solche Spekulationen um ein Leck im Labor wirklich gründlich und unabhängig prüfen zu lassen. Andere Forscher machen sich Sorgen um den schrillen Tonfall der Debatte: Dies könne es am Ende unmöglich machen, etwas über den tatsächlichen Ursprung des Virus herauszufinden. Die Debatte über die »Lab-Leak«-Hypothese köchelt schon seit 2020 vor sich hin. Im April 2021 ist sie nun aber – ohne dass starke Beweise dazugekommen wären – in größerer Lautstärke und zunehmend giftig geführt worden. mehr Informationen

31.5.21

Vietnahm will die gesamte Bevölkerung der Ho-Chi-Minh-Stadt testen lassen. Das frühere Saigon ist mit 13 Millionen Einwohnern die grösste Stadt des südostasiatischen Landes. Vietnam war bisher mit niedrigen Fallzahlen vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Am Samstag meldeten die Staatsmedien, dass in Vietnam eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden sei. Sie weise sowohl Eigenschaften der bisher bekannten britischen als auch der indischen Form auf. Sie sei sehr leicht übertragbar, vor allem über die Luft.

Ein britischer Experte sieht Grossbritannien angesichts der Verbreitung der indischen Variante des Coronavirus am Beginn einer dritten Welle.«Es hat ein exponentielles Wachstum bei der Zahl der neuen Fälle gegeben und mindestens drei Viertel sind die neue Variante», sagte der Mikrobiologe Ravi Gupta am Montag im BBC-Interview. «Es wird wahrscheinlich länger dauern als bei vorherigen Wellen, bis sie sich abzeichnet, weil wir ein hohes Level an Impfungen in der Bevölkerung haben», so Gupta. «Daher könnte es für einige Zeit ein falsches Sicherheitsgefühl geben, das ist unsere Sorge.»

Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten auf über 80’000 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar letzten Jahres bei genau 80’156. die der Infizierten bei fast drei Millionen. Dies geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag hervor.

Die indische Corona-Variante wurde in der bevölkerungsreichsten Provinz Guangdong nachgewiesen. Nun wurden Flüge gestrichen und Massentests angeordnet. Menschen, die die Provinzhauptstadt Kanton nördlich von Hongkong verlassen wollen, müssen ab Montagabend einen negativen Corona-Test vorlegen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In der Industriestadt Kanton, die fast 15 Millionen Einwohner hat, wurden am Montag 18 neue Corona-Fälle gemeldet – alle mit der indischen Virus-Variante.

28.5.21

Trotz restriktiver Ausgangsbeschränkungen haben sich in Argentinien mehr Menschen als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt.

In Grossbritannien nehmen die Corona-Infektionen wieder zu. Am Mittwoch wurden bis zu drei Viertel der neuen Fälle der indischen Mutation zugeordnet. Die grosse Mehrheit der neu Infizierten sei noch nicht geimpft gewesen. Bisher hält die britische Regierung an ihrem Vorhaben fest, alle Corona-Massnahmen am 21. Juni aufzuheben. Allerdings soll der Schritt zuvor noch mal geprüft werden. Deutschland hat Grossbritannien wegen der Ausbreitung von B.1.617.2 zum Virusvariantengebiet erklärt. Nur Deutsche und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland dürfen aus dem Vereinigten Königreich einreisen. Sie müssen dann ausnahmslos für 14 Tage in Selbstisolation.

Er war schon beim Abstieg, dann brach Abdul Waheed Waraich (†41) mit schweizer Pass am Mount Everest zusammen. Auch ein Amerikaner kam am selben Tag ums Leben. Der Grund: Erschöpfung, teilten jedenfalls die Organisatoren der Expedition mit. Nun kommen daran Zweifel auf. Der Tiroler Expeditionsleiter Lukas Furtenbach kritisiert die nepalesischen Behörden scharf. Furtenbach bietet mit seinem Unternehmen Furtenbach Adventures GmbH selber Touren auf den Mount Everest an. Wie er zur österreichischen Presseagentur APA sagt, würde das Ministerium einen grossen Corona-Ausbruch verschweigen. Denn Furtenbach vermutet, dass sich bis zu 50 Prozent der 1500 Menschen im Basecamp mit dem Coronavirus infiziert haben könnten. Nachdem mehrere Bergsteiger von positiven Fällen des Coronavirus berichtet hatten, untersuchte die Regierung Nepals die Sachlage. Ihr Ergebnis: Es habe keine mit dem Coronavirus Infizierte gegeben.

Die neuen Corona-Wellen in Asien bedrohen die Lieferketten: In Indien kommt es in immer mehr Häfen zu Unterbrechungen, in Vietnam ist die Produktion von Mobiltelefonen gefährdet, der Logistikdrehscheibe Singapur droht ein weiterer harter Lockdown, in Taiwan rückt die Halbleiterfertigung in den Blickpunkt. In Asien leiden immer mehr Menschen unter dem Virus, zumal die Impfraten im Vergleich zu den Industrieländern des Westens weiter gering sind. Impfstoff aber bleibt Mangelware, auch weil Neu Delhi seinen Lieferzusagen nicht nachkommt. Die Infektionszahlen sind zwar teils geringer als während der Corona-Wellen in Deutschland, dennoch drohen schwere wirtschaftliche Folgen. Der Welthafen Singapur, aber auch der Umschlagplatz Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben Schiffen aus Südasien Mannschaftswechsel untersagt. Der Finanzplatz Singapur leidet unter neuen „Clustern“ und hat inzwischen die beiden großen Konferenzen Shangri-La Dialogue und das Weltwirtschaftsforum (WEF) abgesagt. Im Mittelpunkt aber steht die Sorge um Vietnam, wo immer mehr ausländische Firmen – von Bosch bis Samsung – fertigen lassen. In den vergangenen Tagen wurden Mitarbeiter von gut zehn ausländischen Herstellern, unter ihnen Samsung Electronics und Canon, positiv auf die indische Variante getestet. Samsung lässt in seinen Fabriken in Nordvietnam mehr als die Hälfte seiner Weltproduktion von Smartphones herstellen. Beide Regionen sind im Lockdown, Feldlazarette aufgebaut. Müssen Einreisende in Singapur nun für drei Wochen in teure Hotelquarantäne, was den Geschäftsverkehr praktisch zum Erliegen bringt, ist die Einreise von Ausländern auf der Insel Taiwan bis Mitte Juni ganz ausgesetzt. Die Hoffnungen auf mehr Impfstoffe lagen ausgerechnet auf Indien. Aufgrund der katastrophalen Lage dort bleibt das Land, die selbsternannte „Apotheke der Welt“, weit hinter seinen festen Export-Zusagen zurück. mehr Informationen

27.5.21

Die zuerst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus könnte bis zu 80 Prozent leichter übertragbar sein als die bislang vorherrschende britische Variante. Das sagte der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London in einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch 26.5.21.Es gebe dazu aber noch keine belastbaren Daten, so der Wissenschaftler weiter. Trotzdem sieht der Wissenschaftler die Situation durch den Impffortschritt und die niedrigeren Fallzahlen in Grossbritannien positiver als Ende 2020. 

Französische und deutsche Influencer erhalten dubiose Anfragen: Sie sollen behaupten, der Impfstoff von Pfizer/Biontech sei tödlich. Die Spur führt nach Russland. Das berichtet die französische Zeitung «Le Monde». Konkret sollen die Influencer darauf hinweisen, dass der Impfstoff von Pfizer/Biontech angeblich dreimal tödlicher sein soll als derjenige von AstraZeneca. Das berichtet der französische Wissens-Influencer Léo Grasset, der auf Youtube einen Wissenschafts-Kanal betreibt.

Der Führer der Hamas im Gazastreifen sagte am Mittwoch, 80 Militante seien während des elftägigen Krieges mit Israel, der letzte Woche endete, getötet worden. Dies sei die erste offizielle Bilanz der Gruppe für die Verluste, die bei den Kämpfen entstanden seien. Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium im Gazastreifen hat die Zahl der in der israelischen Offensive in diesem Monat getöteten Palästinenser auf 254 geschätzt, darunter 66 Kinder, 39 Frauen und 17 Personen über 60 Jahre. Es gab jedoch keine Aufschlüsselung zwischen Zivilisten und Kombattanten. Im Gespräch mit The Associated Press sagte der Hamas-Führer Yehiyeh Sinwar, dass in der vergangenen Woche 57 Mitglieder des bewaffneten Flügels seiner Gruppe, 22 Mitglieder der kleineren islamischen Jihad-Gruppe und ein Mitglied einer kleinen Gruppe namens Popular Resistance Committees getötet wurden.

26.5.21

Ab Montag 31.5.21 dürfen in der Schweiz  Restaurants wieder ihre Innenräume öffnen. Pro Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen. Es gelten Abstandsregeln und eine Sitzpflicht. Zudem müssen die Kontaktdaten aller Gäste erfasst werden. Auf den Terrassen sind neu Sechsertische möglich. Zudem hebt der Bundesrat die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr wieder auf. An den Tischen müssen Gäste keine Maske tragen. Wer sich im Restaurant bewegt – egal ob drinnen oder draussen – muss eine Maske tragen. Für das Personal gilt eine Maskenpflicht. Public Viewings und Konzerte sind in Restaurants erlaubt, solange aller Vorgaben eingehalten werden. In Innenräumen sind Veranstaltungen mit höchstens 100 Personen zulässig, im Freien liegt die Grenze bei 300 Personen.

An Pfingsten in Berlin ist der Widerstand der „Querdenker“ eingebrochen. Der Protest hat schon längst an Mobilisierungskraft verloren. An Pfingsten in Berlin wurden sie dann eingeholt von der Selbstüberschätzung einer angeblichen Massenbewegung, die sie nie gewesen sind. Die Inzidenzen sinken, die Impfquote steigt, Massnamen werden gelockert, Deutschland plant seinen Sommerurlaub, die „Querdenker“ sind am Ende. Die Gründe für das Scheitern sind zahlreich. Zum einen, weil die wesentliche Verschwörungserzählung der „Querdenker“ (Die Pandemie sei eine Inszenierung einer Machtelite, um das Volk in eine „Corona-Diktatur“ zu zwingen) so nicht stattgefunden hat. „Das System ist am Ende, wir sind die Wende!“, riefen die „Querdenker“ auf ihren Demos. Die Wende blieb aus, das System läuft weiter. In Erinnerung bleiben wird einzig der Aufmerksamkeitserfolg der geschickt inszenierten Kampagne #allesdichtmachen. Indes sahen sich viele der Schauspieler, die daran teilnahmen, durch die Initiatoren getäuscht. Das schaffte Distanz zu Kunst und Kultur. Gewalt und Aggression verhinderten den gesellschaftlichen Vortrieb der Anti-Corona-Proteste. So überschlug sich der Protestbetrieb in inflationäre Höhen. Immer härter, immer krasser, immer mehr Aktionen und angekündigte „Mega-Demos“, zu denen am Ende nur ein paar Hundert zusammen kamen. Die Justiz hat qua höchstrichterlicher Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Dezember erkannt, dass es den Querdenkern nicht um eine Meinung geht, sondern um eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit. Den Rest regelt die Polizei. mehr Informationen

25.5.21

Mindestens 115’000 Pflegekräfte sind nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ums Leben gekommen.

24.5.21

«Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie werden alle Restriktionen auf israelischem Staatsgebiet ab dem 1. Juni aufgehoben», teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Gleichzeitig sollen jedoch Beschränkungen für Touristen aus dem Ausland in Kraft bleiben und womöglich sogar verschärft werden, um ein Einschleppen von Virusvarianten zu verhindern. Derzeit haben nur vollständig Geimpfte oder Genesene mit einem «grünen Pass» Zugang zu Restaurants, Bars und Sporthallen. Ab Juni sollen auch Menschen, die nicht geimpft sind, überall Zutritt bekommen. Ab Juni soll die Maskenpflicht nur noch in geschlossenen Räumen gelten. 

21.5.21

Laut der Zeitschrift Indian Currents sind innerhalb fünf Wochen mehr als 160 katholische Priester wegen Covid-19 umgekommen. Die Zahl wird sicherlich steigen, da noch nicht alle Todesfälle aus der zweiten Welle der Pandemie enthalten sind. Drei Bischöfe sind ebenfalls gestorben. Mehr als 60 der Priester waren Orden angegliedert, wobei Jesuiten mit 24 Priestern am meisten verloren. „Viele Priester sterben aus Mangel an rechtzeitiger medizinischer Versorgung. Es ist eine schreckliche Situation “, sagte Bischof Gerald Almeida gegenüber den Vatikanischen Nachrichten.

Die Universität Zürich hat zum dritten Mal 2500 Zürcher Schulkinder aus 275 Klassen und 55 Schulen getestet. Dabei zeigt sich:
Jedes fünfte Schulkind hatte schon Corona. Seit Juni 2020 stieg der Anteil Kinder, die eine Infektion durchgemacht und Antikörper entwickelt haben, von 2 auf 19 Prozent.
Die Infektionsrate ist damit vergleichbar mit jener der Eltern und des Schulpersonals. Es zeigen sich keine wesentlichen Alters- oder Geschlechtsunterschiede, ausser dass die Schüler:innen der Oberstufe etwas weniger betroffen waren.
Zwei Drittel der infizierten Kinder und Jugendlichen bleiben symptomlos.
Bei 80 Prozent der infizierten Schüler:innen bleiben die Antikörper mindestens 6 Monate erhalten.
Zwei Prozent der Infizierten berichten über Symptome, die mit Long Covid vereinbar sind.

19.5.21

Schweden zählt europaweit zu den Ländern mit den meisten Coronavirus-Fällen. Schweden verzeichnet Daten des Tagesspiegel zufolge eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 288 (Stand 16. Mai) – und zählt damit im Moment zu den am schlimmsten betroffenen Regionen in Europa. Auf den Intensivstationen scheint nun jedenfalls die Belastungsgrenze des Personals erreicht. „Wir sollten eigentlich unsere Nachbarländer um Hilfe bitten“, sagte Oberärztin Annette Nyberg vom Krankenhaus Alingsås dem schwedischen Sender SVT. Nyberg ist zudem Vorsitzende der Schwedischen Vereinigung für Anästhesie und Intensivpflege. „Die haben nicht so viele Patienten wie wir gehabt und das Personal nicht so verschlissen wie wir“, sagte Nyberg. Schweden geht in der Pandemie seit Beginn einen vielbeachteten, im In- und Ausland aber auch scharf kritisierten Weg, der auf vergleichsweise moderate Beschränkungen setzt. Die Nachbarländer Dänemark, Norwegen und Finnland hatten sich in der Pandemie anders als Schweden für harte Lockdowns entschieden und so die Zahl der Infektionen und Klinikeinlieferungen gesenkt. Der schwedische Staatsepidemiologe Tegnell lehnte dies für sein Land stets ab und verwies auf die sozialen sowie wirtschaftlichen Folgen. Harte Maßnahmen vonseiten des Staats sind zudem erst seit Ende Januar durch ein neues Pandemiegesetz möglich.

17.5.21

Aus Furcht vor neuen und ansteckenderen Varianten des Coronavirus schliesst Singapur seine Schulen. Ab Mittwoch müssen sämtliche Grund- und Mittel- sowie Oberschüler per Homeschooling lernen, wie die Regierung mitteilte. Grund sei, dass von den neuen Virusvarianten – darunter die Indien-Variante – zunehmend auch Kinder betroffen seien.

Auch in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh wird wegen des Coronavirus ab Dienstag auf Distanzlernen umgestellt. Das Land kam bislang relativ glimpflich durch die Pandemie, doch wurden am Montag 333 Neuinfektionen gemeldet. Allen Ausländern soll die Einreise nach Taiwan verwehrt werden, sofern sie dort keinen festen Wohnsitz haben.

In Grossbritannien steigt die Angst vor der indischen Variante. Premierminister Boris Johnson erklärte am Freitag, die zunehmende Verbreitung dieser Variante gefährde die Pläne der Regierung für eine komplette Aufhebung der Pandemie-Beschränkungen im Juni. Auch in der Schweiz ist B 1.617 auf dem Vormarsch. Modellrechnung der ETH Zürich zeigen, dass die indische Variante derzeit rund fünf Prozent aller untersuchten Proben ausmacht. Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes geht in ihren Modellrechnungen davon aus, dass B 1.617 die anderen Varianten verdrängen und bis im Sommer 100 Prozent der Neuinfektionen ausmachen wird. Der Schutz durch Impfung sei aber wohl auch bei dieser Variante ausreichend. 

Der weltweit bekannte Infektionsepidemiologe Dr. Sucharit Bhakdi tritt als einer der entschiedensten Kritiker der Impfung auf. Immer mehr Nicht-Geimpfte würden nach Kontakt mit Geimpften über Symptome klagen. Die Impfung scheint also ansteckend zu wirken. Die zu bildenden Antikörper befinden sich im Blut, was Dr. Bhakdi im Interview mit dem freigeistigen BittelTV anschaulich beschreibt: „Wenn wir in einem Zimmer sitzen, dann ist das quasi die Blutbahn. Die Antikörper können das Virus nicht stoppen, das durch die Tür kommt. Es kommt nämlich durch den Luftraum in die Lungenflügel und das ist, was die Leute gar nicht realisieren,“ so Bhakdi im Interview. 

Impfen lassen oder nicht? Diese Frage bekommt Siegfried Scherer häufig zu hören. Mit Impfskeptikern ist der Professor für mikrobielle Ökologie im Dauergespräch. Im Interview erklärt er, warum die Impfstoffe gegen Corona besser sind als ihr Ruf – auch die, die auf der mRNA-Technologie basieren. Eine Impfung ist – wie auch alle Medikamente – nie risikolos. Fieber, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, ein Tag Bettruhe: Das sind normale körperliche Reaktionen. Ich empfehle Menschen aus Risikogruppen aber ganz klar, sich impfen zu lassen, weil der Nutzen höher ist als das Risiko. Die „Pille“ verursachen viel häufiger Thrombosen. „RNA, das klingt wie „DNA. Manche fürchten daher, ihr Erbgut würde verändert.  Das höre ich sehr oft von Impfskeptikern, aber es ist falsch. Ein RNA-Molekül wird nicht in die DNA eines Menschen eingebaut. Wir werden weder durch den AstraZeneca-Impfstoff noch durch die Impfstoffe von Moderna oder Biontech gentechnisch verändert. Ich bin fast versucht, zu sagen: mRNA-Impfstoffe sind ein Geschenk Gottes. Ich bin wirklich begeistert. weiterlesen

15.5.21

Deutschland stuft Großbritannien ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein – trotz niedriger Infektionszahlen. Grund ist die Verbreitung der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante B.1.617. Diese gilt Experten zufolge als ansteckender als vorherige Mutationen. Auch in Deutschland beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) einen wachsenden Anteil der indischen Variante.

14.5.21

Laut einer neuen Theorie, die in Masken- und Impfgegnerkreisen herumgereicht wird, sollen gegen Covid-19 geimpfte Personen Proteine absondern, die Ungeimpfte krank machen. Nun wird diskutiert, wie man sich dagegen schützen kann. Sherri Tenpenny etwa, Osteopathin und äusserst engagierte Anti-Impf-Aktivistin aus den USA, überlegte öffentlich, ob man sich in Zukunft «von jemandem fernhalten muss, der diese Impfungen bekommen hat … für immer.» Auf der unter anderem bei QAnon-Anhängern sehr beliebten Internetplattform  fragte ein Anhänger der Protein-Theorie in die Runde, ob man «eine Maske in der Nähe der Geimpften tragen sollte, weil sie das mRNA-Zeug ausscheiden?» Man muss sich die Frage stellen, warum die Maskengegner, Impfskeptiker und Coronaleugner nicht auch das Coronavirus Sars-CoV-2 fürchten. Hauptsache sie schützen sich.

12.5.21 Lockerungen ab dem 31. Mai in der Schweiz, wenn es die epidemiologische Lage erlaubt. Wieder geöffnet:• Restaurants und Bars drinnen• Thermalbäder und Wellnesseinrichtungen Veranstaltungen wieder möglich:• Mit Publikum drinnen: max. 100 Personen• Mit Publikum draussen: max. 300 Personen Kurzarbeit:Entschädigung auf 24 Monate erhöht. Präsenzunterricht:• Beschränkung auf max. 50 Personen aufgehoben• Testkonzept ist Voraussetzung Homeoffice:Empfehlung und keine Pflicht, wenn regelmässig getestet wird. Weiterhin gilt: Abstand einhalten und Maken tragen. Andere Veranstaltungen, wie Vereinsanlässe oder Führungen, sollen innen und aussen mit maximal 30 statt wie bisher 15 Personen möglich sein. Tanzveranstaltungen bleiben verboten. Da bei privaten Veranstaltungen das Übertragungsrisiko höher ist, bleibt es im Innern bei maximal zehn Personen und draussen bei 15 Personen. Neben Genesenen sollen auch Geimpfte sowohl von der Kontaktquarantäne als auch von der Reisequarantäne ausgenommen werden.

Die Seychellen haben eine der höchsten Impfquoten der Welt. Dennoch verbreitet sich nun ausgerechnet dort das Coronavirus erneut. Dabei gelten schon mehr als 60 Prozent der etwa 100.000 Einwohner als vollständig geimpft – im internationalen Vergleich liegt das Archipel aus 115 Inseln damit bei der Impfquote weltweit an der Spitze. Zum Vergleich: In Israel sind bisher knapp 59 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in Deutschland etwas über neun Prozent. Die Menschen halten sich wegen der fortschreitenden Impfkampagne weniger an die geltenden Beschränkungen. Auf den Seychellen wird vor allem der chinesische Impfstoff von Sinopharm eingesetzt (60 % ), den die Vereinigten Arabischen Emirate an das Land gespendet hatten. Die übrigen Dosen kommen demnach von AstraZeneca und wurden in Indien hergestellt. Bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen scheinen sich die auf den Seychellen eingesetzten Impfstoffe zu bewähren. So müssten aktuell nur einige Dutzend Covid-19-Patienten auf den Seychellen im Krankenhaus behandelt werden.   weitere Informationen

Die Situation mit dem Coronavirus in Indien bringt immer extremere Situationen ans Licht. Noch vor einigen Wochen schockierten Aufnahmen von Not-Krematorien die Welt. Nun kursieren Bilder von dutzenden am indischen Fluss Ganges angeschwemmten Leichen im Netz. Beamte des Bundesstaates Bihar sprachen der «Daily Mail» zufolge am Dienstag von 71 Covid-Toten. Ein Video, welches zeigt, wie Sanitäter Leichen kurz zuvor in den Fluss warfen, kursiert aktuell in den sozialen Medien. Die Leichen hätten wohl fünf bis sieben Tage im Wasser getrieben, erklärte ein Beamter gegenüber «NDTV».

Israel vermeldet 17 neue Infektionen mit dem Coronavirus innert 24 Stunden. Fast 60% der Bevölkerung sind gegen die Lungenkrankheit mindestens einmal geimpft. Erstmals seit März 2020 gibt es in Israel nach Angaben des Gesundheitsministers weniger als 1000 aktive Corona-Fälle. Auf dem Höhepunkt der Pandemie seien es noch mehr als 70’000 gewesen. Seit einer Woche betrage die Zahl der Schwerkranken ausserdem weniger als 100. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Covid-Patienten in Israel. Bisher haben mehr als 5,4 Millionen der rund neun Millionen Israelis eine Erstimpfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhalten. Das sind fast 60 Prozent der Bevölkerung. Fast 5,1 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft.

8.5.21 Pokharel Leiter des Helvetas-Programms in Nepal: Während Versorgungsketten unterbrochen sind, das medizinische Personal erschöpft ist und die Betten voll, steigt die Sterblichkeitsrate täglich. «Die meisten Patienten brauchen Sauerstoff. Doch der Hauptlieferant Indien hat die Versorgung gestoppt, weshalb der Schwarzmarkt mit dem Handel von medizinische Gütern blüht». Viele Menschen verfügten weder über grundlegende Ausrüstung wie Masken, Thermometer noch über Desinfektionsmittel. Die meisten Kranken in Isolation leiden wegen fehlender Sauerstoffhilfe unter Atemproblemen. «Da derzeit keine Flüge landen dürfen und viele Mitarbeiter von Hilfsorganisationen von zu Hause aus arbeiten müssen, gestaltet sich die Hilfe von aussen schwierig».

7.5.21 Viele Menschen wollen wegen möglicher Thrombose-Komplikationen bei den vektorbasierten Impfstoffen zum Beispiel von AstraZeneca lieber die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna verabreicht bekommen. So haben die Hausärzte mittlerweile das Problem, das britisch-schwedische Vakzin an den Mann zu bringen. Geimpfte Personen sollten sofort eine Ärztin beziehungsweise einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Arm- oder Beinschwellungen entwickeln, rät das Paul-Ehrlich-Institut. Darüber hinaus sollten alle Personen, die schwere oder anhaltende Kopfschmerzen haben, die länger als vier Tage nach der Impfung anhalten oder die nach ein paar Tagen Blutergüsse über die Impfstelle hinaus haben, umgehend einen Arzt aufsuchen. Wie lange sollte ich diese Phänomene beobachten? Allen Fälle von Impfkomplikationen waren etwa vier bis 16 Tage nach Impfung aufgetreten, so das Institut. Impfstoffe haben manchmal Nebenwirkungen – und das ist auch gut so. Denn die zeigen, dass der Körper beziehungsweise das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Wenn ich jetzt Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen an der Einstichstelle bekomme, dann sind das eigentlich nach Definition eigentlich keine Nebenwirkungen, sondern Ausdruck der gewünschten Hauptwirkung, der Immunreaktion. Normalerweise verschwinden sie nach zwei Tagen von selbst. Bei der Gabe von Biontech traten zudem in extrem seltenen Fällen als Nebenwirkungen Gesichtslähmungen auf, die sich aber alle nach einigen Wochen zurückbildeten.

Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des «Beipackzettels». Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2000 Meldungen. Mit 1252 (64,1 Prozent) der Meldungen über Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna war der grössere Teil nicht schwerwiegend. 701 Meldungen (35,9 Prozent) hingegen wurden als schwerwiegend eingestuft. Die Betroffenen waren durchschnittlich 64,8 Jahre alt, wobei 38,1 Prozent 75 Jahre oder älter waren. In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter bei 67,7 Jahren. Bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei 82,7 Jahren. Vollständig geimpft wurden bisher in der Schweiz 1,007 Millionen Personen, das sind 11,7 Prozent. 

Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich doppelt mit dem Biontech-Präparat gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine landesweite Untersuchung des dortigen Gesundheitsministeriums und des Herstellers Pfizer bescheinigte dem Impfstoff zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod. Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent.

Für große Teile der Welt ist die Coronakrise keineswegs vorbei. Sie fängt für viele gerade erst an. Mit neuen Mutanten, die die Pandemie am Leben halten. Einige Privilegierte werden bald seuchenfrei sein, viele andere werden es nie. Niemand hat die 400 Milliarden Euro übrig, die laut IWF die Länder niedrigen Einkommens brauchen, um nicht zu kollabieren. Es gibt nicht nur zu wenig Impfstoff für alle. Es gibt auch für die meisten Kranken der Welt zu wenig angemessene Behandlung, und nach ihrem Tod für die meisten Hinterbliebenen zu wenig soziale Netze.

Indiens Situation ist beispielhaft für die schwierige Situation der Entwicklungsländer im Kampf gegen das Coronavirus. Mit etwas Verzögerung hat die Welle nun Nepal erreicht. Das arme Land zu Füssen des Himalaja hat noch schlechtere Chancen, den Ausbruch einzudämmen. Dabei sind die Fallzahlen bereits höher als im grossen Nachbarland. Anstelle mittels einer Intensivbehandlung versuchen daher viele Menschen in Indien und Nepal mithilfe der Sauerstoffversorgung das Schwerste zu überstehen. Auch die nepalesische Regierung bemüht sich darum, dass der Sauerstoff nicht ausgeht: Sie bittet hierbei in den lokalen Medien um Hilfe aus der Bevölkerung. Inzwischen breitet sich das Coronavirus auch im Basiscamp am Mount Everest aus. Damit bleibt der Tourismus – eine der wichtigsten Einnahmequellen Nepals – vorerst aus.

6.5.21 Weltweit sind inzwischen rund 3,246 Millionen Menschen an Covid-19 gestorben. An der Grippe sterben gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich rund 290’000 bis 650’000 Menschen. Die Corona-Pandemie könnte mehr als doppelt so viele Todesfälle ausgelöst haben wie bisher angenommen. Schätzungen von Forschern der Universität Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat hätten ergeben, dass weltweit 6,9 Millionen Menschen durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein dürften, erklärte der Direktor des verantwortlichen Uni-Instituts IHME, Christopher Murray, am Donnerstag (Ortszeit). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der weltweiten Coronatoten am selben Tag mit rund 3,2 Millionen an. 

5.5.21   Forscher warnen vor zu hohen Erwartungen an den ersten Piks. Die Verlockung sei groß, das Ende der Pandemie zu früh zu feiern. Eine Studie aus Schweden verweist auf den psychologischen Effekt, den allein die Gewissheit einer bald zu erwartenden Impfung haben kann. Die Menschen würden unvorsichtiger und nachlässiger, schreiben die Autoren. In einem Umfrageexperiment habe sich gezeigt, dass schon die Information über sichere, wirksame und verfügbare Impfstoffe „die freiwillige soziale Distanzierung der Menschen, die Einhaltung der Hygiene-Richtlinien und ihre Bereitschaft, zu Hause zu bleiben, verringern“. Gerade kurz vor Ende der Pandemie sei die Gefahr deshalb groß, dass bestehende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht mehr ausreichten. Ein Blick auf Israel zeigt, was die Forscher meinen. Anfang Januar 2021 musste das Land in einen dritten, harten Lockdown gehen, denn die Fallzahlen explodierten trotz der weltweit schnellsten Impfkampagne. Etwa 15 Prozent der Israelis hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ihre erste Spritze erhalten. Dennoch erkrankten nicht nur viele Ungeimpfte, sondern auch Erstgeimpfte innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Ähnliches spielt sich derzeit in Chile ab: Auch dort sind die Infektionszahlen weiterhin hoch, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 223 – und das, obwohl mittlerweile mehr als 42 Prozent der Chilenen ihre erste Impfung erhalten haben. Die Quote der Erstimpfungen allein ist also noch kein Gamechanger. 

3.5.21 In dem in der Fachzeitschrift „Circulation Research“ veröffentlichten Paper zeigen Forscher aus den USA und China, dass Sars-CoV-2 das Gefäßsystem auf zellulärer Ebene schädigt und angreift. Aus ihrer Sicht ist Covid-19 deshalb eine Gefäßerkrankung. Nur so lassen sich ihrer Meinung nach die große Zahl von anscheinend nicht zusammenhängenden Komplikationen nach Corona-Infektionen erklären.

