Ja zur Wiederentdeckung jüdischer Wurzeln des Christentums

Am Mittwoch 28. Oktober empfing Papst Franziskus in Rom jüdische Offizielle aus aller Welt. Anlass war das 50. Jubiläum der Publikation von «Nostra Aetate» auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Franziskus sagte: «Ja zu der Wiederentdeckung der jüdischen Wurzeln des Christentums. Nein zu Antisemitismus». Laut Franziskus sind seit Nostra Aetate aus Gleichgültigkeit und Gegnerschaft nun Zusammenarbeit und guter Willen geworden. Feinde und Fremde hätten sich in Freunde und Brüder verwandelt.

Die jüdischen Offiziellen gehörten dem Jüdischen Weltkongress an und waren nach Rom zu einer Vorstandssitzung gekommen. Bei der Begegnung auf dem Petersplatz grüßte Franziskus mit herzlichem Überschwang einen alten Freund aus Argentinien, den Vorstand der dortigen Gemeindeorganisation Daia, Julio Schlosser. Dieser hatte 2012 eine schwere Herzattacke erlitten. Franziskus umarmte ihn und sagte: «Ich bin so froh, dich zu sehen. Du weisst, wie viel ich für dich gebetet habe.» mehr Informationen

Doch auch innerhalb des Judentums gibt es kritische Stimmen gegenüber den Christen. Besonders schwierig wird es, wenn Juden zur Überzeugung gelangen, dass Jeschua (Jesus) der jüdische Messias ist und nicht nur ein Rabbi für Nichtjuden.

So rief ein berühmter Rabbi in New York, Rabbi Yosef Mizrachi, dazu auf zwei messianische Juden sollten umgebracht werden. Das ist etwas Neues, dass ein jüdischer Rabbi zu Mord aufruft.

Hier ist das Video des Anstosses:

 

Erst kürzlich wurde diese Spannung auch in Deutschland zum Thema, als der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster (Würzburg), von den Organisatoren des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 forderte, den „sogenannten“ messianischen Juden keine Plattform zu bieten. Dabei handelt es sich um Juden, die wie Christen an Jesus Christus als den verheißenen jüdischen Messias glauben. Er erwarte ferner, dass sich die EKD und die Landeskirchen von evangelikalen Christen abgrenzen. Seltsam mutet an, dass sich der Zentralrat in ein rein innerkirchliches Anliegen einmischt.  mehr Informationen 

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