Alle Beiträge von obrist-impulse

Id-Al-Fitr – Fest des Fastenbrechens – Ramazan Bayrami

Das Fastenbrechen 1. Schawwal : 2022 Sonntagabend 1. Mai  für Sunniten. Montagabend 2. Mai für Schiiten (Iran). Wir dürfen gespannt sein, wann Sunniten und Schiiten den Monat wieder gemeinsam beginnen. Jordanien feiert wieder mit der sunnitischen Welt und musste einen Tag weniger fasten. Bangladesch feiert das Fastenbrechen am Montagabend.

Das Ende des Ramadans wird mit einem Fest begangen. Es heißt auf Arabisch Id-Al-Fitr und auf türkisch Id-Al-Fitr – Fest des Fastenbrechens – Ramazan Bayrami weiterlesen

Transnistrien blockiert Moldau

Transnistrien ist ein Landstrich mit knapp einer halben Million Einwohnern im Osten Moldaus; er grenzt an die Westukraine. Seit einem Sezessionskrieg 1992 regieren dort pro-russische Separatisten, die von Moskau etwa mit Gratis-Gas gestützt werden, international aber von keinem Staat anerkannt werden – auch von Russland nicht. Transnistrien blockiert Moldau weiterlesen

Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden

2022: Freitag 29. April.

Der al-Quds-Tag, nach dem arabischen Namen für Jerusalem, al-Quds, ist in der Islamischen Republik Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Auch weitergehende Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden regelmäßig ausgesprochen.

Der al-Quds-Tag geht auf den Aufruf Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden weiterlesen

Ukraine-Report

Eines hat Russland sicher erreicht, dass man es fürchtet. Putins Angriff ist ein Signal an die ganze Welt: Garantien funktionieren nicht, selbst wenn die Stärksten der Welt sie unterzeichnet haben. Wolodymyr Selenskyj in „die Zeit„.  

Informationen ab dem Tag 71 unter Ukraine-News

„Alle Kriegsführung basiert auf Täuschung.“ Sun Tzu in  „Die Kunst des Krieges“  Gute Infos gibt es beim Handelsblatt

4.5.22 / Tag 70

Schweden liebäugelt seit dem Ukraine-Krieg mit einem Beitritt zum Verteidigungsbündnis Nato. Russland ist darüber gar nicht erfreut und hat eine Propaganda-Kampagne gestartet: Wie Fotos auf Twitter zeigen werden berühmte Schweden auf Plakaten als Nazis bezeichnet. Die Plakate, die an Bushaltestellen zu sehen sind, tragen die Überschrift: «Wir kämpfen gegen Nazismus, sie nicht.» «Wir» ist in den Farben der russischen Flagge geschrieben, «sie» in jener Schwedens. (Typisch russisches Denken: Weil einer so ist, sind alle so. Weil  es einzelne Nazis in der Ukraine gibt, muss man die Ukraine zerstören. In Russland gibt es aber mehr Nazis. Damit hat man die Begründung, um jedes Land auszulöschen oder zu unterwerfen). Darunter sind Pippi-Langstrumpf-Schöpferin Astrid Lindgren, Ikea-Gründer Ingvar Kamprad und Drehbuchautor Ingmar Bergman abgebildet. Neben den Portraits befinden sich aus dem Kontext gerissene Zitate. «Ich würde lieber für den Rest meines Lebens ‹Heil Hitler› rufen, als Russen in Schweden zu haben», wird Lindgren zitiert. Dies hat sie tatsächlich in ihr Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg geschrieben. Sie hat aber auch Hitler immer wieder kritisiert und war eine bekennende Gegnerin der Nazis. (Ihre Aussage war, dass die Russen schlimmer sind). Neben Kamprad steht: «Ich war ein Nazi und verehrte Hitler.» Der Ikea-Gründer sympathisierte wie auch Bergman während des Kriegs mit den Nazis. Beide bezeichneten dies nach Kriegsende aber als großen Fehler und entschuldigten sich dafür. Die Kampagne bereitet auch Sorgen: Der ehemalige Premierminister Carl Bildt fragt auf Twitter, ob Russland sich für eine «Denazifizierungs-Operation» gegen Schweden vorbereite.

