Willkommen zu Hause – Allianzgebetswoche 2016

So 10. bis So 17. Januar 2016

Die Allianzgebetswoche wird seit 1846 durchgeführt. Ziel ist es, das Miteinander der Christen vor Ort zu stärken und das Bewusstsein der weltweiten Verbundenheit zu fördern. Die Allianzgebetswoche 2016 widmet sich dem Gleichnis vom barmherzigen Vater und seinen zwei Söhnen.

In den kommenden Tagen werden hier zehn Impulse zu dieser Geschichte veröffentlicht. Der Text ist ein wenig anders aufgeteilt als von der Allianz vorgegeben.

Der barmherzige Vater

 

In der Allianzwoche 2016 ist der Text wie folgt aufgeteilt:

So, 10.01.16: Gott und seine Kinder
«Jesus sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.» (Lukas 15,11)
Ergänzende Bibeltexte: Epheser 3,15; Johannes 1,12; Lukas 15,1+2

Mo, 11.01.16: Wenn Beziehungen zerbrechen
«Der Jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.» (Lukas 15,12)
Ergänzende Bibeltexte: 1. Mose 3,8ff; 1. Mose 27,41ff

Di, 12.01.16: Alles gewollt – alles verloren
«Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine grosse Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue frassen; und niemand gab sie ihm.» (Lukas 15,13-16)
Ergänzender Bibeltext: Römer 1,21-23

Mi, 13.01.16: Wende statt Ende
«Da ging der Sohn in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heisse; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn.» (Lukas 15,17-20a)
Ergänzender Bibeltext: Psalm 107

Do, 14.01.16: Was für ein Vater!
«Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.» (Lukas 15,20b+c)
Ergänzende Bibeltexte: Joh. 14,9; Eph. 3,15

Fr, 15.01.16: Wie neu geboren
«Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heisse. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Kleid hervor und tut es ihm an und gebt ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füsse und bringt das Kalb, das wir gemästet haben, und schlachtet es. Lasst uns essen und fröhlich sein. Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.» (Lukas 15,21-24)
Ergänzende Bibeltexte: Jes. 61,10; Petrus 1,3,18,19

Sa, 16.01.16: Zu Hause und doch weit weg
«Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.» (Lukas 15,25-30)
Ergänzende Bibeltexte: Joh. 14,2; Lukas 14,15ff

So, 17.01.16: Das muss gefeiert werden!
«Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.» (Lukas 15,31-32)
Ergänzende Bibeltexte: Offb. 19,7ff; Lukas 15,10

Siehe: http://www.allianzgebetswoche.ch/

Die nächsten Allianzgebetswochen sind: 2017 8. bis 15 Januar / 2018 14. bis 21. Januar

Der verlorene Sohn nach dem Gleichnis von Jesus Christus dargestellt als Musical von ADONIA.

Der barmherzige Vater

Jesus ermutigt die Leute: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist“ (Lukas 6,36).

In Lukas 15, 11-32 erzählt er, was er unter dem barmherzigen Vater versteht:
Eines Tages kamen viele einfache und verrufene Leute zu Jesus, um ihm zuzuhören. Die Frommen und die Theologen murrten und sagten: Er nimmt die Sünder auf. Darauf erzählte Jesus ihnen ein Gleichnis.

„Ein Mann hatte zwei Söhne“, erzählte Jesus. „Eines Tages sagte der Jüngere zu ihm: „Vater, ich will jetzt schon meinen Anteil am Erbe ausbezahlt haben.“ Da teilte der Vater sein Vermögen unter ihnen auf.

Nur wenige Tage später packte der jüngere Sohn alles zusammen, verließ seinen Vater und reiste ins Ausland. Endlich konnte er sein Leben selbst bestimmen und in vollen Zügen genießen. Er leistete sich, was er wollte, bis er schließlich keinen Rappen mehr besaß. Zu allem Unglück brach in dieser Zeit eine große Hungersnot aus. Es ging ihm sehr schlecht. In seiner Verzweiflung wandte er sich an einen Bauern, der ihn zum Schweinehüten auf die Felder schickte. Der Hunger quälte ihn so, dass er froh gewesen wäre, etwas vom Schwei¬nefutter zu bekommen. Aber selbst davon gab ihm niemand.

Da kam er zur Besinnung: Bei meinem Vater hat jeder Arbeiter mehr als genug zu essen, und ich komme hier um vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich bin schuldig geworden an Gott und dir. Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert. Aber kann ich nicht als Arbeiter bei dir bleiben?

Er stand auf und ging zurück zu seinem Vater. Der erkannte ihn schon von weitem. Voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn zärtlich.

Doch der Sohn bekannte: „Vater, ich bin schuldig geworden an Gott und an dir. Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert“.

Sein Vater aber befahl den Knechten: „Beeilt Euch! Holt das beste Kleid, das wir haben und zieht es ihm an. Bringt auch einen Ring und Sandalen für ihn. Schlachtet das Kalb, das wir gemästet haben! Wir wollen feiern und fröhlich sein! Mein Sohn war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er gefunden worden“. Und sie begannen ein fröhliches Fest.

Inzwischen kam der ältere Sohn nach Hause. Er hatte auf dem Feld gearbeitet und hörte schon von weitem die Tanzmusik. Erstaunt fragte er einen Knecht: „Was wird hier gefeiert?“ „Dein Bruder ist wieder da“ antwortete er ihm. „Dein Vater hat sich darüber so gefreut, dass er das Mastkalb schlachten ließ. Jetzt feiern wir ein großes Fest“.

Der ältere Bruder wurde wütend und wollte nicht ins Haus gehen. Sein Vater ging hinaus und redete freundlich mit ihm. Doch der ältere Sohn entgegnete ihm bitter: „Wie ein Arbeiter habe ich mich all diese Jahre für dich geschunden. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal hätte richtig feiern können. Und jetzt, wo dein Sohn zurückkommt, der dein Geld mit Huren durchgebracht und alles verprasst hat, jetzt gibt es gleich ein Fest, und du lässt sogar das Mastkalb schlachten!“

Sein Vater sagte zu ihm: „Mein Kind, du bist immer bei mir. Was ich habe, gehört auch dir. Darum komm, wir haben allen Grund zu feiern. Denn dein Bruder war für uns tot, jetzt hat für ihn ein neues Leben begonnen. Er war verloren und ist jetzt gefunden worden.“     Lukas 15, 11-32

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