Die Freie Christengemeinde Blankenheim im Kreis Euskirchen widerspricht einem behördlichen Bericht zu einem Corona-Ausbruch nach einem Gottesdienst. Die beiden Pastoren sprechen von Rufschädigung. Die Freie Christengemeinde veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite eine Stellungnahme und spricht von „maximal 100“ Besuchern. Wegen der unzutreffenden Berichte beklagt sie Rufschädigung. Pastor Andreas Neufeld sagt gegenüber PRO: „Wir sind die Schuldigen.“ Die Stimmung im Ort sei angespannt, sie reiche „von Verständnislosigkeit bis Feindseligkeit“. Auf der Facebook-Seite des Kreises Euskirchen finden sich verärgerte Kommentare über die vermeintlichen „300 Gottesdienstbesucher“. Die Kommentare sprechen von „egoistischem Verhalten“ und bezeichnen die Christen als „ignorante und mitbürgerfeindliche Freien Christengemeinde“, geben ihnen die Schuld an Lockdown und Freiheitseinschränkungen: „Wegen so ignorantem Verhalten dürfen mal wieder einige Menschen nicht arbeiten“. In der Stellungnahme der Gemeinde heißt es über die vermeintlich 300 Gottesdienstbesucher: „Woher diese Zahl kommt, ist für uns nicht nachvollziehbar.“ Demnach hätten „maximal 100 Teilnehmer“ den Gottesdienst besucht und dabei FFP2-Masken getragen. Wie Neufeld sagt, sind alle 30 Infektionen bei Gemeindegliedern aus dem Umfeld der Wohngemeinschaft „Neues Leben e.V.“ aufgetreten. Die Einrichtung befindet sich etwa 20 Kilometer entfernt und betreut nach eigenen Angaben wohnungslose Suchtkranke. Es sei schwer möglich, in der Wohngemeinschaft auf Abstände zu achten. Die Betroffenen hätten alle milde Symptome. Von den knapp 30 Infizierten hätten nur zwei einige Tage Fieber gehabt und die anderen sehr milde Krankheitssymptome. Die Testung aller Gemeindeglieder am vergangenen Mittwoch habe bis auf ein Ehepaar negative Ergebnisse für alle ergeben. Das infizierte Ehepaar habe aber nicht am fraglichen Gottesdienst teilgenommen – als Krankenschwester habe sie sich wahrscheinlich auf der Arbeit angesteckt. mehr Informationen

Die Corona-Inzidenz im Nordosten Niedersachsens war bislang vergleichsweise niedrig. Nach dem Landkreis Stade überschreiten nun aber auch Rotenburg und Lüchow-Dannenberg die 100er-Inzidenz. Im Landkreis gibt es zwei große Infektionsherde: Beim Landmaschinenhersteller Fricke in Heeslingen sind bislang 32 Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet worden und in einer freikirchlichen Gemeinde in Rotenburg sind bislang 44 Infizierte bekannt.

3.5.21 Die neue Risikoliste des Bundes steht. Ab dem 3. Mai gehören Mexiko, Ägypten, Katar und die Kapverdischen Inseln zu den Risikogebieten. Ausserdem ist ab 18 Uhr kurzfristig Nepal auf der Liste. In den Gebieten der Nachbarstaaten gehören in Deutschland die Bundesländer Sachsen und Thüringen zu den Risikogebieten. In Italien Apulien, Emilia Romagne, Friaul / Julisch Venetien, Kampanien und die Toskana.

„Ich bin seit elf Jahren Pfleger auf einer Intensivstation und so etwas wie jetzt habe ich noch nie erlebt. Die Situation ist angespannt – und zwar seit Ende Oktober des vergangenen Jahres. Durchgehend, ohne jede Verbesserung, ohne jedes Durchschnaufen. Im vergangenen Jahr sind mir so viele Patientinnen und Patienten weggestorben wie in meinen elf Berufsjahren zusammen. Ich würde mir Arme und Beine ausreißen, um alles für die Erkrankten zu tun. Doch so viele Glieder können mir gar nicht nachwachsen.“ 5.000 Corona-Erkrankte liegen derzeit auf einer Intensivstation in Deutschland. 50 Ärzte und Pfleger erzählen, wie es ist, Patienten zu verlieren und zu retten – in Sprachnachrichten.

Einmal bin ich nach dem Wochenende auf die Station zurückgekommen und ein Zimmer stand leer. Die Patientin war mit 31 Jahren gestorben. Da fließen schon mal Tränen, auch bei den Ärztinnen und Ärzten. Weil es schwer zu ertragen ist. Bei der Intensivbehandlung von Covid-19 hat man letztlich nicht sehr viele kausale Therapien. Man optimiert die Beatmung und die Pflege. Und wartet, ob der Verlauf in die richtige Richtung umschlägt. Das ist wie Roulette. Mal geht es gut, mal nicht.

Sätze wie: „Die Intensivstationen sind ja noch gar nicht richtig voll“ kann ich nicht ertragen. Welches Menschenbild wird da propagiert? Wenn jemand einen Patienten hier liegen sieht und nur ein bisschen Mitgefühl hat, dann ist doch klar: Jeder ist einer zu viel. Wir können doch nicht so tun, als wäre es normal, Menschen an vermeidbaren Krankheiten sterben zu lassen.

Wir sagen Operationen ab, verschieben Behandlungen, setzen fachfremdes Personal auf den Intensivstationen ein. Das alles führt unweigerlich dazu, dass irgendwann die Qualität der Versorgung nachlässt – sowohl für die Patientinnen mit Covid – wie auch für die Patienten ohne Covid. Im Interesse aller gilt also: Wir müssen die Infektionszahlen weiter drücken.

Was sich bei unseren Patientinnen und Patienten verändert hat: Sie werden immer jünger. Sie haben meist keine Vorerkrankungen. 

Was mir Sorge bereitet, ist eine Besonderheit, die es so noch nie gab: Alle Patientinnen und Patienten auf unserer Station haben dasselbe, alle haben Covid-19 – sie können sich deshalb viel weniger von den Schicksalen ihrer Mitpatienten abgrenzen. Sie bekommen ja mit, wenn ihr Bettnachbar intubiert wird oder stirbt. Und sie wissen genau: Ich habe dasselbe wie er, das kann mir auch passieren. Ich habe oft den Eindruck, dass kaum jemand an das Ausmaß der psychischen Folgen denkt, selbst wenn die Patienten überleben. Wir wissen, dass schon in normalen Zeiten bis zu 30 Prozent der Patientinnen nach der Intensivstation unter Symptomen von Depression oder Posttraumatischer Belastungsstörung leiden. Ich würde mir wünschen, dass auch dieses Leid der Überlebenden gesehen wird. weiterlesen

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Israel gibt es in der Armee des Landes keinen einzigen Infektionsfall mehr. Das Militär teilte am Sonntag bei Twitter mit, es seien null neue Fälle gemeldet worden. Die ganz überwiegende Mehrheit der israelischen Soldaten ist bereits gegen das Coronavirus geimpft. Die genaue Zahl seiner Soldaten hält Israel geheim. Sie wird auf rund 170 000 aktive Soldaten und 465 000 Reservisten geschätzt.

In der Region Europa sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile mehr Menschen vollständig gegen Corona geimpft worden als insgesamt mit dem Virus nachweislich infiziert gewesen sind.

Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ einen emotionalen Hilfsappell veröffentlicht. Den Krematorien in Delhi sei das Brennholz ausgegangen, schreibt sie, Parks und Parkplätze würden derzeit zu Verbrennungsstätten umfunktioniert. „Es ist, als hinge ein unsichtbares Ufo am Himmel, das uns die Luft aus den Lungen saugt.“

1.5.21

Ob die kriegsähnlichen Zustände in Indien allein auf die Doppelmutante zurückzuführen sind, wie manch einer befürchtet, ist nach wie vor unklar. Doch mittlerweile gibt es immerhin erste Anhaltspunkte, ob B.1.617 ähnlich wie etwa die brasilianische Mutante P.1 dem durch Krankheit oder Impfung gebildeten Immunschutz beim Menschen entkommen kann. Laut einer noch nicht von externen Fachleuten begutachteten Preprint-Studie nimmt die Wirksamkeit der Antikörper gegenüber der indischen Mutante zwar ab, aber nicht sehr stark. Das heisst: Sie kann noch immer neutralisiert werden, allerdings schwächer als andere Varianten. Die Datenlage sei damit nur «spärlich – und sie schliessen auch keine in Europa gebräuchlichen Impfstoffe ein». In der Untersuchung wurde neben der Reaktion Genesener einzig die Wirkung des Totimpfstoffs Covaxin vom indischen Hersteller Bharat Biotech geprüft.

29.4.21

Die Religion hat Einfluss darauf, ob sich jemand gegen Covid-19 impfen lässt oder nicht, wie eine neue US-Studie zeigt. 85 Prozent der jüdischen Befragten an, sie seien geimpft oder würden sich so bald wie möglich impfen lassen. Bei weissen Katholiken stehen 68 Prozent, bei weissen Mainline-Protestanten 63 Prozent, bei Menschen ohne religiöse Bindung 60 Prozent, bei schwarzen Protestanten 49 Prozent, bei weissen Evangelikalen 45 Prozent und bei Latino-Protestanten 43 Prozent positiv zur Impfung.

Die Situation in Indien verschärft sich von Tag zu Tag und die Nerven der Menschen liegen blank. Vermehrt greifen Angehörige sogar Ärzte und Pfleger an, weil Familienmitglieder an dem Virus gestorben sind. Die meisten fühlen sich im Stich gelassen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagt Nishant Wadhwan: «80 Prozent der Leute sind gestorben, weil sie in den Krankenhäusern keine Hilfe bekommen haben.» Auch Wadhwan selbst musste gerade einen Verwandten beisetzen. Es gebe keine Medikamente, keine Spritzen, kein Sauerstoff, deshalb würden die Menschen in Indien sterben. «Der Peak wird erst noch kommen», sagt ein Arzt im indischen TV aus der Stadt Meerut. Der Mediziner rechnet ab Mitte Mai damit, ab dann hätten sie drei oder vier Mal so viele Patientinnen und Patienten. Er schlägt Alarm: «Wir brauchen dringend Sauerstoff. Dringend! Sonst werden hier noch viel mehr Menschen sterben.»

Die spanische Polizei hat auf Mallorca einen Mann wegen Körperverletzung festgenommen, der andere Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben soll. Obwohl der 40-Jährige eindeutige Krankheitssymptome aufgewiesen habe, sei er weiter zur Arbeit gekommen und habe auch das Fitnesszentrum in Manacor besucht, wo er Mitglied war, teilte die Polizei mit. An seiner Arbeitsstätte habe er gehustet und sich zugleich die Maske heruntergezogen. Das Ergebnis eines PCR-Tests sei dann positiv ausgefallen. Insgesamt hätten sich durch das Verhalten des Mannes 22 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt, teilte die Polizei mit.

 

28.4.21

Für den dramatischen Anstieg der Corona-Fallzahlen im Donnersbergkreis (Deutschland) ist die Osterfeier einer freikirchlichen Gemeinde maßgeblich mitverantwortlich. Bei rund 80 aktuell infizierten Menschen im Kreis bestehe ein Zusammenhang zu dem Treffen der Kirch-Gemeinde, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zwei Personen aus dem Umfeld der Freikirche seien verstorben, mehrere befänden sich derzeit in Krankenhäusern. Bereits im vergangenen Jahr habe es mit der selben Gemeinde Probleme gegeben, da dort entgegen der gültigen Regeln im Gottesdienst gesungen worden sei. Um welche Gemeinde es sich handelt, will der Kreis nicht mitteilen, um die Mitglieder und ihre Angehörigen nicht zu stigmatisieren.

Premierminister Narendra Modi forderte am Sonntag alle indischen Bürger auf, sich impfen zu lassen und vorsichtig zu sein, da ein «Sturm von Infektionen» das Land ergriffen habe. Modis Regierung wird kritisiert, dass sie, als die Fallzahlen auf unter 10’000 gesunken waren, religiöse und politische Grossveranstaltungen zugelassen und den Aufbau eines funktionierenden Gesundheitsystems verpasst habe. Der Premierminister verkündete im Januar den Sieg über Covid-19 und  rühmte sich, die «Apotheke der Welt» zu sein. Die Inderinnen und Inder seien dadurch verleitet worden, auf Massnahmen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr zu verzichten. Mitarbeiter des Krematoriums Bhadbhada Vishram Ghat berichteten, dass sie am Samstag mehr als 110 Leichen verbrannt hätten, obwohl die offizielle Zahl der Toten in der Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern zehn war. Italien hat am Sonntag alle Flüge von und nach Indien verboten. Wer sich in den letzten 14 Tagen in Indien aufgehalten hat, darf nicht mehr einreisen, teilte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza mit. Auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag ein weitgehendes Einreiseverbot für Inderinnen und Inder verhängt. Die indische Coronavirus-Variante B.1.617 gilt als hochgefährlich, weil sie gleich zwei Mutation des Spike-Proteins in sich trägt. Sie steht deshalb im Verdacht, resistenter gegen Impfungen zu sein und auch Geimpfte und Genesene anstecken zu können. 

24.4.21

Nachdem bei einem Reisenden eine Corona-Infektion festgestellt wurde, greifen die Behörden von Australiens grösstem Bundesstaat durch: Es gilt ein dreitägiger Lockdown. Laut örtlichen Medienberichten handelte es sich dabei um einen Mann um die 50, der am Mittwoch von Melbourne nach Perth geflogen war. Nach der vorgeschriebenen Quarantäne in Perth besuchte er dort demnach Restaurants, eine Universität, ein Schwimmbad, einen Arzt sowie einen Freund. Medienberichten zufolge wurde auch der Freund inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach der Entdeckung des Corona-Infektionsfalls in Australien hat Neuseeland den erst kürzlich eröffneten Reisekorridor mit dem Nachbarland vorläufig wieder geschlossen. 

In Indien gehen die Sauerstoffvorräte für die Covid-Patienten zur Neige. In einem Spital im westlichen Bundesstaat Maharashtra mit der Metropole Mumbai starben 22 Patienten beim halbstündigen Ausfall der Sauerstoffversorgung. Dasselbe passierte in einem Privatkrankenhaus in Chembur, etwa eine Stunde von Mumbai entfernt. Acht Patienten erstickten, weil die Sauerstoffreserven leer waren. Der Regierungschef des Bundesstaates Haryana meldet, dass ein Sauerstofftank auf dem Weg zu ihnen von anderen Stellen geraubt worden sei. Er habe nun Polizeischutz für alle Sauerstofftanks angeordnet. Sauerstoffflaschen werden auf dem Schwarzmarkt zu exorbitanten Preisen gehandelt. mehr Informationen

Mehr als 4.900 Menschen werden aktuell wegen einer Corona-Infektion auf einer Intensivstation in Deutschland behandelt. Laut Prognosen wird die Zahl schon bald auf mehr als 6.000 Patientinnen und Patienten steigen. Kai-Uwe Eckardt, 61, koordiniert die Covid-19-Intensivversorgung an der Charité Berlin: Zusätzliche Betten lassen sich nur betreiben, wenn es auch genug Personal dafür gibt. Im Moment sorgen wir dafür, in dem Angestellte aus der Anästhesiepflege und Pflegekräfte von Normalstationen auf den Intensivstationen mitarbeiten. Dadurch müssen wir Operationen absagen und die Betten auf anderen Stationen reduzieren. Manche Menschen mit Covid-19 müssen wochenlang auf einer Intensivstation versorgt werden. Wir betreuen im Moment noch Patientinnen und Patienten aus der zweiten Welle und diejenigen, die jetzt wieder vermehrt hinzukommen. Insgesamt gab es keine Chance für die Mitarbeiter, sich zu erholen. Bei der Diskussion über die Betten wird vergessen, dass trotz der Therapie etwa jeder dritte Covid-19-Patient auf einer Intensivstation stirbt. Jetzt scheint sich die Altersverteilung um weitere zehn Jahre nach unten zu verschieben. Wir haben auch bereits Patienten verloren, die keine 30 Jahre alt waren.  mehr Informationen

23.4.21

53 deutsche Schauspieler hat die Lage der Nation zu einer Videoaktion mit dem Titel „Alles dichtmachen“ „inspiriert“.

Sie bedienen vollständig und vorsätzlich das Narrativ  der Verschwörungstheoretiker, die die Tatsache, dass sie ihren Egoismus kurz mal beiseiteschieben sollen, mit einer Grundrechtsverletzung  verwechseln. Diese Aktion ist ein Schlag ins Gesicht der erschöpften Pfleger und Ärzte, die seit Monaten auf der letzten Rille laufen. Eine Petition auf change.org fordert «ARD» und «ZDF» dazu auf, den Initianten der Social-Media-Aktion #allesdichtmachen keine Sendezeit mehr zu geben. Diese verletzten die Würde der Pandemietoten.

45 Prozent der Anhänger der Republikaner verweigern eine Impfung gegen das Coronavirus. Zu diesem Ergebnis kam zuletzt eine landesweite Umfrage der renommierten Quinnipiac University. Gleichzeitig sieht aber auch ein großer Teil der konservativen Wähler die Maßnahmen gegen das Virus als erhebliche Einschränkungen der Grundrechte. Die Einstellung der republikanischen Impfverweigerer sei »paradox«, so der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, der auch das Weiße Haus in Corona-Angelegenheiten berät. Es handele sich nicht um eine Frage der bürgerlichen Freiheiten – sondern um eine Frage der öffentlichen Gesundheit. »Das ergibt einfach keinen Sinn«, sagte US-Virologe Anthony Fauci . »Sie wollen sagen können, dass die Virusregeln ihnen Sorgen machen. Aber diese Regeln wird man nur los, wenn so viele Menschen wie möglich schnell und effizient geimpft werden«. Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten. 50,4 Prozent der Volljährigen – rund 130 Millionen Menschen – wurde demnach mindestens eine Dosis verabreicht. Vollständig geimpft ist bereits fast jeder dritte Erwachsene.

 

22.4.21

53 negativ getestete Passagiere sind nach einem Flug von Delhi (Indien) nach Hongkong positiv auf Corona getestet worden. VOR dem Abflug hatten sich alle Fluggäste auf das Virus testen lassen – innerhalb der vorgeschriebenen 72-Stunden-Frist waren noch alle negativ gewesen. Der Flug mit der Nummer UK6395 war am 4. April 2021 in Hongkong gelandet. Wie viele Passagiere an Bord der 188 Fluggäste fassenden Maschine saßen, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass inzwischen 53 Corona-Fälle registriert wurden. In der Metropole Hongkong gelten besonders strenge Einreiseregeln. Die Passagiere aus Indien mussten direkt nach der Landung zu einem weiteren Corona-Test. Dort wurden acht Menschen positiv getestet. Alle Mitreisenden mussten daraufhin in Quarantäne, im Laufe der nächsten Tage meldeten sich zahlreiche Patienten mit Symptomen. Hongkong reagierte auf den Vorfall und verschärfte die Einreiseregelungen für 25 Flughäfen. Aus Indien dürfen zwei Wochen gar keine Maschinen landen.

Das geänderte Infektionsschutzgesetz mit der Bundes-Notbremse tritt in Deutschland an diesem Freitag in Kraft. Das Gesetz ist bis zum 30. Juni befristet. In Kreisen und Städten mit hohen Infektionszahlen dürften die Menschen infolge des Gesetzes ab 22 Uhr die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück in der Regel nicht mehr verlassen. Spaziergänge und Joggen alleine bleiben aber bis Mitternacht erlaubt. Gezogen werden soll die Notbremse, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Präsenzunterricht an Schulen soll ab einer Inzidenz von 165 gestoppt werden. Ausnahmen für Abschlussklassen bleiben möglich. Ab der 100er-Schwelle dürfte sich höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind. Läden dürften Kunden nur noch empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Ab einer Inzidenz von 150 soll nur noch das Abholen bestellter Waren möglich sein. mehr Informationen

Ein mit dem Coronavirus infizierter Teenager ist Ende März im Kanton Luzern gestorben. Zu den Hintergründen geben die Behörden wenig Auskunft. Laut den «Tamedia»-Zeitungen haben das BAG und die Luzerner Behörden bestätigt, dass sich der Todesfall im Kanton Luzern ereignet hat. Die verstorbene Person sei demnach 19 Jahre alt gewesen. Mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz bleibt zudem auch geheim, ob es sich um eine junge Frau oder einen Mann handelte.

Vom Immunsystem gebildete Antikörper helfen Infizierten, die Erreger – auch bei einem erneuten Angriff – in Schach zu halten. Doch im Fall von Sars-CoV-2 verschwinden diese bei jedem fünften Genesenen nach einer gewissen Zeit wieder vollständig, wie eine Studie zeigt. Ob damit auch die Immunität aufgehoben wird, ist nicht sicher. Forscher haben das Blut von Sars-CoV-2-Infizierten untersucht und festgestellt, dass sich bei jedem fünften knapp ein halbes Jahr nach der Infektion keine Antikörper mehr finden lassen. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Immunität nach einer Sars-CoV-2Infektion mit leichtem Verlauf oder ohne Symptome nur von begrenzter Dauer sein könnte. Sicher ist das aber noch nicht. Der Befund deckt sich allerdings mit anderen Untersuchungen, bei denen ein milder Covid-19-Verlauf mit einer schwächeren Immunantwort in Verbindung gebracht wurde. Denkbar wäre aber, dass einige vorher Infizierte durch andere Mechanismen des Immunsystems, wie zum Beispiel sogenannte T-Zellen, vor einer Reinfektion geschützt sind. mehr Informationen

Gedankenanstoß: Wir sprechen oft von Herdenimmunität. Doch eine Herde ist eine begrenzte überschaubare Einheit. Das steht im Gegensatz zur offenen Gesellschaft mit vielen internationalen Interaktionen.

Auch auf einen Wohnort hinuntergebrochen, haben wir wenig Informationen über die sozialen Beziehungen. Als Gesellschaft tappen wir bei der Pandemiebekämpfung im Dunkeln. So entstehen vor allem Impressionen, Meinungen und Vorurteile.

Die Pandemie zeigt uns die Grenzen einer offenen Gesellschaft auf und wird sie verändern. Krankheiten verbreiten sich heute schnell weltweit. Jeder muss selbst abschätzen, welche Anlässe und Kontakte ihm so viel wert sind, um ein bestimmtes Risiko einzugehen. Spontanes Zusammenkommen wird seltener. Die Beziehungen werden gewählter.

 

21.4.21

Bundesrat Alain Berset hat an der Medienkonferenz vom Mittwoch, 21. April, das Drei-Phasen-Modell vorgestellt. Es bezieht sich auf den Impffortschritt in der Schweiz. In einer ersten Phase bis voraussichtlich Ende Mai sollen die besonders gefährdeten Personen vollständig geimpft werden.

Darauf folgt die Stabilisierungsphase, während derer sich die gesamte erwachsene Bevölkerung impfen lassen kann. Steigt die Durchimpfung der Bevölkerung auf 40 bis 50 Prozent soll es zudem möglich sein, an gewissen Orten den Zugang nur Geimpften, Getesteten und Genesenen zu ermöglichen.

Drittens die Normalisierungsphase: Während dieser sollen die verbleibenden Corona-Massnahmen schrittweise wegfallen. Da aber selbst bei einer hohen Impfwilligkeit viele Personen ungeimpft bleiben, ist es auch in der Normalisierungsphase möglich, dass die Fallzahlen nochmals stark ansteigen. In einem solchen Fall ergreift der Bundesrat wieder Massnahmen, die aber nur noch für diejenigen gelten, die sich nicht haben impfen lassen.

Berset appellierte an der Medienkonferenz an die Bevölkerung, sich auch wirklich impfen zu lassen. Von einem Impfzwang wollte der Innenminister allerdings nichts wissen. Es sei die freie Entscheidung jedes Menschen in der Schweiz, sich impfen zu lassen. Die Aufgabe des Staates beschränke sich darauf, diese Impfungen zu ermöglichen. Es kann angenommen werden, dass die vollständige Impfung (zwei Dosen) der erwachsenen Bevölkerung bis Ende Juli 2021 abgeschlossen ist. 

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg hat seine Einreise- und Quarantänebestimmungen am Montag gelockert. Das hat laut dem «Südkurier» direkte Folgen für Schweizerinnen und Schweizer: Vollständig geimpfte Personen sowie solche, die zwischen 21 Tagen und drei Monaten zuvor eine Erkrankung erlitten, dürfen wieder ins Land reisen, ohne in Quarantäne gehen zu müssen, und sich dort frei bewegen. Im letzteren Fall ist allerdings ein PCR-Test nötig. Zudem ist die vereinfachte Einreise nur Personen ohne Symptomen gestattet.

Da momentan in der Schweiz nur die Aussenbereiche von Restaurants geöffnet und die Temperaturen vielerorts tief sind, sind Zelte eine Möglichkeit, wie Betriebe ihre Gäste schützen können. Das entspricht den Vorgaben des Bundes. Um die Gäste vor Wind und Regen zu schützen, ist eine Überdachung der Terrasse laut dem BAG erlaubt. Dabei darf die Hälfte der Seiten mit Planen oder Wänden abgedeckt sein. Wichtig ist, dass die Luft frei zirkulieren kann.

Laut ersten Studienergebnissen kann ein Cocktail aus Antikörpern offenbar Covid-19-Erkrankungen verhindern. Deutschland hat Tausende Dosen bestellt. Doch das Medikament taugt nicht für alle Patienten – und ist teuer. Nach Studiendaten kann die Gabe einer Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab das Risiko symptomatischer Corona-Infektionen um etwa 81 Prozent verringern. Das teilte der Schweizer Pharmakonzern Roche am Montag 12.4.21 in Basel mit. mehr Informationen

20.4.21

In Indien nehmen die Infektionen mit dem Coronavirus zu, womöglich auch angetrieben durch die Mutation B.1.617. Im Stark betroffenen Bundesstaat Maharashtra beispielsweise, ist die Mutation bereits für über 60 Prozent der neuen Erkrankungen verantwortlich. Eine höhere Übertragbarkeit wurde aber bisher nicht nachgewiesen. B.1.617 tauchte erstmals Anfang des Jahres in Indien auf. Inzwischen ist die Variante auch in anderen Ländern angekommen. In einer kürzlich veröffentlichen Mitteilung des indischen Gesundheitsministeriums werden etwa Länder wie Australien, USA oder Singapur erwähnt. Auch nach Europa schaffte es die Mutation bereits: In Deutschland wurden sieben, in Dänemark elf und in Grossbritannien sogar schon 77 Fälle gezählt. Dortige Wissenschaftler fordern, die indische Variante genau zu beobachten. Denn wegen einer doppelten Mutation, könnte sie noch gefährlicher sein als andere Varianten. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland erklärt auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA, dass die zwei Mutationen der indischen Variante «mit einer reduzierten Neutralisierbarkeit durch Antikörper oder T-Zellen in Verbindung gebracht werden, deren Umfang nicht eindeutig ist». Auch das heisst: Möglicherweise könnten Geimpfte und Genesene vor einer Ansteckung mit dieser Variante weniger gut geschützt sein. Für die indische Variante gebe es nicht viele Daten, sie sei in Europa sehr selten, sagt Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel. «Aus den wenigen Beobachtungen kann man noch keinen verlässlichen Trend ableiten, aber das sollte genau beobachtet werden.»

Nach einem mittelschweren Krankheitsverlauf ist das Leben bis heute nicht wieder das, was es mal war. Zum Long-Covid-Syndrom, das liegt in der Natur der Sache, gibt es noch nicht ausreichend Erfahrungen.  mehr Informationen

Das Asthmamittel Budesonid kann einer aktuellen Studie zufolge das Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung um rund 90 Prozent verringern. Zudem könnte Budesonid die Krankheitsdauer um einen Tag verkürzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines Teams von Forschern um Sanjay Ramakrishnan von der Universität Oxford, die vergangene Woche in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ erschienen ist.  mehr Informationen

 

17.4.21

Einst war Schweden für seinen Sonderweg berühmt. Nun kämpft das Land wie viele andere in Europa gegen eine dritte Infektionswelle. Die Inzidenz liegt mittlerweile fast dreimal so hoch wie in Deutschland. Ebenfalls hohe Werte weisen Frankreich (396), Polen (377) und Ungarn (372) auf. Noch höher als in Schweden ist die Inzidenz im EU-Land Zypern (436), das geografisch in Asien liegt. Die ebenfalls größtenteils in Asien liegende Türkei weist eine Inzidenz von 460 auf. Auch die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten legte laut dem schwedischen Intensivpflegeregister am Montag auf mittlerweile 393 zu – das ist höher als der Höchststand zur Spitze der zweiten Welle im Januar, allerdings niedriger als der absolute Höchstwert von 558 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Frühjahr 2020. Zu den bestehenden Maßnahmen zählen Beschränkungen für Restaurants, Kneipen und Cafés. Die Lokale müssen etwa weiter um 20.30 Uhr schließen, dürfen danach aber Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. Die Beschränkungen der Besucher- und Kundenanzahl in Einkaufspassagen, Geschäften und Fitnessstudios gelten ebenfalls länger. Laut der Gesundheitsbehörde sollen die Maßnahmen vorläufig bis zum 3. Mai gelten.

16.4.21

Nach dem Pfizer-Chef Albert Bourla könnte nach seiner Einschätzung eine dritte Spritze als Auffrischung und anschließend eine jährliche Impfung notwendig werden. „Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden“.

15.4.21

Durch einen Scan des Auges, der ganz einfach mit dem Smartphone ausgeführt werden kann, und mit einer eigens entwickelten KI soll eine Corona-Infektion festgestellt werden können. Bereits nach drei Minuten soll das Ergebnis feststehen. Neben einer möglichen Erkrankung können so auch der aktuelle Blutdruck, Körpertemperatur und Puls bestimmt werden. Weiter kann laut Hersteller sogar vom System überprüft werden, ob die betroffene Person bereits mit dem Coronavirus infiziert war, und auch alle aktuell bekannten Mutationen würden erkannt werden können. Durch die integrierte Geo-Tracking-Funktion ist auch eine schnelle Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten realistisch. Sobald sie grünes Licht von der Regierung erhält, könnte das das Ende der invasiven Testmethoden bedeuten. Eine Firma aus München hat eine entsprechende App entwickelt. mehr Informationen

Während der Bundesrat in der Schweiz von offenen Restaurant-Terrassen und Fitnessstudios spricht, diskutieren die deutschen Politiker über die Verschärfung des Infektionsgesetzes. Künftig sollen für Ortschaften, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz die Marke von 100 überschreitet, einheitliche, strikte Massnahmen gelten. Zum Beispiel dürften die Angehörigen eines Haushalts unter den neuen Vorschriften nur noch eine weitere Person treffen. Darüber hinaus wird wohl eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr eingeführt. Die Mehrheit der Landeskreise liegt derzeit über diesem Wert.

Die französische Regierung verhängte vor zwei Wochen einen Lockdown für mindestens einen Monat. Die Einwohnerinnen und Einwohner des Landes dürfen sich nur in einem Radius von zehn Kilometern im Umkreis des Wohnorts bewegen. Und auch hier gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 19 und 6 Uhr.

Die Geschäfte, Einkaufszentren, Kinos und Museen sind in Italien geschlossen. In einzelnen Regionen dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner die Häuser gar nur aus einem triftigen Grund verlassen. Noch im Februar versuchte Italien ebenfalls zu öffnen. Die Restaurants durften in «sichereren» Regionen tagsüber Gäste vor Ort bedienen. Das Coronavirus schlug aber in den darauffolgenden Wochen zurück – und die Regierung zog die Schraube ein weiteres Mal an.

Der Lockdown der Hauptstadt Wien wurde kürzlich um zwei weitere Wochen verlängert. Die Lage in den Spitälern sei kritisch, wurde der Schritt begründet. In den restlichen Bundesländern sind die Gastrobetriebe ebenfalls weiterhin geschlossen.

Ganz allein steht die Schweiz mit Öffnungsschritten allerdings nicht da. Grossbritannien nahm am Montag ebenfalls Lockerungen vor. Die Britinnen und Briten dürfen seither wieder ein Bier im Aussenbereich eines Pubs geniessen. Einziger Unterschied zur Schweiz: Im Vereinigten Königreich nehmen die Ansteckungen mit dem Coronavirus seit Wochen ab.