Der Buchstabe «Z» gilt als Siegessymbol der Russen im Ukraine-Krieg. Nun haben sie gar Bäume in dieser Form gepflanzt – wie die Nazis mit ihren Hakenkreuzen. Nahe Moskau pflanzte die Regierung nämlich auf einer riesigen Fläche hunderte Bäume in Form eines «Z». Erst kürzlich war auch in der an Weißrussland grenzenden Region Brjansk ein solches Zeichen entstanden. Für dieses wurden 650 Bäume auf einer Fläche von 10’000 Quadratmetern gepflanzt, schreibt das regierungskritische Nachrichtenportal «Sota». Die Propaganda-Methode hat sich Russland wohl von den Nazis abgeschaut. Das ist ironisch, behauptet doch Russland weiterhin, die Invasion der Ukraine diene der «Entnazifizierung».

Soldaten markieren mit dem Buchstabe «Z» ihre Panzer und Fahrzeuge, Unterstützer benutzen ihn überall: Bei prorussischen Demonstrationen auf der ganzen Welt, als Graffiti auf den Türen von Putin-Gegnern und sogar auf Kinderspielzeug.

Russland freut sich über die Auswanderung der „Vaterlandsverräter“, der „fünften Kolonne“, sagt Oleg Radsinski. Mehr als 200 Journalisten sind aus Russland geflohen. Weiter meint er: „Ich glaube, dass wir heute Zeugen des letzten Zuckens des russischen Imperialismus werden“. Mit Putins Krieg in der Ukraine „hat Russland aufgehört, ein Imperium zu sein“, sagt der 63-jährige Schriftsteller und Sohn des berühmten russischen Historikers Edward Radsinski. „Was kann das Regime jetzt anbieten? Nur ein Modell eines Kriegsreiches, wie das von Dschingis Khan.“ Der Aufbau einer imperialen Mentalität begann ernsthaft im 17. Jahrhundert mit Peter dem Großen und dauerte etwa 300 Jahre. Was ein Imperium unbedingt braucht, ist eine Mission. So war das Konzept des Kommunismus für viele in der UdSSR bis in die 1970er-Jahre hinein attraktiv. Aber welche Idee hat Russland heute? mehr Informationen

Berichten zufolge ist der Gesundheitszustand von Wladimir Putin nicht sonderlich gut: Gerüchte über eine Krebs-OP, Parkinson und Demenz machen die Runde. Doch seine Gesundheit soll nicht der einzige Grund sein, weshalb sich der russische Machthaber fürchtet. Er soll auch Angst haben vor seinem Nachfolger. Deshalb klammere sich Putin an die Macht, erklärt ein ehemaliger US-General gegenüber Fox Business. Er werde alles tun, um an der Macht zu bleiben, sagt Jack Keane. «Er weiß ganz genau, dass ein Nachfolger sein Ende bedeuten kann.» Der Nachfolger könne Putin strafrechtlich verfolgen, seine Besitztümer beschlagnahmen oder ihn gar töten lassen. Vertreter aus Militär und Geheimdienst beschuldigen laut der «DailyMail» den Präsidenten. Er wird für das Scheitern bei Kiew und den Rückzug aus dem Hauptstadt-Gebiet verantwortlich gemacht.

«Wir tun bedingungslos weiter alles, um alle unsere Leute aus Mariupol, aus Azovstal herauszuholen», sagte Selenskyj. «Wir brauchen sie alle» – die Zivilpersonen wie die Soldaten. Die ukrainische Seite bereitete sich auf eine weitere Rettungsaktion schon am Mittwoch vor. Die Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sollten dabei helfen.

