China «Quoten» zur Inhaftierung von Christen

Open Doors USA berichtet von «Quoten» zur Inhaftierung von Christen. Ein Polizist habe dem Magazin für Religionsfreiheit «Bitter Winter» berichtet, dass die diversen Stationen darüber informiert worden seien, dass auf einer 100-Punkte-Skala bewertet werde, wie viele Christen sie inhaftiert hätten. Dies habe sogar dazu geführt, dass Polizeistationen, die ihr Ziel bereits erreicht hätten, Namen von bereits inhaftierten Christen für etwa 70 US-Dollar an andere Stationen «verkauften».

Bereits am 10. Dezember 2018 wurden über 100 Mitglieder der chinesischen Early Rain Covenant Church in Chengdu inhaftiert. Nun sind weitere 60 Mitglieder gefangen genommen wurden. Sie hatten sich nach der Schliessung ihrer Gemeinde im Dezember im Freien zum Gottesdienst getroffen. Die Gemeinde trifft sich zwar im Untergrund (die etwa 800 Mitglieder treffen sich in vielen kleinen Gruppen), veröffentlicht die Predigten jedoch im Internet und evangelisiert auf der Strasse. 

Im Internet veröffentlichten sie folgende Gebete: «Herr, heute loben wir dich in Polizeiautos. Wir loben dich in Polizeistationen. Wir loben dich in Strafanstalten. Wir loben dich in Gefängnissen. Wir fahren in den Bussen zur Polizeistation, als würden wir auf der Strasse nach Zion fahren. Denn du sagst uns, Herr, dass du nach Anbetern suchst, die dich in Geist und in Wahrheit anbeten.»

mehr Informationen

Am 14. Dezember wurde Li Leqing, ein Prediger der Joshua-Kirche im Bezirk Yugan in der südöstlichen Provinz Jiangxi, ebenfalls von den Behörden vorgeladen, weil er die gemeinsame Erklärung der Pastoren unterzeichnet hatte.

„Der Staat verbietet die Beteiligung an gemeinsamen Unterschriftenkampagnen. Als du das unterschrieben hast, hast du das Gesetz gebrochen“, teilte die Polizei Li mit. „Die gemeinsame Erklärung der Early Rain Covenant-Kirche in Chengdu ist illegal. Der Staat nimmt diese Angelegenheit sehr ernst.“
mehr Informationen

Staaten mit Selbstvertrauen versuchen nicht, jeglichen Drang der Bevölkerung nach Übernatürlichem zu unterdrücken. Warum hat Xi Jinping solche Angst vor unabhängigen Religionen?
Chinas Präsident Xi Jinping verfolgt eine „Sinifizierungspolitik“, die aus vier Kernpunkten besteht: 1.) die Verbreitung der chinesischen Verfassung und Gesetzgebung unter den Gläubigen und deren Belehrung darüber, 2.) die Einbindung der Flaggenzeremonie und des Singens der Nationalhymne in den Gottesdienst, 3.) das Predigen der „sozialistischen Grundwerte“ als ethische Grundlage der Religion und 4.) die Verbreitung der Kunde, dass die chinesische Kultur den anderen Kulturen überlegen sei.

Das Ergebnis ist eine verfälschte Religion, die nach außen hin die christlichen, buddhistischen, islamischen oder daoistischen Praktiken aufrechterhält, aber im Kern alle Religionen auf die gleichen banalen Grundüberzeugungen und -haltungen reduziert. Das Endergebnis der „Sinifizierung“ wäre ein patriotischer, vom Staat kontrollierter Kult, der an unterschiedlichen Orten in unterschiedliche Kleider gesteckt wird, letztlich aber den gleichen Gott verehrt: den Staat und das Land China.
Auch die christlichen Kirchen erleben eine Reihe von Schwierigkeiten und Verfolgungen – angefangen bei der Entfernung von Kreuzen und Ikonen, über das Verbot des Bibelverkaufs bis hin zum Zwang, eine revidierte Bibelfassung zu drucken, und die Zehn Gebote in die „Neun Gebote“ abzuändern. mehr Informationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.