Der Ehemann von Briten-TV-Moderatorin Kate Garraway (53) erkrankte vor einem Jahr am Virus. Seither musste der Lobbyist im Spital gepflegt werden, lag zeitweise sogar im Koma. Seinen Überlebenskampf hielt die TV-Frau in der herzzerreissenden Doku «Finding Derek» fest. Vergangene Woche ein Lichtblick: Derek durfte endlich nach Hause. Doch das klang einfacher als gedacht. Denn der zweifache Vater (die Kinder sind 15 und 11) ist derzeit an den Rollstuhl gebunden. Wann er wieder gehen kann, ist noch unklar. Ein Wermutstropfen aber bleibt: Derek wird auf Vollzeit-Betreuung angewiesen sein. Er wird Sprach- und Physiotherapie benötigen.

„Inhalatives Budesonid ist eine einfache, sichere, gut untersuchte, kostengünstige und weithin verfügbare Behandlung“, schreiben die Autoren um Sanjay Ramakrishnan von der britischen Universitätsklinik Oxford. Aus der Gruppe, die nicht mit dem Asthmaspray behandelt wurden, mussten elf Teilnehmer wegen der Schwere des Verlaufs ihrer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden (15 Prozent), aus der Budesonid-Gruppe wurden nur zwei Teilnehmer klinisch behandelt (3 Prozent). Außerdem war in der Budesonid-Gruppe der Anteil der Patienten mit Fieber und derer, die mit fiebersenkenden Mitteln behandelt werden mussten, niedriger. Das Arzneimittel reduzierte das relative Risiko für einen schweren Verlauf demnach um 90 Prozent. Durch ein Abschwellen der Schleimhäute haben die behandelten Patienten weniger Luftnot. Diese Wirkungsweise ist nach Ansicht der Forschenden auf die Corona-Infektion übertragbar, die ebenfalls mit heftigen Entzündungsreaktionen der Atemwege einhergeht. Durch die Behandlung mit dem Asthmaspray kann die damit verbundene Atemnot oder gar ein Atemversagen verhindert werden. Die Kortikoide haben nur wenige Nebenwirkungen. mehr Informationen

 

14.4.21

Diese Lockerungen gelten ab dem 19. April:

Für Gottesdienste gilt wie bisher max. 50 Personen. Weil das Gesangsverbot gestrichen wurde, darf die versammelte Glaubensgemeinschaft neu während der Messe wieder die Kirchenlieder singen (mit Maske). Ein Kirchenchor darf aber nicht auftreten, auch nicht ein professioneller Chor.

Touristen dürfen ins Heilige Land zurück – allerdings nur, wenn sie gegen COVID geimpft sind. Am 23. Mai werden die Tore für Ausländer wieder geöffnet. Zunächst müssen Sie geimpft werden. Zweitens dürfen nur vorab genehmigte Gruppen kommen. Drittens müssen alle Besucher einen PCR-Test durchführen, bevor sie ihren Flug nach Israel antreten, was natürlich COVID-negativ ist. Viertens werden sie bei ihrer Ankunft am internationalen Flughafen Ben-Gurion einem serologischen Test unterzogen, um ihre Impfung nachzuweisen. In der Zwischenzeit befindet sich Israel in Gesprächen mit anderen Ländern, um „Vereinbarungen zur Validierung des Impfstoffzertifikats zu treffen, um die Notwendigkeit des serologischen Tests aufzuheben“. „Dem Entwurf zufolge wird am 23. Mai eine begrenzte Anzahl von Gruppen eintreffen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Ministerien für Tourismus und Gesundheit. „Die Anzahl wird je nach Gesundheitssituation und Fortschritt des Programms erhöht. Einzelne Reisende werden in der zweiten Phase nach Israel zugelassen, wobei gesundheitliche Überlegungen den Zeitplan bestimmen. “

Den Einsatz von Schnelltests bei Menschen mit Symptomen und die regelmäßige Anwendung zum Beispiel in Schulklassen und am Arbeitsplatz hält Virologe Drosten für gerechtfertigt und sinnvoll. Zwar könne eine frische Infektion dann in einzelnen Fällen übersehen werden – aber wenige Tage später falle sie auf. „Nur eine Sache ist eben etwas gefährlich„, sagte er: die Vorstellung, nicht ansteckend zu sein, wenn man etwa an der Kasse zu einem Veranstaltungssaal oder an der Pförtnerloge zu einem Behördengebäude den Test mache. Infizierte könnten dann durchrutschen und andere Menschen anstecken.

Es gilt als sicher, dass sich das Coronavirus vor allem über Luft verbreitet. Führende Aerosolforscher empfehlen in einem Brief an die deutsche Bundesregierung empfehlen, Treffen in Innenräumen so kurz wie möglich zu gestalten, häufiges Stoß- oder Querlüften, das Tragen effektiver Masken in Innenräumen sowie Raumluftreiniger und Filter überall dort, wo Menschen sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten müssen – etwa in Pflegeheimen, Büros und Schulen. In Innenräumen finde auch dann eine Ansteckung statt, wenn man sich nicht direkt mit jemandem trifft, sich aber ein Infektiöser vorher in einem schlecht belüfteten Raum aufgehalten hat, warnen sie. Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv. mehr Informationen

Frankreich setzt in der Corona-Krise sämtliche Flugverbindungen mit dem besonders betroffenen Brasilien aus. Das kündigte Regierungschef Jean Castex am Dienstag in Paris. «Wir stellen fest, dass sich die Lage verschlimmert», sagte Castex. «Und wir haben entschieden, bis zu einer neuen Entscheidung alle Flüge zwischen Brasilien und Frankreich auszusetzen.» Brasilien gehört weltweit zu den Ländern, die besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. 

13.4.21

Die Türkei hat laut der Publikation «Allgemeiner» eines der höchsten Niveaus täglicher neuer Covid-19-Fälle in ganz Europa und dem Nahen Osten. Die Vorsitzende der medizinischen Gesellschaft des Landes meinte, der schwerwiegendste Fehler der Regierung Erdogan sei die im März vorgenommene Senkung der Restriktionen, als die Zahl der täglichen Neuerkrankungen auf unter 10‘000 fiel. Letzte Woche kündigte Präsident Tayyip Erdogan eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen an, darunter die Wiedereinführung der landesweiten Wochenend-Lockdowns während des islamischen Fastenmonats Ramadan, der am 13. April beginnt. Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Montag ankündigte hatte. Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50’000 Neuinfektionen – bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland. Dort wurden am Montag 13’245 neue Fälle gemeldet. Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte, 80 Prozent der Corona-Fälle stammten von Menschen, die vorher in der Türkei gewesen seien. Das Land ist auch für Russen ein beliebtes Urlaubsziel. Russland will zudem die Flüge nach Tansania im Osten Afrikas aussetzen.

In Europa hat die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus seit Beginn der Pandemie die Schwelle von einer Million überschritten. In den 52 Ländern und Territorien des Kontinents wurden bis Montagabend insgesamt 1’000’288 Todesfälle von Corona-Infizierten registriert. Dies errechnete die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben. Europa ist damit die Region mit der höchsten Opferzahl der Pandemie, gefolgt von Lateinamerika mit 832’577 Toten. Danach folgt Nordamerika mit 585’428 Todesopfern. In Asien starben bislang 285’824 Infizierte.

45 Prozent aller weißen US-Evangelikalen wollen sich „eher nicht“ gegen das Coronavirus impfen lassen. Das sind weit mehr als unter amerikanischen Protestanten im Allgemeinen (36 Prozent) oder etwa unter allen Weißen Bürgern (27 Prozent). Unter den schwarzen Protestanten sind 33 Prozent skeptisch, was das Impfen angeht. Die New York Times stellt eine grundsätzliche Impfverdrossenheit unter Evangelikalen fest. „Dieser Opposition liegt ein Mix aus religiösem Glauben und einem althergebrachten Misstrauen gegenüber etablierter Wissenschaft zugrunde und das wird zusätzlich befeuert durch ein breites kulturelles Mistrauen gegenüber Institutionen und einem Zug hin zu Online-Verschwörungstheorien“, schreibt die Zeitung. Und warnt: Die Größe dieser Opposition könne Amerikas Fähigkeit, die Pandemie zu überwinden, erheblich einschränken – denn schließlich setzt das Land wie alle anderen, die sich an der Impfkampagne beteiligen, auf Herdenimmunität. Die Washington Post griff das Thema bereits Anfang März auf und sieht in der Impfablehnung Evangelikaler ein Zeichen ihrer Entfremdung von der Wissenschaft. Impf-Skepsis sei „Teil einer populistischen Revolte gegen Eliten, die Evangelikale als feindlich gesinnt gegenüber ihren Werten sehen“. Buchautor Eric Metaxas sieht in der Berichterstattung eine „Dämonisierung Evangelikaler“, wie er in seiner eigenen Sendung erklärte. Die Impfkampagne und die Überlegung, gesellschaftliche Freiheiten an verabreichte Impfungen zu knüpfen, verglich er mit Nazi-Deutschland und bezeichnete sie als den Beginn eines neuen Dritten Reichs.

Doch längst nicht alle Evangelikale folgen Metaxas Opposition gegen das Impfen. In der Tat scheinen die frommen Stimmen, die sich für das Impfen aussprechen, zu überwiegen: Franklin Graham, Leiter der Hilfsorganisation Samaritan’s Purse und Sohn von Jahrhundertevangelist Billy Graham, verbreitete mit Bezug zu den Covid-Impfungen via Facebook ein gegenteiliges Statement: „Ich denke, Jesus Christus würde sich dafür einsetzen, dass die Menschen sich impfen lassen und Medizin nutzen, um Leid zu verhindern und Leben zu retten.“ In der Zeitung Christianity Today antworteten zwei Evangelikale, Jamie Aten und Kent Annan, am 1. April direkt auf Metaxas: „Die Gefahr von Covid 19 herunterzuspielen, missachtet das Leid, das so viele im Zuge dieser Seuche erlebt haben, und ist das Gegenteil von liebenswürdiger Güte. Für Evangelikale, die Jesus folgen, ist das inakzeptabel.“  mehr Informationen

12.4.21

Statt kurzem „Brückenlockdown“ könnte der per Bundesgesetz geplante Lockdown, der ab einem Inzidenzwert von 100 verpflichtend gelten soll, bis Ende Mai oder Mitte Juni dauern.

Der iranische Gesundheitsminister hat die Corona-Lage im Land als «äusserst kritisch» bezeichnet. In 257 Städten herrsche Alarmstufe Rot, und die täglichen Opfer- und Infektionszahlen dürften in den nächsten Tagen und Wochen noch steigen, warnte Minister Said Namaki. Falls die zuletzt angeordneten Lockdown-Beschränkungen nicht eingehalten werden, «wird es auf der Landkarte bald nicht mehr rote, sondern nur noch schwarze Zonen geben», sagte er.

 

9.4.21

Die Kreisverwaltung in Herford informierte am Mittwoch (7. April) über den Vorfall in der Freikirche „Lebendige Hoffnung“. Demnach gab es den begründeten Verdacht, dass ein Gemeindemitglied, das an dem Gottesdienst am Ostersonntag teilgenommen hatte, sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnte. Das Kreisgesundheitsamt musste davon ausgehen, dass es sich dabei um eine der ansteckenden Coronavirus-Mutationen handelte. Eine kirchliche Trauung, die am 27. März in den Räumen der Freikirche stattfand, soll offenbar der Hintergrund für das Einschreiten der Stadt Herford gewesen sein, berichtet das Westfalen-Blatt. Ein Mädchen, das auf der Hochzeit gastierte, wurde anschließend positiv auf die Corona-Mutante aus Großbritannien getestet. (Die benachbarte Stadt Bielefeld verzeichnete zuletzt knapp 1000 Corona-Mutationen.) Aus diesem Grund musste das Ordnungsamt in Herford am Ostersonntag schnell handeln. 200 Gemeindemitglieder wurden in Quarantäne gesteckt. Bei den anschließenden Tests durch mobile Teams wurden noch an Ort und Stelle vier Personen positiv getestet. Der Gottesdienst der Gemeinde war der Ordnungsbehörde vorschriftsmäßig unter Vorlage eines Hygienekonzeptes angemeldet worden. Pastor Peter Janzen ist überrascht: „Ich habe am Tag zuvor noch mit dem Gesundheitsamt telefoniert und gefragt, ob etwas gegen einen Präsenzgottesdienst sprechen würde. Hätte ich einen entsprechenden Hinweis bekommen, hätte ich die Reißleine gezogen und wäre auf online umgeschwenkt“.

Die coronabedingten Einschränkungen treffen alle, aber nicht alle gleich. Je nach Gesundheit, Alter, Job und finanzieller Sicherheit bedroht uns die Pandemie unterschiedlich stark und beeinträchtigen uns die politischen Maßnahmen weniger oder mehr. Doch verschiedene Reaktionen auf die Ausnahmesituation hängen nicht nur von äußeren Faktoren ab. Auch wenn Menschen objektiv dieselbe Belastung erfahren und in der gleichen sozialen Situation leben, kann sich das komplett unterschiedlich auf ihre psychische Gesundheit auswirken. Neue Konzepte der Stress-Resilienz können erklären, woran das liegt – und wer an Krisen sogar wachsen kann. Es gibt eine Reihe von psychologischen Faktoren, die einen signifikanten Einfluss darauf haben, wie sehr sich Stress in und um die Corona-Krise auf die psychische Gesundheit auswirkt. Optimistische Menschen waren weniger beeinträchtigt von widrigen Umständen, genauso wie solche, die stärker das Gefühl haben, selbstwirksam zu sein, also sich in schwierigen Situationen auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen zu können. Weniger daran litten außerdem die Menschen, die in den Einschränkungen etwas Positives, wie einen Sinn oder eine Chance, erkennen. Solche Erlebnisse geben die Möglichkeit, den Umgang mit Stress zu trainieren. Dabei können Menschen vielleicht genau die Faktoren entwickeln, die sich in späteren Krisensituationen als schützend erweisen. In der Forschung spricht man in diesem Zusammenhang trefflicher Weise von Stress-‚Immunisierung‘ oder -‚Impfung‘. mehr Informationen

 

8.4.21

In muslimischen Ländern beginnt am Dienstag der Fastenmonat Ramadan. Weil ein Anstieg der Corona-Infektionen befürchtet wird, wurden die Vorschriften verstärkt. So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. Dies berichtete der Nachrichtenkanal Al-Arabija. Gläubige in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen in Moscheen Mundschutz tragen. Und dürfen sich dort zum speziellen Nachtgebet (Tarawih) höchstens 30 Minuten lang aufhalten. Im Oman wird das öffentliche Leben während des Ramadans wieder stark eingeschränkt. Geschäfte müssen geschlossen bleiben, auch sämtliche Aktivitäten in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung werden ausgesetzt. Ausserdem soll eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 Uhr abends bis 4.00 Uhr morgens gelten. Auch in der Türkei sind während des Fastenmonats verschärfte Corona-Massnahmen angedacht. An der Pilgerfahrt Umrah dürfen nur Geimpfte und Corona-Genesene teilnehmen. Die neuen Regeln gelten den Angaben zufolge ab dem Ramadan-Beginn Mitte April. Als immunisiert gelten demnach Geimpfte, die schon beide Impfdosen oder vor mindestens 14 Tagen die erste Impfdosis erhalten haben, sowie Menschen, die bereits eine Corona-Infektion überstanden haben. Die neuen Regeln gelten den Angaben zufolge ab dem Ramadan-Beginn Mitte April. Wie lange sie gelten sollen, wurde nicht mitgeteilt. Unklar ist auch, ab sie auch auf den Hadsch ausgeweitet werden sollen.

6.4.21

Das Klinikum Darmstadt Deutschland schaltet wieder in den Covid-Notbetrieb. Oberarzt Cihan Çelik spricht über eine erwartbare Entwicklung, komplizierte Verläufe bei jungen Menschen. Eine Besonderheit ist, dass die jüngeren Patienten oft sehr komplexe und komplizierte Verläufe haben. Es bleibt dabei, dass junge Menschen zwar seltener schwere Verläufe haben. Aber wenn sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, müssen sie dann auch häufig auf die Intensivstation. Die meisten unserer Mitarbeitenden sind mittlerweile geimpft, und wir haben praktisch gar keine Ansteckungsfälle und Erkrankungsfälle mehr beim Personal. Long-Covid ist rückt vermehrt in den Fokus, weil es Mitarbeiter betrifft, die eine Infektion durchgemacht haben und jetzt arbeitsunfähig werden. Auch das zeigt, dass sich junge Menschen vor einer Infektion in Acht nehmen sollten. Das gilt übrigens genauso für Geimpfte: Sie sind vor schweren Verläufen geschützt, können die Infektion aber noch weitertragen und sollten sich deswegen weiter an die Hygieneregeln halten. Vereinzelt müssen wir sogar Menschen behandeln, die schon geimpft waren. Das ist aber sehr, sehr selten und betrifft vor allem sehr alte Menschen.  mehr Informationen

 

5.4.21

Im Gazastreifen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen Rekordwert gestiegen. Binnen 24 Stundenwurden 1628 neue Fälle registriert – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Dies teilte das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet am Sonntag mit. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Samstag 3728 Tests gemacht, von diesen fielen somit rund 44 Prozent positiv aus.

China hat binnen 24 Stunden den grössten Anstieg an neuen Corona-Infektionen seit mehr als zwei Monaten verzeichnet. 32 weitere bestätigte Fälle seien aufgetreten, davon 15 in der Provinz Yunnan, die auf ein Cluster in der Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar zurückzuführen seien, erklärt die nationale Gesundheitskommission.

Die Hoffnung, dass wir die »Herdenimmunitätsschwelle« erreichen – dass also so viele Personen gegen Sars-CoV-2 immun werden, dass das Virus nicht weiter übertragen wird –, erscheint immer unrealistischer. Jetzt, wo die Pandemie in ihr zweites Jahr geht, müssen wir uns eventuell auf eine neue Strategie einstellen. »Wir verabschieden uns gerade von der Vorstellung, dass wir die Schwelle der Herdenimmunität erreichen und dass die Pandemie dann endgültig verschwindet«, sagt die Epidemiologin Lauren Ancel Meyers, Executive Director des Covid-19 Modeling Consortium der University of Texas in Austin. Langfristig gesehen wird Covid-19 wahrscheinlich zu einer endemischen Krankheit, ähnlich wie die Influenza. »Herdenimmunität ist nur relevant, wenn wir einen Impfstoff haben, der die Übertragung blockiert. Wenn das nicht der Fall ist, besteht die einzige Möglichkeit, eine Herdenimmunität in der Bevölkerung zu erreichen, darin, alle zu impfen«, sagt Shweta Bansal, Fachfrau für Mathematik in der Biologie an der Georgetown University in Washington DC. Mitte März waren etwa 50 Prozent der Bevölkerung von Israel vollständig mit den zwei für den Schutz erforderlichen Dosen geimpft. »Das Problem ist jetzt, dass die jungen Leute sich nicht impfen lassen wollen«. »Keine Gemeinschaft ist eine Insel. Deshalb ist die Landschaft der Immunität, die eine Gemeinschaft umgibt, sehr wichtig.« Covid-19 ist in den Vereinigten Staaten in Clustern aufgetreten, weil die Menschen sich von Ort zu Ort unterschiedlich verhalten haben und die Politik lokal verschiedene Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Auch die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, beeinflusst geografische Cluster, fügt Bansal hinzu. Das zeigt zum Beispiel der Widerstand gegen die Masernimpfung in einigen Regionen, in denen die Krankheit dann ein Comeback erlebt hat. Selbst in einem Land mit hohen Impfraten wie beispielsweise Israel bleibt das Potenzial für neue Ausbrüche bestehen, wenn die umliegenden Länder nicht ebenso konsequent sind. »Wir befinden uns in einem Wettlauf mit den neuen Varianten«, sagt Sara Del Valle, Epidemiologin am Los Alamos National Laboratory in New Mexico. Je länger es dauere, die Übertragung des Virus einzudämmen, desto mehr Zeit hätten diese Varianten, sich zu entwickeln und zu verbreiten. Das Problem ist, dass geimpfte Menschen ihr Verhalten ändern. Und das wiederum verändert die Gleichung der Herdenimmunität, die eben unter anderem davon abhängt, wie viele Menschen dem Virus ausgesetzt sind. Dvir Aran, ein biomedizinischer Datenwissenschaftler am Technion – Israel Institute of Technology in Haifa veranschaulicht dies an einem Rechenbeispiel: »Der Impfstoff wirkt nicht in allen Fällen«, sagt er. Doch angenommen, er böte 90 Prozent Schutz: »Wenn Sie vor der Impfung höchstens eine Person getroffen haben und jetzt mit der Impfung zehn Personen treffen, kommt das auf das Gleiche raus.« mehr Informationen

https://youtu.be/arYsOEZDvOo
 

 

3.4.21

Das Virus verbreite sich schnell, die Fallzahlen stiegen wieder an, und neue Varianten griffen um sich. »Rücksichtsloses Verhalten« führe dazu, dass noch mehr neue Coronafälle hinzukämen. Biden rief die US-Bürgerinnen und Bürger auf, die Coronaregeln einzuhalten, das Land stehe möglicherweise am Beginn einer vierten Pandemiewelle. Walensky: »Ich spreche jetzt gerade nicht nur als CDC-Direktorin, sondern als Ehefrau, Mutter und Tochter und möchte sie bitten, noch etwas länger durchzuhalten.« Auch die bisher verabreichten rund 95 Millionen Impfungen seien kein Ersatz für das Tragen von Schutzmasken und die Einhaltung der Social-Distancing-Regeln.

1.4.21

Vor sechs Monaten infizierte sich mit dem Coronavirus. Die Folgen spürt sie bis heute: Alltägliche Dinge wie duschen, lesen oder einkaufen erschöpfen sie. Meine Corona-Erkrankung würde ich mit einer schweren Grippe im Hochgebirge vergleichen – Fieber, Gelenkschmerzen und Schüttelfrost trafen auf Atemnot und Druck auf der Brust. Dazu mischten sich Erschöpfung, Kopfschmerzen, Tinitus, Übelkeit und auch merkwürdige andere Symptome wie Wortfindungsstörungen oder das Gefühl, dass meine Augen nach rechts schielten.Ich fand das zunächst übertrieben, ich war schließlich gerade mal 35 Jahre alt, gehörte keiner Risikogruppe an.   weiterlesen

 

31.3.21

Die brasilianische Variante P.1des Coronavirus breitet sich Deutschland immer weiter aus. Vergangene Woche wurde die Mutation erstmals in Hamburg nachgewiesen, das Bundesland Bayern – in unmittelbarer Nähe zur Schweiz – verzeichnet schon über 50 Fälle. Bei P.1 könnte es sich sogar um die bislang gefährlichste Mutation handeln. Das RKI geht davon aus, dass die derzeit erhältlichen Impfstoffe gegen diese Variante eine «geringere Wirksamkeit aufweisen könnten.» Gleiches gelte für eine Reduktion der Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen. Eine erhöhte Übertragbarkeit werde ebenfalls als denkbar erachtet. Mittlerweile wurde die Mutation 1056-mal in 28 Ländern nachgewiesen – auch in der Schweiz. Am Dienstag sprach Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung im Bundesamt für Gesundheit (BAG) an einer Medienkonferenz von «glücklicherweise nur sieben Nachweisen.»

Noch in dieser Woche wird die Zahl der Nachweise der britischen Variante B.1.1.7 in Deutschland über 90 Prozent erreichen. Die Variante B.1.1.7 ist zudem eindeutig krankmachender und tödlicher als das Ursprungsvirus. Die in Südafrika und in Brasilien entdecken Varianten lägen in Deutschland immer noch im Bereich von ein Prozent oder niedriger.

Die Infektion könne für Menschen eine traumatische Erfahrung darstellen. Dies erklärt Neurologin Anna Heidbreder von der Universitäts-Klinik Innsbruck (Ö) im Interview mit dem «Spiegel». Heidbreder betont, dass psychische Corona-Folgen auch bei Menschen, die nicht erkrankt sind, auftreten können. Oftmals habe die Pandemie existenzbedrohende Folgen. Diese können ein wesentlicher Grund für Schlafstörungen sein.

Vor zwei Monaten verzeichnete Portugal eine Sieben-Tage-Inzidenz von 878. Heute liegt sie bei unter 30. Dank eines knallharten Lockdowns. Seitdem sind die Zahlen nicht mehr gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei nur noch 28. In Deutschland, das sich noch in der dritten Welle befindet, liegt sie bei 138. Die Positivrate lag in Deutschland zuletzt bei rund 8 Prozent, in Portugal bei rund 1,4 Prozent. Ende Januar war noch jeder fünfte Test in Portugal positiv. Anders als in Großbritannien beispielsweise ist dafür aber nicht die Impfkampagne mitverantwortlich, sondern einzig der harte Lockdown. In Portugal sehen die strengen Ausgangsbeschränkungen bis heute so aus: Die Menschen dürfen das Haus im Prinzip nur zum Einkauf von Lebensmitteln und für den Weg zur Arbeit verlassen – wenn es der Arbeitgeber bescheinigt hat. Außerdem ist das Tanken gestattet und der Besuch von Banken, dem Arzt, von Apotheken und Krankenhausbesuche. Spaziergänge und Sport an der frischen Luft sind nur für kurze Zeit und im Umfeld der eigenen Wohnung erlaubt. Entsprechend sind auch Gastronomie und Einzelhandel in Portugal geschlossen. Erlaubt ist lediglich das Abholen von Speisen und Getränken. Ähnlich wie die Regierenden in Deutschland aktuell, hatte sich die Regierung von Ministerpräsident Antonio Costa lange gegen einen weiteren harten Lockdown gesträubt. Stattdessen versuchten die Verantwortlichen in Lissabon bis zuletzt, möglichst viele Wirtschaftsbereiche und weniger betroffene Landkreise zumindest in Teilen offen zu halten. Der Lockerungsplan streckt sich bis Anfang Mai. Dieser sieht schon ab dem 5. April vor, dass Museen, kleinere Läden sowie Gastronomiebetriebe ihre Außenbereichen für maximal vier Personen pro Tisch öffnen dürfen. Auch werden die Ausgangsbeschränkungen sogar so weit gelockert, dass Sport im Freien in Kleingruppen bis maximal vier Personen erlaubt sein wird. Mitte April sollen dann sogar schon Kinos und Theater Besucher empfangen dürfen. Schließlich ist für Anfang Mai der vorerst letzte Lockerungsschritt vorgesehen, und zwar die Öffnung von Innenräumen der Restaurants und Cafés für bis zu sechs Personen.

 

27.3.21

Dass psychische Erkrankungen nach einer Infektion mit dem Coronavirus keine Seltenheit sind, belegt eine Studie der Oxford University. Publiziert wurde sie im November 2020 in der Fachzeitschrift «Lancet Psychiatry». Fazit: Knapp 20 Prozent leiden an Folgen wie Angststörungen, Depressionen und Schlaflosigkeit. Bei rund 8,5 Prozent wurde erstmals eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Auch eine andere Studie aus Rom, von der Fondazione Policlinico Universitario Agostino Gemelli zeigte Ähnliches. 30,2 Prozent der 381 untersuchten Patienten zeigten während der Genesungsphase Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

24.3.21

Auf dem größten Friedhof Lateinamerikas werden die Corona-Toten im Zehn-Minuten-Takt beerdigt. Die Stimmung in Brasilien kippt. Die Verunsicherung schlägt in Angst um. Vier von fünf Brasilianern sehen die Pandemie laut einer Umfrage außer Kontrolle. Mehr als die Hälfte gibt an, große Angst vor einer Ansteckung zu haben. mehr Informationen

23.3.21

In Israel nimmt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stetig ab. Am Sonntag fiel der R-Wert auf 0,62 und 1,7 Prozent aller Covid-19-Tests fielen positiv aus. Angesichts dieser Verbesserungen, veröffentlichte das Gesundheitsministerium am Sonntag neue Richtlinien. In Israel nimmt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stetig ab. Am Sonntag fiel der R-Wert auf 0,62 und 1,7 Prozent aller Covid-19-Tests fielen positiv aus. Angesichts dieser Verbesserungen, veröffentlichte das Gesundheitsministerium am Sonntag neue Richtlinien. Ab Sonntag können Unternehmen und bestimmte Einrichtungen die bisher nur den Besitzern Grüner Pässe Zutritt gewähren durften, am Eingang ihres Geschäftes einen Schnellteststand einrichten. Personen ohne einen Grünen Pass, dürfen dann nach dem Erhalt eines negativen Testergebnisses eintreten. Kindern und nicht-geimpften Personen ist es nicht erlaubt Orte zu betreten, die den Besitz eines Passes erfordern und keinen Schnelltest-Stand haben. Unternehmer, die Schnelltests durchführen möchten, müssen diese selbst finanzieren. Die Kosten für jeden Test betragen ein paar Dutzend Schekel. Der Geschäftsinhaber kann die Tests bei einem autorisierten Lieferanten bestellen. Der Lieferant ist dafür verantwortlich, die Ergebnisse dem Gesundheitsministerium zu melden. Sollte eine Person ein positives Testergebnis erhalten, muss diese die Räumlichkeiten sofort verlassen, nach Hause gehen und sich in Quarantäne begeben. Ebenfalls muss spätestens 48 Stunden nach dem Schnelltest einen PCR-Test durchgeführt werden. Die Maskenpflicht bleibt sowohl für Veranstaltungen die drinnen als auch draussen durchgeführt werden, erhalten.

Deutschland geht über Ostern in den verschärften Coronavirus-Lockdown. Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird bis zum 18. April verlängert. Private Treffen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sind erlaubt. Oster-Urlaub im Inland ist gestrichen – Hotels bleiben geschlossen. Vom 1. bis einschliesslich 5. April soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden. Damit will Deutschland die dritte Welle der Pandemie durchbrechen. Kirchen und Religionsgemeinschaft werden gebeten, an Ostern nur Online-Angebote für die Gläubigen zu machen. Urlaub wird in Mallorca der beliebtesten Ferieninsel der Deutschen zwar trotz Coronavirus weiter möglich sein. Bund und Länder appellieren aber an die Fluggesellschaften, keine zusätzlichen Flüge mehr für die Osterferien anzubieten. Zudem soll für alle Flüge aus dem Ausland nach Deutschland eine generelle Testpflicht vor Abflug eingeführt werden. Update: Nach heftigen Reaktionen und Kritik an der geplanten «Osterruhe» rudert Angela Merkel am Mittwoch 24.3.21 zurück. Die Idee eines Oster-Lockdowns sei nicht vernünftig umsetzbar gewesen. Es sei ein Fehler gewesen, sagte die Bundeskanzlerin vor den Medien, «einzig und allein» ihr Fehler. Die «Bild» zollt der Kanzlerin für ihre Entschuldigung «Respekt». Der Gesundheit-Experte erklärte am Abend im ZDF-Talk von Markus Lanz, warum ein erneuter Shutdown alternativlos ist: «Mit dem Lockdown, den wir damals gemacht haben, kämen wir heute nicht mehr durch. Das Virus ist einfach so viel ansteckender. Auf einen Monat betroffen, bis zu achtmal ansteckender. Das ist wie ein neues Virus, eine neue Pandemie.»

