Weltverfolgungsindex 2016

Insgesamt sind Übergriffe und Diskriminierungen gegen Christen deutlich gestiegen.

Eritrea findet sich auf dem dritten Rang. Das vom diktatorischen Regime von Präsident Afewerki beherrschte Land kann mit Recht als «Nordkorea Afrikas» bezeichnet werden.

Der radikale Islam ist die Hauptursache für die Verfolgung von Christen in 35 der 50 im Index aufgeführten Länder.

2015 hat Open Doors 7’100 Fälle dokumentiert, in denen Christen wegen ihres Glaubens getötet wurden. Im Vorjahr waren es noch 4’344. Im Untersuchungszeitraum wurden 2’406 Kirchen zerstört oder stark beschädigt gegenüber 1’062 im Jahr davor.

Diese Statistiken beinhalten lediglich die eindeutig belegten Fälle. Aus diesem Grund werden für Nordkorea keine Zahlen erhoben, da die Informationen nur schwer zu überprüfen sind. Während für Syrien und Irak nur die wenigen überprüfbaren Todesopfer aufgelistet sind. Das bedeutet, dass die Zahlen für diese beiden Staaten in Wirklichkeit viel höher liegen.

Weltverfolgungsindex 2016

Länder (Top Ten) Anzahl der für ihren Glauben ermordeten Christen
(darin enthalten sind auch staatlich verordnete Hinrichtungen)
Nigeria 4028
Zentralafrikanische Republik 1269
Tschad 750
Demokratische Republik von Kongo* 467
Kenia 225
Kamerun* 114
Libyen 58
Pakistan 39
Syrien 33
Myanmar 13
Total (29 betroffene Länder) 7106

*Länder, die nicht im Weltverfolgungsindex 2016 vorkommen.

Im Falle von Nigeria liegt die tatsächliche Gesamtzahl – im Gegensatz zu den angegebenen 4.028 getöteten Christen und 198 angegriffenen und/oder zerstörten Kirchen – wahrscheinlich sehr viel höher, da über viele Gräueltaten nicht berichtet und auf die Religionszugehörigkeit häufig nicht eingegangen wird.

Länder (Top Ten) Anzahl der angegriffenen, beschädigten, gesprengten, geplünderten, zerstörten, niedergebrannten, geschlossenen oder konfiszierten Kirchen
China 1500
Nigeria 198
Zentralafrikanische Republik 131
Niger 115
Sri Lanka 81
Ägypten 69
Sudan 53
Syrien 24
Indien 23
Indonesien 20
Total (39 betroffene Länder) 2425

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