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Die Nacht des Schicksals

2022:  Mi 27. auf Do 28. April Sunniten / Do 28.  auf Fr 29. April Schiiten und Jordanien  (26./27. Ramadan)

Nach palästinensischen Schätzungen befinden sich am Mittwoch mehr als 250.000 Muslime auf dem Tempelberg, um die „Laylat al-Qadr“ (die Nacht des Schicksals) zu feiern.

Die „Nacht der Bestimmung“ oder „Nacht des Schicksal“, zuweilen auch „Nacht der Macht“ genannt, ist die bedeutendste Nacht im islamischen Kalender und markiert die Nacht, in der das Schicksal des einzelnen Menschen verändert werden kann.

Lailat al Qadr, die „Nacht der Bestimmung“ gehört zu den Höhepunkten des Fastenmonats Ramadan und ist gleichzeitig die heiligste Nacht im islamischen Kalender. Die Nacht des Schicksals weiterlesen

Imperium contra Nationalstaat

Als realitätsfern, gar als verrückt haben Beobachter Wladimir Putin nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bezeichnet. Doch die Wirklichkeit ist schlimmer, denn Russlands Präsident ist sich wohl bewusst, was er tut. Diese Einschätzung trifft mit Jörg Baberowski einer der renommiertesten Osteuropa-Historiker.

Wir wissen wenig darüber, was im Kreml geschieht. Die Inszenierung verborgener Staatlichkeit, die in Russland seit Peter dem Großen als Tradition fest verankert ist, erfüllt immer noch ihren Zweck.

Manches lässt sich aus Putins Lebensweg herauslesen. Nach Imperium contra Nationalstaat weiterlesen

Was wir aus dem Holocaust lernen sollten

Jom haScho’a 2022 (Israel 5782) beginnt am Abend vom Mittwoch, 27. April und endet am Abend vom Donnerstag, 28. April.

Dennis Prager, ein jüdischer Autor aus Los Angeles, zeigte einen völlig neuen Ansatz auf, über den Holocaust nachzudenken, als er anlässlich der Holocaust-Konferenz 1991 in Berlin schrieb: „Im Judentum aber kann man nicht im Namen eines anderen vergeben. Nur derjenige, der verletzt wurde, kann vergeben. Wenn jemand meinem Freund etwas Böses zufügt, darf nicht etwa ich an seiner Stelle dem Übeltäter verzeihen. Deshalb kann kein Jude den Deutschen im Namen der von den Nazis Ermordeten vergeben. … Das Thema der Vergebung ist kein Thema für Was wir aus dem Holocaust lernen sollten weiterlesen

Mimuna-Fest

2022 abends 23. April

Das Pessachfest ist vorbei und es darf wieder „gesäuertes“ Brot gegessen werden.

Marokkanische Juden braten dazu traditionell Mufletas. Die werden aus einem dünnen Teig hergestellt, der mit Honig, Butter oder Sirup bestrichen wird. Das Mimuna-Fest ist geprägt von Üppigkeit und großer Gastfreundschaft. Juden mit marokkanischen Wurzeln laden dazu gerne ihre Nachbarn ein.

Der Ursprung des Mimuna-Festes liegt im Dunkeln, die genaue Bedeutung ist unklar. Mimuna-Fest weiterlesen

Angst vor Gewaltausbruch in Israel

24.4.22 Die Hamas hat am Sonntag 24.4.22 zwei Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert. Die Raketen landeten in Gaza in der Nähe einer von der UNO finanzierten Schule und verletzten einige Palästinenser.

23.4.22 Eine Rakete sei auf israelischem Gebiet, eine zweite noch im Gazastreifen niedergegangen, teilte die israelische Armee mit. Augenzeugen zufolge wurden im Gazastreifen zwei Menschen durch die Rakete verletzt. Seit einer Woche kommt es immer wieder zu Zusammenstößen auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif). Die Auseinandersetzungen verschärfen die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter. Erstmals seit Jahresbeginn feuerten militante Palästinenser im Gazastreifen in dieser Woche wieder Raketen in das israelische Grenzgebiet. Israel reagierte mit Angriffen auf Ziele der islamistischen, im Gazastreifen herrschenden Hamas. Aktuell kommen besonders viele Muslime zum Tempelberg, um während des Fastenmonats Ramadan dort zu beten.