 

22.3.21

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Kirchengemeinde aus Lage sind inzwischen 120 Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Die ganze Gemeinde steht unter Quarantäne. Unklar ist, ob sich die Menschen in den Gottesdiensten angesteckt haben oder eher im privaten Umfeld. Insgesamt sind 1.100 Mitglieder der freikirchlichen Baptistengemeinde in Lage im Kreis Lippe in Quarantäne. Das Ordnungsamt hatte in der letzten Zeit mehrfach Kontrollen in der Kirche durchgeführt, dabei gab es aber keine Beanstandungen.  mehr Informationen

Dieses Wochenende versammelten sich ca. 6000 Personen (Angaben der Polizei) in Liestal. Während die absolute Mehrheit riskieren diese Leute die Pandemie anzutreiben, da sie auch keine Masken tragen. Das führt nicht zu Lockerungen, das führt zu einem weiteren harten Lockdown.

Waren die Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen Superspreader-Events? Sind sie schuld am Anstieg des Infektionsgeschehens im November und Dezember? Das haben Forscher des ZEW Mannheim und der Humboldt-Universität zu Berlin in einer Studie untersucht. Ihre Schätzung: Bis Weihnachten hätten 16.000 bis 21.000 Covid-19-Infektionen verhindert werden können, hätten diese Demos nicht stattgefunden.

Ende 2020 verkündete Brasiliens Präsident Bolsonaro das nahende Ende der Pandemie. Drei Monate später ist das Gegenteil der Fall. Eine aggressive dritte Coronawelle rollt über das Land und überlastet das Gesundheitssystem. Aktuell sagen 79 Prozent der Brasilianer, die Pandemie sei außer Kontrolle. In Brasilien gibt es keinen national verordneten Lockdown, die Gouverneure der 26 Bundesstaaten verordnen die Maßnahmen selbst. Nur ein Drittel der 200 Millionen Einwohner ist laut brasilianischen Medien von Corona-Regeln betroffen. Die löchrige Pandemiebekämpfung begünstigt die Mutation des Virus. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO warnte bereits vor den Folgen: „Es geht nicht nur um Brasilien. Sondern um ganz Lateinamerika und sogar darüber hinaus“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Dschungelvariante P.1 wurde erstmals im Januar in Manaus identifiziert. Mittlerweile ist sie in mehr als 30 Ländern der Welt nachgewiesen worden.

Der Landkreis Greiz in Thüringen ist der Corona-Hotspot Deutschlands. In einem Kindergarten waren alle 17 Kinder einer Gruppe infiziert.  Das zeigt doch, dass wir bislang wie ein Fischerboot ohne Radar unterwegs waren. Es wird Zeit, dass wir aus diesem grauen Gewaber herauskommen. Die Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern sind jünger geworden, dort liegen mittlerweile auch über 60-Jährige. Allerdings gibt es derzeit nur wenige Patienten auf der Intensivstation. mehr Informationen

 

18.3.21

19.3.21

Der Bundesrat in der Schweiz hat an seiner Sitzung vom 19. März 2021 entschieden, die Einschränkung für Treffen im Familien- und Freundeskreis in Innenräumen von fünf auf maximal zehn Personen zu lockern. Für weitere Öffnungen ist das Risiko eines unkontrollierten Anstiegs der Fallzahlen derzeit zu gross. Ausserdem sind noch zu wenig Menschen geimpft, um einen starken Anstieg der Hospitalisationen zu vermeiden. Die 14-Tages-Inzidenz ist über 200 pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner angestiegen, die Positivitätsrate liegt über 5 Prozent und die Reproduktionszahl liegt mit 1.14 deutlich über 1. Einzig die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten liegt unter dem festgelegten Richtwert. Es gibt zudem Hinweise, dass die neuen Virusvarianten nicht nur viel ansteckender, sondern auch tödlicher sind. Mittlerweile sind die neuen Varianten für über 80 Prozent der Infektionen verantwortlich. Hinzu kommt, dass auch die Zahl der Impfungen noch zu tief ist, um zu verhindern, dass wieder deutlich mehr Menschen ins Spital eingeliefert werden müssen.

In der vergangenen Woche sind weltweit die Corona-Fallzahlen wieder angestiegen – und das um ganze 10 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Gute Nachrichten gibt es dennoch: Die Zahl der Todesfälle infolge einer Virusinfektion nimmt weiter ab.
 
Europa gilt unterdessen weltweit als besonders schlechtes Beispiel, nicht zuletzt wegen der schleppenden Impfkampagnen. So warnte US-Präsident Joe Biden die US-amerikanischen Bürger: „Bitte, bitte, lassen Sie nicht geschehen, was in Europa passiert, wie Sie es im Fernsehen sehen.“ Biden forderte die Amerikaner auf, weiterhin Masken zu tragen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und den empfohlenen Mindestabstand einzuhalten.
 
 

Die israelische Knesset verabschiedete am 17.3.21 ein Gesetz, dass die digitale Überwachung aller Einreisenden in Israel ermöglicht, die zu einer Quarantäne aufgrund von Covid-19 verpflichtet sind. Alle Einreisenden die sich in ihren Häusern isolieren sollen, werden mit digitalen Verfolgungsarmbändern oder anderen digitalen Verfolgungsmöglichkeiten, inclusive ihrer Mobiltelefone, ausgestattet. Das Gesetz beschränkt die Verwendung der Daten ausschliesslich auf Durchsetzungszwecke. Ebenfalls sollen diese nur einen Monat gespeichert werden können. Wer die digitale Überwachung ablehnt, muss sich in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung Isolieren.

Vorerst finden in Deutschland vorsorglich keine Covid-19-Impfungen mit dem Mittel von AstraZeneca mehr statt. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitgeteilt. Grundlage ist eine Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), das zunächst neue Meldungen von Blutgerinnseln der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung prüfen möchte. Der Ema waren bis zu dem Zeitpunkt 30 Fälle von Gerinnungsstörungen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet worden – bei bislang knapp fünf Millionen Geimpften im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Beschwerden waren unter Geimpften demnach nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Der Impfstopp erfolgt vorsorglich. Bislang ist nicht geklärt, ob die Blutgerinnsel, auch bekannt als Thrombosen, durch die Impfung verursacht werden oder ohnehin aufgetreten wären. Geimpfte sollten allerdings wachsam sein, falls es ihnen nach der Impfung über mehrere Tage immer schlechter geht. Personen, die den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca erhalten hätten und sich »mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen« –, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, rät das PEI.

Laut einer Studie haben sich in der nigerianischen Metropole über drei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Doch vor Ort sagen viele, Covid-19 gebe es nicht. 23 Prozent der Proben aus Lagos wiesen Sars-CoV-2-Antikörper auf. Das heisst: Hochgerechnet auf die Bevölkerung von geschätzt 15 Millionen hätten sich in Lagos mehr als drei Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Inzwischen, ein halbes Jahr später, müssten es Hunderttausende mehr sein oder eher: Millionen. Offiziell zählt Nigeria im ganzen Land knapp 160 000 Infektionen. Stimmen die Resultate der Studie, erfasst die offizielle Zählung nur einen Bruchteil der Infizierten. Der vielleicht wichtigste Grund dafür, warum auf Lagos Island niemand Infizierte kennen will, ist banal: Die Symptome von Covid-19 ähneln jenen von Malaria. Die Ärztin Folakemi Ezenwanne hat in mehreren Covid-Isolationszentren in Lagos gearbeitet. Sie sagt, rund 80 Prozent der Covid-Erkrankungen verliefen asymptomatisch oder mild – und viele, die an Fieber und Müdigkeit litten, glaubten, an Malaria erkrankt zu sein. Bis jetzt kann niemand das afrikanische Paradox erklären, doch Experten nennen stets die gleichen Gründe: Die Bevölkerung ist jung, das Klima warm, die meisten Menschen halten sich oft draussen auf, viele, vor allem die Armen, könnten eine gewisse Immunität aufweisen, weil sie ständig Viruserkrankungen ausgesetzt sind.  mehr Informationen

 

17.3.21

Eine in der Bretagne identifizierte Corona-Variante gibt Ärzten Rätsel auf: Mit klassischen PCR-Tests lasse sich die Mutante nicht ohne Weiteres erkennen, erklärte die bretonische Gesundheitsbehörde ARS am Dienstag. In einem Krankenhaus im westfranzösischen Lannion waren demnach acht ältere Patienten mit «typischen Symptomen» der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Sieben von ihnen waren aber per Nasenabstrich negativ getestet worden. Erst Antikörper-Tests ergaben einen positiven Befund. Hinweise auf eine grössere Ansteckungsgefahr durch die bretonische Variante gebe es bisher nicht, betonte die Behörde. Im Pariser Grossraum schlagen die Krankenhäuser wegen Überlastung Alarm. In dem dicht besiedelten Gebiet mit zwölf Millionen Einwohnern ist die Inzidenz über die Marke von 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen. In dieser Woche sollen rund hundert Intensivpatienten aus Paris in andere Regionen verlegt werden. In Frankreich gilt eine landesweite Sperrstunde ab 18 Uhr, an der Côte d’Azur und am Ärmelkanal wurden zudem Ausgangsbeschränkungen an Wochenenden verhängt. 

«Immunität durch Krankheit oder Impfung schützt in der Regel vor schweren Verläufen. Trotz Immunität kann sich aber eine milde Reinfektion entwickeln, mit der auch das Virus wieder weitergegeben wird», sagt Antoine Flahault, Epidemiologe an der Universität Genf, zu 20 Minuten. Dies sei aber selten. Es besteht der Verdacht, dass die brasilianische Mutante auch Personen infizieren kann, die bereits frühere Varianten durchgestanden hatten. Käme es zu vielen Reinfektionen, würde der Ausstieg aus den Massnahmen weiter verzögert. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt laut «SonntagsZeitung», dass sich Genesene drei Monate nach der Erkrankung impfen lassen sollen – mit zwei Dosen. Die deutschen Behörden empfehlen für Genesene eine Dosis.

 

16.3.21

Marco Rima hat sich Anfang des Jahres mit dem Coronavirus infiziert. Der Zuger Komiker sei mit 38 Grad Fieber drei Wochen lang im Bett gelegen. Der 59-Jährige äusserte sich mehrmals kritisch zu Corona. Er trat unter anderem an einer Demo von Corona-Skeptikern auf und arbeitete mit Initianten zusammen, die eine Unterschriftensammlung gegen eine Impfpflicht lancierten. Auch auf Social Media äusserte sich Rima kritisch zu den Corona-Massnahmen.

Langzeitfolgen nach einer Infektion mit dem Coronavirus spalten die Ärzteschaft. Neue Studien weisen darauf hin, dass bis zu einem Drittel der Covid-19-Patienten nach Monaten noch Symptome bemerken. Eine Studie aus China an 1700 hospitalisierten Covid-19-Patienten zeigt zudem, dass 76 Prozent von ihnen sechs Monate später noch immer mindestens ein Symptom aufwiesen. Besonders betroffen seien junge Frauen. Experten gehen demnach davon aus, dass die Pandemie eine Welle von chronisch kranken Menschen hervorbringen wird, die sich den klassischen Diagnoseverfahren der Medizin entziehen.

Die Rudolf Steiner Schule Birseck in Aesch informierte am Dienstag die Öffentlichkeit über einen Corona-Ausbruch, weswegen vom Kantonsarzt für die gesamte Schule bis zu den Frühlingsferien Fernunterricht verfügt worden sei. Dies, nachdem vier Mitarbeitende und 16 Schülerinnen und Schüler positiv getestet wurden. Acht Klassen wurden deswegen in Quarantäne geschickt. Die Schule besuchen insgesamt rund 440 Schülerinnen und Schüler. Es gibt in der Elternschaft eine Fraktion, die Masken als «nutzlose Maulkörbe» abtun und an Elternsitzungen schon für einen Eklat sorgten. Der Konflikt habe sich derart zugespitzt, dass beim kantonsärztlichen Dienst gar eine Anzeige eingegangen ist, in der die angeblichen Missstände an der Schule angeprangert wurden. Skepsis gegenüber den Corona-Massnahmen in anthroposophischen Kreisen ist nicht unüblich. Eine Nähe von Anhängern der Querdenker-Bewegung zur Anthroposophie zeigte auch eine Untersuchung der Universität Basel.

 

15.3.21

Nach mehreren Betrugsfällen stoppt in Deutschland die Bundesregierung die Auszahlung der Corona-Hilfen. Nun kommt heraus, dass wohl auch Gelder an islamistische Extremisten geflossen sind, die diese in Kriegsgebieten des Nahen Ostens zur Terrorismusfinanzierung genutzt haben sollen. Insgesamt liege die Schadenssumme aller verfolgter Fälle bei rund einer Million Euro. 250.000 Euro wurden der Zeitung zufolge bei Durchsuchungen bereits sichergestellt. Das Landeskriminalamt (LKA) hatte in den vergangenen Monaten mit einem Großaufgebot an Ermittlern mehrere Moscheen, Büros von Moscheevereinen und Privatwohnungen in Berlin durchsucht. Subventionsbetrug kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Die Tessiner Kantonspolizei hat einen italienischen Staatsbürger verhaftet. Diesem wird vorgeworfen, durch Urkundenfälschung und Betrug einen Covid-19-Kredit des Bundes bezogen zu haben. Die Deliktsumme beträgt über eine halbe Million Franken. Das bezogene Geld habe der italienische Staatsbürger für fremde Zwecke verwendet, heisst es im Communiqué weiter. Mit dem Geld des Bundes habe der Mann private Spesen beglichen.

13.3.21

Neu sollen in der Schweiz Veranstaltungen mit Publikum unter Einschränkungen ab dem 22. März wieder möglich sein, je nach Beschluss am 19. März. Die maximale Anzahl der Besucherinnen und Besucher ist beschränkt auf 150 Personen draussen – etwa für Fussballspiele oder Open-Air-Konzerte – und 50 Personen drinnen – etwa für Kinos, Theater oder Konzerte. Zusätzlich gilt eine Beschränkung auf maximal ein Drittel der Kapazität des Veranstaltungsorts. Es gilt eine Sitzpflicht und die Maske muss immer getragen werden. Zwischen den Besucherinnen und Besuchern muss jeweils ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder ein Sitz freigelassen werden. Konsumation ist verboten und von Pausen ist abzusehen.

12.3.21

Die Corona-Mutante B.1.1.7, die sich auch in der Schweiz immer weiter ausbreitet und bislang 4393 Mal nachgewiesen wurde, ist nicht nur ansteckender, sondern tatsächlich erheblich tödlicher als frühere Corona-Varianten. Das berichten Forschende um Robert Challen von der University of Exeter im «British Medical Journal»: Demnach ist das Risiko zu sterben bei der Mutante um 64 Prozent erhöht. Von jenen, die mit einer herkömmlichen Sars-CoV-2-Variante zu kämpfen hatten, starben in einem Zeitraum von vier Wochen nach der Diagnose 2,4 von 1000 Personen. Bei denen, die mit der Mutante B.1.1.7 infiziert waren, waren es 4,1 von 1000 Betroffenen. Laut dem Mikrobiologen Simon Clarke von der University of Reading zeigten die höhere Übertragbarkeit und die nun festgestellte höhere Sterblichkeit, dass «diese Variante eine erhebliche Herausforderung für das Gesundheitssystem und politische Entscheidungsträger» sei. Umso wichtiger seien die Impfungen, zitiert ihn die Nachrichtenagentur AFP. Er empfiehlt, dass «sich die Menschen impfen lassen, wenn sie aufgerufen werden».

 

9.3.21

Trotz Impfung sind Ausländer vom öffentlichen Leben in Israel ausgeschlossen. Ausländern ist es nicht möglich, den «Grünen Pass» zu erhalten, selbst wenn sie beide Impfungen mit dem Pfizer-Produkt hinter sich haben. Der Grund: sie haben keine israelische ID-Nummer. Das Problem gilt sogar für Ausländer, die bei einer der vier israelischen Krankenkassen versichert sind. Ebenso übrigens für Israelis, die aus dem Ausland zur Impfung gekommen waren und nicht im Land versichert sind. 

8.3.21

Mehr als ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie bleibt eine zentrale Frage offen: An welchen Orten infizieren sich die meisten Menschen mit dem Coronavirus? In England erhobenen Daten deuten darauf hin, dass sich die meisten Menschen in Läden infizieren. Im öffentlichen Verkehr infiziert sich hingegen kaum jemand. Gemäss den Zahlen aus England sind besonders viele Menschen vor dem Auftreten der Corona-Symptome einkaufen gegangen (wobei das eine Tätigkeit ist, die jeder macht). Eine weitere Statistik der englischen Gesundheitsbehörde präzisiert: 38,5 Prozent hielten sich vor dem Auftreten von Symptomen im Supermarkt auf. Es sind lediglich die Daten aus einer Personenbefragung. Nur weil eine Person sich an einem Ort aufgehalten hat, heisst das nicht, dass sie sich dort auch infiziert hat. England befindet sich noch immer in einem harten Lockdown. Restaurants bleiben nach wie vor geschlossen, es gilt Homeoffice-Pflicht, der öffentliche Verkehr wurde jedoch nicht heruntergefahren. 

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren. Das hatte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag festgelegt. Die Regionalgrenzen dürfen nur in Ausnahmefällen überschritten werden. 
 

4.3.21

Corona-Impfung Bedingung für den Hadsch

Eine Corona-Impfung soll dieses Jahr zur Bedingung für die Teilnahme an der traditionellen Mekka-Wallfahrt, der sogenannten Hadsch, werden. Das erklärte jetzt der saudische Gesundheitsminister Taufiq Rabiah. Letztes Jahr konnten wegen der Pandemie nur 10.000 Menschen, davon 70 Prozent aus dem Ausland, Ende Juli die Hadsch durchführen. In der islamischen Welt wird aufgeregt über Corona-Impfstoffe diskutiert – etwa darüber, ob sie mit den Vorschriften des Islam vereinbar seien. Die saudischen Behörden haben am 17. Dezember mit einer Impfkampagne begonnen. Ob überhaupt in diesem Jahr Muslime aus dem Ausland an der Hadsch, die am 17. Juli beginnen müsste, teilnehmen dürfen, ist noch nicht klar.

Eine Schweizer Studie hat untersucht, bei wie vielen ehemaligen Corona-Patienten diese Long-Covid-Symptome auftreten und wie sie sich äussern. 25 Prozent der Studienteilnehmer geben an, sich nach sechs bis acht Monaten noch nicht vollständig von der Corona-Infektion erholt zu haben. 80 Prozent dieser Betroffenen klagen zusätzlich über Müdigkeit, Kurzatmigkeit und psychische Probleme wie zum Beispiel Depressionssymptome. Häufig traten die Beschwerden zeitgleich auf. Der Studienleiter Milo Puhan sagt: «Es dürften insgesamt etwa zwei bis drei Prozent sein, die gravierende medizinische Langzeitprobleme haben.» Das bedeute aber nicht, dass man den Rest einfach so vernachlässigen dürfe. «Auch den anderen geht es nicht gut», sagt Puhan.

Die Schweiz hat bereits ihr eigenes Virus – beziehungsweise sogar mehrere. Als tatsächlich wichtig werden derzeit aber nur sieben Linien oder Gruppen angesehen. Drei Varianten gelten als «of concern», also mit Anlass zur Besorgnis: Die britische, die südafrikanische und die brasilianische. 

 

3.3.21

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Dienstagabend in Genf Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. In einer Trendwende haben die Infektionen vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Varianten zu tun haben, schrieb die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmassnahmen und Corona-Müdigkeit. Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent). Diese Regionen werden gefolgt von Südostasien und Europa (je 9 Prozent). Auf dem amerikanischen Kontinent waren es 6 Prozent.

2.3.21

Nachdem die Fallzahlen des Coronavirus in den vergangenen Wochen in der Schweiz immer weiter gesunken sind, hat sich das Blatt nun gewendet. In den vergangenen sieben Tagen wurden schweizweit drei Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet als in der Woche zuvor. Die leicht steigenden Zahlen sind womöglich auf den immer höher werdenden Anteil an Mutationen zurückzuführen. Die höchsten prozentualen Anstiege gab es in Basel-Stadt (+47 %), Freiburg (+42 %) und Glarus (+40 %). In elf weiteren Kantonen sind die Corona-Fälle ebenfalls angestiegen.

Möglich sei, dass es gelingen werde, die Corona-bedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan am Montag vor Journalisten. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten, warnte er. Ryan verwies auf den globalen Anstieg bei den Infektionsfällen mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche, nachdem es zuvor sechs Wochen in Folge einen Rückgang gegeben hatte. Ursachen für den Anstieg seien Massnahmen-Lockerungen, die Ausbreitung verschiedener Virus-Varianten und mangelnde Vorsicht der Menschen, sagte Tedros. «Die Impfungen werden helfen, Leben zu retten. Aber wenn Staaten sich nur auf die Impfungen verlassen, machen sie einen Fehler», mahnte der WHO-Chef. «Grundlegende gesundheitspolitische Massnahmen» müssten die Basis der Pandemie-Bekämpfung bleiben.

Das Ende der Pandemie rückt damit näher. Nicht allerdings das Ende von Sars-CoV-2: «Es wird wahrscheinlich heimisch werden, endemisch nennen wir Virologen das», verriet Virologin Sandra Ciesek zu Focus.de. Selbst, wenn irgendwann der Grossteil oder sogar die gesamte Bevölkerung geimpft ist, wird das Virus unter uns weilen.  Denn «wird ein Kind geboren, hat es den Immunschutz nicht. Spätestens im Kindergartenalter wird es erstmals auf eine grössere Gruppe an Menschen treffen und sich voraussichtlich infizieren», sagt die Expertin. Es sei denn, es wäre geimpft. 

In Südafrika hat die Polizei am Wochenende einen Gottesdienst mit Pfefferspray und Gummigeschossen aufgelöst. Die Versammlung einer Freikirche im größten Township des Landes, Soweto, habe gegen Corona-Restriktionen verstoßen, hieß es. Bei dem Zusammenstoß zwischen Sicherheitskräften und den 2.000 Teilnehmern wurden mehrere Menschen verletzt. Der Einsatz sei eskaliert, als „aggressive Kirchgänger“ die Johannesburger Ordnungskräfte attackierten und deren Autos beschädigten. Mehrere Anhänger der „Unity Fellowship Church“ sowie deren Pastor wurden verhaftet.

Israel hat angeboten, eine Impfstation auf dem Tempelberg innerhalb der Klinik der Al-Aqsa-Moschee zu installieren. Die Idee wurde initiiert, um Impfstoffe für palästinensische Bewohner Ost-Jerusalems und insbesondere für diejenigen, die freitags aus dem Westjordanland kommen, um an der drittheiligsten Stätte des Islam zu beten, bereitzustellen. Die Anfrage wurde sowohl von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) als auch vom Jerusalemer Islamischen Waqf, einer islamischen religiösen Stiftung, die die islamischen Gebäude auf dem Tempelberggelände kontrolliert und verwaltet, mit einem entschiedenen Nein aufgenommen.

1.3.21

In Finnland ist die Tendenz der Anzahl Neuinfektionen steigend. Am Montag ist nun der Ausnahmezustand verhängt worden. Ministerpräsidentin Sanna Marin forderte die Bevölkerung auf, soziale Zusammenkünfte zu vermeiden, Abstand zu halten und Mundschutz zu tragen. Die Regierung behielt sich auch die Verhängung von Ausgangssperren vor, falls sich die Lage verschlechtert. Betroffen von der Schliessung sind Cafés, Restaurants, Bars und Nachtclubs. 

Einer Umfrage zufolge sind nur noch gut ein Drittel der Deutschen für eine Beibehaltung (26 %) oder Verschärfung (9 %) der geltenden Einschränkungen. Zweieinhalb Monate nach Beginn eines harten Corona-Lockdowns in Deutschland ist es nach Auffassung einer grossen Mehrheit der Bevölkerung Zeit für Lockerungen.

In Israel wurden nun zwei Fälle bekannt, in denen hochschwangere Frauen ihre Kinder wegen Corona verloren. Bei beiden Totgeburten, das zeigten nachträgliche Untersuchungen, lag eine Covid-19-Infektion vor. Infiziert hatten sich die Föten bei den Müttern. Beide Mütter waren nicht gegen das Coronavirus geimpft und hatten sich während der Schwangerschaft mit dem Sars-CoV-2 angesteckt. Bereits einen Monat zuvor wurde ein ähnlicher Fall aus Ashdod gemeldet. Dort hatte eine 29-Jährige ihr Baby in der 25. Schwangerschaftswoche verloren. Auch sie hatte in den Tagen zuvor typische Covid-19-Symptome gezeigt und plötzlich die Bewegungen des Fötus vermisst. Nur zwischen ein und drei Prozent der infizierten Mütter geben das Virus an ihr Ungeborenes weiter. In Israel sind derzeit (Stand 27. März 2021) 39 Schwangere oder frischgebackene Mütter hospitalisiert. Zehn davon befinden sich in kritischem Zustand, acht werden intubiert. Zwei von ihnen sind zusätzlich an eine extrakorporale Membranoxygenierungsmaschine (ECMO) angeschlossen – ein Gerät, dass das Blut der Betroffenen aus dem Körper hinaus leitet, dort mit Sauerstoff anreichert und es anschliessend wieder in den Körper zurückführt. Auch 25 Kinder unter 18 Jahren seien im Spital – fünf davon Neugeborene, drei von ihnen in kritischem Zustand.

Eigentlich hatten zum 1. März alle Schulen wieder öffnen sollen. Das war ein Wunsch vieler Bezirkshauptleute in Tschechien gewesen. Nun schließen am 1. März auch alle Klassen, die noch offen waren: die kleineren Grundschulklassen und auch alle Kindergärten. Der Notstand in Tschechien, um den sich die Minderheitsregierung von Premier Andrej Babiš mit der Opposition zuletzt harte Kämpfe geliefert hatte, wurde erneut bis Ende März verlängert. Das Spiel sei verloren, sagte der Mathematiker René Levínský im tschechischen Radio. Gesundheitsminister Jan Blatný sagte für die nächsten Tage bis zu 20 000 tägliche Neuinfektionen voraus.

 

25.2.21

In Israel ist mit dem Grünen Passes («Green Badge») bereits der uneingeschränkte Eintritt in Hotels, Kultur- und Sportveranstaltungen, Turnhallen und Fitnessstudios, in Schwimmbäder und zu religiösen Stätten gestattet. Dieser Pass wird vom Gesundheitsministerium allen Einwohnern ausgestellt, die mindestens eine Woche zuvor die zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben oder von der Krankheit genesen sind. Der Grüne Pass ist mit einem individuellen QR-Code versehen und wird am Eingang zu diesen Einrichtungen entweder in digitaler Form wie beispielsweise aus dem Smartphone und alternativ in gedruckter Form zusammen mit dem Ausweis vorgelegt.

Der Lila Pass («Purple Badge») erlaubt ebenfalls die Teilnahme am öffentlichen Leben, jedoch mit Einschränkungen. Social Distancing und das Tragen einer Schutzmaske sind hier Pflicht. Der Besuch von Einkaufszentren, Märkten, Strassengeschäften, Museen, Bibliotheken, Zoos, Touristenattraktionen im Freien und Safaris ist nun nach den strengen Richtlinien des Lila Passes möglich. Diese umfassen Vorgaben zur maximalen Personenanzahl sowie zur Regulierung der Besucherströme von kulturellen und öffentlichen Orten. Der Zutritt zu Einkaufszentren und Geschäften richtet sich nach deren Grösse. Essensstände und der Verzehr vor Ort sind nicht gestattet. Museen, Outdoor-Attraktionen und Naturparks können nur unter Voranmeldung besichtigt werden. Viele Institutionen wir die Nationalparkbehörde haben hierzu die Digitalisierung ihrer Dienstleistungen vorangetrieben.

Darüber hinaus gelten allgemeine Versammlungsbeschränkungen von maximal zehn Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 20 Personen im Freien.

 

24.2.21

Schweiz

  • Ab dem 1. März wieder offen: Läden, Museen, Bibliotheken und Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen.
  • Auch Menschenansammlungen im Freien mit maximal 15 Personen sind wieder erlaubt.
  • Frühestens ab dem 22. März: Öffnung der Restaurantterrassen, Erlaubnis für Sport in Innenräumen oder Aufhebung der Homeoffice-Pflicht.

Während in Deutschland das Infektionsniveau stagniert und in Österreich steigt, zeichnet sich weltweit ein anderes Bild – und das macht Hoffnung! Denn nach WHO-Angaben fallen die weltweiten Zahlen plötzlich deutlich. Trotz Mutationen verliert das Coronavirus offenbar an Kraft.

Die Tendenz ist auf allen Erdteilen – mit Ausnahme des östlichen Mittelmeerraums – stark fallend. Und das, obwohl in den meisten Ländern inzwischen Mutationen das Infektionsgeschehen prägen und die strengen Lockdowns gelockert werden. Auch die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen hat sich binnen eines Monats glattweg halbiert.

Der WHO Regionaldirektor für Europa, der Belgier Hans Henri Kluge, verkündet im dänischen Staatssender DR sogar, dass die Coronavirus-Pandemie schon in wenigen Monaten überwunden sein werde. Kluge prophezeit, die schlimmsten Szenarien seien nun vorbei. „Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden. Das ist eine optimistische Aussage.“

Der massive Rückgang der Infektionszahlen kann noch nicht durch die Impfungen ausgelöst worden sein, denn bis jetzt ist nur ein Bruchteil der Weltbevölkerung geimpft. Es gibt nach Einschätzung der Experten drei Hauptgründe für den plötzlichen Einbruch der Infektionszahlen. Erstens wirken in vielen Ländern die Vorsicht- und Hygienemaßnahmen. Zweitens gebe es zusehends Regionen mit fortgeschrittener Immunisierung der Bevölkerung (etwa die USA, Schweden und Brasilien), da sich ein großer Teil der Bevölkerung bereits einmal angesteckt habe und die weitere Ausbreitung dadurch bremse. Drittens führe die Mutationsentwicklung offenbar dazu, dass Virusmutanten nicht nur gefährlicher, sondern auch harmloser werden können. In der Regel enden Pandemien sogar durch Mutationen, die weniger pathogen sind als ihre Vorfahren.

Tatsächlich sind die beiden großen Influenza-Pandemien in den Jahren 1957 (Asiatische Grippe, 2 bis 4 Millionen Tote) und 1968 (Hongkong-Grippe, 1 bis 3 Millionen Tote) nach diesem Muster ebenso schnell zusammengebrochen, wie sie sich aufgebäumt hatten. Auch die Spanische Grippe von 1918/19 (mehr als 50 Millionen Tote) war in ihrer zweiten Welle am tödlichsten und kurz nach der dritten relativ rasch vorbei. Aber verschwunden ist sie nie, den Erreger gibt es bis heute: das H1N1-Virus, das aber meist zur „normalen“ Influenza abgeschwächt ist. (Corona verursachte bis jetzt 2,5 Millionen Tote).

Der Virologe Friedemann Weber von der Universität Gießen sagt voraus: „Schon das Frühjahr 2021 sollte spürbar unbeschwerter sein, der Sommer schon fast wieder normal und der Herbst so gut wie normal.“  mehr Informationen

Im Kampf gegen das Coronavirus verhängt die israelische Regierung vorübergehend nächtliche Lockdowns anlässlich des jüdischen Karnevalsfests Purim. Die Massnahme gelte von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen jeweils von 20.30 bis 05.00 Uhr (Ortszeit), teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am späten Dienstagabend nach einer Kabinettssitzung mit. Innerhalb dieser Stunden darf man die eigene Wohnung nicht weiter als 1000 Meter verlassen. Auch Besuche in anderen Haushalten sind untersagt. Bislang erhielten mehr als 4,5 Millionen Menschen die Erst- und knapp 3,15 Millionen die Zweitimpfung. Israel hat rund 9,3 Millionen Einwohner, davon können derzeit etwa 6,4 Millionen geimpft werden. Der Rest ist jünger als 16 Jahre, diese Altersgruppe kann vorerst nicht geimpft werden.

