Co-Parenting

Ein neues Familienmodell ist im Trend.

Beim Co-Parenting tun sich Erwachsene gezielt zusammen, um eine Familie zu gründen. Sie haben aber getrennte Haushalte und sind kein Paar.

Das klingt ähnlich wie eine Patchwork-Familie oder eine Familie mit getrennten Eltern. Der Unterschied ist, dass bewusst keine Liebesbeziehung im Spiel ist. Die Zeugung erfolgt zudem nicht selten über künstliche Befruchtung.

In manchen Fällen kommt eine Co-Elternschaft auch innerhalb einer polyamoren Beziehung vor. Demnach übernehmen nicht nur zwei Personen die Erziehung, sondern auch drei oder mehr. Letztlich gilt: Je grösser der Elternstamm, desto mehr Kompromissfähigkeit wird von allen Beteiligten abverlangt.

Nicht immer stammen die Co-Eltern aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Es gibt dafür auch entsprechende Internetportale. mehr Informationen

Ein Kindheitsforscher warnt in einem anderen Zusammenhang: Unseren Kindern geht es so schlecht wie nie zuvor – und ruft zum Umdenken auf. Michael Hüter sagt: „Wir müssen dringend etwas ändern an der Art, wie wir zusammen leben und wie wir mit unseren Kindern umgehen.“ Kinder können sich heute nicht mehr altersgemäß entwickeln, weil ihnen ein kindgerechtes Aufwachsen verwehrt wird. Mit dieser Meinung steht Hüter nicht alleine da. Eine wachsende Zahl von Psychologen, Soziologen, Ärzten und Neurobiologen zeigt sich besorgt über den gesundheitlichen und psychischen Zustand von Kindern und Jugendlichen. mehr Informationen

Das biblische Konzept einer Familie sieht anders aus. Jesus sagt in Matthäus 19,5-6: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Paulus sagt dazu in Römer 1,28: „Und da sie es nicht für wert erachteten, sich gemäß ihrer Erkenntnis an Gott zu halten, lieferte Gott sie einem haltlosen Denken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört.“

Die neuen Familienmodelle sind ein Ausdruck davon, dass der Mensch selbst bestimmen will, was gut für ihn ist.

Eine unbeantwortete Frage ist, ob das Kind die Wünsche der „Eltern“ erfüllen muss oder die Elternschaft sich am Kindswohl zu orientieren hat.

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