Was die israelische Armee fürchtet

In Israel war landesweit in den Nachrichten zu hören: Das Verteidigungsministerium hat angeordnet, dass alle Soldaten, die den Schabbat über in Jerusalem bleiben, keine Kontakte mit jener jüdischen Sekte haben sollen, die den Glauben an Jeschua (Jesus) predigt.

Ist der Glaube an Jesus eine solche Bedrohung der nationalen Sicherheit, dass eine der effektivsten Armeen der Welt meint, ihre Soldaten vor dieser „jüdischen Sekte“ schützen zu müssen?

Die Geschichte begann damit, dass eine kleine Gruppe messianischer (jesusgläubiger) Juden eine Pension besuchten, in der Soldaten ohne Familienanschluss den Schabbat verbrachten. Die Armee bietet diese Unterkunft jenen Soldaten an, deren Familien nicht in Israel leben. Dort hatten die messianischen Juden über ihren Glauben an das Neue Testament gesprochen. Etlichen Soldaten gefielen diese Besuche, und einige begannen, das Neue Testament und messianische Literatur zu lesen. Soldaten wurden von den messianischen Juden nach Hause eingeladen, und sie erlebten bei Schabbatfeiern und Bibelstunden, was es mit dem Glauben an Jesus auf sich hat.

Einer der Soldaten fand schließlich zum Glauben an Jesus. Dies rief ultraorthodoxe „anti-missionarische“ Juden auf den Plan. Sie informierten das Verteidigungsministerium und die Armeeführung über die missionarischen Aktivitäten im „Soldatenhaus“. Ohne die Sache näher zu untersuchen, veröffentlichte die Armee dann die Warnung.

Eigentlich werden messianische Juden heutzutage von der Militärführung geschätzt, sind Kommandeure und dienen in allen Bereichen des Militärs, auch beim Geheimdienst, der die höchsten Sicherheitsanforderungen stellt. Die meisten ultraorthodoxen Juden dagegen wollen immer noch kein Militätdienst leisten.

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