 

22.2.21

Etwa 90 Prozent der neuen täglichen Covid-19-Infektionen in Israel gehen auf die britische Mutation des Virus zurück. Etwa ein Prozent der Fälle ist auf die südafrikanische Variante zurückzuführen und sieben Fälle der Mutation aus Kalifornien sind entdeckt wurden. Am Sonntag wurden in Israel 2,579 neue Fälle diagnostiziert und die Rate der positiven Testergebnisse liegt bei 6,2 Prozent. Sollte der herannahende Purim-Feiertag zu einer neuen Welle des Corona-Virus führen, könnten neue Restriktionen – vielleicht sogar eine frische Auflage des Lockdowns – nötig werden. Verteidigungsminister Benny Gantz rief die Bevölkerung dringend auf, von grossen Versammlungen während Purim abzusehen. Möglicherweise würden, wie er sagte, zusätzliche Restriktionen nötig werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. 

 

19.2.21

Das im Kampf gegen Corona erfolgreiche Neuseeland hat mit Impfungen gegen das Virus begonnen. Sie beginnen aber nicht bei den Alten, sondern an der Grenze. Ab dem Wochenende sollten dann etwa 12 000 Beschäftigte an den Landesgrenzen, etwa an Flughäfen und Häfen, sowie in Quarantäneeinrichtungen die erste Dosis erhalten. Erst anschliessend werde nach und nach der Rest der Bevölkerung geimpft. Es werde etwa ein Jahr dauern, alle etwa fünf Millionen Einwohner Neuseelands zu impfen. Wegen extrem strenger Massnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Die meisten Infizierten werden nach der Einreise während einer vorgeschriebenen Quarantäne entdeckt. Lokal übertragene Fälle gibt es kaum noch.

Finnische Forscher haben eine neue Mutation entdeckt. Laut den Vita-Laboratorien in Helsinki weist «Fin-796H» einige Mutationen auf, die zuvor in den britischen und südafrikanischen Varianten des Virus entdeckt wurden. Die Wissenschaftler sprechen aber von einer «einzigartigen» Kombination. Details über die Infektiosität und mögliche Resistenz des Stammes gegen Impfstoffe sind noch nicht bekannt. Wegen der niedrigen Infektionszahlen ist es unwahrscheinlich, dass die neue Variante in Finnland entstanden ist. Laut den Berichte befürchten Forscher, dass «Fin-796H» nicht auf PCR-Tests angezeigt werden könnte.

In der Schweiz wurden bisher 6966 Fälle mit mutierten Varianten registriert. 2603 Fälle wurden der britischen Variante zugeschrieben, 109 der südafrikanischen und fünf der brasilianischen Mutation. Bei den übrigen 4249 Fällen war zwar eine Mutation vorhanden, die Linie aber unklar.

Israel verlängert die als Massnahme gegen die Corona-Pandemie erlassene Schliessung seiner Grenzen um weitere zwei Wochen bis zum 6. März.  Israel hatte die internationalen Flüge am 24. Januar bis auf wenige Sonderfülge ausgesetzt. Ende Dezember war in Israel ein strikter Lockdown verhängt worden, der seither vier Mal verlängert wurde. Die Restriktionen werden inzwischen allerdings schrittweise gelockert. So sollen an diesem Sonntag unter anderem Einkaufzentren, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen.

 

18.2.21

Nach Auskunft des Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello ist die Mutante dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus. Die neue Coronavirus-Variante war im Januar zunächst bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen worden. Sie kamen aus dem Amazonasgebiet. Jüngste Analysen der Forschungseinrichtung Fundação Oswaldo Cruz in Rio de Janeiro deuten darauf hin, dass die Variante schon für 90 Prozent der Corona-Fälle im Bundesstaat Amazonas verantwortlich ist. Sie wurde auch in anderen Teilen Brasiliens und anderen Ländern weltweit nachgewiesen – darunter auch Deutschland. Die brasilianische Variante P.1 trägt – ebenso wie die südafrikanische Mutante B.1.351 – eine besonders problematische Variante im Erbgut. Diese Mutation E484K sorgt für eine Schwächung der menschlichen Immunabwehr, indem sie bereits gebildete Antikörper davon abhält, an den Erreger zu binden. Und zumindest bei der südafrikanischen Variante hat der AstraZeneca-Impfstoff offenbar große Probleme, milde und mittelschwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Südafrika hat den Einsatz des Präparats deswegen ausgesetzt. mehr Informationen

 

17.2.21

Ab 1. März sollen in der Schweiz Läden, Museen und Bibliotheken öffnen dürfen und Veranstaltungen mit 15 Personen im Freien sowie Sport und Kultur für die Jugend möglich sein.

Der Bundesrat will ab Anfang März dort lockern, wo ein geringes Ansteckungsrisiko besteht. So sollen Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken wieder öffnen können, ebenso die Aussenbereiche von Zoos und botanischen Gärten. An all diesen Orten gelten Maskenpflicht, Abstandhalten und Kapazitätsbegrenzungen. Ebenso können Sportanlagen wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien wieder öffnen. Hier gelten neben Kapazitätsbeschränkungen Maskentragpflicht oder Abstandhalten. Erlaubt sind jeweils nur Gruppen von maximal fünf Personen. Wettkämpfe und Veranstaltungen sind im Erwachsenen-Breitensport nicht erlaubt.

Am 1. April soll ein zweiter Öffnungsschritt erfolgen. Der Bundesrat sieht vor, Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in einem eng begrenzten Rahmen wieder zu ermöglichen, ebenso Sport in Innenräumen oder die Öffnung von Restaurantterrassen. Voraussetzung dafür ist, dass die epidemiologische Lage dies zulässt. Bei seinem Öffnungsentscheid orientiert sich der Bundesrat an Richtwerten: Die Positivitätsrate soll unter fünf Prozent, die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 25 Prozent und die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage unter 1 liegen. Zudem darf die 14-Tages-Inzidenz am 24. März nicht höher sein als bei der Öffnung am 1. März. 

In St. Gallen müssen 36 Kinder der Primarschule Spelterini in Quarantäne. Sie hatten zusammen in der Aula des Schulhauses mit Blasinstrumenten musiziert. Einen Tag nach der Musizierstunde wurde der Schulleiter, der ebenfalls zugegen war, positiv auf das Coronavirus getestet. Deshalb müssen nun alle Kinder inklusive zweier Lehrpersonen in die Quarantäne. Eine Mutter sagt: «Das sind doch unglaubliche Vorgänge.»

Bisher haben in der Schweiz rund 50’000 Personen die zweite Dosis erhalten. Rund 14 Tage nach der zweiten Dosis stellt sich der Impfschutz ein.

Das Eidgenössisches Departement des Innern (EDI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilen am Montag 15. Februar mit, dass in der Schweiz bislang 6003 Infektionen mit einer Virus-Mutation registriert wurden. Davon entfällt mit 2381 Fällen der grösste Teil auf die britische Variante, von der Südafrika-Variante wurden 96 Fälle gemeldet.

Der Bund will künftig nur noch Lohnersatz zahlen für Personen, die sich während der Quarantäne testen lassen. Für den Test müssen Erkrankte selber aufkommen und wenn sie keinen Test machen, erhalten sie vom Bund keine Lohnfortzahlung mehr. Ein Schnelltest kostet um die 60 Franken und ein PCR-Test um die 137 Franken. Auch das Verlassen der Quarantäne bei einem negativen Testergebnis muss zuerst von der kantonalen Behörde abgesegnet werden. Sämtliche Quarantäne-Verkürzerer müssen bis zum zehnten Tag ausserhalb des eigenen Zuhauses stets eine Maske tragen und 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten. Auch weisen die Behörden an, mit dem Auto oder Taxi zu fahren und auf den ÖV zu verzichten. 

In Afrika und im Westpazifik gingen die Fallzahlen in der vergangenen Woche um 20 Prozent zurück, in Europa um 18 Prozent, in Nord- und Südamerika um 16 Prozent und in Südostasien um 13 Prozent. «Das Feuer ist nicht aus, aber wir haben seine Grösse verringert. Wenn wir es an irgendeiner Front nicht mehr bekämpfen, wird es mit Getöse zurückkehren.» Die zuerst in Grossbritannien entdeckte Virusvariante wurde laut WHO bis Montag in 94 Ländern entdeckt, das sind acht Länder mehr als in der Vorwoche. Die zunächst in Südafrika beobachtete Mutante wurde in 46 Ländern nachgewiesen, zwei mehr als zuvor. Die sogenannte brasilianische Variante wurde in 21 Ländern entdeckt.

Ab Sonntag gibt es in Israel eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“: Ein grüner Pass verschafft Geimpften Zutritt zu Theatern, Hotels und Schwimmbädern. Sogar das Reisen wird wieder möglich. In Israel wurden von 500.000 Geimpften rund 500 krank, 0 Todesfall. Von 500.000 Ungeimpften wurden rund 18.000 krank, teilweise schwer.

Die Zahlen zeigen doch einfach, dass COVID deutlich gefährlicher ist als eine Grippe.
 

16.2.21

Die Mehrheit in der Schweiz geht davon aus, dass gewisse Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus noch bis Ende Jahr dauern. «Aus ihrer Sicht ist ein Leben ohne Einschränkungen und mit Party oder Fussballspiel erst 2022 möglich», präzisiert Hermann.

Das mutierte Virus überträgt sich noch leichter und wird daher noch konsequenter unsere Nachlässigkeiten ausnutzen.  Wir müssen also die Schutzmaßnahmen noch konsequenter anwenden. Wenn wir alles im Griff hätten, gäbe es ja gar keine Neuinfektionen. Wenn wir nicht sehr gut aufpassen, ist es nur eine Frage der Zeit. So ist es in den anderen Ländern passiert, auf der Basis von Lockerungen ist das Virus massiv durchgeschlagen. Nun gelingt es nur mit ganz massiven Einschnitten, es wieder einzufangen. Dass es geht, haben die Briten und die Iren bewiesen. Aus ihren Erfahrungen können wir lernen, dass es gefährlich wäre, zu früh zu lockern und den neuen Varianten einen zu starken Nährboden zu geben. Mit fallenden Infektionszahlen können wir kaum über eine Ausgangssperre diskutieren, das wird nicht funktionieren, das wird niemand verstehen. Wir müssen uns aber wappnen, dass es möglicherweise bald mit den Fallzahlen wieder nach oben geht. Man muss akzeptieren, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt, an dem wir uns derzeit noch nicht befinden, notwendig sein wird, die Maßnahmen noch mal deutlich zu verschärfen. Es kann sein, dass wir diese scharfen Mittel noch brauchen werden, wenn es richtig hart auf hart kommt. Wir sollten sie nicht vorher schon verbrennen. mehr Informationen

 

15.2.21

Die Zahlen seien mit Vorsicht zu geniessen, sagt Cerny. «Grund für die sinkenden Fallzahlen sind die starken Massnahmen, die aktuell in der Schweiz gelten. Damit sollten die Fallzahlen eigentlich noch stärker sinken, was aufgrund der Mutationen allerdings nicht passiert. Würde man die Massnahmen jetzt fallen lassen, so nähmen die Fallzahlen rasch wieder zu.» Bei den neuen Varianten gehe man von einer Verdopplungszeit von zehn Tagen aus.

Seit Montag gilt in England eine neue Quarantäne-Regelung. Einreisende aus Hochrisiko-Nationen werden nach der Ankunft in Quarantäne-Hotels geschickt. Für Behörden und Passagiere wird es jetzt komplizierter. Passagiere aus den insgesamt 33 Nationen der «Rote Liste» müssen nach der Einreise neu in ein vom Staat organisiertes Quarantäne-Hotel. Dort verbringen sie zehn Tage, bevor sie wieder entlassen werden. Pro Person kostet die obligatorische Quarantäne 1750 Pfund (2165,50 Franken). Damit werden die Kosten für das Hotel, den Transport und das Testen abgedeckt. Es würden Wartezeiten von bis zu fünf Stunden drohen. Bereits vor der Reise nach England muss ein aktueller negativer Coronatest vorgewiesen werden. In der Quarantäne nach der Einreise werden die Passagiere dann zweimal getestet. Der erste ist spätestens am zweiten Tag, der zweite frühestens am achten Tag fällig.

Die Einreise nach Schweden ist bald nur noch mit einer Impfung gegen den Coronavirus möglich. Dafür will Schweden einen digitalen Corona-Impfpass einführen. Die Pläne des digitalen Impfpasses sollen in Schweden diesen Sommer umgesetzt werden. Das Projekt sollte «am 1. Juni» fertig sein.

Die verschiedenen Impfstoffe und deren Wirksamkeit spielen für Reisen eine Rolle . Dies vor allem in Bezug auf die jeweilige Person und deren Alter sowie den Typ des mutierten Coronavirus. Daraus ergeben sich dann die je nach Reiseland unterschiedliche Regulierungen. «Wir sehen uns mit immer mehr Mutationen konfrontiert, ein Impfausweis verleiht zurzeit lediglich eine trügerische Sicherheit.» sagt Jürg Stettler, Tourismus-Experte der Hochschule Luzern. In der Schweiz steht die Einführung eines Impfausweises noch in den Sternen. Offenbar steht in Deutschland und Italien eine Einführung eines Impfpasses (noch) nicht zur Diskussion.

 

12.2.21

Während auf der ganzen Welt nach und nach Impfstoffe gegen das Coronavirus verabreicht werden, stellen sich viele Menschen eine Frage: Wie geht es denen, die die Impfung bereits erhalten haben? Die Meldungen im Internet berichteten Fälle und sorgen für Fragen und Zweifel. Sind die Corona-Impfstoffe etwa nicht die Lösung, sondern ein weiteres Problem? Nicht wenige Menschen geben derzeit in Umfragen an, erst einmal abzuwarten, bis klar ist, wie die Impfungen bei anderen wirken. Die Schlagzeilen zu Todesfällen verunsichern manche. Die DW hat zu gemeldeten Fällen in sechs Ländern recherchiert: in Deutschland, Spanien, den USA, Norwegen, Belgien und Peru. Das Ergebnis: In allen Fällen fanden die Gesundheitsämter keine kausalen Zusammenhänge zwischen der Impfung und den Todesfällen. In den genannten sechs Ländern wurden rund 50 Millionen Dosen verabreicht. Bisher ist in Deutschland kein Fall bekannt, in dem ein Mensch durch die Corona-Impfstoffe verstarb. In Deutschland gab es 113 Todesfälle bei Geimpften im Alter von 46 bis 100 Jahren. Die Verstorbenen waren im Schnitt 84 Jahre alt und der Tod trat zeitlich zwischen einer Stunde und 19 Tagen nach der Impfung ein. Von den 113 Personen verstarben 20 an COVID-19 (19 davon hatten aber keinen vollständigen Impfschutz, bei einer Person ist dies unklar), weitere 43 starben an Vorerkrankungen bzw. einer anderen Infektionserkrankung. In 50 Fällen wurde die Todesursache als unbekannt angegeben. Unter dem Strich stellt das PEI fest, dass die beobachtete Anzahl an Todesfällen nach Impfung sogar unter der statistisch erwartbaren Anzahl an Todesfällen ohne Impfung liegt. „Es ist sicherlich keine erhöhte Todesrate, und deswegen kann man auch sagen, das hat jetzt nichts mit dem Impfstoff zu tun.“ Die Impfung wird in der Regel erst zehn bis 14 Tage nach der ersten Dosis wirksam.  „Viele der Pflegeheimbewohner, die bisher geimpft wurden, sind sehr gebrechliche oder todkranke Patienten. Jeden Tag sterben durchschnittlich 45 Menschen in norwegischen Pflegeheimen oder anderen ähnlichen Einrichtungen. Daher sind Todesfälle, die in der Nähe des Zeitpunkts der Impfung auftreten, zu erwarten, aber sie implizieren keinen kausalen Zusammenhang mit dem Impfstoff.“   mehr Informationen

In Israel hat ein Drittel der Bevölkerung nach der deutschen «Tagesschau» Bedenken, was die Corona-Impfung angeht. Der Sender bezieht sich dabei auf eine Studie des israelischen Fernsehsenders «Kan». Die Daten zeigen: je höher die Infektionsrate in Bevölkerungsgruppen, desto höher die Skepsis. So lassen sich ultraorthodoxe Juden und arabische Israelis deutlich weniger impfen, als der Gesamtdurchschnitt. Mittlerweile hat Israel eine der höchsten Infektionsraten der Welt – obwohl die meisten älteren Personen geimpft sind. Die mit dem Coronavirus infizierten Patientinnen und Patienten werden in Israel immer jünger. Für Nicht-Geimpfte könnte der Zugang zu Fitnesszentren, Hotels, Restaurants und Kultur- und Sportveranstaltungen bald eingeschränkt werden. Eine alternative Lösung für nicht-geimpfte Personen könnte ein negativer Corona-Test sein. Dieser darf aber nicht älter als 48 Stunden sein. Die Tests dafür sollen selber bezahlt werden. Wenn man alle paar Tage ein paar Dutzend Schekel bezahlen müsse, werde das Menschen ermutigen, sich impfen zu lassen.

Die grösste Gemeinschaft von ultraorthodoxen Juden in Europa sorgt für Aufsehen. Trotz nationalem Lockdown steigen im Londoner Quartier Stamford Hill offenbar Hochzeitspartys in Kellern und Hinterzimmern. Nun hat eine Auswertung von Blutproben ergeben, dass die streng gläubige Gemeinschaft zu den globalen Hotspots der Pandemie gehört. In Stamford Hill im Nordosten Londons beendete die Metropolitan Police Ende Januar eine Hochzeitsparty, zu der sich trotz Lockdown über 150 Personen eingefunden hatten. Das Fest fand in einer orthodoxen Mädchenschule statt, die Fenster waren zugeklebt, damit die Feierlichkeiten von der Strasse aus nicht sichtbar waren. Den meisten Gästen gelang die Flucht, doch die Organisatoren erhielten mit 10 000 Pfund die Höchststrafe für die Missachtung von Lockdown-Regeln aufgebrummt. Der Vorfall erntete breite Kritik von Rabbinern und Politikern, und die Schule gab an, von nichts gewusst zu haben.

 

11.2.21

Im Kanton Genf sind bereits über die Hälfte aller neuen Fälle auf die britische Virusvariante zurückzuführen. Momentan wird der Anteil von Corona-Mutationsfällen für die Gesamtschweiz auf 30 bis 40 Prozent aller bestätigten Fälle geschätzt. Gemeint sind alle drei neuen Varianten gemeinsam. Für den Kanton Genf kommt er auf die höchsten Werte in der Schweiz: «Das Niveau der britischen Mutation hat dort bereits etwa 60 oder 70 Prozent erreicht», sagt Althaus zu SRF. In Genf ist die in England zuerst nachgewiesene Variante schon jetzt die dominierende. In der Grenzstadt wird man also als Erstes sehen können, was die Mutation für die Infektionskurve bedeutet. Althaus geht sogar davon aus, dass der Kanton Genf der übrigen Schweiz «wahrscheinlich etwa ein bis zwei Wochen voraus ist». Steigen die Genfer Fallzahlen aber an, wäre das ein Zeichen dafür, dass es wegen der Variante noch strengere Massnahmen braucht.

Die israelische NGO «Shomrim» veröffentlichte soeben ihre Untersuchungen. Denen zufolge ist jeweils einer von 73 Charedim, die älter als 65 Jahre sind, an Covid-19 gestorben. Das ist viermal so viel wie in derselben Altersgruppe anderer Israelis. Laut Michal Linial, Professor für Molekularbiologie und Bioinformatik an der Hebräischen Universität in Jerusalem, deuten Daten der letzten Jahrzehnte darauf hin, dass Viren endemisch und saisonal werden. Sie sagte voraus, dass das Coronavirus in Zukunft weitaus weniger aggressiv werden würde und möglicherweise innerhalb von drei Jahren eine weitere Impfung benötigen könnte.

 

10.2.21

Es sind sehr gute Nachrichten für Südafrika und Grossbritannien. Das Gesundheitssystem beider Länder war am Anschlag, doch jetzt gehen die Zahlen ebenso steil nach unten. Der Lockdown in England ist weitaus strenger als in der Schweiz. Je nach Region sind die Massnahmen mindestens bis am 19. Februar in Kraft (Wales) oder gar bis am 5. März (Nordirland). Wie in der Schweiz ist der Detailhandel (ausser Lebensmittel, Apotheken etc.) und der Kultur-, Sport- und Unterhaltungsbereich geschlossen, ebenso Restaurants und Bars. Betroffen sind selbst Sportarten wie Reiten, Golf oder Bogenschiessen. Sozial sind die Briten enorm eingeschränkt: Beerdigungen mit maximal 30 Personen, Hochzeiten noch maximal deren sechs. Grundsätzlich muss die Bevölkerung, von klar definierten Ausnahmen abgesehen, daheimbleiben. Es gilt Homeoffice-Pflicht, Joggen maximal mit Personen des gleichen Haushalts, auswärts übernachten nur mit Begründungen wie «Zügeln», «Flüchtling» oder «Profisportler». Am einschneidendsten dürfte wohl aber die Schliessung sämtlicher Schulen und Universitäten sein. Welche der Massnahmen am meisten zur Senkung der Fallzahlen mit Coronavirus beiträgt, lässt sich schwer eruieren. Die Schulen geschlossen hat auch Südafrika, nächste Woche sollen sie aufgrund der besseren Fallzahlen wieder öffnen. Alkoholausschank wurde eingeschränkt, Grenzen praktisch geschlossen. Zwar sind Kinos, Theater, Strände und Parks geöffnet, aber es gilt praktisch überall Maskenpflicht. So zeigt sich wohl, dass eine noch grössere Einschränkung der Mobilität tatsächlich einen grossen Effekt hat. 

Zwei Kundgebungen am 7. November in Leipzig (20’000 – 45’000 Teilnehmende) und am 18. November in Berlin (über 10’000 Teilnehmende) zeigen auf, wie sich das Virus verbreitet. Die Forschenden zeigen, dass nach diesen beiden Protestaktionen die Infektionszahlen andernorts stark anstiegen. Und zwar in den Regionen, aus denen besonders viele Menschen angereist waren. Die Forschenden gehen davon aus, dass rund 16’000 bis 21’000 Infektionen hätten verhindert werden können, wenn die Corona-Demos in Leipzig und Berlin abgesagt worden wären.

Spanien will mit Coronavirus-Impf-Zertifikaten den von der Coronavirus-Pandemie gebeutelten Tourismus wiederbeleben. Man vertraue darauf, «dass zu Beginn des Sommers eine normale Reise möglich sein wird», hiess es weiter.

 

9.2.21

Im Ort Zimmern bei Rottweil (Baden-Württemberg) löste die Polizei am Abend die Zusammenkunft einer Freikirche auf, bei der mehr als dreimal so viele Gläubige wie erlaubt anwesend waren. Genehmigt waren vom Ordnungsamt lediglich 30 Personen. Ohne Maske und ohne Abstand nahm etwa ein Drittel der 105 Menschen am Gottesdienst in einem gemieteten Raum in der Heerstraße teil. Auch die vorgeschriebenen Teilnehmerlisten waren nicht ordentlich geführt worden.

Mitglieder einer Freikirche feierten einen Gottesdienst mit Gesang ohne MNS-Masken zu tragen oder den Sicherheitsabstand einzuhalten.  Beim Betreten des Veranstaltungsraumes konnten Beamte der Polizeiinspektion Enns insgesamt 25 erwachsene Personen mit etwa zwanzig Kindern feststellen, welche Speisen und Getränke zu sich nahmen und auf die Covid-19-Maßnahmen verzichteten. Bei den Personen handelte es sich um rumänische Staatsbürger aus Linz, Linz-Land und Perg. Sie wurden nach den Bestimmungen der Covid-19-Notmaßnahmenverordnung der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land angezeigt. Die Veranstaltung wurde sofort und ohne Widerstand aufgelöst.

Griechenland und Israel schliessen ein Tourismusabkommen ab. Gegen das Coronavirus geimpfte Griechen und Israelis sollen schon bald im jeweils anderen Land uneingeschränkt Urlaub machen können. Israel hatte die seit Dezember geltenden Corona-Einschränkungen am Sonntag umfassend gelockert. Bis 20. Februar ausgesetzt bleibt allerdings der internationale Flugverkehr. Netanjahu sagte, die Vereinbarung werde es israelischen Touristen ermöglichen, «ohne Einschränkung oder Quarantäne nach Griechenland zu reisen».

Die Impfkampagne in Israel ist ins Stocken geraten, obwohl genug Impfstoff vorhanden ist. Rund 23 Prozent der Bevölkerung haben mittlerweile bereits beide Impfungen erhalten. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen liegt die Impfquote bei 85 Prozent – bei den 20- bis 30-Jährigen dagegen nur bei rund 30 Prozent. Je jünger, desto größer die Impfskepsis. Das gilt auch in Israel. Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter sehr hoch. Am Montag wurden rund 7500 neue Fälle gemeldet. Mehrere Lokalpolitiker kündigten zuletzt Alleingänge an, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. In der Stadt Yavne sollen nur noch geimpfte Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen unterrichten dürfen. 

Der Bürgermeister von Jerusalem, Mosche Leon, hat die arabische Bevölkerung der Stadt aufgerufen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Wer nicht geimpft sei, »wird keine Hotels betreten dürfen, wird keine Moscheen betreten dürfen, wird keine Schulen betreten dürfen«, sagte Leon laut Bericht des Senders KAN 11 von Montagabend bei einer Videokonferenz mit Vertretern der arabischen Stadtviertel. Während stadtweit rund 23 Prozent der Einwohner Jerusalems die erste Impfdosis erhalten habe, liege ihr Anteil in der arabischen Bevölkerung bei 13 Prozent. Israelweit die höchste Impfrate verzeichnet laut Gesundheitsministerium der Ort Tel Mond östlich von Netanja mit knapp 85 Prozent. In Tel Aviv erhielten bisher knapp 47 Prozent die erste Impfung. Ab Dienstag sollen Hotelmitarbeiter in Jerusalem geimpft werden, um mit Blick auf das jüdische Pessachfest (28. März bis 3. April) auf eine »möglichst schnelle und sichere Eröffnung der Tourismusbranche« vorbereitet zu sein.

Mit grosser Sorge schaut die Welt nach Portugal. Kaum ein anderes Land hat gemessen an der Bevölkerungszahl mehr Neuinfektionen und Todesfälle zu verzeichnen. Deutschland eilt den Portugiesen bereits mit medizinischem Personal und Ausrüstung zur Hilfe, Österreich nimmt Patienten auf. Und auch die Schweiz hat ihre Unterstützung angeboten, bestätigte das BAG am Freitag 5.2.21 gegenüber SRF. Die Krankenhäuser kollabieren. Die Menschen fürchten sich vor der Entscheidung, wer ein Beatmungsgerät bekommt oder als hoffnungsloser Fall dem Tod überlassen wird. Die Leute haben sich im Sommer sehr entspannt. Die Grenzen wurden geöffnet und niemand erinnerte sich mehr an Corona. Im Juli und August reisten Menschen ohne Sicherheitsmassnahmen in Portugal ein und aus. Im September begannen sie einen Anstieg zu bemerken, aber niemand unternahm etwas. Im Oktober und November begann die zweite Welle. Die Menschen waren weiterhin in Bewegung. Die Geschäfte und Restaurants blieben geöffnet. Auch an Weihnachten gab es keine Versammlungs-Einschränkungen und die Kontrolle ging verloren. Mitte Januar wurde dann der Lockdown verhängt. Man darf sich nicht entspannen, auch wenn die Zahl der Infizierten sinkt.

Schon oft wurde die Corona-Pandemie mit der Spanischen Grippe verglichen. Nun zeigen Forscher ihre Ergebnisse am Beispiel des Kantons Bern auf. In der ersten Welle im Juli und August 1918 griff der Kanton rasch, stark und zentral ein, schloss Schulen und schränkte Versammlungen ein. «Wir sehen an den Zahlen, dass diese behördlichen Massnahmen – ähnlich wie heute – assoziiert waren mit einem Rückgang der Infektionszahlen», sagt Co-Erstautor Kaspar Staub vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich.  Nach dem Abklingen der ersten Welle hatte Bern im September 1918 alle Massnahmen gänzlich aufgehoben, was nach nur kurzer Zeit zu einem Wiederanstieg der Fälle und der zweiten Welle geführt habe. Der Kanton reagierte im Vergleich zur ersten Welle zögerlich. Aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen überliess Bern die Entscheidung über neue Massnahmen mehrere Wochen lang den einzelnen Gemeinden. «Diese abwartende und dezentrale Herangehensweise war fatal und hat massgeblich dazu beigetragen, dass die zweite Welle umso stärker wurde und länger dauerte», sagt Co-Erstautor Peter Jüni von der Universität Toronto. Die zweite Welle hat demnach sowohl 1918 und 2020 fast in der gleichen Kalenderwoche begonnen und die zögerliche Reaktion der Behörden war ähnlich. «Zwar gibt es zwischen den beiden Pandemien auch wesentliche Unterschiede, aber die wachsenden Parallelen zwischen 1918 und 2020 sind bemerkenswert», sagt Staub.

In der dritten Lockdown-Woche vermeldete das BAG insgesamt 10’027 Fälle, nachdem es in der Vorwoche noch 11’451 waren. In der ersten Woche des Lockdowns hatte das BAG noch 13’605 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit sanken die Fälle von der ersten auf die zweite Lockdown-Woche um rund 16 Prozent. Vergangene Woche betrug der Rückgang 12,5 Prozent. Doch nicht alle Kantone verzeichnen Rückgänge bei den Infektionszahlen, in sieben Kantonen haben die Fälle vergangene Woche zugenommen. Die prozentual stärksten Zunahmen gab es in den Kantonen Obwalden und Uri mit 41 beziehungsweise 32 Prozent. Auch das Tessin, Zug (je 14 %), Basel-Stadt (5 %), Basel-Landschaft (2 %) und Freiburg (1 %) verzeichneten Zunahmen.

Auf dem privaten Rettungsschiff «Ocean Viking» sind zahlreiche Corona-Infektionen unter den rund 420 geretteten Bootsmigranten festgestellt worden. 49 der Tests, die die italienische Gesundheitsbehörde am Montag auf dem Schiff machte, seien positiv ausgefallen, teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee am Dienstag mit. Das private Hilfsschiff hatte am Wochenende vor der Stadt Augusta nördlich von Syrakus auf Sizilien vor Anker gehen können. Die «Ocean Viking» hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Einsätzen aus Booten vor Libyen aufgenommen.

Der Schweizerische Seniorenrat hat die gemäss Umfragen tiefe Impfbereitschaft beim Pflege- und Betreuungspersonal in Alters- und Pflegeheimen als erschreckend bezeichnet. Das Personal, aber auch die Seniorinnen und Senioren selbst wurden dringend aufgerufen, sich impfen zu lassen. Laut Umfragen wollten sich nur rund 40 Prozent des Pflege- und Betreuungspersonals in Alters- und Pflegeheimen gegen Covid-19 impfen. Dies schreibt der Seniorenrat in einer Mitteilung vom Dienstag. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern seien es rund 60 Prozent.

