Wie offen soll die reformierte Kirche gegenüber Andersgläubigen sein?

Der Orpunder Pfarrer Werner Steube sieht die reformierte Kirche in Gefahr. Wegen ihrer Offenheit gegenüber Andersgläubigen komme es zur «Selbstzerstörung der Kirche». Nach seiner Meinung soll die Sinnfrage nicht in anderen Religionen gesucht werden und auch keine gemeinsamen Gebete in denen auch andere Gottheiten angerufen werden gesprochen werden.

Er verlangte mit einer Motion von der Sommersynode – dem Kirchenparlament – der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, dass sie sich nicht bei anderen Religionen anbiedere, religionsvermischende Tendenzen nicht noch mehr fördere und auf der gemeinsamen Suche nach Sinn und Gestaltung des Lebens keine «theologische Bankrotterklärung» begehe.

Bei der Mehrheit der Synodalen kam der Vorstoss schlecht an. Eine multikulturelle Nachbarschaft sei Realität und deshalb sei nur ein Miteinander und kein Nebeneinander möglich, so der Grundtenor. Die Motion von Werner Steube wurde von der Sommersynode mit 11 Ja- zu 149 Nein-Stimmen, bei 9 Enthaltungen, deutlich abgelehnt.

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Ein Gedanke zu „Wie offen soll die reformierte Kirche gegenüber Andersgläubigen sein?“

  1. Irgendwie hat der Beitrag für mich Anklänge an das, was den Stoff meiner heutigen Bibellese ausmachte … die Geschichte von Jerobeam in 1.Kön 12,20 ff: Aus Angst, ihm könnten die Israeliten weglaufen, baut er ein „MultiKulti-Religionswerk“ samt Anbetungsstätte, Altar und goldenen Kälbern … Es ist bedauerlich und schrecklich, wie aus falsch verstandener „Political Correctness“ und einer fatalen Sehnsucht nach „Frieden“ gerade dessen Grund geopfert wird …

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