49 Tage Seenot überlebt durch Glaube und Bibel

Aldi Novel Adilang (18-19) arbeitete auf einer schwimmenden Fischfalle 125 Kilometer draußen auf dem Meer, schreibt die Jakarta Post. Dort war er Lampenwärter. Auf dem Floß befindet sich eine kleine Hütte. Unterstützt von Bojen schwimmt das Rumpon mitten auf dem Ozean und ist am Meeresboden durch ein langes Seil befestigt.

Vom Betreiber der Fischfalle hatte der Jugendliche den Auftrag, sechs Monate lang jede Nacht die Lampen an der Apparatur mit einem Stromgenerator anzumachen, um Fische anzulocken. Jede Woche schickte der Besitzer jemanden, um die Fische aus der Falle zu lesen. Dieser gab dem jungen Indonesier wieder Vorrat für eine Woche: Nahrung, Gas zum Kochen, sauberes Wasser und Treibstoff für den Generator. Auch hatte er ein Walkie-Talkie.

Nachdem Adilang sich mehrere Monate um die Fischfalle gekümmert hatte, riss ein starker Wind sie am 14. Juli von der Fixierung los und trieb ihn von der Nordküste der indonesischen Insel Sulawesi in Richtung Guam, mitten im Pazifik. Nun musste er um sein Überleben kämpfen, da sein Vorrat knapp war.

Um seinen Hunger und Durst zu stillen, habe Adilang Fische gefangen, versucht, sich seinen Wasservorrat lange einzuteilen und schließlich Regen- und Meereswasser getrunken, berichtet der indonesische Generalkonsul in Osaka, Mirza Nurhidayat, der Jakarta Post. Nachdem ihm das Kochgas ausgegangen war, nutzte er die Holzzäune des Rumpons als Brennstoff, um sich die Fische zuzubereiten.

Der lokalen Zeitung Tribun Manado sagte Adilan, dass er während seiner Zeit auf See stets in der Bibel gelesen habe. Dies habe ihm geholfen, geistliche Stärke zu erlangen. Sein Vater habe ihm gesagt, dass er die Bibel lesen und morgens und abends beten solle.

In der dritten Woche seiner Odyssee war er besonders in Gefahr. Er dachte, er würde „da draußen sterben“. Einen ganzen Tag lang schwamm ein Hai um sein Floß herum. Die Flosse des Tiers sei die ganze Zeit zu sehen gewesen. Er habe gedacht, das einzige, was er tun könne, sei, dafür zu beten, dass der Hai verschwindet.

Auch kämpfte der Teenager einmal mit Selbstmordgedanken, überlegte, sich einfach ins Meer zu stürzen. Doch dann erinnerte er sich an die Bibel und betete. Durch das Singen geistlicher Lieder wurden seine Suizidgedanken vertrieben, schildert Adilang sein Erlebnis der Tribun Manado.

Bei jedem Schiff, das vorbeifuhr, hoffte er auf Rettung und versuchte, mit dem Wedeln seiner Kleidung auf sich aufmerksam zu machen. Doch mehr als zehn Schiffe hielten nicht an oder sahen ihn nicht. Auch der panamaische Frachter „Arpeggio“ fuhr zuerst an ihm vorbei. Da das Schiff aber nah war, machte er mit einem Funksignal über sein Walkie-Talkie auf sich aufmerksam. Da die Wellen am 31. August hoch gewesen sind, war seine Rettung schwierig. Er hatte rund 2.000 Kilometer auf dem Floß zurückgelegt.

Nach ein paar Tagen auf dem Schiff und in Quarantäne traf er wieder mit seiner Familie zusammen. Adilang ist in guter gesundheitlicher Verfassung. Das berichtet die Nachrichtenseite The Daily Beast unter Berufung auf die Jakarta Post und die indonesische Tribun Manado. Der Tribun Manado sagte er, dass ihn sein Glaube und seine Bibel am Leben gehalten hätten.

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