 

8.2.21

Ab heute brauchen in der Schweiz alle Flugreisende vor dem Abflug einen negativen Corona-Test. Wer aus einem Risikoland in die Schweiz zurück reist, muss wie gehabt für zehn Tage in Quarantäne. Wer ab dem siebten Tag einen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test durchführt, bei dem das Ergebnis negativ ausfällt, kann die Quarantäne vorzeitig beenden. Ein negatives Testresultat hebt weder die Quarantänepflicht auf, noch verkürzt es die Dauer der Quarantäne. Denn ein negatives Testergebnis schliesst eine Infektion mit dem neuen Coronavirus nicht vollständig aus. Gleiches gilt für die Covid-19-Impfung. Denn die Impfung schützt vor der Erkrankung. Ob die Impfung auch verhindert, dass andere Personen anstecken werden, ist noch unklar. Ab sofort ist das Ausfüllen eines elektronischen Einreiseformulars Pflicht für Personen, die in die Schweiz einreisen wollen. Hier der Link zum Formular. Das Resultat eines Antigen-Schnelltests ist für die Einreise nicht zulässig. Bei einem positiven Test gelten die Quarantäne-Massnahmen des Reiselandes. Für die Heimreise wird nach der Isolation ein neuer Test verlangt. 

Die Debatte über die Corona-Impfung dürfte sich in nächster Zeit noch verschärfen. Die Hinweise mehren sich, dass Geimpfte nicht nur sich selber schützen, sondern viel weniger ansteckend sind. Forscher legten diese Woche entsprechende Erkenntnisse vor. Das würde die bisherige Impfstrategie des Bundes auf den Kopf stellen, wie die «SonntagsZeitung» (Bezahlartikel) schreibt. Sollten sich die Erkenntnisse bestätigen, wäre es nötig, dass sich möglichst die ganze Bevölkerung immunisiert – auch die unter 18-Jährigen. «Wenn wir sehen, dass die Impfung einen Einfluss hat auf die Verbreitung des Virus, dann müssen wir eine hohe Durchimpfung anstreben», sagt Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen. «Dann brauchen wir selbst die Kinder.» 

Österreich will aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus Grenzkontrollen zu seinen Nachbarländern ab Montag massiv verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das Innenministerium am Sonntag mit.

In Großbritannien werden mittlerweile jede Woche bis zu 100 Kinder mit einem offenbar neuartigen postviralen Syndrom in Krankenhäuser eingeliefert. Im April 2020 waren es nur etwa 30 pro Woche. „Im Rahmen verschiedener Infektionserkrankungen kann es bei Patienten mit einer bestimmten Prädisposition zu einem Krankheitsbild kommen, bei dem der ganze Körper mit einer schweren Entzündung reagiert.“ Das gilt auch für Kinder. Den Daten zufolge müssen Kinder zuvor keine der klassischen Corona-Atemwegssymptome gezeigt haben, um an MIS-C zu erkranken. Von 78 Patienten mit MIS-C, die auf eine Intensivstation gebracht wurden, waren 47 Prozent afro-karibischer Herkunft und 28 Prozent asiatischer. Das sind fünf bis sechsmal mehr als der jeweilige Anteil dieser Personengruppen in der britischen Bevölkerung. Zunächst waren Mediziner davon ausgegangen, dass es sich bei den Symptomen, welche die Kinder zeigten, um die Kawasaki-Krankheit handelte. Sie gehört zu den seltenen Erkrankungen und trifft vor allem Kinder unter fünf Jahren. Sie zeigt ein ähnliches Krankheitsbild wie MIS-C und war ebenfalls schon lange vor der Corona-Pandemie bekannt. Weltweit gibt es davon etwas über 6000 Fälle pro Jahr. 

6.2.21

Sie leugnete das Virus, bis sie selbst am Coronavirus erkrankte. Nun appelliert Tori Howell (28) an die britische Bevölkerung, zu Hause zu bleiben. Tori Howell aus Gloucestershire glaubte nicht an das Coronavirus. Sie habe auf jede Verschwörungstheorie gehört und alles geglaubt, was gegen die Realität sprach, so die 28-Jährige gegenüber «Gloucestershire Live». Sie hatte monatelang niemanden mit dem Virus gekannt. Doch dann erkrankte sie selbst am Virus. «Ich fühlte mich seit Sonntag schlecht und verlor meinen Geschmacks- und Geruchssinn», schildert Howell. «Es begann mit einer Erkältung und Kopfschmerzen und dann Übelkeit.» Jetzt kämpfe sie mit Atemproblemen. Die Britin ist in der 22. Woche schwanger und leidet an Asthma. Nun appelliert sie an die britische Bevölkerung. Diese solle doch zu Hause bleiben. Das Virus sei «real» und sie wünsche niemandem, am Coronavirus zu erkranken. Und sie nehme alles zurück, was sie vorher behauptet habe, so die 28-Jährige.

Das Gerücht hält sich seit Monaten hartnäckig in den Sozialen Medien und Online-Kommentarspalten: Die Zahl der Corona-Toten werde künstlich aufgebläht. Entsprechende Hinweise werden aus halb Europa zusammengetragen. Die Theorie dahinter ist, dass hier jemand – der Staat – Anreize schafft, um möglichst hohe Corona-Todeszahlen vorweisen zu können (die dem Staat schaden). Dazu müssten aber Hunderte von Sanitätern, Behördenmitglieder aller Stufen sowie Finanzbuchhalter und deren Buchprüfer eingeweiht sein.

Die Coronakrise schlägt sich dank den staatlichen Hilfsmassnahmen noch nicht in Firmenpleiten nieder. Im Januar 2021 kam es hierzulande zu 320 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 23 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Dabei gingen die Konkurse in allen Regionen zurück. Der Rückgang der Insolvenzen ist nicht zwangsläufig gute Nachrichten. Obwohl die Coronakrise die Welt noch immer fest im Griff hat, wurden im Januar auch wieder fleissig Firmen gegründet. Rund 0,5 Prozent mehr als im Januar des letzten Jahres.

Sars-CoV-2 ist gefährlicher geworden», warnte Lothar H. Wieler, Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI). «Es gibt erste Hinweise, dass B.1.1.7 vermehrt auch zu schwereren Krankheitsverläufen führt.» Die drei bislang in Deutschland nachgewiesenen Varianten – neben B.1.1.7 die südafrikanische und brasilianische Variante – dominierten das Geschehen noch nicht. Es müsse aber damit gerechnet werden, dass sich deren Anteil ähnlich wie auch in anderen Staaten erhöht.

In Bern haben sich Corona-Skeptiker Zugang zu mehreren Schulen verschafft. Die Gruppierung «Ärzte für Aufklärung» wollte an den Schulen Verschwörungstheorien und Falschinformationen verbreiten. Sie haben Flyer an die Schüler verteilt und sind ohne Schutzmaske in das Lehrerzimmer eingedrungen.

 

5.2.21

Der Vergleich zwischen dem Verlauf einer Grippe und von Covid-19 im Spital sei eindeutig, sagt Sommerstein: «Covid-19 ist mehr als eine kleine Grippe. Sogar in einem Spitalsystem mit guten Ressourcen ist die Mortalität dreimal höher als bei der Grippe.» Dieses dreifach erhöhte Sterberisiko durch das Coronavirus kommt nicht dadurch zustande, dass die ins Spital eingelieferten Patienten älter gewesen wären oder mehr Vorerkrankungen gehabt hätten als jene in der Vergleichsgruppe mit Influenza, so Sommerstein. Im Gegenteil, sagt Infektiologe: «Die Influenza-Patienten sind beim Eintritt etwas älter und hatten häufig schon vorbestehende Krankheiten. Die Tumor- oder die hämatologischen Erkrankungen waren deutlich häufiger.» Im Schnitt waren die Influenza-Patienten 74 Jahre alt, jene mit Covid-19 aber 67, also jünger. mehr Informationen

Bei der grössten Impfaktion in der Geschichte der Schweiz hat das Heilmittelinstitut Swissmedic bisher 63 Meldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen analysiert und beurteilt. mehr Informationen

Neues Medikament in Israel entwickelt!
In Israel entwickelte Coronavirus-Medikamente sind laut Krankenhaus zu 96% wirksam.
Von den 30 Patienten, denen das Medikament verabreicht wurde, zeigten 29 innerhalb von zwei Tagen eine deutliche Verbesserung
Laut dem Tel Aviv Sourasky Medical Center, auch bekannt als Ichilov Hospital, hat ein israelisches Krankenhaus möglicherweise das Heilmittel für COVID-19 in einem potenziellen Spielveränderer im Kampf gegen die globale Pandemie gefunden.
Der Entwickler des Arzneimittels, Prof. Nadir Arber vom Integrated Cancer Prevention Center des Krankenhauses, verabreichte es Patienten in mittelschwerem und schwerem Zustand und berichtete von einer beeindruckenden Erfolgsrate von 96 Prozent.
Prof. Arber bezeichnete das Medikament EXO-CD24 als „effektiv und kostengünstig“.
„Das Arzneimittel wird einmal täglich durch Inhalation in einem Verfahren verabreicht, das fünf Tage lang nur wenige Minuten dauert“, erklärte Prof. Arber.
„Es basiert auf Exosomen, die der Körper aus der Zellmembran freisetzt und für die interzelluläre Kommunikation verwendet. Wir bereichern die Exosomen mit dem 24CD-Protein, von dem bekannt ist, dass es eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Immunsystems spielt“, so der Direktor von Prof. Arber des Labors Dr. Shiran Shapira, der seit über zwei Jahrzehnten an CD24-Protein forscht.
Von den 30 Patienten, denen das Medikament verabreicht wurde, zeigten 29 innerhalb von zwei Tagen eine deutliche Besserung und wurden drei bis fünf Tage später aus dem Krankenhaus entlassen.
Die verbleibende Patientin hat sich ebenfalls erholt, aber ihre Genesung hat länger gedauert, sagte das Krankenhaus.
Israels ehemaliger Coronavirus-Koordinator Prof. Ronni Gamzu begrüßte den Durchbruch als „ausgezeichnet“ und sagte, er würde Prof. Arber persönlich dabei unterstützen, die Genehmigung des Gesundheitsministeriums für den Test der Medikamente an einem größeren Patientenpool zu erhalten.
„Ich bin stolz darauf, dass wir hier bei Ichilov weltweit führend bei der Suche nach einem Heilmittel für die schreckliche Epidemie sind“, sagte Prof. Gamzu, der nun zu seiner Position als CEO des Krankenhauses zurückgekehrt ist.
Es ist unklar, ob das Medikament gegen die jüngsten und Berichten zufolge virulenteren Virusstämme, einschließlich der aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien stammenden, gleichermaßen wirksam ist.

Ab Sonntag finden in Österreich wieder öffentliche Gottesdienste ohne strikte Teilnehmerbegrenzung statt. Allerdings muss während des gesamten Gottesdienstes eine FFP2-Maske getragen werden, und es ist ein Abstand von zwei Metern zwischen Personen einzuhalten, die nicht im selben Haushalt wohnen. Angesichts des dritten staatlichen Lockdowns gab es ab 28. Dezember nur sogenannte „nicht-öffentliche Gottesdienste“ mit maximal zehn Gläubigen. Ausgenommen waren davon nur Begräbnisse, in deren Rahmen auch Gottesdienste mit bis zu 50 Gläubigen gefeiert werden durften. Der Gemeinde- und Chorgesang soll weiterhin unterbleiben. Keine ausdrückliche Rede ist in der neuen, ab Sonntag geltenden Rahmenordnung der Bischofskonferenz von einer Dispens von der Sonntagspflicht. 

Ein multidisziplinäres Team aus Deutschland fordert einen Strategiewechsel, der in Deutschland hohe Wellen schlägt. Wer keinen systemrelevanten Beruf ausübt, bleibt zu Hause, das Rausgehen in Gruppen ist untersagt, Treffen von mehreren Haushalten ebenfalls. Mit harten Kontaktbeschränkungen soll das Ziel erreicht werden, das in der sogenannten “No-Covid”-Strategie über allem steht: Die Anzahl der Ansteckungen auf null bringen. Und dann dank grünen Corona-freien Zonen und roten Zonen, wo es lokale Ansteckungen gibt, endlich wieder zurück in die Normalität zu kehren. Mit der gleichen Strategie bleiben auch in Ländern wie Australien, Taiwan, Vietnam und Neuseeland die Fallzahlen tief. «Die jetzige Strategie des Bundesrates funktioniert nicht. Es gibt Lockerungen, die dann wieder zu mehr Ansteckungen führen, was in strengeren Massnahmen endet. Es ist eine Teufelskreis». Würden wir heute mit der No-Covid-Strategie beginnen, könnte im besten Fall das Leben im Sommer fast normal sein. Der Schweizer Jurist Simon Gehren setzt sich für die Strategie «No-Covid» hierzulande ein. «Der Verzicht soll mit etwas belohnt werden, was uns zur Zeit fehlt: ein Ziel», so der Jurist.  mehr Informationen

Kurz vor Weihnachten bekräftigten verschiedene Spitäler den Ernst der Lage. Die Ressourcen seien erschöpft, die Intensivbetten sogar komplett ausgelastet. Der Bundesrat reagierte und schickte die Schweiz in ihren zweiten Lockdown. Mittlerweile hat sich diese Zahl fast halbiert. Seit Ende Januar wurden nie mehr als 300 Betten für Corona-Patienten gebraucht. Am Dienstag, 2. Februar (neuster Stand), waren es 268 Betten, was rund 27 Prozent der Auslastung der Intensivbetten ist. Trotz dieser Verbesserung der Lage sind die Zahlen mit Vorsicht zu geniessen. Noch immer sind über ein Viertel der benötigten Intensivbetten auf das Coronavirus zurückzuführen. Zum Vergleich: Zwischen Anfangs Juni und Ende September betrug der prozentuale Anteil an Covid-Intensivpatienten nie mehr als fünf Prozent. Zudem meldete das BAG diese Woche zum ersten Mal seit Anfangs Dezember wieder einen Reproduktionswert R von mehr als 1. Gemäss der Website der Behörde bedeutet dies, dass sich das Virus verstärkt ausbreitet. Entsprechend klein ist die Hoffnung auf baldige Lockerungen der Corona-Massnahmen. In der Romandie nehmen die Ansteckungen bereits wieder zu. Im Wallis, dem Kanton Jura, Genf, der Waadt und Freiburg gibt es gemessen an der Bevölkerung die meisten Neuansteckungen. Auch die Reproduktionszahl liegt dort wieder über 1.  Für die ganze Schweiz liegt der Anteil der mutierten Viren vergangene Woche bei 15 bis 20 Prozent. In der Romandie bei 30 bis 40 Prozent.

Anders als anfangs gedacht, schädigt Sars-CoV-2 nicht nur die Lunge, sondern viele Organe, darunter das Herz. Auch der Verdauungstrakt und das Nervensystem können in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch auch die Bauchspeicheldrüse verschont das Virus nicht, wie Forschende vom Universitätsklinikum Ulm im Fachjournal «Nature Metabolism» berichten. Dies erkläre möglicherweise das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Krankheitssymptomen von Covid-19-Patienten sowie die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei coronakranken Diabetikern. Die Symptome reichen von einer gravierenden Überzuckerung (Hyperglykämie) bis hin zu einer Übersäuerung des Blutes, die Ketoazidose genannt wird. Im Herbst 2020 hatten Forschende der Kieler Universität im gleichen Fachjournal über den Fall eines 19-Jährigen berichtet, der nach einer Corona-Infektion an Diabetes erkrankt war. mehr Informationen

 

4.2.21

Keine Masken, kein Abstand, Partys und weisse Strände: Sansibar sieht sich als Corona-freie Parallelwelt. Während die Touristendestinationen weltweit leiden, kommt es auf der Insel im Indischen Ozean zum Aufschwung. Der Grund: Hier wird Corona schlicht geleugnet. Die Sorglosigkeit zieht Touristen en masse an – und sie könnte verheerende Folgen haben. «Niemand hält irgendwelche Regeln ein», erzählt eine Touristin, die kürzlich aus Sansibar zurückkehrte. «Es ist eine völlige Parallelwelt.» Mitte Februar soll auf der Insel gar ein Musikfestival stattfinden. Erwartet werden ähnlich viele Besucher wie im Vorjahr – da waren es 29 000. Zu den 509 Infizierten und 21 Toten, die bis im Juni 2020 gezählt worden waren, ist offiziell niemand mehr hinzugekommen. Tansania sei «Corona-frei», betont die Regierung unentwegt, Touristen seien ohne Einschränkungen willkommen. Im Nachbarstaat Kenya haben sich bereits über 100 000 Personen infiziert. In den letzten zwei Monaten lag die Zahl der Touristen auf Sansibar praktisch wieder auf Vorjahresniveau. Verändert hat sich gegenüber den Vorjahren lediglich eines: Seit Ausbruch der Pandemie sind es nicht mehr primär westeuropäische Backpacker und Kulturtouristen, die nach Sansibar reisen, sondern vor allem osteuropäische und russische Pauschalurlauber. An manchen Tagen landen allein aus der Ukraine und Russland fünf Charter-Maschinen auf der Insel. Ein Grund warum das noch geht: Das Durchschnittsalter der Lokalbevölkerung liegt bei lediglich 18 Jahren . Zum Teil hat das Schweigen wohl auch mit der Angst vor staatlicher Repression zu tun. Verschiedene lokale NGO wollen sich zur gesundheitlichen Lage und zu den Risiken der tansanischen Corona-Politik nicht äussern. Wie die epidemiologische Lage in Tansania jetzt aussieht, weiss niemand. Vergangene Woche warnte die sonst eher zurückhaltende katholische Kirche des Landes aber vor einer neuen Corona-Welle. «Unser Land ist keine Insel», hiess es in einem öffentlichen Schreiben. Im BBC-Radio ergänzte ein Priester aus der Agglomeration der Wirtschaftsmetropole Dar es Salaam die Kritik mit der Bemerkung, die Zahl der Beerdigungen sei unlängst deutlich angestiegen. Mitte Januar wurden zwei dänische Touristinnen, die aus Tansania zurückkehrten, positiv auf die südafrikanische Corona-Mutation getestet. Sie dürften keine Einzelfälle sein. Zwar verlangen die meisten Fluggesellschaften bei der Ausreise einen negativen Covid-19-Test. Diesen könne man, erzählt man sich auf der Insel, notfalls aber auch «kaufen».  mehr Informationen

Ob Türfalle, Stopp-Knopf im Tram oder Lifttaste: Auf diversen Oberflächen können sich Corona-Viren befinden. Zwei neue Studien, mit Beteiligung der Eawag, zeigen jedoch: Die Chance, über diesen Weg angesteckt zu werden, ist gering. In 29 Proben wurde das Coronavirus nachgewiesen. Doch die Konzentrationen waren so klein, dass die Wissenschaftler auch das Risiko einer Übertragung durch solche kontaminierte Oberflächen als klein einschätzen. Wie Timothy Julian von der Eawag Abteilung für Umweltmikrobiologie sagt, liegt die Chance bei «unter 5 von 10’000 Fällen». «Berücksichtigt man, dass jeder Einzelne jede Stunde Dutzende solcher Objekte berührt, steigt das Risiko, sich zu infizieren, natürlich an, wenn viele Leute Virusträger sind.»

Ein Wanderausflug einer 14-köpfigen Gruppe mit Beisammensein in einer Hütte hat in Baden-Württemberg einen Corona-Ausbruch verursacht. Die Wanderer stammen aus zehn Haushalten. Niemand aus der Gruppe hat sich an die Corona-Regeln gehalten. Dabei hätten sich Beteiligte gegenseitig angesteckt und später andere infiziert. Aus dieser Wanderung sind – Stand heute – bereits 25 positive Fälle hervorgegangen. mehr Informationen

 

3.2.21

Die Hoffnung, die der Impfstoff von Pfizer den meisten Israelis vor einem Monat gab, scheint mit jedem Tag ein bisschen mehr zu schwinden. Jetzt sagen Experten, dass selbst bei einer vollständig erfolgreichen Impfaktion Israel keine Herdenimmunität erreichen wird und auf absehbare Zeit mit COVID-19 und seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft leben muss. Am Montagabend sagte Prof. Gili Regev-Yochai, Direktorin der Infektionskontrollabteilung des Sheba Medical Center in der Nähe von Tel Aviv, dem israelischen Nachrichtensender Channel 13 News, dass Israelis darauf vorbereitet sein sollten, mindestens bis zum kommenden Sommer Masken zu tragen. “Wir werden nicht in der Lage sein, eine Herdenimmunität zu erreichen, bis die Kinder geimpft sind”, sagte sie. “Im Moment sehe ich leider, dass das Thema Herdenimmunität in immer weitere Ferne rückt, und das bedeutet, dass wir noch einige Zeit mit dem Coronavirus leben müssen.” Prof. Regev-Yochai erklärte, dass angesichts des ursprünglichen Stammes von COVID-19 eine Herdenimmunität erfordert hätte, dass 70 % aller Israelis sich entweder von dem Virus erholen oder geimpft werden. Das bedeutet, dass jeder erwachsene Israeli geimpft werden müsste (was ohnehin unmöglich gewesen wäre). Aber die neuen Mutationen, die in nicht unerheblicher Zahl in Israel gefunden wurden, bedeuten, dass 80-90 Prozent der Israelis entweder genesen oder geimpft werden müssen. Und das bedeutet, dass auch Kinder geimpft werden müssen. Das Problem ist, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe nicht für die Anwendung bei Kindern unter 16 Jahren zugelassen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahl der Israelis, die sich für den Impfstoff anstellen, in der letzten Woche deutlich abgenommen hat. Eine Klinik berichtete, dass sie über 1.000 Dosen, die abgelaufen waren, zerstören musste, weil sie nicht genug Leute finden konnte, die sich impfen lassen wollten. mehr Informationen

Covid-19 stellt die Welt auf den Kopf. Viele israelische Staatsbürger sind im Ausland gestrandet und können nicht nach Hause. Die Regierung hat Kriterien aufgestellt, welche Israelis in sogenannten «Rettungsflügen» doch zurück dürfen. Zunächst einmal müssen diejenigen, die heim können, einen negativen Coronatest vorweisen können, um überhaupt ins Flugzeug zu dürfen. Und sie müssen einverstanden sein, bei ihrer Ankunft in ein staatlich geführtes Corona-Hotel in Quarantäne zu gehen. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, dann dürfen nur Israelis zurück, die einen dringenden medizinischen Termin haben, der nicht verschoben werden kann. Oder ein Familienmitglied ist schwer erkrankt oder gestorben und der im Ausland Festsitzende muss zu ihm. Oder der Israeli hat einen Job, der entscheidend für das Funktionieren des Staates ist und kann nicht aus dem Homeoffice im Ausland arbeiten. Weiter können Israelis zurück, die zu einer Regierungsdelegation oder ähnlichem gehören. Jeder Staat hat eigentlich die Verpflichtung seine Staatsbürger jederzeit ins Land reinzulassen. Es ist ja bereits ein Unikum in der Geschichte des Landes, dass Juden keine Möglichkeit mehr haben den jüdischen Staat zu besuchen. Dass nun aber auch israelische Staatsbürger ein Problem haben in ihre Heimat zurückzukehren, ist schon etwas Besonderes. mehr Informationen

Eine neue Studie aus der Schweiz zeigt das Ausmass nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Jeder Vierte ist sechs Monate später noch von Long Covid betroffen. Die häufigsten Beschwerden sind starke Müdigkeit und Husten. Jeder Zehnte mit Long Covid ist noch in einem schlechten Gesundheitszustand. Für den Epidemiologen ist es wichtig, die Zahlen der Long Covid-Betroffenen zu kennen. «Das Gesundheitswesen und das Sozialsystem müssen parat sein, die Hausärzte müssen wissen, was auf sie zukommt». Das Team um den Zürcher Epidemiologen Milo Puhan rechnet in der Schweiz mit bisher 1,3 bis 1,5 Millionen Infizierten. Somit dürften also 250’000 bis 300’000 von Long Covid betroffen sein. «Gut möglich, dass diese Beschwerden bei einigen Patienten länger dauern.» Wie die «Rundschau» berichtet, hätten bereits mehrere Uni-Kliniken auf das neue Syndrom in Folge des Coronavirus reagiert. Diese bieten nun Post-Covid-Sprechstunden an. Der Krankenkassenverband Santésuisse rechnet mit zusätzlichen Kosten für Covid-Langzeitfolgen. Wie hoch diese ausfallen, kann der Verband noch nicht abschätzen.

Erstmals seit dem 3. Dezember meldet das BAG mit 1,01 wieder einen R-Wert von mehr als 1. «Ist die Zahl grösser als 1, breitet sich das Virus verstärkt aus», heisst es auf der Webseite der Behörde.

 

2.2.21

Seit dem 18. Januar befindet sich die Schweiz im zweiten Lockdown. Aus Angst vor einer dritten Welle wegen den Mutationen des Coronavirus verhängte der Bundesrat diesen bis mindestens Ende Februar. Insgesamt verzeichnete die Schweiz rund 25 Prozent weniger Corona-Fälle als vor 14 Tagen. Vor einer Halbierung der Fälle alle zwei Wochen, das Ziel der Corona-Taskforce, ist man aber noch immer weit entfernt. Nach Sprachregionen aufgeschlüsselt weist die Romandie die höchste 7-Tage-Inzidenz auf. Auf 100’000 Personen kommen gut 175 Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Corona-Lage in Portugal ist dramatisch. Das Land hat die höchste Rate an Neuinfektionen und Toten weltweit. Wie konnte sich Portugal vom Vorbild in der Virus-Prävention zu der Nation mit der weltweit höchsten Infektions- und Todesrate entwickeln? Bei dieser Frage spalten sich die Geister der Experten und der Politiker des Landes. Einerseits ist für beide Gruppen klar, dass die britische Corona-Mutation einen grossen Einfluss hatte. Doch für die Experten waren auch die gelockerten Massnahmen über Weihnachten matchentscheidend – für die Politik hingegen weniger. Laut Santos Silva war die britische Virus-Mutation in der vergangenen Woche für die Hälfte aller Neuinfektionen in der Region Lissabon verantwortlich gewesen, im ganzen Land für ein Drittel. Pedro Simas, Virologe am Institut für molekulare Medizin der Universität Lissabon, schaut zurück und hält fest, dass Portugal dank schneller und strikter Abschottung äusserst gut durch die erste Welle gekommen war. Erst im September stiegen die Infektionen deutlich an – nämlich als die Schulen wieder öffneten und die Unternehmen nach den Ferien den vollen Betrieb wieder aufnahmen. Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps und viele Mitarbeiter der Spitäler sind infiziert. Deutschland wird heute Mittwoch mehrere Sanitäter, Betten und Beatmungsgeräte nach Portugal fliegen und Österreich übernimmt schwer kranke Intensivpatienten des Landes. Der verordnete Lockdown gilt vorerst bis zum 14. Februar. Doch in der portugiesischen Politik ist bereits die Rede davon, dass er bis März oder sogar noch länger anhalten wird. Im Januar sind fast so viele Menschen mit dem Coronavirus verstorben, wie im ganzen Jahr 2020.

Die Diskussion um die Rolle der Kinder in der Pandemie kommt wieder in Schwung– ausgelöst durch eine Genfer Studie, die der «Tages-Anzeiger» zitiert. Demnach steckten sich Kinder im Schulalter im Kanton Genf fast genauso oft mit dem Coronavirus an wie Erwachsene. Der Verlauf einer Corona-Infektion ist bei Kindern allerdings öfter ohne Symptome und wird deshalb weniger registriert. «Das zeigt, dass die Kinder eine Rolle spielen bei der Ausbreitung des Virus», sagt Antoine Flahault, Direktor des Institute of Global Health an der Universität Genf und Mitautor der Studie zum «Tages-Anzeiger». Die britische und südafrikanische Mutation soll gehäuft bei Kindern auftreten. In den letzten Wochen mussten deswegen vermehrt Schulen geschlossen werden, so beispielsweise in Rapperswil-Jona SG, Winterthur ZH oder Niederdorf BL.

 

1.2.21

Meldungen von Corona-Ansteckungsherden in Schulen häufen sich. Nun erfasst diese ein Team aus Privatpersonen. Denn von offizieller Seite herrscht weiter Flaute. Schulen und auch Kindergärten entpuppen sich als Ansteckungsherde, sogenannte Cluster. Grössere werden publik, viele kleinere dürften gar nicht erst den Weg in die Öffentlichkeit finden. Seit Sonntagabend ist die Webseite Schulcluster.ch online. Einhergehend mit der Lancierung schrieb das Kollektiv auf Twitter von 70 Ansteckungsherden seit Erfassungsstart am 4. Januar. Gut zwei Drittel seien alleine in der letzten Woche gemeldet worden. Alleine heute Montag kamen rund ein Dutzend neue Meldungen dazu. Darunter ein Gymnasium in La Tour-de-Peilz VD, eine Primarschule in Dintikon AG und ein Kindergarten in Münchenstein BL. Gemäss den Angaben auf der Seite handelt es sich bis auf ein Cluster stets um die britische Coronavirus-Mutation. Ausnahme ist die Primarschule Maihof in Luzern. Dort wurde vergangenen Freitag die südafrikanische Variante bei vier Schülerinnen und Schülern nachgewiesen.

Unter dem Druck der Wirtschaft und vieler Bürger öffnet Österreich nach sechs Wochen Lockdown ab 8. Februar wieder alle Geschäfte. Es gelten aber verschärfte Vorsichtsmassnahmen. «Das Tragen von FFP2-Masken ist Pflicht», sagte Kanzler Sebastian Kurz am Montag. Für einen Termin bei den körpernahen Dienstleistungen ist allerdings ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auf vielfachen Wunsch von Eltern werden die Schulen wieder in den Präsenzunterricht übergehen, teils allerdings in einem Schicht-System und mit Corona-Tests. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen. Die Einreiseregeln werden verschärft, um möglichst die Verbreitung ansteckenderer Corona-Mutationen zu verhindern oder zu verzögern. Wenn die Zahlen der Neuinfektionen wieder stiegen, würden die Massnahmen erneut verschärft. 

Kurt Koch: «Ich glaube, im Sommer hat man das Virus in Europa wieder unter Kontrolle

Barbara Wohlfarth ist Inhaberin eines Reisebüros mit vier Mitarbeitenden, das auf Familienferien spezialisiert ist. Sie sagt, die Einführung der Testpflicht habe dazu geführt, dass ein Grossteil der wenigen Reisen, die überhaupt noch gebucht worden seien, storniert worden seien. Für manche Familien sind die Tests ein riesiger Budgetposten und sie können sich die Ferien nicht mehr leisten. Andere Kunden wollten ihren Kindern keinen PCR-Test zumuten oder sie hätten Angst, in der Feriendestination zu stranden, weil sie positiv sind oder das Testresultat nicht rechtzeitig erhalten. «Ich hoffe, dass die Impfung die Tests wieder überflüssig machen wird. 2021 wird es wohl leider noch beides brauchen.»

Israel hat seinen Corona-Lockdown erneut verlängert. Die Massnahmen gelten nun vorerst bis kommenden Freitag 7 Uhr morgens. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und das Gesundheitsministerium am Sonntag nach einer Kabinettssitzung mit. Die Restriktionen wären ohne die Verlängerung am Sonntag um Mitternacht abgelaufen. Am Mittwoch will das Kabinett erneut über eine mögliche abermalige Verlängerung des Lockdowns beraten, wie es in der Mitteilung hiess. Der Lockdown ist seit dem 27. Dezember in Kraft. Der internationale Flughafen Ben-Gurion hingegen, wird für eine weitere Woche geschlossen bleiben. Israels Überlandgrenzen bleiben bis Dienstag um Mitternacht geschlossen.