Am Dienstag 26. April ist Lailatul-Qadr (Die Nacht der Macht). Am Mittwoch 27. April Jom HaSchoa (Holocaust Gedenktag). Am Freitag 29. April Al Kuds Tag (muslimischer Jerusalemtag). Am 2. Mai das muslimische Fastenbrechen.

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Mevlid kandili – die türkische Version der Geburt Mohammeds

Die Religionsbehörde in der Türkei hat den Geburtstag Mohammeds nach der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1926 auf den 20. April 570 n. Chr. festgelegt. Seither wird in der Türkei die Geburt des Propheten im April eine Woche lang zelebriert.

Geburtstage haben in der islamischen Welt nicht dieselbe Bedeutung wie in Europa. Der Geburtstag des Propheten Mohammed, der Mevlid kandili – die türkische Version der Geburt Mohammeds weiterlesen

Sünde im Judentum und Christentum

Juden und Christen im Gespräch über die Bibel

Was verstehen wir unter Sünde?

Dienstag, 19. April, Radio Maria Schweiz

In dieser Sendung dabei ist Dr. Richard Breslauer, Dozent an der Jüdisch – Christlichen Akademie in Basel, und Hanspeter Obrist, Erwachsenenbilder aus Schmerikon.

Wie ist das jüdische und christliche Verständnis von Sünde?

Später folgt hier eine Zusammenfassung und ein Player mit der MP 3 Sendung.

 

Was spricht für die Auferstehung von Jesus?

Eine ganze Reihe von Fakten sprechen dafür, dass die Auferstehung von Jesus wirklich stattgefunden hat.

  1. Das leere Grab: Der jüdische Hohe Rat und die Römer konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen, obwohl sie das gern getan hätten.
  2. Paulus verweist auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Korinther 15,6). Viele lebten zum Zeitpunkt der Aussage noch.
  3. Die „Absurdität“ der Botschaft. Die Jünger selbst glaubten Was spricht für die Auferstehung von Jesus? weiterlesen

Der Herr ist wahrhaftig auferstanden – Ostern

An Ostern erinnern sich die Christen daran, dass Jesus den Tod überwunden hat.

Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!“ (Ostergruß nach Lukas 24,34)

Nach Auskunft aller Evangelien ist Jesu Auferweckung exklusive Tat Gottes. Nach dem wohl frühesten christlichen Glaubensbekenntnis wurde Jesus am „dritten Tag gemäß der Schrift“ von den Toten erweckt (1. Korinther 15,3–6): „Christus ist gestorben für unsre Sünden nach der Schrift; er wurde begraben und ist am dritten Tage nach der Schrift auferstanden. Er wurde gesehen von Kephas (Petrus), danach von den Zwölfen, dann von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal.“

Das leere Grab wurde am „ersten Tag der Woche“ (=Sonntag) von Maria Magdalena entdeckt Der Herr ist wahrhaftig auferstanden – Ostern weiterlesen

Karfreitag

Christen denken an diesem Tag (15. April 2022) an den Kreuzestod von Jesus. Er starb freiwillig (Johannes 10,18) als „Gottesknecht“ (Jesaja 53) und versöhnte Gott und die Menschen (Kolosser 1,20). Durch Tod und Auferstehung von Jesus wird allen Menschen, die das wollen, Vergebung der Sünden, Errettung aus dem Tod und ewiges Leben zuteil (Johannes 1,12). Der Karfreitag (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der Freitag vor Ostern.

Im jüdischen Talmud heißt es: «Die Sühne erfolgt nur durch das Blut» und in 3. Mose 17,11: «Das Blut ist die Versöhnung, weil das Leben in ihm ist.» Karfreitag weiterlesen