Yom HaZikaron – Gedenktag für die Gefallenen

2017: Sonntagabend 30. April bis Montagabend 1. Mai

Der Gedenktag für die Gefallenen in den Kriegen Israels und durch Terror wird um 20 Uhr Lokalzeit mit einem Sirenenton von einer Minute Dauer eröffnet. Das Leben steht für eine Minute still.

Am Montag um 11 Uhr ertönen wieder die Sirenen, dieses Mal zwei Minuten lang. Das Signal markiert den Beginn der offiziellen Gedenkveranstaltungen auf den Friedhöfen.

Am Abend geht der Tag der Trauer über in den freudig gefeierten Unabhängigkeitstag, dem Jom HaAtzama’ut.

Als Vorbereitung für den Gedenktag an die gefallenen israelischen Soldaten und den Opfern des Terrorismus, hat bereits am Sonntag auf dem Militärfriedhof auf dem Herzlberg in Jerusalem die Zeremonie „Eine Fahne für den Gefallenen“ stattgefunden.

Bei der Zeremonie legen Soldaten kleine israelische Fahnen mit einem schwarzen Band als Zeichen der Trauer auf alle Gräber des Friedhofs. Der Oberbefehlshaber der israelischen Armee, Generalleutnant Gadi Eizenkot, ehrte 2016 die Gefallenen und sagte: „Dies ist unser Weg, unserer Söhne und Töchter zu gedenken, die aus Liebe zum Land ausgezogen sind und ihr Leben lassen mussten bei der Verteidigung des Landes und seiner Bürger.“

Eizenkot wandte sich auch an die Eltern der Gefallenen und sagte: „Ich verspreche euch, dass die israelische Armee euch auch weiterhin begleiten und umarmen wird, die Erinnerung an eure Liebsten wahren und jedes Jahr an diesen Platz zurückkehren wird, jeden einzelnen der Gefallen zu ehren. Heute gedenken wir auch der verschollenen Soldaten und der Opfer, dessen Begräbnisort nicht bekannt ist. Und wir versprechen, dass wir nicht ruhen werden, bis wir alle zurück nachhause gebracht haben.“

Die Zeremonie „Eine Fahne für den Gefallenen“ wird seit 2001 abgehalten. Bis zum Beginn des Gedenktages an die gefallenen Soldaten und Opfern des Terrorismus wird auf jedem Grab auf allen Militärfriedhöfen des Landes eine kleine Fahne niedergelegt.

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Gemäss der seit 1860 geführten Statistik mussten bis 2016 23’447 Soldaten, Offiziere, aber auch Zivilisten ihr Leben lassen.

Von 553 Wehrmänner weiss man nicht, wo sie ihre letzte Ruhe gefunden haben.  Laut der Statistik 2015 leben heute in Israel 16’670 Familien, die um einen oder mehrere Gefallenen trauern. Davon sind 4’958 Witwen und 2’049 Waisen bis zu einem Alter von 30 Jahren.

Soldatin singt zur Musik ihres Bechers

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