In Israel hat sich eine Vereinigung unter dem Namen «Gesichter, nicht Zahlen» gebildet. Ihr Zweck ist es, die israelischen Opfer der Corona-Epidemie nicht nur als Bestandteil der Statistik zu verewigen, sondern in Wort und Bild. Zu diesem Zweck wurde die Möglichkeit ins Leben gerufen, einen toten Verwandten oder Freund in Bild und Text zu verewigen. Das kann via die Adresse «facesnotnumbers.com» geschehen. Bis Sonntagabend sind in Israel übe 4700 Menschen Opfer der Corona-Epidemie geworden.

Experten: Langzeitfolgen einer überstandenen Infektion werden dramatisch unterschätzt, viele Betroffene leiden auch noch Monate später unter den Folgen. Der deutsche Gesundheitsexperte Karl Lauterbach etwa, spricht gegenüber «ntv» darüber, dass von Long-Covid bis zur Hälfte der zuvor in Kliniken behandelten Patienten betroffen sein könnte. Jördis Frommhold, die Chefärztin der Median-Klinik in Heiligendamm, die sich auf die Rehabilitation von Covid-19-Patienten spezialisiert, erwähnt gegenüber «ntv», dass sie befürchte, dass Long-Covid-Patienten in der Öffentlichkeit und der Politik nicht wahrgenommen würden. Laut der Chefärztin gehören etwa chronische Müdigkeit oder Abgeschlagenheit zu den Symptomen. Auch neurologische Einschränkungen würden zunehmend festgestellt. Frommhold warnt zudem vor den psychologischen Folgen. «Die Patienten waren dynamisch und leistungsstark. Obwohl sie als genesen gelten, sind sie nicht arbeitsfähig und nicht in ihr bisheriges Leben integriert.»

Mit seinem Sonderweg war bisher auch die Entwicklung in Schweden hochbrisant. Das Land zählt mit rund 567’000 mittlerweile knapp mehr Gesamtinfizierte als die Schweiz. Doch besonders hoch ist in Schweden die Sterberate. Rund 11’600 Todesopfer zählt das skandinavische Land.

In Arosa wurden nach einer Ansteckungswelle in der Schule Arosa Massentests durchgeführt. Von 2570 durchgeführten Tests, fielen 58 positiv aus. Von den 58 positiven Getesten hatten 45 die britische Corona-Mutation. Das entspricht 77 Prozent.

In der Primarschule von St. Niklaus im Kanton Wallis wurden mehrere positive Fälle des Covid-19-Virus festgestellt. Insgesamt wurden 11 Kinder und 6 Lehrpersonen positiv getestet, wie es in einer Mitteilung des Kantons vom 30. Januar heisst. Da die besonders ansteckende britische Variante des Virus festgestellt wurde, werden die Massnahmen ausgeweitet und die ganze Primarschule St. Niklaus (160 Schüler, 40 Eltern sowie 17 Lehrpersonen) für 10 Tage unter Quarantäne gestellt.

«Die Zulassung von Corona-Impfungen führte in den vergangenen Wochen wieder zu mehr Informationsgesprächen in unseren Reisebüros», sagt Kuoni-Sprecher Markus Flick. Ganz so optimistisch wie die Ökonomen geben sich die Konsumenten nicht. Wie der «Tages-Anzeiger» diese Woche berichtete, verzeichnen Anbieter von Ferienwohnungen aktuell viel mehr Buchungen als im Vorjahreszeitraum.

Österreich übernimmt von Portugal schwer kranke Corona-Patienten. Das portugiesische Gesundheitsweisen steht wegen hoher Infektionszahlen massiv unter Druck. Österreich hatte schon mal Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen.

Deutsche Soldaten fliegen nach Portugal, um das Land vor dem Corona-Kollaps zu retten! In Portugal gibt es nur noch sieben freie Intensivbetten. Das Land kommt gegen die Virus-Mutation nicht mehr alleine an. In den Krankenhäusern spielen sich dramatische Szenen ab. Das portugiesische Gesundheitsministerium bittet verzweifelt um Hilfe: Von 850 Intensivbetten auf dem Festland, die für Covid-19-Patienten bereitstehen, sind 843 belegt. Nach Angaben des Ministeriums wurden binnen 24 Stunden 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Schon Anfang der Woche fliegt die Bundeswehr mit 27 Ärzten und Sanitätern in das südeuropäische Land. Ebenfalls an Bord des Flugzeugs: Feldbetten und Beatmungsgeräte. Die Soldaten sollen zunächst drei Wochen bleiben. Rund 70 Prozent des medizinischen Personals in Portugal sei selbst mit dem Corona-Virus infiziert, schreibt das Magazin weiter.  mehr Informationen

Unter Missachtung des seit Ende Dezember in Israel geltenden Corona-Lockdowns haben tausende ultraorthodoxe Juden an der Bestattung eines Rabbiners in Jerusalem teilgenommen. Ohne Abstand und grösstenteils ohne Masken, folgte eine riesige Menge am Sonntag einem Trauerzug in Jerusalem. Dieser wurde für den Leiter einer einflussreichen Talmudschule, Meschulam Dovid Soloveitschik, organisiert. Er starb im Alter von 99 Jahren gestorben.

Israel impft deutlich schneller. Allerdings: Die Infektionszahlen sind insbesondere in den ultraorthodoxen jüdischen und den arabischen Bevölkerungsteilen hoch. Vor allem die britische Mutation des Virus bereitet Sorgen. Für bis zu 50 Prozent der Neuinfektionen soll sie verantwortlich sein. Glaubt man neuesten Schätzungen, müssten wegen der mutmaßlich deutlich ansteckenderen Variante mindestens 80 Prozent der Bevölkerung in Israel geimpft werden, um Herdenimmunität zu erreichen. Das Gesundheitsministerium dringt angesichts der hohen Infektionszahlen auf eine Verlängerung der Maßnahmen, die in der Nacht zum Montag auslaufen. Auch die Schließungen des internationalen Flughafens Ben Gurion und der Landesgrenzen sind nur bis Ende Januar terminiert. An diesem Sonntag wird mit einer Entscheidung über das weitere Vorgehen gerechnet.

Strengreligiöse Juden, also Ultraorthodoxe oder die Haredim, stellen rund zehn Prozent der Israelis. Unter den aktuellen Infizierten machen sie 40 Prozent aus. Die Lockdown-Regeln, das legen zumindest tägliche neue Nachrichten über gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei nahe, gelten hier nicht viel. Viele Synagogen und Bildungseinrichtungen bleiben trotz anderslautender behördlicher Anweisung in Betrieb.

Unter den über 60-Jährigen innerhalb der Allgemeinbevölkerung gab es bisher eine Impfrate von 91 Prozent. Die Rate der gleichen Gruppe innerhalb der Palästinensischen Bevölkerung, liegt bei 39 Prozent. Die Daten zeigen auch, dass die Impfrate in der ultraorthodoxen Gemeinde weitaus niedriger ist als bei anderen jüdischen Einwohnern. Nur 73 Prozent der ultraorthodoxen Einwohner über 60 Jahre liessen sich die Impfung verabreichen.

29.1.21

Corona – ein neues Zeitalter der Angst. Prof. Dr. Samuel Pfeifer / IVCG Basel

 

Im Primarschulhaus Wis in Wattwil ist bei zwei Kindern ein mutiertes Coronavirus festgestellt worden. Rund 250 Menschen sind in Quarantäne – am Samstag müssen sie zum Spucktest antreten. Die beiden Kinder, bei denen das mutierte Virus festgestellt wurde, befinden sich laut der St. Galler Staatskanzlei bereits seit zehn Tagen in Quarantäne. Im selben Wattwiler Schulhaus wurden gemäss dem Communiqué in vier weiteren Klassen insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrperson positiv auf das Coronavirus getestet. Das Kantonsarztamt hat in Absprache mit den Schulbehörden angeordnet, dass sich alle 210 Schülerinnen und Schüler und 40 Lehrpersonen des Schulhauses Wis mit sofortiger Wirkung in Quarantäne begeben müssen. Nur so könnten Verschleppungen durch Ferienreisen und verhindert werden. Personen, die positiv getestet werden, müssen sich anschliessend in eine zehntägige Isolation begeben; ihre Kontaktpersonen müssen in Quarantäne. 

Weil sich vier Schülerinnen und Schüler mit einer hochansteckenden mutieren Variante des Coronavirus infiziert haben, ist am Freitag das Schulhaus Maihof in der Stadt Luzern unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen sind 450 Personen, ein Massentest ist angelaufen.

Die Schule Kilchberg im Kanton Zürich lässt nach mehreren Ansteckungen mit dem Coronavirus alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Mitarbeitenden auf eine Infektion testen. Betroffen sind 650 Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Angefangen hat die Coronakrise an der Schule mit der Infektion eines Kindes mit der mutierten englischen Variante des Virus.

In einem Oberstufenschulhaus in Näfels (GL) wird die gesamte Schüler- und Lehrerschaft auf das Coronavirus getestet. Es wird ein PCR-Test mittels Speichelprobe angewendet. Ebenfalls findet eine Mutationsabklärung statt. Grund dafür ist, dass im nahen Umfeld einer positiv getesteten Schülerin zwei Personen positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet wurden. Bis zum Erhalt der Proben gilt eine Quarantäne für SchülerInnen und LehrerInnen.

Die bestätigten Ansteckungen mit mutierten Coronaviren sind in der Schweiz im Vergleich zum Vortag um 126 neue Fälle auf 1674 gestiegen. Die Mehrheit sind keiner der bekannten Mutationen aus Grossbritannien und Südafrika klar zuzuschreiben.

Mexiko hat Indien als Land mit den drittmeisten offiziell registrierten Toten infolge der Coronavirus-Pandemie abgelöst.

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Israels ultra-orthodoxe jüdische Gemeinde mehr Widerstand gegen die Coronavirus-Beschränkungen geleistet hat als andere Teile der Gesellschaft. Es wäre falsch, die gesamte ultra-orthodoxe jüdische Gemeinde in Israel als rebellisch zu charakterisieren. Genauso wie es falsch ist, schlechtes Verhalten in jeder Gruppe oder Bevölkerung zu verallgemeinern. Aber es war dennoch erschütternd für Israelis, das Verhalten bestimmter Gruppen von Orthodoxen in den vergangenen zwei Wochen des Lockdowns zu sehen. Israels sephardischer Oberrabbiner Yitzhak Yosef verurteilte die ultraorthodoxen Randalierer für ihr Verhalten, das eine „Entweihung Gottes“ ist. Ihr Weg ist nicht der Weg der Tora. Wir sind alle Söhne Abrahams, Isaaks und Jakobs und uns allen ist befohlen, ‘liebe deinen Nächsten wie dich selbst’. Dudi Shwamenfeld, der Moderator einer beliebten Nachrichtensendung auf dem ultraorthodoxen Radiosender Kol Barama, nahm kein Blatt vor den Mund. “Was wird es einem Kind antun, wenn es in 10 Jahren merkt, dass es seinen Großvater ermordet hat”, indem es das Virus nach Hause brachte. Er hatte besonders harte Worte für diejenigen in der ultra-orthodoxen Gemeinschaft, die in die Öffentlichkeit gehen, obwohl sie wissen, dass sie krank sind. “Was Hitler nicht geschafft hat, das schafft ihr jetzt”, betonte Shwamenfeld.

Yehuda Meshi-Zahav ist ein ultra-orthodoxer Jude, und er ist auch der Leiter der medizinischen Notfallorganisation ZAKA. Sowohl seine Mutter als auch sein Vater starben Anfang des Monats an COVID-19, innerhalb weniger Tage. Meshi-Zahav sagte der Times of Israel, dass führende Rabbiner “Blut an ihren Händen haben” für den Tod seiner Eltern und vieler anderer. Er merkte an, dass es keine Rolle spiele, wie oft oder wie effektiv die Regierung die Gefahr kommuniziere, solange führende Rabbiner die Pandemie nicht ernst nähmen, denn viele Ultra-Orthodoxe würden alles ignorieren, was nicht aus dem Mund ihres Rabbiners komme. So war es auch bei der Mutter von Meshi-Zahav. Trotz der Tatsache, dass ihr eigener Sohn ein medizinischer Experte ist und sie vor der Ansteckungsgefahr gewarnt hatte, entschied sie sich, eine Chanukka-Party zu veranstalten, weil ihr Rabbiner dies erlaubte. Sie wurde mit ziemlicher Sicherheit bei dieser Party infiziert und starb einige Wochen später.  mehr Informationen

In Russland ist die Einwohnerzahl erstmals seit 15 Jahren wieder geschrumpft. Sie sank nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat im vergangenen Jahr um etwa eine halbe Million, wie die Zeitung «Nesawissimaja Gaseta» am Freitag berichtete. Demnach lebten im flächenmässig grössten Land der Erde rund 146,2 Millionen Menschen. Experten sehen den Hauptgrund für den Rückgang in der Corona-Pandemie. Nach Angaben des Statistikamtes starben allein von Januar bis November 2020 rund 229’700 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Übersterblichkeit von mehr als 13 Prozent. Offiziell sind bis jetzt 72’185 Menschen an Corona gestorben. Als weitere Gründe dafür sehen Experten auch die Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen ins Ausland und die niedrige Geburtenzahl.

 

28.1.21

Portugal führt angesichts steigender Infektionszahlen wieder Grenzkontrollen zu Spanien ein. Zudem dürfen portugiesische Staatsbürger für 15 Tage nicht mehr in andere Länder reisen, gibt Kabinettsministerin Mariana Vieira da Silva bekannt.

Ein 46-jähriger Brite ist, kurz nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, in der Grafschaft Shropshire gestorben. Gary Matthews war Corona-Leugner und weigerte sich dem «Guardian» zufolge, Masken zu tragen und auf Sicherheitsabstände zu achten. Obwohl sein Cousin ihn anflehte, die Corona-Massnahmen einzuhalten, tat er dies nicht. Matthews und seine Freunde seien der Meinung gewesen, dass sie nach draussen gehen und Menschen treffen mussten. Somit wollten sie zeigen, dass sie der Regierung nicht glauben. Nach seinem positiven Test isolierte er sich und starb daraufhin am 13. Januar alleine in seiner Wohnung. Charlie Parker, ein anderer Verschwörer aus der Gegend, glaubt nicht daran, dass das Virus den Künstler getötet hat. Er meinte, Matthews‘ Tod könne auch auf sein Asthma zurückzuführen sein.

 

 

27.1.21

Rudolf Hickel, Professor für Finanzwissenschaft: Jetzt aber sind wir in der verzweifelten Situation, dass die Infektionsraten trotz eines harten Lockdowns nicht genügend sinken. Gleichzeitig droht eine neue, viel ansteckendere Virusvariante zu uns zu kommen. Ich sehe deshalb wenig andere Optionen als einen sehr viel härteren Lockdown. Mein Motiv ist auch persönliche Verzweiflung. Um die Covid-Infektionen auf einen Wert nahe null zu senken, sollten auch Fabriken und Büros weitgehend schließen. Ich mache das nach langem Überlegen, denn natürlich hatte auch ich Bedenken. Wir sehen aber deutlich, dass selbst die letzte Verschärfung des Lockdowns bislang wenig bringt. Kontakte wurden im privaten Bereich eingeschränkt und in den Wirtschaftsbereichen, an denen die Freizeit hängt, also Tourismus, Kultur, Veranstaltungen. Tabu war hingegen das verarbeitende Gewerbe, also vor allem die Industrie. Bisher galt dort das Prinzip Hoffnung auf ausreichende Hygiene am Arbeitsplatz. Diese Blackbox können wir uns nicht mehr leisten. Wir wollen dieses Feld industrieller Produktion enttabuisieren. Am Ende könnte eine solidarische Kurzpause von zwei, drei Wochen stehen. Man weiß einfach nicht, wo genau die Zentren der Übertragung sind. Die Arbeitswelt ist bislang nicht oder kaum untersucht worden. Trotzdem müssen wir das diskutieren. Ich lehne Rechthaberei und Tabus ab in Zeiten der Unwissenheit. Wenn nach der Zwangspause die Pandemie massiv begrenzt wird, dann kommt es schneller und nachhaltiger zum wirtschaftlichen Aufschwung. mehr Informationen

Seit vergangener Woche ist der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer an Covid-19 erkrankt. In Quarantäne erholt er sich gerade von heftigen Symptomen. Wie verändert es die Sicht auf die Krankheit, wenn man dann selber betroffen ist? Sehr. Auch bei einem Generalvikar ist es so, dass er diesen menschlichen Reflex hat, dass es ihn schon nicht treffen, sondern die Unglücke immer die Anderen treffen wird. Das ist vielleicht auch ganz wichtig, damit man nicht in Panik gerät. Aber wenn es einen dann doch erwischt, merkt man, wie real dieses Virus ist und wie gefährlich es auch ist. Ich hatte jetzt nicht einen wirklich schweren Verlauf, aber die Symptomatik, die ich hatte, die war schon heftig genug. Es drückt auf den Atemwegen, wenn der Geruchssinn ausfällt. Das ist so eigenartig. Ich achte sehr darauf, Maske zu tragen, Abstand zu halten, zu lüften. Aber ich weiß auch, dass man eine Infektion nicht zu 100 Prozent ausschließen kann. Das ist jetzt auch ein kleiner Warnschuss, der deutlich macht: Es macht auch vor unseren Türen nicht halt. Und es ist wirklich höchste Vorsicht angeraten. mehr Informationen

In Innenräumen ist die Corona-Gefahr deutlich erhöht, so viel ist klar. Eine Studie legt nun nahe, dass nicht nur Singen oder Husten viele gefährliche Aerosole produzieren – das Gleiche gilt auch für einfaches Sprechen. Die Forschungsarbeit liefert dabei eine interessante Erkenntnis: Mit einem Infizierten zu sprechen, könnte wegen der dabei ausgestoßenen Aerosole ähnlich problematisch sein, wie wenn diese Person in die Raumluft hustet. Konkret haben die Forscher simuliert, dass durch 30 Sekunden Sprache deutlich mehr Aerosole unter fünf Mikrometern entstehen als bei einem kurzen Husten. Das Team folgert daraus, dass Abstand allein bei fehlender Belüftung nicht ausreicht, um Sicherheit bei langen Expositionszeiten zu bieten. Stattdessen ist die bereits bekannte Kombination von Maßnahmen nötig: »Man braucht Masken, man braucht Abstand, und man braucht eine gute Belüftung, damit sich diese Partikel nicht in einem Innenraum ansammeln und sie sicher entfernt werden«, so de Oliveira im »Guardian«. Wird die Luft einmal pro Stunde erneuert, wie es die Forscher für Wohnräume ansetzen, hätte eine Person nach zwei Stunden eine geschätzte Wahrscheinlichkeit von etwa 2,7 Prozent, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Setzt man einen Luftaustausch von dreimal pro Stunde an, wie er für Büros und Schulen angenommen wird, sinkt das Risiko auf rund 1,6 Prozent. Bei guter Belüftung (Luft wird fünfmal pro Stunde ausgetauscht) auf rund 1,1 Prozent.   mehr Informationen

26.1.21

„Ich glaube, mit jeder verabreichten Impfung gibt es einen Schritt in die richtige Richtung“, sagt Robin Rumler, Geschäftsführer der Pfizer Corportation Austria, der auch glaubt, „dass mit Sommer das Thema Lockdowns auf jeden Fall Geschichte sein wird„. Um diese Zeit wird eine spürbare Entlastung da sein und man wird in eine Phase kommen, in der man sagen könne: „Wir sehen definitiv das Ende des Tunnels“. Ebenfalls glaubt Rumler, dass „wir unter dem Weihnachtsbaum stehen werden und sagen: ‚Das war es!'“ Schneller gehen könnte das in Israel, dort werden bereits Jugendliche geimpft.  mehr Informationen

Die Stimmung in Israel ist angespannt. Während die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus langsam sinken, ist die Todesrate so hoch wie noch nie. Die israelische Regierung sorgt sich, dass noch mehr Mutationen ins Land gelangen könnten. Währenddessen halten sich einige ultraorthodoxe Gruppen noch immer nicht an die Regeln zur Eindämmung des Virus und greifen jetzt sogar zu Gewalt.

Außerdem wird berichtet, dass vier Fälle der neuen Covid-19-Variante aus Kalifornien in Israel aufgetaucht sind. Gesundheitsexperten sorgen sich zudem, dass die außerordentlich schnelle Impfkampagne zu einer Mutation in Israel sorgen könnte. Als Vorsichtsmaßnahme gegen das Ein- und Ausführen von Virus-Varianten beschloss das Kabinett die vollständige vorübergehende Schließung des Flughafens.

Derweil befindet sich das Land nach wie vor in einem strikten nationalen Lockdown. Einige indes halten sich nicht an die Regeln. In mehreren Städten sind ultraorthodoxe Einrichtungen wie Schulen, Jeschiwot und Geschäfte regulär geöffnet. Es handelt sich dabei meist um die extremsten Strömungen der Charedim, die sich den Regierungsvorgaben widersetzen.

Am Sonntagabend zündeten junge charedische Männer bei Protesten gegen die Schließung ihrer Einrichtungen in Bnei Brak einen Linienbus an, zerrten den Busfahrer aus dem Fahrzeug und attackierten ihn. Er wurde dabei leicht verletzt. »Es war wie in einem Albtraum«, sagte der Mann, nachdem er von Sicherheitskräften gerettet wurde. Das Feuer setzte Elektrizitätsleitungen in Brand und sorgte für Stromausfälle in der Stadt. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.   mehr Informationen

Es hieß, die brasilianische Stadt Manaus habe die Herdenimmunität erreicht. Es hieß, das Coronavirus wäre dort unter Kontrolle. Nun gibt es nicht nur Zweifel an der Studie zur Immunität, sondern schlimmer: Die Intensivstationen in den Krankenhäusern der Metropole sind überfüllt, Sauerstoffvorräte nahezu aufgebraucht. Aus Kliniken ist zu hören, dass Menschen ersticken, weil Ärztinnen und Ärzte sie nicht ausreichend beatmen können. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. In der Stadt kursiert eine neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2. Ihre Eigenschaften deuten manche Forschende als erstes Zeichen, dass es im Kampf gegen Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zu einem harten Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie kommen könnte. Das Krankenhauspersonal muss Patienten mancherorts mit Handpumpen beatmen. Das Verbot von größeren Treffen und Abstandsregeln wurde gelockert. Das hat es dem Virus vor allem während Weihnachten und den Feiern zum Ende des Jahres ermöglicht, sich vermehrt auszubreiten. Bereits im Oktober 2020 sollten sich 76 Prozent der Bevölkerung in Manaus mit Sars-CoV-2 infiziert haben, hieß es im renommierten Wissenschaftsmagazin »Science«. Folglich hätte die Stadt laut offiziellen Kriterien die Herdenimmunität erreicht haben können. Was auch bedeutet: Es hätte keinen so krassen Ausbruch geben sollen, wie er aktuell in Manaus stattfindet. Forschende befürchten, dass Veränderungen an entscheidenden Stellen des Virus die Ursache sind. Aufgrund der Mutationen, so die Sorge, könnte diese Sars-CoV-2-Variante selbst jene noch ein zweites Mal befallen, welche das Virus schon einmal in sich trugen oder durch einen Impfstoff geschützt sein sollten. »Dass die Variante ausgerechnet hier aufgetaucht ist, könnte ein Zeichen dafür sein, dass sie sich besonders dort durchsetzt, wo ein größerer Anteil der Bevölkerung bereits vermeintlich immun ist«, sagt Bloom. Es ist längst nicht sicher, dass die neue Virusvariante eine auf Sars-CoV-2 trainierte Immunabwehr des Körpers umgeht. So kann es durchaus sein, dass in den Einzelfällen, bei denen es zu einer zweiten Infektion kam, nicht ein veränderter Erreger, sondern das Immunsystem der Patientinnen und Patienten die Ursache ist. Das System könnte im Verlauf der vergangenen Monate verlernt haben, Sars-CoV-2 abzuwehren. mehr Informationen

»Die meldepflichtigen Infektionskrankheiten sind seit Beginn der Pandemie eindeutig zurückgegangen«, sagt Sonia Boender vom Fachgebiet Surveillance am RKI. Die wahrscheinliche Ursache: Masken, Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen gegen das Coronavirus wirken – nicht unerwartet – auch gegen andere Erreger. Andere Viren fahren dagegen besser. Zum Beispiel Rhinoviren, die ebenfalls Erkältungen verursachen. Der Grund ist mutmaßlich eine Besonderheit des Erregers: Anders als Coronaviren oder Influenza haben Rhinoviren keine empfindliche Membranhülle, sondern eine stabile Proteinschale. Das macht sie sehr widerstandsfähig und hochansteckend, so dass sie auch über Oberflächen effektiv übertragen werden. Dass diese Viren den Lockdown so gut überstehen, zeigt: Nicht alle Menschen waschen sich so regelmäßig die Hände, wie es sinnvoll wäre. »Wir sehen, dass insgesamt weniger Menschen zum Arzt gehen«, sagt Boender. Warum, ist jedoch unklar. Vielleicht bleiben sie aus Angst vor Ansteckung mit Sars-CoV-2 zu Hause. Das würde bedeuten, dass auch mehr meldepflichtige Erkrankungen im Verborgenen bleiben – und der Rückgang bei den Infektionskrankheiten womöglich geringer ist, als er scheint. 

 

25.1.21

Israel stellt wegen der jüngsten Mutationen des Coronavirus seine internationalen Flugverbindungen für fast eine Woche weitgehend ein. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag mitteilte, tritt die Flugsperre in der Nacht zum Dienstag um 00.00 Uhr Ortszeit in Kraft und gilt bis zum Sonntag. In Israel sind Fälle von Infektionen mit den neuen Formen des Coronavirus entdeckt worden, die zuerst in Grossbritannien und Südafrika festgestellt worden waren . Das Gesundheitsministerium teilte zudem am Sonntag mit, dass ein Infektionsfall mit einer weiteren, aus Los Angeles kommenden Coronavirus-Variante diagnostiziert worden sei. Der Patient mit dieser Virus-Variante habe vier andere Menschen infiziert. Etwa 40% -50% der neuen Fälle in Israel sind mit der britischen Variante infiziert.

24.1.21

Über Weihnachten fährt eine Belgierin zum Skifahren in die Schweiz – und infiziert sich dort unerkannt. Da sie sich nach ihrer Rückkehr nicht an die Corona-Anordnungen hält, müssen nun 5000 Menschen in Quarantäne. Die Reiserückkehrerin war dem Bericht zufolge positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet worden. Über Weihnachten hatte die Frau demnach einige Tage Ski-Urlaub in der Schweiz verbracht. Ihre Tochter war währenddessen bei ihrem von der Mutter getrennt lebenden Vater untergebracht. Anstatt sich nach ihrer Rückkehr – in Einklang mit den belgischen Regeln – selbst zu isolieren, nahm die Mutter ihre Tochter sofort wieder zu sich. Ein erster Coronatest fiel tags darauf zwar negativ aus, ein späterer war dann aber positiv. Zwischenzeitlich hatte die Tochter ihren Vater erneut besucht und ging auch wieder zur Schule. Wenig später zeigte sie Covid-19-Symptome. Ein Test ergab, dass sowohl sie als auch ihr Vater mit der britischen Virus-Mutation infiziert waren. Wie RTBF weiter berichtete, wurden nach einer Entscheidung der örtlichen Behörden an diesem Montag zwei Schulen in Edegem und Kontich geschlossen – die Schule der Tochter sowie eine weitere, an der einer der Lehrer ebenfalls arbeitet. Zudem wurden knapp 2000 Schülerinnen und Schülern sowie 300 Lehrkräfte auf Corona getestet. Die Ergebnisse sind bislang nicht bekannt. Für 5000 Personen ordneten die Behörden Quarantäne an.

Die Corona-Pandemie hat am Freitag in Portugal dramatische Ausmasse erreicht. Krankenwagen mit Corona-Patientinnen und -Patienten standen vor den Notaufnahmen von Spitälern Schlange. Das Land mit 10,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldete fast 14’000 offizielle neue Fälle, die zweithöchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Die Corona- und Intensivstationen waren durchschnittlich zu rund 90 Prozent gefüllt. 

23.1.21

Und wieder einmal hat sich die charedische Gemeinschaft nicht um die Hygiene- und Sicherheitsregeln in Zeiten der Covid-19-Pandemie geschert. So geschehen in Brooklyn, wo der jüngste Sohn des Bobover Rebben, Rabbi Ben Zion Halberstam, verheiratet wurde. Hunderte, wenn nicht tausende Fromme kamen zu dem Event, sogar Chassidim aus Europa und Israel. Die Vorbereitungen waren heimlich, man versuchte von vornherein alles zu tun, dass die Behörden nichts davon mitbekommen. «Selbst wenn man es geschafft hat, einen respektablen Veranstaltungsort zu finden, so ist das Herz nicht in Frieden, da man jederzeit durch Whistleblower verraten werden und die Polizei im Anmarsch sein könnte. Wenn es schon in Israel Bedenken gibt, dann umso mehr in den Vereinigten Staaten von Amerika.» Eines ist sicher: die nächste Hochzeit, die nächste Bar Mizwa, das nächste Begräbnis kommt. Und wieder werden sich tausende Charedim versammeln. Koste es, was es wolle. Selbst Menschenleben.

Ist die britische Mutation des Coronavirus doch tödlicher, als bisher gedacht? Am Freitag sagte Premierminister Boris Johnson, es gebe Anzeichen dafür. «Es sieht so aus, als ob sich die Variante nicht nur schneller verbreite, sondern dass es auch wissenschaftliche Evidenz dafür gibt, dass sie tödlicher ist. Grossbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Täglich werden Zehntausende Neuinfektionen und zuletzt jeweils mehr als 1000 Tote gemeldet. 

Für Präsenzgottesdienste in gewissen Regionen von Deutschland dürfen ab sofort nur noch FFP2 Masken verwendet werden. Die Masken müssen die ganze Zeit und auch beim betreten und verlassen des Gottesdienstes getragen werden. Es gelten die örtlichen Hygienevorschriften wie Abstand mindestens 1,5 m, und Verbot von Gemeindegesang.

Wer an Corona erkrankt war, ist zumindest für die nächsten fünf Monate zu 83 Prozent vor einer erneuten Infektion geschützt. „Es reduziert das Risiko um mindestens 80 Prozent“, sagte Hopkins in der BBC. „Aber es gibt keine Sicherheit. Wir haben bei den Nasenabstrichen der schon einmal Erkrankten so starke Infektionen festgestellt, dass eine Übertragung sehr wahrscheinlich ist. Es sind also gute Nachrichten, aber den Regeln muss weiter gefolgt werden.“ 83 Prozent Schutz vor einer erneuten Infektion mit Corona – das ist nahe an der Schutzwirkung der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna, die bei über 90 Prozent liegt, und deutlich über der von AstraZeneca mit 62 Prozent.   mehr Informationen 

Mehrere Männer haben aus Wut über die strengen israelischen Quarantäneauflagen für Reiserückkehrer in einem Jerusalemer Hotel randaliert. Entgegen der Zusagen der Behörden bei der Ankunft der Reiserückkehrer am Flughafen Tel Aviv kam offenbar kein Beamter ins Hotel, um zu prüfen, ob dem Antrag der Männer auf häusliche Quarantäne stattgegeben werden könne. Medienberichten zufolge waren die Männer mitten in der Nacht aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zurückgekehrt. Die VAE galten nach dem Abkommen mit Israel im vergangenen September zunächst als »grünes« Herkunftsland, in das Reisen ohne anschließende Quarantäne möglich waren. Seit Kurzem ist die Isolation aber angesichts steigender Infektionsraten in beiden Ländern verpflichtend geworden. Alle ausländischen Reisenden sind nun gezwungen, bei der Rückkehr nach Israel eine Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung einzuhalten – es sei denn, sie erhalten eine Ausnahmegenehmigung der israelischen Behörden.

21.1.21
Am Mittwoch wurden unter den Mitarbeitenden des Hotels Royalp im waadtländischen Villars-sur-Ollon 13 positive Corona-Fälle gemeldet. Laboranalysen wiesen in mindestens 2 der 13 Fälle die englische Variante des Coronavirus nach.

Der Kanton Solothurn führt ab kommenden Montag die Maskenpflicht ab der 5. Klasse ein.

In Frauenfeld müssen die Kindergärten Mühli 1 & 2 schliessen. Der kantonsärztliche Dienst habe entschieden, die Kindergärten zu schliessen und Quarantäne zu verordnen.

Die EU berät über einen Corona-Impfpass. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass dieser die Sommerferien retten wird. Europastaatsminister Michael Roth hält ein Impfzertifikat für wichtig. Noch seien zu wenige geimpft, zu viele Fragen offen. Ungeklärt ist vor allem, ob Geimpfte andere anstecken können. Die wichtigsten Argumente: Solange nicht jeder Zugang zur Impfung hat, wären Vorteile unfair. 

Eine neue Studie der Universität Oxford, die erstmals bevölkerungsrepräsentative PCR-Daten ausgewertet hat, kommt zum Schluss, dass die neue Variante viel eher 35 Prozent ansteckender ist als 70 Prozent, wie zunächst gewarnt wurde. «Wirklich sehen, wie stark die mutierten Viren das Infektionsgeschehen tatsächlich beeinflussen, werden wir wohl erst gegen Ende Februar

Im Kanton Zürich werden die Coronavirus-Massnahmen an den Schulen verschärft. Schüler ab der 4. Klasse müssen ab kommenden Montag eine Maske tragen. Um die Ausbreitung des Virus noch besser eindämmen zu können, werden Klassen der Mittelschulen verkleinert. Damit soll den Schülerinnen und Schülern ein möglichst normaler Schulbetrieb geboten werden können.

Ein erneuter Ausbruch des Coronavirus sorgt in China für Panik. Die Behörden haben binnen weniger Tage ein Quarantäne-Camp für 4000 Personen gebaut. Zu Beginn des Jahres sorgte ein plötzlicher Ausbruch in der Millionen-Metropole Shijiazhuang für grosse Panik bei den Behörden. Beamte in Shijiangzhuang, in der Provinz Hebei, welche die Landeshauptstadt Peking umgibt, haben am 8. Januar einen strengen Lockdown eingeführt. Insgesamt dürfen elf Millionen Einwohner die Stadt nicht mehr verlassen. Zudem wurden mehr als 20’000 Bürger aus zwölf Dörfern in Shijiangzhuang in zentralisierte Quarantäneeinrichtungen verlegt. Zuletzt wurde auch ein riesiges Quarantäne-Camp für 4000 Personen aus dem Boden gestampft. Dieses befindet sich am Stadtrand von Shijiazhuang und wird enge Kontakte zu bestätigten Covid-19-Patienten beherbergen. Gemäss Informationen des staatlichen Senders wird jedes vorgefertigte Zimmer voraussichtlich 18 Quadratmeter gross sein. Darin enthalten sind ein eigenes Bad und eine Dusche, Schreibtische, Stühle, Betten, WLAN und ein Fernseher. Die scharfen Massnahmen wurden auf Hinsicht der Ferien zum chinesischen Neujahrsfest vom 11. bis 17. Februar eingeführt. Zu diesem Anlass begeben sich üblicherweise Abermillionen von Chinesen auf Reisen zu ihren Familien. Am Dienstag meldete China landesweit 103 neue Fälle des Coronavirus. Hinzu kamen 58 asymptomatische Infektionen, die separat gezählt werden. Die Fälle verteilen sich über vier Provinzen hinweg

Die Auswertung von fast 3200 Coronatests in St. Moritz zeigt, dass rund ein Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt ist. Bei den Mitarbeitenden und Gästen der beiden unter Quarantäne gestellten Hotels beträgt die Ansteckungsrate vier Prozent, teilt das Gesundheitsamt Graubünden mit. Von den 53 identifizierten Fällen betreffen 31 eine mutierte Form des Virus. Dieses wurde bei Hotelangestellten festgestellt und nicht auf Gäste oder die Bevölkerung übertragen.

Dass mit einer Impfung gleichzeitig ein Mikrochip eingepflanzt werde, sei aber völliger Humbug, so Dr. Patrick Kramer, Gründer und Geschäftsführer der Biohacking-Plattform „digiwell“. Er selbst habe schon mehr als 3.500 Menschen in Deutschland ein Mikrochip-Implantat unter die Haut gesetzt. Dabei sind die kleinsten Implantate so groß wie ein Reiskorn, erklärt Kramer. Dementsprechend groß ist die Nadel, mit der das Implantat eingesetzt werden muss. „Wenn diese Nadel gesetzt wird, dann merkt man das.“ Während eine Impfung in den Muskel gesetzt wird, kommt das Mikrochip-Implantat laut Kramer unter die erste Hautschicht, ein völlig anderes Verfahren also. Und selbst wenn man wollte, könne man mit diesen Mikrochip-Implantaten, die unter die Haut gesetzt werden, keine Menschen orten, so Kramer. Denn es fehle schlicht an einer Technologie, die Mikrochips unter der Haut dauerhaft mit Energie versorgen könne. Bei den derzeit verfügbaren Mikrochip-Implantaten handelt es sich um eine sogenannte „passive Technologie„, das heißt, sie funktioniert nur, wenn Strom zugeführt wird. Als Beispiel nennt Kramer Mitarbeiterausweise oder Bezahlkarten, die nur dann funktionieren, wenn sie an ein aktives Lesegerät gehalten werden, also einem Stromimpuls ausgesetzt sind. „Wird kein Strom zugeführt, sind die Mikrochip-Implantate tot“, so Kramer. Und folglich könne man also damit auch niemanden dauerhaft überwachen. Mikrochip-Implantate unter die Haut zu setzen ist grundsätzlich möglich, allerdings würde man das Einsetzen spüren. Eine Ortung von Personen anhand dieser Mikrochip-Implantate ist technisch nicht möglich.  mehr Informationen

20.1.21

Ein verlängerter Lockdown in Deutschland bis zum 14.Februar, eine schärfere Maskenpflicht und weitere Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.  Dringender Appell, alle Kontakte in den nächsten drei Wochen auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken. Private Zusammenkünfte sind laut dem Beschluss weiterhin im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr werden medizinische Masken (also sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2) Pflicht. Bis zum 15. Februar bleiben die Schulen grundsätzlich geschlossen. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Es gibt Länder, die machen Ausgangsbeschränkungen, und es gibt Länder, die machen keine Ausgangsbeschränkung. Das Infektionsgeschehen entwickelt sich regional unterschiedlich. Das Ziel der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 wurde in weiten Teilen bisher nicht erreicht. Verschärfte Regeln für Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften: Gottesdienste sind nur dann zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt wird, es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt, Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmern müssen beim zuständigen Ordnungsamt spätestens zwei Werktage zuvor angezeigt werden. Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 31. Januar hinaus.

In Norwegen wird  jetzt bei Menschen mit „schwerster Gebrechlichkeit“ von einer Impfung eher abgeraten. In ihrem ersten der ab jetzt regelmäßigen Wochenberichte über Corona-Impfungen wurden 29 Meldungen über Nebenwirkungen bewertet. Darunter sind 13 Todesfälle, 9 Meldungen über schwere und 7 über weniger schwere Nebenwirkungen. Darüber hinaus werden 10 weitere Todesfälle vom „Legemiddelverket“ noch untersucht. Alle Todesfälle ereigneten sich bei gebrechlichen Patienten in Pflegeheimen. Alle waren über 80 Jahre alt, einige über 90 Jahre. Laut Behörde kann es einen Zusammenhang mit der Impfung geben. „Es scheint, dass einige dieser Patienten so schwere Nebenwirkungen in Form von Fieber und Unwohlsein bekommen können, dass eine sehr schwere Krankheit noch schwerwiegender werden kann, was zum Tod führen kann“, erläuterte Gesundheitsbehördenchef Madsen. Er betonte gleichzeitig, dass tausende gebrechliche Personen ohne solche Folgen geimpft worden seien und die Berichte über Nebenwirkungen „nicht alarmierend sind“. Bei Impfungen könne es immer allergische Reaktionen geben, „bisherige Erfahrungen deuten darauf hin, dass das bei mRNA-Impfstoffen häufiger der Fall ist“. Damit sind die auch in Deutschland verabreichten Vakzine von Biontech und Moderna gemeint. In der aktualisierten Impfempfehlung des norwegischen FHI heisst es nun: „Für die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen, die mit Gebrechlichkeit leben, werden alle Nebenwirkungen des Impfstoffs durch ein geringeres Risiko einer schweren Erkrankung an Covid-19 mehr als ausgeglichen. Für diejenigen mit der schwersten Gebrechlichkeit können jedoch selbst relativ milde Nebenwirkungen des Impfstoffs schwerwiegende Folgen haben. Für diejenigen, die eine sehr kurze Restlebensdauer haben, kann der Nutzen des Impfstoffs marginal oder irrelevant sein. Daher wird für sehr gebrechliche Patienten und unheilbar kranke Patienten ein sorgfältiges Abwägen von Nutzen und Nachteil der Impfung empfohlen.“ mehr Informationen

19.1.21

Rund 12.000 ultraorthodoxe Studenten haben sich in Israel im letzten Monat mit Coronavirus infiziert, sagte ein Beamter des Gesundheitsministeriums, der den ultraorthodoxen Sektor überwacht. Laut Roni Numa sind die Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren am meisten betroffen. Laut Numa erreichte der Prozentsatz der Coronavirus-Tests, die im ultraorthodoxen Sektor positiv ausfielen, satte 22,1% aller Tests, verglichen mit 9,2% in der Allgemeinbevölkerung. Bei den Impfungen sind die ultraothodoxen zurückhaltend, weil das Gerücht herumgeht, man werde dadurch unfruchtbar.  mehr Informationen

Basel-Landschaft weitet die Maskenpflicht in den Schulen aus: Auch Kinder ab zehn Jahren müssen nun eine Maske tragen. Damit müssen nun auch Schüler der fünften und sechsten Klasse eine Maske tragen. Kinder unter zehn Jahren müssen auch eine Maske tragen, wenn sie eine Mehrjahrgangsklasse zusammen mit Schülern der 5. oder 6. Primarklasse besuchen. Die Masken werden den Schülern kostenlos zur Verfügung gestellt.

In Cham ZG müssen zwei Schulklassen in Quarantäne. Zwei der Schüler haben sich mit einer mutierten Corona-Variante angesteckt. Zwei Primarschüler in Cham ZG haben sich mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt. Die 38 Kinder der betroffenen 4. und 5. Klasse sowie 8 Lehrpersonen sind in Quarantäne und müssen einen Covid-Test machen. Der Kantonsarzt habe empfohlen, den Schulbetrieb für die anderen Klassen in den betroffenen Schulhäusern unter Beachtung der Schutzkonzepte weiterzuführen.

Rabbi Israel Meir Lau, 83, der ehemalige Oberrabbiner von Israel, ist mit dem Coronavirus infiziert worden. Dies, obwohl er bereits zwei Injektionen der anti-Covid-19-Impfung von Pfizer erhalten hat. Das berichtete am Sonntag sein Enkelsohn Yedidia Lau, der aber betonte, sein Grossvater fühle sich «grossartig». Er fügte hinzu, dass der Rabbiner von seiner Frau angesteckt worden sei. Die Frau sei zu Beginn der Woche mit einem bestätigten Träger der Krankheit in Kontakt geraten und mit dem Virus infisziert worden. Die Impfungen sollten eigentlich die Empfänger gegen den Virus immunisieren. Es wird aber immer wieder darauf hingewiesen, dass Ausnahmefälle durchaus möglich sind.

18.1.21

Aufgrund des starken Anstieges der Infektionsraten und der rasanten Verbreitung neuer Mutationen des Coronavirus, hat Israel beschlossen, die Ein- und Ausreise in das Land strenger zu beschränken. Die Einreise nach Israel ist nun nur noch unter Vorlage eines negativen Covid-19-Tests gestattet. Das Ergebnis darf nicht länger 72 Stunden vor der Ankunft zurück liegen. Diese Regelung gilt auch für israelische Staatsangehörige. Israelis dürfen das Land nur noch aufgrund von diplomatischen oder geschäftlichen Reisen, humanitären Angelegenheiten und unter bestimmten Sonderfällen verlassen. Diese Fälle müssen von einem Sonderausschuss genehmigt werden. Den neuen Bestimmungen zufolge, müssen Israeli die aus Ländern mit einer hohen Inzidenz zurückkehren, sich in einer staatlich geführten Einrichtung Isolieren. Das Gesundheitsministerium werde die dafür notwendigen Rechtsvorschriften vorantreiben.

Ein Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde mit weit mehr als 170 Menschen ist in Berlin wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden. In einem Saal der Kirchengemeinde zwischen Koloniestraße und Soldiner Straße in Gesundbrunnen seien am Sonntagabend 17.1.21 gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die Menschen hätten weder Masken getragen noch Abstände eingehalten. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten hätten ebenfalls gefehlt. Bei der Gemeinde soll es sich laut Medienberichten um die freikirchliche Jesus-Miracle-Harvest-Church handeln. Der Pfarrer habe angegeben, eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen, die Zahl der Besucher sei dann aber gestiegen. Die Polizei stellte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gegen mehr als 100 Menschen. Um welche Gemeinde es sich handelte, sagte die Polizei nicht.

Jeder 8. «Geheilte» stirbt innerhalb von 140 Tagen. Britische Forschende melden schockierende Zahlen zum Coronavirus: Demnach wurden rund ein Drittel aller Covid-Patienten fünf Monate nach ihrer Erkrankung wieder hospitalisiert. Einer von acht starb dann an coronabedingten Komplikationen. Spitäler müssen sich für Langzeitfolgen rüsten. 29,4 Prozent der 47’780 während der ersten Welle aus dem Spital entlassenen Personen wurden innert 140 Tagen wieder hospitalisiert. 12,3 Prozent dieser Patienten starben. Forschende des North Bristol NHS Trust untersuchten zudem Corona-Patienten, die im Southmead Hospital in Bristol behandelt wurden. Von diesen litten drei Viertel auch noch drei Monate später an Folgen der Erkrankung. Zu den Symptomen gehören Kurzatmigkeit, übermässige Müdigkeit und Muskelschmerzen. «Es ist eine Mammutaufgabe, diese Patienten weiter zu betreuen», so der Forscher.

In den vergangenen zehn Tagen sind weltweit zehn katholische Bischöfe am Coronavirus oder an den Folgen der Infektion gestorben. Der jüngste war 53, der älteste 91 Jahre alt.

Zwei Schulkinder aus Bremgarten bei Bern BE sind nach der Rückkehr aus den Skiferien in Wengen BE positiv auf das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien getestet worden. Sie gehen in die zweite und dritte Klasse. 120 Schüler müssen nun in Quarantäne.

Am Freitagnachmittag registrierte der Kantonsärztliche Dienst Basel-Landschaft den ersten Fall der neuen Virus-Variante.

In Frauenfeld wurde bei einer Schülerin die ansteckendere Virus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen.

Bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis des Biontech-Pifzer-Impfstoffs in Israel war die Zahl der positiven Corona-Tests bei über 60-Jährigen signifikant niedriger, wie eine Studie der grössten Krankenkasse des Landes ergab. Der Chief Medical Officer, Professor Ran Balicer betonte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, man habe keine speziellen Tests initiiert, sondern die Gruppen nur «im echten Leben beobachtet». «Der Anteil der positiv Getesteten – ob symptomatisch oder asymptomatisch – war in der geimpften Gruppe 33 Prozent niedriger als in der nicht geimpften Gruppe», sagte Balicer. Er rechne daher damit, dass die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten in Kürze sinken werde. Mehr als zwei Millionen Menschen haben bereits die erste und rund eine Viertelmillion die zweite Impfdosis erhalten. Bereits 75 Prozent der über 60-Jährigen wurden nach Angaben Balicers geimpft. «Wir verfolgen die Wirksamkeit des Impfstoffs unter Echtbedigungen.»

Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden stellt zwei Hotelbetriebe in St. Moritz unter Quarantäne, nachdem sich das mutierte Coronavirus aus Südafrika dort gehäuft ausgebreitet hatte. In beiden Hotels Kempinski und Palace, die unter Quarantäne gestellt worden sind, ordnete das Gesundheitsamt Massentests an, wie die Staatskanzlei Graubünden am Montagmorgen bekanntgab. Kempinski hat die Gäste in einem Schreiben darüber informiert, dass sie das Hotel nicht verlassen dürfen, selbst wenn für Montag die Abreise geplant gewesen wäre. Die Gäste müssen sich in ihren Zimmern aufhalten. Restaurants, Spa und weitere Installationen sind derzeit geschlossen, Essen und Trinken gelangt über den Zimmerservice zu den Gästen. Bei einen negativen Testresultat ist eine Abreise möglich. «Im Palace gibt es mitunter die wohl strengsten Massnahmen. Trotzdem ist das Virus dort aufgetaucht» Anstatt Schnelltests werden PCR-Tests angewendet, mit dem man den neuen Virusstrang nachweisen kann. «Je nach Testergebnis können die Gäste in ein anderes Hotel wechseln oder auch abreisen». Darüber hinaus werden in St. Moritz die Schulen sowie die Skischulen bis auf weiteres geschlossen. Auf dem gesamten Gemeindegebiet besteht neu eine Maskentragpflicht.  Weiter werden alle Einwohner der Gemeinde St. Moritz getestet. 

Australien wird seine Grenzen aller Voraussicht nach in diesem Jahr nicht mehr für Reisende öffnen. Seit März 2020 sind die Grenzen dicht.

Auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca und den anderen Baleareninseln sind Treffen im privaten Kreis wegen hoher Corona-Zahlen ab Mittwoch ganz verboten. Das gelte für den öffentlichen Raum und auch für zuhause. Ab Mittwoch müssten auch alle Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios schliessen. Die Einschränkungen sollen zunächst bis zum 30 Januar dauern. Ausgenommen von dem Verbot sind nur hilfsbedürftige Menschen, getrennt lebende Paare, Kinder, deren Eltern getrennt leben, und Single-Haushalte. Letztere dürfen Familie oder Freunde besuchen, um nicht zu vereinsamen.

Der Entscheid des Bundesrates, trotz des Teil-Lockdowns die Schulen offen zu halten, sorgt für Unruhe unter Lehrerinnen und Lehrern, vor allem der Oberstufe, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Sie können nicht verstehen, dass Läden geschlossen sind und sie privat ihre Freunde nicht mehr treffen dürfen, gleichzeitig aber in der Klasse mehr als 20 Schülerinnen und Schüler unterrichten sollen.

An einer Tessiner Schule wurden dreizehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Alle 70 Lehrpersonen und 500 Schüler müssen nun in Quarantäne. Zwei Personen weisen die britische Corona-Mutation auf.

Die Tessiner Regierung möchte an der Südgrenze wieder systematische Kontrollen durchführen. Dies wegen der britischen Coronavirus-Mutation. Anlass zur Sorge gebe die britische Coronavirus-Mutation, schreibt der Regierungsrat weiter. Diese war in den letzten Tagen zuerst in einem Altersheim und dann an einer Tessiner Mittelschule bestätigt worden. Für alle Altersheime, Spitäler und Behindertenheime im Kanton gilt seit Samstag ein Besuchsverbot.

Seit Tagen gibt es Gerüchte, dass Marco Rima am Coronavirus erkrankt sei. Er will dies weder dementieren noch bestätigen. Er sagt nur, ihm gehe es gut.

16.1.21

Eine Stichprobe in Wien auf das Vorkommen der neuen Corona-Mutationen brachte ein erschütterndes Ergebnis: 17 Prozent wiesen Mutations-Anteil auf. An der MedUni Wien wurden nun 83 positive PCR-Tests aus der Bundeshauptstadt einer speziellen Untersuchung unterzogen – in 17 Prozent wurde die noch infektiösere Virus-Mutation bereits nachgewiesen.

Wegen der sich ausbreitenden britischen Mutation des Virus gelten im Kanton Zürich per sofort strengere Quarantäne-Vorschriften. So sollen nicht nur die engen Kontakte einer auf die britische Variante positiv getesteten Person eine zehntägige Quarantäne antreten müssen, sondern auch die engen Kontakte der engen Kontakte. Nach fünf Tagen muss ein PCR-Test gemacht werden.

Die Langzeitfolgen des Coronavirus halten die Forscher weiterhin auf Trab. Eine Studie zeigt, dass durch eine Infektion Unfruchtbarkeit bei Männern entstehen kann. Bereits im vergangenen Herbst hatten US-Ärzte vor regelmässig auftretenden Potenzproblemen bei Covid-Patienten gewarnt. Geoffrey Huertgen sieht das Problem weniger im Coronavirus selbst, sondern viel mehr in den Folgen eines «geschwächten Immunsystems». Für Huertgen liegt das Problem in «diversen Nährstoffdefiziten» und in der teilweise schlechten Ernährung, wodurch das Immunsystem geschwächt werde. Dadurch könne sich eine Krankheit wie das Coronavirus «mehr ausweiten», was wiederum schwerere Krankheitsverläufe mit sich ziehe.

15.1.21

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Israel sehr hoch. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Freitag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden weitere 9172 Fälle registriert. Es war der vierte Tag in Folge, an dem der Wert von 9000 überstiegen wurde, bislang lag er insgesamt erst fünfmal darüber. Experten rechnen mit baldigen Effekten der vor knapp einem Monat angelaufenen Impfkampagne. Etwas mehr als zwei Millionen Menschen erhielten in Israel bisher eine erste Dosis.

Die Philippinen und Indonesien verlängern aufgrund der britischen Corona-Mutation ihre Einreiseverbote bis Ende Januar für Ausländer.

Religiöse Veranstaltungen bis zu 50 Personen sind in der Schweiz weiterhin erlaubt, doch laut der neuen Verordnung sind Gottesdienste ganz eng gefasst, andere religiöse Veranstaltungen dagegen nicht mehr erlaubt. «Religiöse Feiern können im Kontext einer Freikirche Gebetsveranstaltungen, Gottesdienste (Kinder, Jugend- und Gesamtgemeindegottesdienste) und Feiertagsanlässe sein.» Andere Veranstaltungen wie Konferenzen oder Glaubenskurse sind dagegen nicht mehr erlaubt. Kleingruppen (auch in Privathäusern) dürfen nur noch bis zu fünf Personen teilnehmen. Durchgehende Maskenpflicht auch für Personen auf der Bühne. Ausnahme bildet hier nur der Redner/Moderator.

Die Schweiz hat die Quarantäne-Regelung verschärft. So müssen künftig nicht nur die direkten Kontaktpersonen von Infizierten in Quarantäne, sondern auch die Kontakte der jeweiligen Kontaktpersonen. Grund für die Verschärfung der Massnahme ist das Auftreten von neuen Virus-Mutationen. Der Kanton Bern setze die neue Regelung bereits um. Die Regelung komme dann zum Tragen, wenn man aufgrund der Befragung während des Contact-Tracings davon ausgehen müsse, dass die erkrankte Person mit einer der neuen Mutationen in Kontakt gekommen sei. Nebst dem Kanton Bern wendet auch Waadt bereits die neue Regelung an. 

Auch wer meint, kerngesund zu sein, kann hochgradig ansteckend sein. Laut neuer Studie sind vor allem Infizierte ohne Symptome für die weitere Ausbreitung verantwortlich. Ansteckend ist man schon, bevor Symptome auftauchen. Einige Infizierte entwickeln gar nie irgendwelche Krankheitsanzeichen. Für die Betroffenen ist das gut, allerdings wird der Kampf gegen das Virus dadurch deutlich schwieriger.  Christian Drosten: «Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen.» Forschende aus den USA belegen nun, wie wichtig Drostens Rat ist. Wie sie im Fachjournal «Jama Open Network» schreiben, gehen fast 60 Prozent aller Ansteckungen von asymptomatischen Corona-Infizierten aus. Die grösste Infektiosität liegt zwischen dem dritten und siebten Tag.

»Wir werden sehen, ob Corona mehr Opfer kosten wird als schwere Grippewellen«, schrieb der Stollberger Oberbürgermeister im November in einem offenen Brief an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nun hat Sachsen die Antwort. Covid-19 kostet tatsächlich mehr Leben als Grippe. Der Bürgermeister bat für seine Aussagen um Entschuldigung. Vier der zehn Landkreise, die Ende der Woche bundesweit die höchsten Inzidenzwerte hatten, grenzen an Tschechien. Auch in Bayern ist die Corona-Karte im Grenzgebiet zu Tschechien auffallend rot. Inzwischen hat Sachsen die Notbremse gezogen. Nur wer einen triftigen Grund hat, darf noch ohne Quarantäne und Negativtest zwischen Deutschland und Tschechien pendeln und das auch nur bis zu zwölf Stunden. Ab Montag müssen Pendler aus Tschechien zudem einmal pro Woche einen Negativtest vorweisen. 

In den beiden südenglischen Städten Colchester und Ipswich, sind die Krankenhäuser überlaufen, obwohl sie ihre Kapazitäten aufgrund der Pandemie bereits verdoppelt hatten. In England wurde die ersten Varianten im September festgestellt und so richtig los ging es Anfang Dezember.

13.1.21

Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bleiben bis Ende Februar geschlossen. Einkaufsläden und Märkte werden geschlossen. Ausgenommen sind Läden und Märkte, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten (auch Baumärkte und Blumenläden). Weiterhin möglich ist auch das Abholen bestellter Waren vor Ort. Die Regelung, dass Läden, Tankstellenshops und Kioske nach 19 Uhr sowie sonntags geschlossen bleiben müssen, wird dagegen wieder aufgehoben. An privaten Veranstaltungen dürfen maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden auch zu dieser Anzahl gezählt. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden ebenfalls auf fünf Personen beschränkt. Neu gilt zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. 

«Wir glauben, dass sich die Anzahl der Fälle der neuen Corona-Mutation jede Woche verdoppelt», so Berset.

Für religiöse Veranstaltungen ändert sich nichts: Es sind weiterhin Gottesdienste mit maximal 50 Menschen möglich unter Einhaltung der Schutzkonzepte und Hygienemassnahmen. Dazu gehört eine Maskenpflicht und der Verzicht auf Gemeindegesang. Die Kantone können die Obergrenze auch tiefer ansetzen. So gilt in Nidwalden, Solothurn und im Tessin eine Obergrenze von maximal 30 Menschen pro Gottesdienst. Bildungsveranstaltungen können nur noch online stattfinden.

12.1.21

Die USA werden nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge einen Covid-Test von allen internationalen Flugreisenden verlangen.

Jeder, der ab Ende der Woche nach Österreich reisen will, muss sich elektronisch registrieren. Das Gesundheitsministerium in Wien veröffentliche eine entsprechende Verordnung.

Schweden befinde sich in einer kritischen Phase, in der die Zahl der verfügbaren Plätze in den Krankenhäusern beinahe erreicht worden sei, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell. Es sei deshalb extrem wichtig, sich an die Empfehlungen der Behörden zu halten. Dazu zählt etwa, ausreichend Abstand zueinander zu halten, neue Kontakte zu vermeiden, gründliches Händewaschen und die Bitte, zu Hause zu bleiben, wenn man sich krank fühlt.

Wuhan: Drei Viertel der Corona-Patienten leidet laut Studie an Spätfolgen. Viele Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, kämpfen monatelang noch mit den Spätfolgen. Sechs Monate nach Beginn der ersten Symptome litten mehr als drei Viertel der Patienten, die in einer Klinik behandelt werden mussten, noch an mindestens einer Nachwirkung. Das geht aus einer Studie unter mehr als 1700 Patientinnen und Patienten in der Provinz Wuhan in China hervor, wo das Virus zuerst ausbrach (Lancet: Huang et al., 2021). Demnach klagten 63 Prozent über Abgeschlagenheit oder Muskelschwäche. 26 Prozent litten an Schlafstörungen, 23 Prozent unter Angstzuständen oder Depressionen. mehr Informationen

Im letzten Monat haben die Infektionsraten unter Haredi-Studierenden neue Höhen erreicht. In Jerusalem werden täglich rund 400 Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Anders als in früheren Wellen der Pandemie, wurden diesmal ebenfalls Ausbrüche in Mädchen- und Oberschulen verzeichnet.

Der direkte Impfschutz der Impfung gegen das Coronavirus ist nachgewiesen. Das bedeutet, dass die Impfung eine Vermehrung des Virus im Körper so weit hemmt, dass keine Krankheit ausbricht. Aber ob die Impfung auch die Übertragung des Coronavirus verhindert, ist damit noch nicht bewiesen. Nachgewiesen ist, dass auch Menschen, welche eine symptomfreie Corona-Infektion erfahren, das Virus ebenfalls weitergeben können. Theoretisch wäre es möglich, dass es sich mit Geimpften ähnlich verhält: Das Virus breitet sich zwar nicht im Körper aus, aber vermehrt sich lokal. Das Verhindern von schweren Krankheitsverläufen – und damit die Entlastung der Spitäler – ist das oberste Ziel. Israel hat allen anderen Ländern voran bereits einen signifikanten Teil der Bevölkerung geimpft. Sollte die Impfung tatsächlich die Weitergabe des Coronavirus verhindern, müsste die Reproduktionszahl dort bald sinken.

60 Corona-Fälle wurden innert vier Wochen in Wengen gemeldet. Fast die Hälfte davon gehen auf einen einzigen britischen Touristen zurück. Diese Person habe anfänglich vielleicht gar nichts von seiner Infektion gewusst, sagt ein Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion zum «Tages-Anzeiger». Im Kanton Bern sind seit Mitte Dezember 14 Fälle der mutierten Virusvariante aus Grossbritannien registriert worden. Bei 12 weiteren Fällen ist nicht eindeutig klar, ob es sich um die Variante aus Grossbritannien oder Südafrika handelt.

In der Schweiz wurden bislang 68 Mutationen der Grossbritannien-Variante, 5 Südafrika-Mutationen erkannt sowie 36 Mutation, die keiner beiden Varanten zugerechnet werden können. Die Ausbreitung findet in der Schweiz statt, dies habe man erwartet. Es sei wichtig, dass sich diese langsam verbreitet.

Nora (12) steckte sich vermutlich Anfang Februar 2020 im Skilager an – der erste offizielle Fall hierzulande wurde jedoch erst am 25. Februar gemeldet. Nora erkrankte schwer und bis heute geht der sportlichen Siebtklässlerin beim Treppensteigen die Luft aus. Ihr kleiner Bruder Tim* (7) hatte so heftige Symptome, dass der ratlose Kinderarzt gar Verdacht auf Leukämie äusserte. Beide Kinder mussten ins Spital. mehr Informationen

In Österreich haben sich möglicherweise 17 weitere Menschen mit der in Grossbritannien aufgetretenen Coronavirus-Mutation angesteckt. Zum Grossteil handele es sich um britische Staatsbürger, die im Dezember an einer Skilehrer-Ausbildung in Jochberg in Tirol teilgenommen hätten. So teilte das Bundesland am Dienstag mit.

Anders als anfangs gedacht, schädigt Sars-CoV-2 nicht nur die Lunge, sondern viele Organe. Auch das Gehirn wird massiv in Mitleidenschaft gezogen, wie eine Studie aus den USA zeigt. Darin wies etwa die Hälfte der untersuchten Verstorbenen dort Anomalien auf. mehr Informationen

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